VfB II schenkt Wacker zehn Stück ein

VfB Auerbach II – 1.FC Wacker Plauen 10:0 (3:0)

Der VfB Auerbach II hat in der Vogtlandliga den höchsten Saisonsieg gefeiert. Gegen Wacker Plauen machten es die Auerbacher zweistellig. Nachdem es schon zur Pause 3:0 stand – und das völlig zurecht -, drehte der VfB nach dem Seitenwechsel auf und legte sieben weitere Treffer nach. Ein Erfolg, der in dieser Höhe auch verdient ausfiel.

 

Statistik

Tore: 1:0 Tuschinski (15.), 2:0 Miertschink (18.), 3:0 Persigehl (32.), 4:0 Kühn (48.), 5:0 Tuschinski (49.), 6:0 Miertschink (51.), 7:0 Flechsig (68.), 8:0/9:0 Leßmann (69./72.), 10:0 Hilpmann (80.).

Auerbach: Rosenkranz – Krug, Kühn, Tuschinski (63. Hilpmann), Trinks, Miertschink (66. Leßmann), Sandner, Persigehl, Löser, Schmelzer (56. Flechsig), Möckel.

Schiedsrichter: Meyer (Zwickau).

Zuschauer: 43.

VfB III lässt zu viele Chancen liegen

VfB Auerbach III – TSV Trieb 1:0 (0:0)

Der VfB Auerbach III hat am Samstagnachmittag in der Kreisliga eine unnötige Heimniederlage gegen Trieb einstecken müssen. Trotz zahlreicher Chancen gelang den Auerbachern kein Treffer. Im Gegensatz dazu schlossen die Gäste einen Konter Mitte der zweiten Halbzeit zum Führungstreffer ab. „Spielerisch war es sicherlich keine Augenweide von beiden Teams“, sagte VfB-Coach René Bley. „Trotzdem hatten wir ein Chancenplus und hätten uns einen Punkt verdient gehabt. Ich kann der Mannschaft nichts vorwerfen.“

Statistik

Tor: 0:1 Paulus (55.).

Auerbach: Löschner – Berger, Neubauer, Bley, Lippmann, Möckel, Menzel, Meyer, Hahn (53. Uhlig), Stuckenbrock, Weede (59. Schädlich).

Schiedsrichter: Polster (Lengenfeld).

Zuschauer: 45.

Zwei VfB-Spiele, ein Ziel

Auf den VfB Auerbach wartet der Super-Samstag. Die Auerbacher Männerteams spielen gleich im Doppelpack: Den Beginn macht die dritte Mannschaft in der Kreisliga. Auf dem Diesterwegsportplatz spielen die VfB-Oldies gegen den TSV Trieb. Dabei handelt es sich um ein Duell zweier Tabellennachbarn: Auerbach ist Siebter (30:40 Tore/23 Punkte), der TSV ist Achter (28:27/20). Der Blick auf die Tordifferenz verrät, weshalb der VfB III nicht weiter vorn in der Tabelle steht: die vielen Gegentreffer. Das will das Team nun besser machen und die drei Punkte in Auerbach behalten. Die angespannte personelle Lage entspannte sich beim VfB-Team am Samstag nur kurzfristig etwas, sodass das Team von Trainer René Bley mit einer gewissen Zuversicht ins Spiel geht.

Ebenfalls drei Zähler visiert die zweite Mannschaft in der Vogtlandliga an. Im direkten Anschluss ans Spiel der Dritten empfängt der VfB II den 1.FC Wacker Plauen (15 Uhr/Diesterwegsportplatz). „Es wird ein schweres Spiel“, sagt VfB-Coach Kevin Hampf. Denn dem VfB könnte es durchaus schnell passieren, den Gegner zu unterschätzen. Wacker (13./18:43/8) liegt zwei Plätze hinter dem VfB (10./28:18/17) – und ist damit Vorletzter. Die Plauener stecken also mitten im Abstiegskampf. „Wir bekommen in dieser Liga nichts geschenkt“, warnt Hampf sein Team. Das dürfte personell wieder anders aufgestellt sein als in der Vorwoche beim 1:1 gegen Irfersgrün. Wieder mit dabei ist Hans Christian Miertschink, der am Freitag in der Regionalliga nicht zum Einsatz kam. „Ich hoffe, dass ich diesmal mit Glück im Abschluss habe“, sagt der Offensivspieler.

Sein Coach legt aber eine andere Prämisse: „Wenn wir zwei Tore schießen, aber drei Gegentore bekommen, dann hilft das uns auch nichts.“ Daher soll zunächst die Defensive gut stehen. „Vorn haben wir dann immer die Qualität, ein Tor zu schießen“, sagt Hampf. Sein Plan klingt daher einfach: „Wir müssen zuerst aggressiv sein, in die Zweikämpfe gehen, einfache Pässe spielen und die Null halten.“

VfB fehlt der Esprit – und die Ruhe für wenigstens einen Punkt

VfB Auerbach – Optik Rathenow 2:3 (0:1)

Als Ingo Kahlisch bei der Pressekonferenz nach dem Regionalliga-Spiel das Wort ergriff, sagte er einen wichtigen Satz: „Wenn es bei uns nicht läuft, dann fliegt nicht der Trainer, sondern wir setzen uns zusammen und diskutieren, was wir besser machen können.“ Seine Aussage hatte er zwar auf Optik Rathenow gemünzt. Doch er trifft auch auf den VfB zu: Auch wenn es mal nicht so läuft, wenn mal Rückschläge unterlaufen, verliert keiner die Nerven. Es wird weitergearbeitet. Und so wird es auch beim VfB Auerbach nach der 2:3-Heimniederlage laufen.

Sicher, die Niederlage gegen das Schlusslicht der Regionalliga ist bitter. Extrem bitter – zumal der VfB ein bereits verloren geglaubtes Spiel zumindest noch in einen Punktgewinn gedreht hatte. „Es war heute unsere Dummheit, dass wir nicht den einen Punkt mitgenommen haben“, sagte auch VfB-Coach Sven Köhler sehr deutlich. Ihm wäre das 2:2, das der VfB nach 86 Minuten auf der Anzeigetafel hatte, an diesem Abend genug gewesen.

Er hatte recht damit, denn ein Zähler hätte nicht nur Rathenow in der Tabelle auf Distanz gehalten, sondern auch die Partie mit einem positiven Gefühl fürs Auerbacher beendet. Denn ein Punkt war zu diesem Zeitpunkt der optimale Ausgang eines Spiels, das der VfB nach dem 0:2-Rückstand bereits gefühlt verloren hatte und zudem auch über weite Strecken alles andere als überzeugend bestritt. Auerbach fehlten viel: der Esprit, die spielerischen Mittel. Zu oft operierte der VfB mit hohen, langen Bällen, zu wenige Ideen kamen aus dem Mittelfeld. Aber fehlten auch die Auerbacher Tugenden? „Den Kampf kann ich der Mannschaft nicht absprechen“, sagte Sven Köhler.

Er stellte sich damit der Kritik, das Team habe zu wenig Einsatz gezeigt. Das Engagement war der Mannschaft auch gar nicht abzusprechen. „Keiner hat die Fehler absichtlich gemacht“, sagte Sebastian Schmidt. „Wir haben doch nicht mit Absicht verloren.“ Allerdings waren die Fehler vor allem eins: zu unnötig und zu einfach. Sowohl beim 0:1, als auch beim 0:2 lief der VfB in einen Konter und verlor jegliche Übersicht in der Verteidigung. Dass es nicht schon vor der Pause 0:2 stand, war fast schon schmeichelhaft. Doch nach der Pause bemühten sich die Auerbacher.

An diesem Abend lief aber rein gar nichts zugunsten des VfB: Das hatte zuvor schon mit der vergebenen Großchance von Thomas Stock (2.) begonnen, setzte sich mit dem zweiten Gegentreffer in der VfB-Drangphase fort und endete schließlich im 2:3 nach dem 2:2-Ausgleich. „Das war zu billig“, ärgerte sich Sven Köhler über die Art und Weise des 2:3-Gegentores. Aus einem Einwurf heraus verlor der VfB die Übersicht.

Allerdings darf im Moment der Niederlage eins nicht vergessen werden: Es hilft wohl nichts, nun wutentbrannt alles auf den Kopf zu stellen. Insofern sind die Wort von Ingo Kahlisch in der Pressekonferenz vielleicht auch für den VfB ganz hilfreich. Und vielleicht zahlt sich die Ruhe dann auch aus. Zum Beispiel beim Auswärtsspiel in Nordhausen am nächsten Sonntag, 13.30 Uhr.

Statistik

Tore 0:1 Kapan (28.), 0:2 Top (57.), 1:2  Stock (62.), 2:2 Zimmermann (86.), 2:3 Adewumi (87.).

VfB Auerbach St. Schmidt – Heger, Müller, Lietz,  Seb. Schmidt – Tarczal, Herold (61. Ctvrtnicek/V) – Stock, Schlosser,  Kadric – Zimmermann.

FSV Optik Rathenow: Zwick – R. Techie-Menson, Turan,  Langner, Wilcke – Hellwig, Leroy  (78. Ortiz) – Adewumi, Kapan, Top (86. Weber) – Aydogdu/V (90.+1 Bilbija).

Schiedsrichter: Schipke (Halle).

Zuschauer: 450.

Zwei Tage – zwölf Spiele

Fußball zum Sattwerden gibt es am Wochenende beim VfB Auerbach. Neben den drei Männermannschaften greifen auch die Nachwuchsteams vollständig in den Spielbetrieb ein. Das ist das Programm:

 

Die A-Junioren (4. Platz/44:31 Tore/25 Punkte) treten in der Landesliga am Sonntag, 11 Uhr, beim FC Grimma (13./10:37/10) an. Damit ist die Ausgangslage klar: Der VfB ist beim Schlusslicht haushoher Favorit. „Sie sind zwar Letzter“, sagt VfB-Coach Rigo Unger. „Aber es wird genauso ein Stück harte Arbeit wie in der Vorwoche. Wir werden sie nicht unterschätzen.“ Allerdings seien Gegner aus der Abstiegszone schwer zu bespielen. „Drei Punkte sind aber natürlich das Ziel“, sagt Unger. Der VfB ist, nachdem die Sperren abgesessen sind, beinahe vollständig. Nur die verletzten Jan Luderer und Niklas Winkler müssen ersetzt werden.

 

Eine Woche nach dem großen Pokalschlager gegen Dynamo Dresden geht es für die B-Junioren in der Landesliga wieder um das große Ziel: den Aufstieg. Der VfB (2./53:18/35) muss zum FC Eilenburg (12./24:45/13). Beide Teams stehen am Samstag, 10.30 Uhr, damit unter Druck: Für Eilenburg geht es um den Klassenerhalt, für den VfB um die Rückkehr an die Tabellenspitze. Dabei dient auch das Pokalspiel als Vorlage. „Das war große Werbung für den Auerbacher Nachwuchsfussball“, sagt VfB-Coach Toni Seidel. „Genau diesen Schwung nehmen wir mit nach Eilenburg.“ Allerdings erwartet er eine harte Nuss. „Es wird da nicht einfach, weil die Eilenburger gegen den Abstieg spielen und sehr defensiv ausgerichtet sind. Aber wir haben klare Ziele und werden dafür alles geben.“

Die zweite Mannschaft der B-Junioren (1./1:0/3) tritt am zweiten Spieltag in der Kreisliga-Meisterrunde am Samstag, 10 Uhr, bei der SG Treuen/Schreiersgrün (3./2:2/1) an, die dritte Mannschaft (7./0:1/0), die ebenfalls in der Kreisliga-Meisterrunde spielt, bei der bislang noch spielfreien SG Kürbitz (5./0:0/0).

 

Auf die C-Junioren wartet in der Landesliga erneut eine hammerharte Aufgabe. Der VfB geht als Tabellenschlusslicht (14./6:85/3) als krasser Außenseiter ins Duell mit dem FC Erzgebirge Aue (2./79:7/43), der noch um die Meisterschaft kämpft. Das Spiel findet am Sonntag, 10.30 Uhr, im Stadion in Mühlgrün an der Falkensteiner Straße statt. „Wir haben uns wieder bestmöglichst vorbereitet und werfen alles in die Partie, um vielleicht etwas zu holen“, sagt VfB-Trainer Stefan Kreß. Alle Auerbacher Spieler sind fit und gesund.

 

Ebenfalls ein Heimspiel haben die D-Junioren in der Talentespielrunde (Zwischenrunde): Am Samstag, 11.15 Uhr, auf dem Diesterwegsportplatz Auerbach empfangen die Auerbacher (5./5:15/4) den SC Borea Dresden (2./12:7/12).

Das Vorspiel am Samstag, 10 Uhr, auf dem Diesterwegsportplatz bestreitet die zweite Mannschaft der D-Junioren. In der Landesklasse empfangen sie (10./21:63/10) den ESV Lok Zwickau (5./38:33/22). Im Kampf um den Klassenerhalt wäre ein Heimerfolg ein wichtiger Schritt. Die dritte Mannschaft – in der SG mit Stützengrün und Morgenröthe-Rautenkranz – tritt am ersten Spieltag in der Kreisklasse-Platzierungsrunde am Samstag, 10.30 Uhr, beim Neustädtler SV an.

 

Bei den E-Junioren genießt die erste Mannschaft Heimrecht: Der bislang noch punktspielfreie VfB (3./0:0/0) trifft am zweiten Spieltag in der Kreisliga-Meisterrunde am Samstag, 10 Uhr, im VfB-Stadion auf die SG Großfriesen Zobes (3./0:0/0), die ebenfalls am ersten Spieltag noch nicht gespielt haben. Die zweite Mannschaft (3./0:0/0) tritt ebenfalls in der Kreisliga-Meisterrunde erstmals an und zwar am Samstag, 10 Uhr, bei der SG Kottengrün/Bergen (9./0:4/0) an. Die dritte Mannschaft – in einer Spielgemeinschaft mit Morgenröthe-Rautenkranz (6./10:40/3) – empfängt in der Kreisklasse am Samstag, 10 Uhr, in Morgenröthe-Rautenkranz die SG Neustadt (4./28:23/8).

 

Die F-Junioren gehen in der Kreisklasse in die Frühjahresrunde. Am Samstag, 9.30 Uhr, treten die jüngsten Auerbacher Spieler (4./26:30/15), die im Meisterschaftsspielbetrieb stehen, bei der SpVgg Grünbach-Falkenstein in Falkenstein (6./27:58/9) an. Für den VfB heißt es: Anschluss nach oben halten. Für die Auerbacher ist es das erste Spiel in der Frühjahresrunde.

Sympathie für Rathenow, aber die drei Punkte sollen in Auerbach bleiben

Als VfB-Manager Volkhardt Kramer vor eineinhalb Wochen im VfB-Stadion Auerbach das Unentschieden gegen die VSG Altglienicke feierte, war ihm bewusst, dass die vier Punkte aus den beiden Spielen gegen Bautzen und Altglienicke nur ein Zwischenschritt waren. „Ein Punkt ein Leipzig wäre ganz nett, und dann noch ein Sieg gegen Rathenow ist Pflicht“, sagte er. Aus dem Vorhaben, bei Lok Leipzig etwas Zählbares mitzunehmen, wurde bekanntermaßen nichts. Damit ist klar: Gegen Optik Rathenow muss am Freitag, 19 Uhr, ein Sieg unbedingt her, um die Bilanz der letzten Wochen aufrechtzuerhalten.

Aber auch rein sportlich wären drei Zähler wichtig: Der Kampf um den Klassenerhalt in der Regionalliga entwickelt sich zu einem echten Krimi. Da aus der 3. Liga womöglich mit Energie Cottbus und dem FC Carl Zeiss Jena in die fünfte Liga zurückkehren, erhöht sich die Anzahl der Absteiger aus der Regionalliga um zwei. Damit erwischt es diese Saison gleich drei Teams. Als ersten Kandidaten nannten wohl die meisten bis zur Vorwoche Optik Rathenow. Der Aufsteiger liegt ganz hinten. Doch mit dem Heimsieg gegen Rot-Weiß Erfurt haben die Brandenburger wieder neuen Mut geschöpft.

Dabei wünscht sich so mancher in Auerbach den Klassenerhalt der Optiker, sehen sich doch beide Vereine auf Augenhöhe, wenn es darum geht, in einer Profi-Liga zu bestehen. „Wir stehen im regen Austausch mit Ingo Kahlisch“, sagt Kramer. Kahlisch ist ähnlich wie Kramer der Macher in Rathenow. Beide setzen auf Amateurfußball in Liga vier, sehen die Konkurrenz aber durchaus kritisch: Einerseits weil gleich drei Klubs in der Regionalliga in einem schwebenden Insolvenzverfahren stecken, andererseits weil sie in der Durchsetzung der Zulassungskriterien für die Regionalliga eine Ungerechtigkeit sehen. Ein eigenes Stadion oder Flutlicht – das hat nicht jeder Regionalligist, während Auerbach und Rathenow diese Voraussetzungen erfüllen mussten, um in Liga vier zu spielen.
Aber all das dürfte auf dem Feld keine Rolle spielen. Denn dort trifft der VfB auf einen schlagbaren Gegner. „Wir wollen natürlich die drei Punkte“, sagt Kapitän Marcel Schlosser. „Aber Rathenow ist gefährlich. Das haben wir schon im Hinspiel gemerkt.“ Damals siegte der VfB mit 2:1, lag aber früh mit 0:1 zurück.

Ausfallen werden Marcin Sieber und Danny Wild. Für Wild dürfte Björn Trinks seine Premiere in der VfB-Startformation feiern oder Josef Ctvrtnicek wieder in die Startelf rücken, Sieber ist schwerer zu ersetzen. Für ihn könnte Vaclav Heger wieder in die Innenverteidigung rücken – und Rückkehrer Felix Lietz in die Startelf.

U19 legt nach der Pause die Angst ab

SG Rotation Leipzig – VfB Auerbach 1:4

Die A-Junioren des VfB Auerbach haben in der Landesliga ihre Pflichtaufgabe erfüllt. Allerdings bedurfte es in Leipzig etwas mehr Anlauf, um am Ende die drei Punkte mit ins Vogtland zu nehmen. „Wir haben uns zunächst noch zu ängstlich verhalten“, sagte VfB-Coach Rigo Unger, der den erkrankten Steffen Winkler an der Seitenleine vertrat. Er hatte seinen Jungs schon vor dem Spiel angekündigt, dass auf den VfB als Team aus dem ersten Drittel der Tabelle beim Vorletzten ein hartes Stück Arbeit warten würde. „Es war dann das vorausgesagt, körperbetonte Spiel“, sagt Unger. Davon ließ sich der VfB zunächst beeindrucken: Samadi (23.) erzielte die Führung für die Gastgeber.

Doch der VfB kämpfte sich nach und nach ins Spiel. Entgegen kam den Auerbachern auch der Anschlusstreffer durch Pascal Sauer (30.). Nach dem Seitenwechsel spiegelte sich die Tabellensituation auch auf dem Feld wider. Auerbach spielte mutiger. „Kämpferisch und läuferisch hat die Mannschaft dann das Geforderte umgesetzt“, sagt Unger. Nochmals Sauer (63.) sowie Tom Stolpmann (71.) und Carlos Ebenhöch (79.) sorgten für einen standesgemäßen VfB-Erfolg. Der Sieg hätte sogar noch höher ausfallen können. „Chancen hatten wir genug“, sagt Unger. „Aber wir müssen trotz des Sieges vorsichtig sein. Nicht jede Mannschaft lässt zu viel zu.“ Allerdings dürfte sich am Wochenende an der Spielweise nicht viel ändern. Dann trifft der VfB auf den SV Grimma, den Tabellenletzten der Landesliga. „Das wird genauso ein Stück Arbeit. Wir dürfen sie nicht unterschätzen“, sagt der VfB-Coach. Gespielt wird am Sonntag, 11 Uhr, in Grimma.

Große Ungewissheit nach dem Leipzig-Spiel

Der Sonntag in Leipzig war nicht nur aufgrund des Ergebnisses, also der 1:3-Niederlage, ernüchternd für den VfB Auerbach. Auch die Tatsache, dass die Vogtländer gleich zwei Spieler während des Spiels verlor. Marcin Sieber und Danny Wild mussten frühzeitig vom Platz.

Die schlechte Nachricht vorneweg: Beide können am Freitag zum Regionalliga-Krimi gegen Optik Rathenow nicht spielen – allerdings aus unterschiedlichen Gründen. Bei Sieber ist es unabhängig von seiner Verletzung: Er sah in Leipzig seine fünfte Gelbe, später musste er mit einer Knieverletzung vom Feld. „Wenn ich nicht gesperrt wäre, hätte ich am Freitag schon wieder spielen können“, sagt der Defensivspieler. Dass er nach seiner Verletzung nun eine Woche länger Zeit hat zum Auskurieren, gefällt ihm aber nicht. „Als Spieler willst du natürlich so viele Spiele wie möglich bestreiten, ohne gesperrt zu sein.“ Sieber hatte seit Ende der Hinrunde vier Gelbe auf seinem persönlichen Sündenkonto. Nun folgte die fünfte – und damit die Sperre.

Anders verhält es sich bei Danny Wild. „Wir müssen nun gegen Rathenow die drei Punkte holen“, hatte er noch nach der 1:3-Niederlage bei Lok gesagt. Doch schon zu diesem Zeitpunkt hatte er sich seinen linken Knöchel behandeln lassen. Schon in der ersten Halbzeit musste der Außenbahnspieler aus dem Spiel. „Bis zum 2:1 waren wir gleichwertig. Wir haben aber nach vorne zu wenig gemacht. Aber natürlich hat Leipzig von der Qualität her sehr gut Einzelspieler, die auch nicht viel zulassen“, sagte er zum Spiel.

Über seine Verletzung ärgerte er sich, noch steht aber nicht fest, wie lange er ausfällt. Am Donnerstag unterzieht er sich einer MRT-Untersuchung, am Freitag folgt dann die Diagnose. „Ich hoffe, es ist nur stark überdehnt und nichts am Knöchel kaputt.“ Noch will er aber keine Prognose abgeben. „Wir müssen abwarten.“ Sollten die Bänder nicht betroffen sein, dürfte sich die Länge seines Ausfalls in Grenzen halten. Andernfalls droht ihm ein längerer Ausfall.

Als dem VfB die Kräfte ausgehen, schlägt Dynamo zu

VfB Auerbach – Dynamo Dresden 3:5 n.V. (3:3/2:2)

Der große Traum ist geplatzt. Die B-Junioren des VfB Auerbach verloren im Sachsenpokal-Viertelfinale mit 3:5 gegen den Bundesligisten Dynamo Dresden. Die Auerbacher zeigten vor knapp 300 Zuschauern ein ausgesprochen starke Leistung. Ein Spiel, das Werbung für den Nachwuchsfußball war. Auch was die Spannung und die Anzahl der Tore angeht. „Das Spiel wird mir immer in Erinnerung bleiben“, sagt VfB-Coach Toni Seidel. „Es war ein Spiel, in dem die Jungs alles umgesetzt haben, was wir uns vorgenommen und besprochen hatten. Unsere Jungs waren aggressiv, bissig, technisch und taktisch sehr gut.“

Und so hatte das Spiel auch viel Action. Denn die Führung wechselte während des Spiels gleich viermal. Nach Auerbachs Führungstreffer schlug Dresden zurück und dreht die Partie. Doch noch vor der Pause besorgte Jonas Unger mit einem Traumtor den Ausgleich. Das Tor brachte dem VfB viel Selbstvertrauen. Vor allem im zweiten Abschnitt waren die Vogtländer die klar bessere Mannschaft. Die Belohnung blieb aber aus. Im Gegenteil: Ein umstrittenerer Handelfmeter führte zur Gäste-Führung. Doch Marlon Leidel erzielte in der Nachspielzeit den 3:3-Ausgleich. Das gerechte Ende der regulären Spielzeit.

In der Verlängerung hielt der VfB mit dem Favoriten eine Halbzeit lang mit. Danach machte sich die Aufholjagd der regulären Spielzeit bemerkbar. Die Auerbacher Kräfte versagten nach und nach. Dresden nutzte das eiskalt aus und zog nach hartem Kampf ins Halbfinale des Pokals ein. Die Auerbacher U17 kann aber trotzdem stolz auf die Leistung sein. Die dürfte auch in der Liga für Motivation sorgen. Dann kämpft der VfB um den Aufstieg. In der Landesliga spielt das Team von Trainer Toni Seidel am Samstag, 10.30 Uhr, beim FC Eilenburg.

Dann wird sich das Auerbacher Team gern auch an das Pokalspiel zurückerinnern. „Es war mir an diesem Tag eine Ehre, unsere Mannschaft an der Linie als Trainer zu betreuen“, sagt Coach Seidel. „Großes Kompliment an die Jungs und auch an die Fans, die uns unterstützt haben. Das war große Werbung für den Auerbacher Nachwuchsfußball. Diesen Schwung wollen wir nun mitnehmen.“

RB Leipzig ist eine Nummer zu groß

RB Leipzig II – VfB Auerbach 9:0

Die C-Junioren des VfB Auerbach sind in der Landesliga am Sonntag schon mit dem klaren Gefühl nach Leipzig gefahren, krasser Außenseiter in der Partie zu sein. Am Ende spiegelte sich dieses Gefühl auch im Ergebnis wider. Der VfB verlor klar mit 0:9. „Es war das erwartet schwere Spiel“, sagte VfB-Coach Stefan Kreß. „RB Leipzig war spielerisch und läuferisch einfach eine Nummer zu groß für uns.“ Der VfB bekamen im Mittelfeld kein Zugriff auf das Spiel der Leipziger, Auerbach versuchte nur mit Kampf zu verteidigen.

Das Positive am Spiel: In der zweiten Halbzeit zeigte der VfB auch mal 20 ansehnliche Minuten und setzte in dieser Phase spielerisch Akzente. Kreß‘ Fazit: “Das Spiel abhaken, Positives mitnehmen, nach vorn schauen und daraus lernen.” Allerdings wartet am Sonntag gleich der nächste harte Brocken: Nach dem Spitzenreiter Leipzig kommt nun der Zweite, der FC Erzgebirge Aue, ins Vogtland. Anstoß ist am Sonntag, 10.30 Uhr, auf dem Diesterwegsportplatz.