Auerbach verspielt Sieg mit schwachen zweiten Hälfte

VfB Auerbach – Germania Halberstadt 1:1 (1:0)

Der VfB Auerbach ist am Samstagnachmittag in der Fußball-Regionalliga nicht über ein 1:1-(1:0)-Unentschieden gegen Germania Halberstadt hinausgekommen. Vor 490 Zuschauern in der Auerbacher Arena zur Vogtlandweide trauerten die Vogtländer vor allem der ersten Halbzeit nach, in der sie sich nur mit einem Tor für eine engagierte Leistung belohnten. Viele gelungenen Aktionen im Spiel nach vorn hätten mehr als nur ein Tor als das von Marc-Philipp Zimmermann (13.) verdient gehabt. Von den Gästen war bis zum Seitenwechsel nicht viel zu sehen. Das sollte sich zu Beginn der zweiten Halbzeit ändern: Halberstadt kam gut aus der Kabine und hatte gleich die erste Torchance. Eine Chance, die Auerbach nachhaltig beeindruckte. „Dadurch sind wir sind in unseren Aktionen immer unsicherer geworden“, sagte VfB-Coach Sven Köhler. „Die Zielstrebigkeit aus der ersten Halbzeit hat uns gefehlt. Wir waren zu ängstlich.“ Die Folge war der Ausgleich der ansonsten auch eher harmlosen Gäste: Per Foulelfmeter traf Pelle-Hoppe zum 1:1. Dabei sollte es auch bleiben, denn Auerbach fand nicht mehr zurück ins Spiel und musste sich mit einem mageren Pünktchen begnügen. Ein verpasster Sieg, der im Abstiegskampf wehtut. Denn schon am Mittwoch, 19 Uhr, wartet auf die Auerbacher die nächste schwere Aufgabe, wenn der VfB beim SV Babelsberg antritt.

 

Statistik

Tore: 1:0 Zimmermann (13.), 1:1 Hoppe (65./Foulelfmeter).

VfB Auerbach: St. Schmidt – Kubitz (79. Guzlajevs), Wurr, Sieber, Morosow – Herold/V – Schlicht/V, Mar. Schlosser, Voigt/V (79. Löser) – Stock, Zimmermann. – Trainer: Köhler.

Germania Halberstadt: Sowade – Junge-Abiol, Ambrosius, Baudis, Wenzel – Korsch, Vogt – Grzega (37. Bretgeld/V), Löder – Hoppe/V (79. Dörnte/90. Lisowski), Januario/V (46. Ferchow/V). – Trainer: König/V.

Zuschauer 490.

Gelb-Rot: Ferchow (83./Halberstadt/wiederholtes Foulspiel).

Schiedsrichter: Hagemann (Stahnsdorf).

Marcel Schlosser gibt die Richtung für das Halberstadt-Spiel vor

Die Zuschauerzahl – das war das dominante Thema unter der Woche beim VfB Auerbach. Zumindest nach außen. Intern ging es rein ums Sportliche. Und bei diesem Thema hatte das Regionalliga-Team genug Gesprächsbedarf. Denn nach der bitteren und unnötigen 0:2-Niederlage und dem über weite Phasen nicht zufriedenstellenden Spiel folgte eine Auswertung. „Wir habe es intensiv ausgewertet“, sagt Kapitän Marcel Schlosser. „Ob allerdings gleich am Samstag schon wieder Friede, Freude, Eierkuchen herrschen wird – ich weiß es nicht.“ Denn auch Schlosser kann nicht in die Zukunft schauen. Der feste Plan ist es trotzdem, wenn mit Germania Halberstadt ein direkter Konkurrent im Kampf um den Klassenverbleib in die Arena zur Vogtlandweide kommt. Anstoß ist wie gewohnt 13.30 Uhr.

Rein sportlich geht es darum, wieder in die Spur zu finden – und dabei vor allem die Fehlerquote zu minimieren. Denn ganz klar: Mit so vielen leichtsinnigen Fehlern wie gegen Chemie Leipzig wird es auch gegen Halberstadt sauschwer. „Wir müssen auf dem Platz marschieren und Leistung bringen“, fordert Schlosser. „Wir sind uns dem Ernst der Lage bewusst.“ Und das ohnehin schon länger als erst seit der Chemie-Niederlage. „Als wir am 24. Juni mit dem Training begonnen haben, war jedem bewusst, worum es geht: nur um den Klassenerhalt.“ Und das bewahrheitete sich anschließend. Deshalb zählen Spiele wie gegen Halberstadt umso mehr.

Ausgerechnet jetzt fangen beim VfB aber wieder die Personalsorgen an: Mit Philipp Müller und Eric Träger fallen vorerst zwei Innenverteidiger aus. Zwei von drei, die die Vogtländer haben. „Sehr viele Alternativen habe ich nicht“, sagt VfB-Coach Sven Köhler. Immerhin steht ihm aber der restliche Kader zur Verfügung. Und auch 500 Fans auf den Tribünen, die das Team unterstützen werden. „Egal, ob es 100, 200 oder 700 Fans sind –  wir stehen in der Pflicht, unsere Leistung zu bringen“, will Marcel Schlosser keine Ausreden über eine andere Stimmung als in „normalen Zeiten“ gelten lassen. Aber eine Bitte hat er an die Zuschauer: „Sie dürfen uns natürlich kritisch beäugen. Wir alle arbeiten aber hart daran, jede Woche Punkte zu holen. Deshalb wünschen wir uns die gewohnt gute Anfeuerung.“ Und 500 Fans können da schon eine wichtige Rolle spielen.

 

Hinweise zum Spiel:

– Beide Eingänge sind offen.

– Bitte Abstände wahren und auf den vier Tribünen auf den vorgezeichneten Flächen/Plätzen verteilen und den Anweisungen der Ordnungskräfte Folge leisten.

– Maske tragen – überall dort, wo keine Abstände eingehalten werden können.

– Maskenpflicht in allen Innenräumen, wie der Sanitäranlage, und an den Verpflegungspunkten.

– Bitte die Desinfektionsmöglichkeiten nutzen.

– Alle allgemein gültigen Hygiene-Regeln einhalten!

– Kontaktdaten am Eingang angeben.

 

Bitte unterstützen Sie uns dabei, den Fußballsport weiterhin für Fans aufrechtzuerhalten. Wir sind auf Ihre Kooperation angewiesen und wünschen uns ausdrücklich, dass alle Vorgaben penibel eingehalten werden. 

Doppelte Unterstützung für den VfB: Vater Sören Voigt hilft neben dem Platz, Sohn Yannic auf dem Feld

Hin und her – und dann wieder zurück. Die letzten Tage waren für den VfB Auerbach alles andere als einfach: Von einer genehmigten Zuschauerzahl von 1650 kam der Absturz auf 100, keinen Tag später dann aber doch die erlösende Nachricht: 500 Zuschauer sind am Samstag beim Spiel gegen Germania Halberstadt erlaubt. Was von außen wie eine Achterbahnfahrt aussieht, hat aber seinen Grund: Denn in diesen schweren Zeiten mit der Coronavirus-Pandemie die Übersicht zu behalten, ist schwer. Daher freut sich der VfB Auerbach darüber, ein Team mit Mitstreitern zu haben, die selbst in solchen Fällen einen kühlen Kopf bewahren. Einer ist Sören Voigt, Mitglied des VfB-Verwaltungsrats und Landtagsabgeordneter. „Wir bedanken uns ausdrücklich bei ihm“, sagt Manager Volkhardt Kramer über das Engagement des CDU-Politikers. „Ohne ihn hätten wir nicht den entscheidenden Satz in der Corona-Schutzverordnung gefunden. Es ist ein hervorragendes Beispiel dafür, dass unsere Anliegen in der Politik Gehör finden.“

Denn Voigt hatte am Mittwoch auch die Nachricht über die Begrenzung auf 100 Besucher vernommen. Aus seiner Tätigkeit als Verwaltungsrat weiß er auch, wie bedrohlich diese Beinahe-Geisterspiele für einen kleinen Verein wie dem VfB wären, der einen Großteil des Etats aus Zuschauereinnahmen generiert. Und Voigt erinnerte sich: In der vom Kabinett beschlossenen Verordnung sollte eigentlich definiert sein, dass Sportveranstaltungen mit einem genehmigten Hygienekonzept auch eine höhere Zuschauerzahl gestattet sei. „Ich habe sehr dafür geworben, dass auch der Vogtlandkreis von dieser Regelung Gebrauch macht“, sagt Voigt. Und tatsächlich: Als dann am Donnerstag bekannt wurde, dass diese Option besteht, reichte der VfB ein Hygienekonzept ein – und erhielt vom Gesundheitsamt grünes Licht. „In guter und konstruktiver Zusammenarbeit aller Beteiligten haben wir eine Lösung gefunden, die dem Infektionsschutz genügt und die Möglichkeit für Sportveranstaltungen mit Besuchern gibt“, sagt der CDU-Abgeordnete. „Hoffen wir, dass das Konzept auch für die nächsten Heimspiele greift, wenn sich die Infektionslage nicht dramatisch verschärft.“

Denn ohnehin ist die Arena zur Vogtlandweide eher kein typisches Areal, bei dem es zu einer Vielzahl von Kontakten von Besuchern kommen – wenn eben alle dem strengen Hygienekonzept folgen. Der VfB Auerbach gewährleistet mit seinen Vorschriften die Abstände zwischen den Fans. Sören Voigt sagt deshalb auch noch einmal in Richtung Fans: „Ich würde alle darum bitten, die Hygienevorschriften zu befolgen und im Interesse des Vereins dabei zu helfen, dass weiter Fußballspiele ausgetragen werden können. Jeder kann im privaten Umfeld dazu beitragen, dass sich das Infektionsgeschehen verringert.“

Und Fußballspiele wollen schließlich alle live im Stadion sehen. Ein erneuter Lockdown und Sport-Stopp ist für Vereine wie dem VfB existenzbedrohlich. Und auch Sören Voigt fiebert in dieser Saison nochmals stärker mit dem VfB mit, denn sein Sohn Yannic spielt bislang eine hervorragende Regionalliga-Saison. Und das mit erst 17 Jahren! „Wir wissen natürlich, was er kann“, sagt der stolze Vater. „Trotzdem hat es mich überrascht, dass er diesen Sprung so gut hinbekommen hat.“ Mittlerweile ist Yannic Voigt Stammspieler, ja ein Leistungsträger. „ Dass ihn die Mannschaft so gut aufgenommen hat und so gut einbindet, ist hervorragend“, sagt Sören Voigt. Da es in Deutschland nicht so viele 17-jährige Regionalliga-Stammspieler gibt, ist der Wirbel um Yannic Voigt zuletzt groß gewesen. Seine Familie hält ihm dabei den Rücken frei – und vertraut auch auf die Fähigkeiten von Trainer Sven Köhler. Sören Voigt: „Sven Köhler ist ein großer Pluspunkt. Er ist ein erfahrener Trainer und väterlicher Freund für die Spieler wie Yannic.“ Einer, der auch mal Kritik äußert. Aber eben sachlich korrekt. Und so schätzt er sachlich die sportlichen Fähigkeiten seines Youngsters ein, während Vater Sören seinen Sohn vom Wirbel des modernen Fußballgeschäfts abschirmt. „Er weiß, dass es für ihn eine große Chance ist. Nun muss er fokussiert bleiben und dem VfB helfen, die Punkte für den Klassenerhalt zu sammeln.“

Und somit sorgen Vater und Sohn für eine Auerbacher Erfolgsgeschichte: Der findet den Weg, dass mehr Besucher ins Stadion dürfen. Viele Zuschauer, die dann die fußballerische Unbekümmertheit des Sohns genießen können. Wie passend für einen familiär geführten Verein wie dem VfB Auerbach!

Update: VfB darf nun doch vor 500 Fans spielen – bitte Vorverkauf nutzen

Die Ereignisse überschlagen sich beim VfB Auerbach dieser Tage – und dabei spielt das Sportliche nur eine Nebenrolle. Aufgrund der hohen Infektionszahlen im Vogtlandkreis hatte das Gesundheitsamt dem Regionalligisten am Mittwoch eine Zuschauerbeschränkung auf 100 auferlegt. Eine Entscheidung, die VfB-Manager Volkhardt Kramer am Mittwochabend noch sauer aufstieß. Kramer sprach von einer Entscheidung, für die sein Verständnis nicht mehr ausreiche. „Mich treibt die Sorge um, dass ein nicht zu Ende gedachten behördlichen Auflagen oder ein erneuter Sport-Lockdown die Basis des Sports zerstört, also alles das, was über Jahrzehnte hinweg aufgebaut wurde.“ Denn eine Zuschauerzahl von 100 rette den VfB Auerbach nicht, sondern würde zu einem finanzielle Verlust von mindestens 5000 Euro pro Spiel führen – und sei daher auch existenzbedrohlich.

Der Hilferuf wurde schon einen Tag später erhört. Wie der VfB mitteilte, sei nun doch eine Zuschauerzahl von 500 Fans in der Auerbacher Arena zur Vogtlandweide erlaubt. Das Sächsische Staatsministerium für Soziales und gesellschaftlichen Zusammenhalt hatte am Donnerstag eine Neufassung der Coronaschutzverordnung veröffentlicht. Diese tritt am Samstag in Kraft. Sie eröffnet den Gesundheitsämtern der Landratsämter die Möglichkeit, die Besucherzahl bei Veranstaltungen im öffentlichen Raum über die festgeschriebene Zahl von 100 zu erhöhen. Allerdings nur für den Fall, dass der Veranstalter ein genehmigungsfähiges Hygienekonzept vorlegen kann. Der VfB hat auf dieser Grundlage das eigene Hygienekonzept überarbeitet – und erhielt auch die Freigabe für 500 Fans. „Wir freuen uns sehr, dass auf diesem Wege einer deutlich größeren Anzahl von Gästen der Besuch des Spiels ermöglicht wird“, sagt Kramer. „Das ganze Verfahren ist zustandegekommen, da das zuständige Ministerium und nachfolgend das Gesundheitsamt des Vogtlandkreises sehr schnell und so unkompliziert wie in dieser Zeit nur möglich, auf Anliegen der sportbegeisterten Bevölkerung reagiert haben. Dafür möchten wir uns an dieser Stelle, sicherlich auch im Namen vieler Fußballfans, recht herzlich bedanken“, sagte Kramer weiter.

Gleichzeitig bittet der VfB darum, den Vorverkauf zu nutzen. Tickets gibt es im Autocentrum Naumann in Auerbach. Im Stadion besteht überall dort strikte Maskenpflicht, wo der Abstand nicht eingehalten werden kann. Am Samstag werden nun doch wieder beide Zugänge geöffnet – und es wird, insofern es noch Restkarten gibt, eine Tageskasse geben. Gäste-Fans aus Halberstadt sind nicht zugelassen. Das betrifft am Mittwoch auch die VfB-Fans, wenn Auerbach beim SV Babelsberg antritt. Dort sind nur 250 Fans zugelassen – aber eben keine Gäste aus dem Vogtland.

Stand Mittwoch: Spiel gegen Halberstadt: Nur 100 Fans im Stadion zugelassen

Die Befürchtungen sind am Mittwoch wahr geworden: Aufgrund steigender Infektionszahlen hat das Gesundheitsamt des Vogtlandkreises den VfB Auerbach darüber informiert, dass das Regionalliga-Heimspiel am Samstag, 13.30 Uhr, gegen Germania Halberstadt nur vor 100 Zuschauern stattfinden darf. Die Anpassung der Allgemeinverfügung des Landratsamtes führt zu dieser Entscheidung. Das bedeutet: Am Samstag wird es keinen Ticketverkauf mehr geben. Keine Tageskasse, weil ausschließlich Dauerkarteninhaber Zugang zum Stadion erhalten. Für die Berechtigten ist ausschließlich der Eingang Bienenweg offen. Der Zugang am Ziegeleiweg bleibt komplett geschlossen.

Die Entscheidung, nur 100 Zuschauer in der Arena zur Vogtlandweide zuzulassen, die eine Kapazität von 5.000 Zuschauern hat, bedauert der VfB Auerbach, hat aber keinen Einfluss darauf. Der VfB bittet alle um Verständnis und hofft, dass wir alle gemeinsam diese Phase der Pandemie gut überstehen. Ob die Beschränkung sinnvoll oder nicht ist, kann hingegen jeder selbst bewerten. VfB-Manager Volkhardt Kramer geht mit einiger Skepsis mit der Entscheidung um. „Meine persönliche Meinung ist, dass wir viele sinnvolle Maßnahmen mit parallel herausgegebenen Regelungen, deren Sinnhaftigkeit man hinterfragen kann, die Unterstützung der Bevölkerung verliert.“ Warum in Auerbacher Stadion am vergangenen Samstag 1650 Zuschauer durften, bis Donnerstag 250 und am Samstag plötzlich nur 100, könne er nicht nachvollziehen. „Entweder sind wir jetzt alle in Gefahr und dann zieht man sofort die Reißleine – oder man findet akzeptable Regeln.“ So hätte sich der VfB durchaus dafür ausgesprochen, eine Maskenpflicht im Stadion einzuführen und mit aller Härte umzusetzen – als Kompromiss für eine höhere Zuschauerzahl. „Wir haben vier Tribünen“, erläutert Kramer. „Wir hätten auf jeder Tribüne 100 bis 120 Zuschauer mit den nötigen Abständen untergebracht.“ Und damit wäre eine höhere Zuschauer und Infektionsschutz möglich gewesen. Auch ein Stau beim Stadionzugang sei zu verhindern – mit unterschiedlichen Zugangszeiten.

Denn eine Beschränkung auf 100 Zuschauer bedeutet für den VfB einen erheblichen finanziellen Verlust. „100 Zuschauer retten uns nicht. Bei Spielen wie gegen Halberstadt kalkulieren wir mit 500 Zuschauern“, sagt Kramer. 4000 bis 5000 Euro Verlust schreibt der VfB mit jedem solchen Spiel. „Und die Variante, die uns der DFB vorschlägt, im Zweifelsfall dann beinahe straffrei in Insolvenz zu gehen, ist für uns keine Alternative“, sagt Kramer. „Denn dann müssten wir uns erstmal einen finden, der uns eine Millionen Euro gibt, die wir dann nicht zurückzahlen können.“ Auch der NOFV stehe nun in der Pflicht: „Wir müssen einen Plan B entwickeln, wie es in den nächsten Wochen weitergeht.“ Denn mit einem erneuten Sport-Lockdown befürchtet er Schlimmes: „Ich habe die Befürchtung, dass wir mit nicht zu Ende gedachten behördlichen Auflagen den Sport zerstören, den wir über Jahrzehnte hinweg aufgebaut haben.“ Das betrifft vor allem kleine Vereine unterhalb von der 3. Liga. „Die Pyramide des Fußballsports zerfällt weiter“, so Kramer weiter.

Außerdem ist eine Besserung nicht in Aussicht. So wird auch das Heimspiel gegen Union Fürstenwalde vor 100 Zuschauern stattfinden. Der Grund: Nur wenn zehn Tage in Folge der Inzidenzwert unter die 50er-Marke fällt, sind Lockerungen möglich. Wie die Bedingungen am Mittwoch beim Auswärtsspiel in Babelsberg sind, weiß der VfB unterdessen noch nicht.

Viele Chancen, kein Tor – VfB verliert mit 0:2 gegen Chemie Leipzig

VfB Auerbach – BSG Chemie Leipzig 0:2 (0:1)

Der VfB Auerbach hat am Samstagnachmittag eine bittere Heimniederlage in der Fußball-Regionalliga einstecken müssen. Die Vogtländer verloren vor 999 Zuschauer in der Auerbacher Arena zur Vogtlandweide gegen die BSG Chemie Leipzig mit 0:2 (0:1). Dabei war die Partie weitaus spektakulärer als das Ergebnis aussagt. Denn schon zur Pause hätte es locker und leicht 5:3 für Auerbach, aber auch 3:0 für die Gäste stehen können – so viele Torchancen hatten beide Seiten. „Für den neutralen Zuschauer war es ein sehenswertes Spiel“, sagte VfB-Coach Sven Köhler nach den intensiven 90 Minuten.

Kurios ebenfalls: Der Führungstreffer für die Gäste aus Leipzig fiel eher zufällig. Mvibudulu stocherte den Ball nach einem Abpraller über die Linie (13.). Im Anschluss daran hätte Auerbach mindestens den Ausgleich verdient gehabt, doch der Ball wollte heute überhaupt nicht über die Linie. Aber auch bei Chemie: Gleich zweimal traf das Team Aluminium.

„Nach der Pause war unser Spiel zu fehlerbelastet“, sagte Köhler über die Leistung seiner Elf nach dem Seitenwechsel. Die Vogtländer waren zwar bemüht, kamen aber nicht mehr entscheidend vor das Leipziger Tor. Als dann schon der sonst so fehlerlose Chemie-Keeper Bellot patzte, konnte kein Auerbacher davon profitieren, sodass es bei der Niederlage blieb. Burys Treffer zum 2:0 tat dann auch nichts mehr zur Sache.

Damit stehen die Auerbacher am Samstag, 13.30 Uhr, gegen Germania Halberstadt unter Druck. Gegen den Konkurrenten um den Klassenverbleib müssen die Gelb-Schwarzen unbedingt dreifach punkten.

Statistik

Tore: 0:1 Mvibudulu (13.), 0:2 Bury (89.).

VfB Auerbach: St. Schmidt – Kubitz, Sieber (75. Wurr), Träger, Morosow/V – Horschig (61. M. Schmidt) – Stock, Schlicht (57. Guzlajevs), Mar. Schlosser/ V, Voigt – Zimmermann.

BSG Chemie Leipzig: Bellot – Boltze, Karau, Halil, Surek – Nikolajewski, Wendschuch – Fassbender (46. B. Schmidt), Bury (90. Luis) – Kirstein (75. Petracek), Mvibudulu (90. F. Schmidt).

Schiedsrichter: Wartmann (Großvargula).

Zuschauer 999.

VfB Auerbach – BSG Chemie Leipzig: Marcel Schlosser erwartet ein „ekliges Kampfspiel“

Beim Blick nach draußen und auf die Stimmung in diesem ungewöhnlichen Jahr hilft im Moment nur eins: Die Vorfreude auf kleine Highlights wie einem Regionalliga-Spiel in der Auerbacher Arena zur Vogtlandweide vor einer einigermaßen normalen Kulisse. Am Samstag, 13.30 Uhr, empfängt der VfB die BSG Chemie Leipzig.

Beim Duell des eher in der zweiten Tabellenhälfte zu verortenden VfB gegen das Spitzenteam aus Leipzig sind die Rollen klar verteilt. „Das Chemie in dieser Saison ist nicht mehr mit dem Chemie der letzten Jahren zu vergleichen“, sagt VfB-Kapitän Marcel Schlosser. Die Leipziger haben sich in der Sommerpause verstärkt – und sind nunmehr zu einem echten Aspiranten auf eine Spitzenposition in der Regionalliga gewachsen. Derzeit belegen die Chemiker den vierten Platz. „Sie sind in der Breite gut besetzt – aber verfügen auch über viel Qualität“, erklärt Schlosser.

Allerdings zählt auch am Samstag trotz der unterschiedlichen Stärkenverhältnisse: „Wir spielen beide in der Regionalliga“, sagt Schlosser. „Daher gehe ich davon aus, dass auch Chemie Schwachstellen hat. Die müssen wir herausfinden.“ Und nutzen. Denn schließlich geht es für den VfB um wichtige Punkte im Kampf um den Klassenverbleib. Nach zuletzt zwei Siegen hat das Team von Trainer Sven Köhler genug Selbstbewusstsein. Personell wird sich allerdings kaum etwas im Vergleich zum Spiel im Pokal in Weixdorf ändern. So laboriert Philipp Müller noch immer an einer muskulären Verletzung und fällt aus.

Auf dem Platz in der Auerbacher Arena wird es ohnehin auf den Einsatz und das Durchsetzungsvermögen ankommen – und noch etwas: „Wer mehr Fehler macht, der wird verlieren“, weiß Schlosser. „Ich erwarte ein ekliges Kampfspiel, weil es die letzten Tagen so viel geregnet hat.“ Der Platz wird tief sein, jeder Meter Laufleistung noch mehr Kraft kosten. „Aber wir spielen zuhause und freuen uns auf das Spiel vor einer stattlichen Kulisse. Wir werden alles rauswerfen.“ Und dann hoffentlich die Stimmung vieler Vogtländer angesichts der miesen Wetters und der steigenden Infektionszahlen etwas aufhellen.

Noch ein Hinweis zum Spiel: Da auch im Vogtland die Inzidenzwerte steigen, gilt nochmals größere Vorsicht. Kontakte vermeiden, sich an alle Abstandsregeln im Stadion halten und beim Zutritt zum Stadion den Mund-und-Nasen-Schutz tragen (sowie auf den Sanitäranlagen) – also eigentlich überall dort, wo der Mindestabstand nicht eingehalten werden kann. Nur so können wir garantieren, dass wir auch künftig Fußballspiele live im Stadion erleben dürfen. Helfen Sie mit und schützen Sie Ihre und die Gesundheit anderer! Die Stadiontore öffnen eine Stunde vor Spielbeginn. Es wird ausschließlich eine Tageskasse im Heimbereich – für Auerbach-Fans – geben.

Volkhardt Kramer: „Wir haben Vertrauen in den Kader“

Der VfB Auerbach tritt am Sonntag, 14 Uhr, bei der SG Weixdorf an. Beim Landesklasse-Vertreter wollen die Vogtländer in die nächste Runde einziehen. Vor dem Spiel haben wir mit VfB-Manager Volkhardt Kramer über das Ende der Transferperiode, die Kaderplanung und den Pokalwettbewerb gesprochen.

Volkhardt, das Transferfenster ist geschlossen. Beim VfB bleibt es beim aktuellen Kader. Es gab keinen Last-Minute-Transfer. Bleiben nur noch vertragslose Spieler oder eher keine weiteren Neuzugänge?

Der Kreis der vertragslosen Spieler steht uns noch zur Verfügung – es ist aber abhängig davon, was bei uns im aktuellen Team passiert. Wir haben einige angeschlagene Spieler, hoffen aber, dass nichts Dramatisches darunter ist. Sollte sich jemand langfristig verletzen, müssten wir natürlich handeln. Und natürlich schauen wir auch immer in die Liste der Spieler, die keinen Vertrag haben. Es liegt aber in der Natur der Sache, dass wir uns darüber informieren, ob es Spieler aus der Region gibt, die es woandershin verschlagen hat und die nun keinen Vertrag mehr erhalten haben und nun über eine Rückkehr nachdenken. Es muss aber alles passen. Aber gezielt und geplant schauen wir uns nicht nach einem Spieler um. Wir lassen uns nicht unter Druck setzen, die angeblich letzte Perle in der Kette noch zu verpflichten. Es könnte zwar einen Zufallstreffer geben, aber sind gut beraten, unseren Kader zusammenzuhalten.

Inwiefern spielt das Saison-Budget bei den Überlegungen eine Rolle?

Wir haben unseren Etat und damit unseren Rahmen gesteckt. Um Spieler zu holen, braucht man Geld in der Kasse. Bei uns ist es nicht so, dass wir den Finanzchef oder Investor fragen, ob wir noch ein bisschen Kohle bekommen. Bei uns ist es anders – und es fällt uns schwer genug, einen Regionalliga-Etat aufzubauen. Deshalb müssen wir immer um die Ecke gucken – und auch Vertrauen in das aktuelle Team haben.

Aber der Kader zum Training sinkt aufgrund der vielen Verletzungen doch?

Deshalb müssen wir auch rings um die Regionalliga-Mannschaft herum schauen, wie wir die Aufgaben verteilen können. So trainieren A-Jugendliche und zweiten Mannschaft mit dem Regionalliga-Team mit, damit die Trainingsgruppe groß genug bleibt.

Das bedeutet: Wenn es neue Spieler zum VfB wechseln, dann wohl eher im Winter?

Tendenziell ist das so. Wir schauen, wie wir nun mit dem aktuellen Kader vorankommen. Der Trainer und ich haben Vertrauen in den Kader. Wir haben ordentliche Fußballspieler, die uns gut in der Regionalliga vertreten können. Sollte ein Ausfall allerdings Eckpfeiler im Kader treffen, dann wird es schon schwieriger – auch das wissen wir. Es darf uns nicht heftig verletzungsmäßig erwischen.

Andererseits zeigt das Team in dieser Saison auch: Die jungen Spieler übernehmen schon viel Verantwortung und schlagen ein!

Man hat es bei Yannic Voigt gesehen – und wenn ich so Moritz Seidel mir im Training anschaue, dann merke ich: Er kommt jede Woche einen Schritt voran. In der Schaltstation im zentralen Mittelfeld, wo er sich verortet, kommt man natürlich mit 17 Jahren nicht mit einem Mal in die Startformation und gibst Kommandos. Wir müssen also Geduld haben. Auch Niklas Kubitz ist ohne Männerspielpraxis zu uns gekommen – und wir haben ihn reingeworfen. Ich war anfangs skeptisch, aber das hat sich alles zerschlagen. Er kriegt Regionalliga hin. Auch im zentralen Mittelfeld haben wir mit Paul Horschig, Maximilian Schmidt oder Hendrik Wurr junge Spieler. Im Moment sollen es die Jungen richten.

Gerade im zentralen Mittelfeld fehlt aber oft noch die Ruhe. Ein erfahrener Mann wäre dort nicht schlecht – so wie damals Daniel Tarczal, oder?

Als er zu uns kam und in Topform war, hat er uns sofort weitergeholfen. Am Ende war er aber auch traurig und enttäuscht über seine eigene Leistung, weil ihm der entscheidende halbe Schritt gefehlt hat. Er war nicht mehr der Mann, der ordnen konnte. Es nicht so leicht, jemanden zu holen, der diese Fähigkeiten besitzt – und sofort weiterhelfen kann.

Aber Spieler aus dem Nachbarland waren keine Option?

Spieler aus Tschechien waren viele auf dem Markt, allerdings waren wir angehalten, uns zurückzuhalten. Im Moment sehen wir ein Verschärfung der Regeln von Pendlern – wozu auch Spieler zählen. Das könnte sich auch schnell noch weiter verschärfen und wir hätten dann gar nichts gewonnen. Das war uns zu riskant.

Am Sonntag bei der SG Weixdorf dürfte es auch trotz der zahlreichen Ausfälle reichen, oder?

Philipp Müller, Thomas Stock, Alexander Morosow und Marcel Schlosser sind verletzt – trotzdem startet die Mannschaft mit elf Regionalliga-Spieler und muss sehen, dass sie diese Pokalhürde überwindet. Aber: Bei einem Landesklasse-Gegner muss man erst einmal gewinnen. Weixdorf wird ehrgeizig auftreten und alles reinwerfen. Alles dreht sich in diesem netten, gut organisierten, großen Verein um dieses Spiel. Es ist aber selbstredend, dass wir das Spiel ernst nehmen.

Und der Pokal ist sicherlich auch ein Wettbewerb, in dem der VfB finanziell etwas hinzugewinnen kann?

Natürlich! Wir brauchen immer mal große Spiele – als Heimspiele. Doch dafür müssen wir wohl noch ein Stück warten. Jetzt müssen wir erst einmal den ersten Schritt machen.

Schon geschlagen, dann fast noch die Sensation – VfB Auerbach verliert beim FC Viktoria Berlin

FC Viktoria Berlin – VfB Auerbach 3:2 (1:0)

Die Regionalliga bleibt weiterhin eine spannende Wundertüte – das sollte sich auch Samstagnachmittag beim Auswärtsspiel des VfB Auerbach beim FC Viktoria Berlin herausstellen, auch wenn das Ergebnis – ein 3:2-Sieg für den Favoriten – nicht unbedingt ein Argument dafür zu sein scheint. Doch beim zweiten Blick zeigt sich einmal mehr: Diese Regionalliga-Saison bietet Spannung, enge Spiele und einen hohen Unterhaltungsfaktor für die Zuschauer. Werbung für den Fußball.

Denn trotz der Niederlage zeigte sich für den VfB Auerbach, dass das Team von Trainer Sven Köhler auch bei Spitzenteams der Regionalliga etwas drin ist. Dafür muss allerdings alles über 90 Minuten passen. In Berlin-Lichterfelde war dies nur 35 Minuten der Fall: in den ersten 20 Minuten, in denen der VfB sein Vorhaben umsetzte, aggressiv dagegenzuhalten, und in der letzten Viertelstunde, als die Berliner nach fünf Wechseln nicht mehr die vorherige Dominanz auf den Platz brachten. Beinahe wäre die Entscheidung der Viktoria noch in einer Sensation geendet. Mit dem Schlusspfiff hatte Marc-Philipp Zimmermann den Ausgleichstreffer auf dem Fuß. Aus elf Metern verzog er knapp.

Der VfB hätte den Punkt mit einem schelmischen Lächeln gern mitgenommen. Denn fraglos war der Berliner Sieg hochverdient und hätte auch höher ausfallen können. Berlin dominierte das Spiel zwischen der 20 und 75 Minute klar. Bitter daran: Aus der Dominanz heraus fielen keine normal herausgespielten Tore. Die drei Gegentreffer resultierten aus zwei krassen, vermeidbaren Fehlern und einem Sonntagsschuss per Seitfallzieher, der nicht jede Woche im Netz landet. Insofern ist klar: Die drei Gegentore, wie sie am Samstag gefallen sind, waren vor allem eins: vermeidbar. Dass die Viktoria dafür einige klare Torchancen vergab, kann man gut und gerne als ausgleichende Gerechtigkeit zählen. Denn andernfalls hätte die Partie auch schnell zu einem VfB-Fiasko führen können.

Doch das VfB-Team hat anscheinend aus dem Liga-Start und den vielen Aufs und Abs gelernt. Nie aufstecken, nur nicht zu großen Respekt vor scheinbar übermächtigen Gegnern. „Die Mannschaft hat in der Schlussphase das Gesicht gewahrt“, sagt Köhler. Zwei gute Beispiele für die Einstellung, nur keine Angst zu haben, sind die beiden VfB-Torschützen: Yannic Voigt tritt weiterhin mit der Leichtigkeit eines 17-Jährigen und der fußballerischen Klasse, die die Auerbacher Verantwortlichen dem jungen Mann bereits seit einem Jahr für die Regionalliga attestieren, auf. Sein Treffer zum 1:3 war ein erneuter Beweis. Auf dem anderen Ende der Altersskala liegt Marcel Schlosser: Der Routinier zeigte einmal mehr, weshalb er die Kapitänsbinde trägt und als Schlitzohr gilt. Sein um die Mauer gezirkelter Freistoß ließ den VfB wieder hoffen – und Viktoria zittern. Ein Spielverlauf, der so gut zehn Minuten zuvor noch undenkbar war.

Doch eine Wiederholung des Kunststücks, in der Nachspielzeit noch den Ausgleich zu erzielen wie gegen Tennis Borussia Berlin, gelang Zimmermann nicht. „Schade, dass es trotz zweier Auswärtstore nicht gereicht hat“, war der Torjäger nach Spielschluss sogar sauer darüber, dass der VfB die Heimfahrt mit leeren Händen antreten musste. Am Sonntag tritt der VfB dann in einer völlig ungewohnten Rolle an: Bei der SG Weixdorf im Sachsenpokal ist der VfB haushoher Favorit. Anstoß ist am Sonntag 14 Uhr.

Auerbacher Team steht gegen Meuselwitz unter Druck

Am Ende der Englischen Woche in der Fußball-Regionalliga empfängt der VfB Auerbach am Samstag, 13.30 Uhr, den ZFC Meuselwitz in der Auerbacher Arena zur Vogtlandweide. Für beide Teams ist das Spiel aus vielerlei Hinsicht von zentraler Bedeutung: Neben der Tatsache, dass das vorhergesagte schlechte Wetter schon ein Vorgeschmack auf den Fußball-Herbst sein dürfte, in dem meist die Spielqualität aufgrund der tiefen Plätze sinkt und Kampfgeist gefragt ist, ist auch noch die Tabellensituation wichtig. Beide kämpfen um den Klassenerhalt, stehen unmittelbar über dem Strich zur Abstiegszone.

Das ist insofern überraschend den die Gäste, weil das Team zur Sommerpause komplett neu formiert wurde. Die Bedingungen, die Meuselwitz bieten kann, sind in Auerbach schwer denkbar – deshalb wechselte auch Amer Kadric im Sommer nach Thüringen. Dort könne er unter Vollprofi-Bedingungen spielen, während das Auerbacher Team weiterhin komplett aus Amateuren besteht, die neben dem Fußballspielen auch arbeiten gehen. Umso überraschend scheint es, dass Meuselwitz nur einen Zähler vor dem VfB steht. Und dabei ist die Auerbacher Saison bislang auch von Niederlagen geprägt, die man getrost als unnötig bezeichnen kann. Das 1:2 bei der VSG Altglienicke oder das 2:3 beim SV Lichtenberg 47 – da war deutlich mehr drin, mindestens ein Unentschieden.

Allerdings zeigte sich in den Spielen auch das, was am Anfang der Saison zu befürchten war: Der dünne Kader des VfB hat zwar die Qualität in der Regionalliga mitzuhalten, kann aber eine Vielzahl an Ausfällen nur schwer kompensieren. In Lichtenberg musste VfB-Coach Sven Köhler gleich auf drei Stammspieler (Thomas Stock, Yannic Voigt und Michael Schlicht) verzichten, musste später sogar Markus Möckel einwechseln, der seit fünf Jahren nicht mehr in der Regionalliga gespielt hatte. Am Samstag gegen Meuselwitz kehrt immerhin schon einmal Thomas Stock nach seiner Rotsperre zurück. Eine wichtige Personalie, weil dadurch die Alternativen in der Offensive zumindest ein wenig anwachsen.

Am Ende einer Englischen Woche mit bislang zwei intensiven Partien ist dies zumindest eine gute Nachricht. Selbstvertrauen gibt auch, dass der VfB in den letzten Spielen weitgehend bewiesen hat, dass das Team das Potenzial hat, auch vermeintlich stärkere Gegner zu besiegen – wenn eben über 90 Minuten alles zusammenpasst. Und vielleicht geht das VfB-Team auch mit Wut im Bauch in das Heimspiel, um sich die verloren gegangenen Punkte wieder zurückzuholen.