Jetzt noch schnell zuschlagen: Jahreskarten für die neue Saison

Mit dem letzten Testspiel gegen den FC Rot-Weiß Erfurt gelten die Jahreskarten für die neue Saison. Die neuen Saisontickets sind an einem gesonderten Schalter in der Arena zur Vogtlandweide erhältlich. In absoluten Zahlen kosten die Tickets für die Regionalliga-Spielserie 2020/21 zwar zehn Euro mehr. Aber: Da es in der Regionalliga aufgrund der Auswirkungen des Saisonabbruchs durch die Coronavirus-Pandemie zwei Mannschaften mehr in der Liga gibt, sinkt sogar der durchschnittliche Preis für ein Spiel. „Wir haben bereits darüber mit etlichen Fans und Zuschauern gesprochen“, sagte VfB-Manager Volkhardt Kramer, „und die Erhöhung des Preises ist auf Verständnis gestoßen.“ Denn mit den Jahreskarten erhalten die Inhaber auch freien Eintritt zu den Heimspielen der zweiten Mannschaft in der Vogtlandliga. Zudem wirbt der VfB ebenfalls um Verständnis, dass die Erhöhung des Preises auch deshalb zustande kommt, weil aufgrund der strikten Hygiene-Beschränkungen zusätzliche Kosten auf den Verein beim Spieltagsmanagement zukommen.

 

Die Preise für die Saisontickets betragen damit:

Vollzahler: 159 Euro (Sitzplatz)/119 Euro (Stehplatz)

Teilzahler: 129 Euro (Sitzplatz)/99 Euro (Stehplatz)

 

Tickets gibt es bei allen Heimspielen sowie in der Geschäftsstelle (Alte Rützengrüner Straße 5). Die Jahreskarten gelten für alle Heimspiele aller VfB-Teams (ausgeschlossen Pokalspiele).

Besondere Regeln bei Spielen in der Arena zur Vogtlandweide

Die Frage stellt sich in diesen Zeiten bei jedem Spiel: Wie sind die Vorkehrungen? Was muss ich beachten? Denn in Zeiten der Coronavirus-Pandemie ist der Stadionbesuch ein anderer. Das betrifft grundsätzlich alle Spiele des VfB Auerbach. In der Arena zur Vogtlandweide kommt das genehmigte Hygiene-Konzept bei allen Spielen – also Testspielen und auch Pflichtspielen – zum Einsatz. Das bedeutet: Eine Höchstkapazität von 1000 Zuschauern ist bei Spielen erlaubt.

Der VfB kontrolliert dies und weist zudem alle Zuschauer auf folgende Regeln hin:

  1. Zur besseren Kontrolle der Abstände stehen nur Sitzplätze zur Verfügung. Die Plätze sind entsprechend der Vorschriften abgeklebt. Nicht nutzbare Sitze und Sitzreihen sind mit Absperrbändern und Hinweisschildern versehen. Es besteht trotzdem freie Platzwahl. Es gibt keine Tickets mit vorgeschriebenen Sitzplätzen.
  2. Zur besseren Rückverfolgung im Falle einer Infektion sind alle Besucher des Stadions dazu verpflichtet, ihre Daten zu hinterlegen. Dies geht auf zwei Wege: Auf einer Liste am Stadioneingang oder auf einem formlosen Zettel, der beim Zutritt ins Stadion abgegeben werden kann. Um langes Warten am Eingang zu vermeiden, bittet der VfB darum, die Daten bereits im Vorfeld aufzuschreiben und den Zettel am Eingang abzugeben. Benötigte Daten sind: Vor- und Nachname, Wohnort, Telefonnummer.
  3. Im Stadion ist das Betreten des Stadioninnenraumes und des Kabinentraktes für alle Nicht-Aktiven und Teambetreuer strengstens untersagt.
  4. Es gilt weiterhin ein Abstandsgebot. Bitte halten Sie Abstand – auch zu ihrem eigenen Schutz. Es besteht zwar keine Maskenpflicht, doch ist das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes durchaus ratsam.
  5. In den Sanitäranlagen/Toiletten herrscht Maskenpflicht. Nutzen Sie das bereitgestellte Desinfektionsmittel beim Betreten und Verlassen der Toiletten.

Letzter Test vor dem Start

Eine Woche vor dem Start in die Regionalliga testet der VfB Auerbach noch einmal. Am Samstag, 14.30 Uhr, empfangen die Vogtländer den FC Rot-Weiß Erfurt in der Auerbacher Arena zur Vogtlandweide zu einem besonderen Testspiel. Denn die Partie gegen den Oberligisten ist sozusagen das Rückspiel aus der vergangenen Saison: Noch vor Ausbruch der Coronavirus-Pandemie in Deutschland und dem Abbruch der Saison hatten die Thüringer den Spielbetrieb einstellen müssen, wodurch das Rückspiel in Auerbach ausfiel. Den entstandenen finanziellen Schaden, den Auerbach bis heute zu tragen hat, soll nun das Spiel gegen das neue Erfurter Team abmildern. „Es ist eine nette Geste der Erfurter zu uns zum Testspiel zu kommen“, sagt VfB-Manager Volkhardt Kramer.

Zudem ist das Spiel auch sportlich attraktiv: Eine Woche vor dem Start beim Bischofswerdaer FV (in Bautzen) stellt die Begegnung für die Vogtländer einen letzten Härtetest dar. „Erfurt baut derzeit eine starke Mannschaft wieder auf, sodass wir uns sportlich einen starken Gegner erhoffen, mit dem wir Wettkampf-Bedingungen simulieren können“, sagt Kramer.

 

VfB feiert Saisoneröffnung – mal anders

Am 15. August startet der VfB mit einem Auswärtsspiel in Bautzen gegen den Bischofswerdaer FV in die ganz bestimmt interessante Saison in der Fußball-Regionalliga 2020/21. Die wird in diesem Jahr natürlich, genauso wie die dazugehörige Saisoneröffnung, unter dem Einfluss der Corona-Pandemie und der umzusetzenden Hygienekonzepte stehen. So musste der VfB seine Planungen zur Saisoneröffnung inzwischen auch noch einmal umstellen. Ein Auftritt der befreundeten Cheerleader, der Besuch von Tieren des Ellefelder Streichelzoos und auch die enge Begegnung der Fans mit den Spielern müssen leider entfallen. Auch das Nachholen des Höhenfeuers im Anschluss an das Spiel am Freitag, 31. Juli, gegen die Vogtlandauswahl muss corona-, aber auch witterungsbedingt ausfallen. Es bleibt aber das für Spieler und Fans Bedeutendste: das Spiel.

Es wird um 18 Uhr in der „Arena zur Vogtlandweide“ angepfiffen. Dabei soll auch ein zweiter Test des Hygienekonzeptes erfolgen. Besser und schneller wird dabei ganz bestimmt schon die Datenerfassung der Besucher an den Eingangstoren erfolgen. Das kann übrigens auch über das Mitbringen eines ausgefüllten Datenblattes mit den eigenen Angaben geschehen. Benötigt werden Vorname, Name, Telefonnummer und Wohnort. Verwendet werden kann auch der Link der Stadtverwaltung Auerbach: https://bit.ly/daten-corona

Vor und während des Spiels wird am Freitag auch das Zusammenspiel der Stadionmoderation mit der LED-Wand geprobt. Natürlich kommen vor dem Spiel auch der Trainer und die Neuzugänge in einem Interview mit dem Stadionsprecher Bernd Schädlich zu Wort. Vor Anpfiff der Partie wird sich der VfB noch einmal öffentlich bei all denjenigen bedanken, die dazu beigetragen haben, dass im Auerbacher Stadion nun über eine moderne LED Wand verfügt werden kann.

Die neue Regionalliga-Saison – das Personal und der Etat

Sommerpause, Transferzeit. Das gilt in aller Regel – auch in diesem Sommer, der geprägt ist von der Corona-Pandemie und der zuvor abgebrochenen Regionalliga-Saison. In der neuen Serie starten 20 Teams und damit zwei mehr als in der Vorsaison. Somit bekommen die VfB-Fans mit den vier zusätzlichen Spielen gewissermaßen eine Entschädigung für die ausgefallenen Partien. Andererseits steigt die Belastung für die Spieler, sodass eigentlich ein größerer Kader – gerade bei einem reinen Amateurverein wie dem VfB Auerbach – nötig wäre. Wie schauen deshalb die Personalplanung des VfB aus? Ein Überblick:

Die Neuen

Der VfB Auerbach hält sich aus verschiedenen Gründen auf dem Transfermarkt zurück. Einerseits verfügt der VfB über ein eingespieltes Team, das bereits bewiesen hat, dass es die Regionalliga halten kann. Zudem kam mit Michael Schlicht ein wichtiger neuer Spieler bereits zur Winterpause. Ein vorgezogener Transfer. Im Sommer zog der VfB zudem Moritz Seidel und Yannic Voigt aus der eigenen A-Jugend ins Regionalliga-Team. „Beide können den Sprung schaffen“, sagt VfB-Manager Volkhardt Kramer. Der VfB möchte damit von der aufwändigen Nachwuchsarbeit der letzten Jahre profitieren. Die sportlichen Verantwortlichen trauen den beiden zu, den Sprung zu schaffen, weshalb die beiden Eigengewächse vollwertige Mitglieder im Regionalliga-Kader sind. Zudem hat Aleksandr Guzlajevs einen Vertrag beim VfB unterschrieben und ist damit der erste externe Neuzugang. Zuvor spielte er beim VFC Plauen, war aber zuletzt ohne Verein. Mit Marius Kuhl wechselt zudem ein talentierter junger Torhüter aus der U19 des FC Erzgebirge Aue ins Göltzschtal.

Indirekt als Neuzugänge könnten auch noch Paul Horschig und Niklas Jeck ins Vogtland gelten, sollten sie weiterhin vom FC Erzgebirge Aue nach Auerbach ausgeliehen werden. Eine Entscheidung fällt in den nächsten Tagen. „Sollte beide nicht kommen, werden wir sicherlich noch einmal auf dem Transfermarkt aktiv“, prognostiziert Kramer. Diesmal hat der VfB auch länger Zeit, denn das Transferfenster schließt erst im Oktober, sodass der Klub auch die nächsten Wochen und den Regionalliga-Start abwarten wird.

Die Abgänge

Der VfB-Kader wird auf jeden Fall schlanker. Mit Amer Kadric (ZFC Meuselwitz), Oliver Genausch (Bischofswerdaer FV), Daniel Tarczal (Trainer in Pribram), Albert Löser (zweite Mannschaft), Albijan Kamaraj (unbekannt), Marcel Baude (unbekannt), Jan Max Denschel (VfB Schöneck) sowie dem vorläufigen Ende der Leihe von Niklas Jeck und Paul Horschig verlassen gleich neun Spieler den Verein. „Hätten wir dieselbe Kadergröße wie in der Rückrunde behalten, wären wir zu breit für unsere Verhältnisse aufgestellt gewesen“, sagt Kramer.

Dabei schmerzen vor allem die Abgänge von Kadric und Genausch sowie der beiden Leihspieler, sollte es so kommen. Kadrics Wechsel nach Meuselwitz hatte rein sportliche Gründe, weil der Mittelfeldspieler beim ZFC unter Vollprofi-Bedingungen spielen kann. Etwas, das der VfB nicht bieten kann. Bei Genausch waren Arbeit und Fußball nicht unter einen Hut zu bekommen, sodass er näher an seinen Arbeitsplatz wechselte. „Er hatte von Anfang mit offenen Karten gespielt“, sagt VfB-Trainer Sven Köhler. Von daher kam die Entscheidung letztlich nicht mehr überraschend, ist dennoch schade. Tarczal und Löser treten in die zweite Reihe. Bei Kamaraj gaben ebenfalls familiäre Gründe den Ausschlag zu der Entscheidung, Baude konnte die Erwartungen nicht erfüllen und tritt auch aus familiären Gründen kürzer. Weitere Wechsel aus dem VfB-Kader sind allerdings nicht mehr zu erwarten.

Der Etat

Die Folgen der Corona-Krise sind im Budget des VfB spürbar. Einige Unternehmen leiden unter den Folgen der Pandemie – und kürzten ihre Sponsoring-Leistungen. Andererseits fehlen dem VfB natürlich die Einnahmen aus den ausgefallenen Heimspielen. Schon das aufgrund der Insolvenz des FC Rot-Weiß Erfurt ausgefallenen Topspiels in der Arena zur Vogtlandweide hatte dem VfB einen finanziellen Schaden zugefügt, danach folgten die Corona-Ausfälle trotz weiter laufender Kosten. Denn der VfB zahlte seinen Spielern auch trotz der Zwangspause weiterhin die Pauschalen. Von der Möglichkeit Kurzarbeit konnte der VfB – im Gegensatz zu vielen anderen Liga-Konkurrenten – keinen Gebrauch machen, weil in Auerbach kein Profifußball gespielt wird. Damit blieben ausgerechnet solide wirtschaftende Fußballklubs wie der VfB auf den vollen Kosten sitzen, während andere staatliche Hilfen in Anspruch nehmen konnten.

Aber der VfB bleibt dennoch bei seiner Philosophie, in Eigeninitiative das „Financial Fairplay“ in der Regionalliga umzusetzen und weiterhin auf solide Finanzen zu setzen. Damit bleibt es weiterhin beinahe ein Wunder, dass der VfB mit der so finanzstarken Konkurrenz der Regionalliga Nordost konkurrieren kann. Ein Wunder, das allerdings in den nächsten Monaten noch mehr Arbeit benötigt. Denn ganz klar: „Der Etat wird sinken“, sagt Volkhardt Kramer. Um wie viel steht noch nicht fest.

Erste Entwarnung, aber noch kein Aufatmen

Das erste Test-Heimspiel gegen International Leipzig hinterließ einen etwas verärgerten VfB-Trainerstab – und gleich drei Verletzte. Am schlimmsten traf es Hendrik Wurr, dem im VfB-Team eigentlich eine zentrale Rolle zugedacht wird. Die erste Diagnose macht jedoch Hoffnung, dass es doch nicht so schlimm ist wie zunächst befürchtet. Die Kreuzbänder sind nicht gerissen, ergab eine erste Untersuchung. „Ich habe aber am Dienstag noch eine weitere MRT-Untersuchung“, sagt Wurr. Dann soll sich herausstellen, ob der Meniskus einen Schaden abbekommen hat oder ob die Innenbänder beschädigt sind. Ihm droht damit dennoch ein längerer Ausfall. Ebenfalls vorerst nicht mehr trainieren kann Alexander Morosow nach einem Schlag auf den Fuß. „Zum Glück ist erst mal nichts gebrochen“, sagt er. Allerdings konnte er einen Tag nach dem Spiel nicht mehr auftreten, sodass noch ein längerer Ausfall droht. Auch er hat am Dienstag die nächste Untersuchung. Dann wird es Neuigkeiten geben. Thomas Stock fällt auch vorerst nach einem Pferdekuss aus. Wie lange ist ebenso noch unklar.

Ordentlicher Test mit drei Wermutstropfen

VfB Auerbach – International Leipzig 0:1 (0:0)

Der VfB Auerbach hat es geschafft: Nach exakt 151 Tagen fand in der Arena zur Vogtlandweide in Auerbach wieder einmal ein Fußballspiel statt. 149 Tage mussten die VfB-Fans warten, bis sie das Gefühl wieder erleben durften, im Stadion ihre Schwarz-Gelben zu sehen. Der Andrang an den Kassen mit einigen Wartezeiten sah deshalb ganz danach aus, als ob die Auerbacher Fußballfans ungeduldig auf das Spiel gewartet hätten. Doch lag die längere Wartezeit allein daran, weil aufgrund der Hygiene-Bestimmungen die persönlichen Daten aller Zuschauer erfasst werden mussten. Doch alles halb so schlimm, denn endlich rollte wieder der Ball.

Allerdings merkte man beim Testspiel des Regionalligisten deutlich an, dass die lange Pause Spuren hinterlassen hat. Auf Fußballfeinkost müssen die Fans wohl noch einige Zeit warten. Dafür kehrte gegen International Leipzig schon wieder das Auerbacher Stadiongefühl zurück – mit markigen Sprüchen und hart-herzlicher Atmosphäre. Dazu trugen auch die Gäste mit ihrer überharten Spielweise bei. „Für ein Testspiel war mir das phasenweise zu unfair“, beschwerte sich VfB-Trainer Sven Köhler. Zurecht, denn beim Blick auf seine Verletztenliste war das Spiel keinesfalls hilfreich: Thomas Stock musste früh nach einem Pferdekuss der übleren Sorte raus, noch schlimmer erwischte es Hendrik Wurr, der sich das Knie in einem Zweikampf verdrehte und ins Krankenhaus musste. Eine genaue Diagnose gibt es wohl erst Ende der Woche. Gut sah es allerdings nicht aus. Eine lange Pause droht. Hingegen dürfte Alexander Morosow nach einem Foul in der Schlussphase nach einigen Tagen Pause wieder trainieren können.

So blieb ein fader Beigeschmack, der noch unappetitlicher beim Blick aufs Ergebnis wurde. Der VfB verlor mit 0:1 (0:0), wobei die Niederlage allein der Tatsache geschuldet war, dass die Vogtländer ihre Chancen nicht verwerteten. „Wir hatten genug Chancen – vor allem in der zweiten Halbzeit“, sagte Köhler. Doch entweder rettete das Aluminium wie bei Marcel Schlossers Schuss aus der zweiten Reihe (80.) oder die Auerbacher hatten noch nicht genug Zielwasser getrunken – wie bei den Chancen von Marc-Philipp Zimmermann oder weiteren Halbchancen, die eigentlich allesamt zu Toren hätten führen können. Bitter war, dass Leipzigs von Doorne eine Unaufmerksamkeit im Auerbacher Umkehrspiel eiskalt ausnutzte (70.). „Insgesamt war es ein ordentlicher Test“, sagte Köhler trotzdem, auf dessen Team am nächsten Donnerstag ein Testspiel in Flöha und einen Tag später – also am Freitag, 31. Juli – das nächste Heimspiel gegen die Vogtlandauswahl wartet. Die fußballfreie Zeit ist also hoffentlich endgültig beendet.

VfB empfängt Inter Leipzig – mit Zuschauern

Das lange Warten scheint ein Ende zu haben. Stand Dienstagnachmittag erhält der VfB Auerbach grünes Licht für ein Testspiel (Mittwoch, 18 Uhr) in der Auerbacher Arena zur Vogtlandweide gegen den FC International Leipzig – mit Zuschauern. Die wichtigsten Fragen und Antworten im Überblick:

1. Dürfen Zuschauer ins Stadion? Wenn ja: Wie viele?

Grundsätzlich sind laut den Vorgaben der sächsischen Staatsregierung Zuschauer zugelassen – so interpretiert es jedenfalls die Stadt Auerbach. Aber: Ohne Hygiene-Konzept dürfen nur 50 Fans ins Stadion – so wie es beim ersten Auerbacher Testspiel nach der Corona-Zwangspause in Vielau der Fall war. In Auerbach sollen es dann doch ein paar Zuschauer mehr sein. „Wir erwarten 300 bis 400 Zuschauer“, sagt VfB-Manager Volkhardt Kramer. Das bedeutet: Der VfB musste in den vergangenen Tagen ein Hygiene-Konzept erarbeiten und genehmigen lassen. Und es sieht gut aus, sodass auch Spiele in den nächsten Wochen mit einer höheren Zuschauerzahl denkbar sind. Beispielsweise dann, wenn die Regionalliga wieder beginnt und auf den VfB die Knaller-Heimspiele gegen den Chemnitzer FC und Energie Cottbus warten. Am Mittwoch, 18 Uhr, gegen den Oberligisten sind es ein paar Zuschauer weniger. Trotzdem gelten die scharfen Regeln des Hygiene-Konzept.

2. Was müssen Zuschauer beachten?

Grundsätzlich gilt: „Jeder sollte nach dem gesunden Menschenverstand handeln“, sagt Kramer. „Alle sollten sich also auch an die Hygiene-Regeln halten, die sie im Alltag anwenden.“ Also zum Beispiel beim Einkaufen im Supermarkt. Im Stadion bittet der VfB darum, bis vom Einlass des Stadions bis zum Platz einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen. Die Plätze im Stadion stehen nur in beschränkter Zahl zur Verfügung, weil zwischen den Zuschauern ein Sicherheitsabstand zu halten ist. So soll nur jeder dritte Platz besetzt werden. Alle gesperrten Plätze sind gekennzeichnet bzw. abgesperrt. Der VfB wird das Einhalten der Abstände kontrollieren. Außerdem ist es strikt untersagt, sich im Stadion-Innenraum (Spielfeld) aufzuhalten. Dort haben nur Spieler und Teamoffizielle Zutritt. Dasselbe gilt für alle sanitären Innenbereiche, wie das Tribünengebäude. Zuschauertoiletten sind nur mit Mund-Nasen-Schutz zu nutzen. Desinfektionsspende sind überall aufgestellt. Der VfB bittet um die ausgiebige Nutzung. Außerdem unterstützt der VfB ausdrücklich die Nutzung der Contact-Tracing-App auf dem Smartphone. „Alle diese Maßnahmen dienen dazu, zum Fußball zurückzukehren“, bittet Kramer um tatkräftige Unterstützung der Fans, die das Stadionerlebnis nur weiterhin beibehalten können, wenn sie sich auch gegenseitig auf die Verhaltensregeln aufmerksam machen und damit einen Teil dazu beitragen, dass auch weiterhin Spiele stattfinden können.

3. Werden die persönlichen Daten der Besucher erfasst?

Am Mittwoch voraussichtlich nicht. Da es sich nicht um ein Spiel mit höherer Zuschauerzahl handelt, geht der VfB bislang davon aus, darauf verzichten zu können. Bei 200 bis 300 Zuschauern ist das im Moment noch nicht nötig, was aber nicht heißt, dass es nicht doch noch kommen könnte. „Wir sind auf alles vorbereitet“, sagt Kramer. Der VfB garantiert dabei auch, alle Datenschutzbestimmungen einzuhalten. Gleichzeitig geht der VfB davon aus, dass es bei Spielen mit höherer Zuschauerzahl eine Erfassung der persönlichen Daten geben wird.

4. Gibt es Verpflegung im Stadion?

Ja. Der VfB Auerbach hat zusammen mit dem Stadion-Caterer ein eigenes Hygiene-Konzept. So wird es Speisen und Getränke geben – zudem aus Einwegpackungen. Der Verkauf findet ausschließlich nur an der Holzbude unterhalb des Eingangsbereichs Bienenweg statt. Und das nur in einem Einbahnstraßensystem. Es kann mit Bargeld bezahlt werden. Da der Verkauf hinter einer Plexiglas-Scheibe stattfindet, ist ein Mundschutz nicht zwingend erforderlich. Der VfB rät aber – wie bereits erwähnt – grundsätzlich zum Tragen außerhalb des Sitzplatzes.

5. Was gibt es sonst noch zu beachten?

Alle Vorschriften werden im Stadion nochmals auf Zetteln erläutert. Der VfB fordert eindringlich dazu auf, alle Regeln strikt zu befolgen – zu unser aller Wohl und Gesundheit. Der Eintritt zum Spiel beträgt fünf Euro. „Wir hoffen damit unsere Unkosten zumindest zu decken“, sagt Kramer – auch in Hinblick auf die höheren Kosten aufgrund der Hygiene-Regelungen. Alte Jahreskarten besitzen weiterhin Gültigkeit.

Knut Kirsten: „Ein Quantensprung für den VfB“

Knut, du hast als Aufsichtsratsmitglied des VfB das Projekt LED-Wand im Stadion geleitet. Nun hat der VfB die Generalprobe hinter sich. Wie verlief sie?

Ein Jahr und zwei Tage, nachdem die Wand im Chemnitzer Stadion abgebaut worden ist, haben wir sie zum Probebetrieb eingeschaltet. Auf Anhieb lief alles sehr gut. Alles hat funktioniert – und wir haben problemlos unser Testprogramm abspielen können.

Ton und Bild passen also zusammen?

Ja, wobei kaum Nachjustieren nötig war. Auch die Bilder auf der Leinwand haben wunderbar funktioniert – bis auf ein paar Pixel, die wir noch anpassen müssen.

Ein Jahr und zwei Tage ist auch eine lange Zeit. Wie froh bist du, dass das Projekt nun abgeschlossen ist?

Die Vorgespräche und die Verhandlungen hatte Volkhardt Kramer geführt – und uns nach dem Kauf darüber informiert: Es gibt eine Videoleinwand und die muss in Auerbach wieder aufgebaut werden. Zunächst erschien es einfach. Im Detail hat sich alles schwieriger vorgestellt. Unser erster Plan war, zum Rückrundenstart im Winter 2019 die Wand in Betrieb zu nehmen. Das haben wir etwas verfehlt. Der Abbau in Chemnitz war dabei noch völlig problemlos. In Auerbach war es aber schwieriger. Gemeinsam mit Partnern des VfB haben einen Plan entwickelt, wie die Leinwand im VfB-Stadion aufgebaut werden kann. Zunächst noch mit Frank Böhme, für ihn wurde das Projekt einen Tick zu groß. Mit Goldbeck und den Planern von Projekta haben wir eine Strategie entwickelt, wie wir das umsetzen können.

Worin lagen die Schwierigkeiten?

Die Statik haben wir zuerst etwas unterschätzt: In Chemnitzer hing die Leinwand direkt unter dem Hallendach und war kaum Windlasten ausgesetzt. In Auerbach steht sie direkt im Wind ohne weiteren Schutz – muss also extra gesichert werden. Das Stahlgerüst um die Wand musste also stärker werden. Mit dem höheren Aufwand kam die Frage hinzu, wie wir es gemeinsam mit unseren Partnern stemmen können. VSTR hat die Fundamente gegossen und wir haben das Gerüst aufgestellt – und dann ging das schlechte Wetter los. Aber wir haben drei trockene Tage in Folge benötigt…

Damit begannen die Probleme.

Im November waren die Tage zu kurz und zu feucht, sodass wir den Aufbau der Wand auf das Frühjahr verschieben mussten. Mit weiteren kleinen Wünschen ist das Projekt sukzessive gewachsen. Im März waren wir dann so weit, dass wir grünes Licht gehabt hätten. Und dann kam der Corona-Virus. Daher hat es bis jetzt gedauert, bis die Wand steht. Mittlerweile sind alle Probleme gelöst – und alles steht.

Was bedeutet die Leinwand für den VfB?

Für den Verein ist es ein weiterer großer Schritt der Entwicklung des Stadions. Ein relativ großer Schritt für einen Regionalligisten, vor allem wenn man bedenkt, dass einige Mitbewerbe nicht einmal Licht in ihrem Stadion haben, wenn sie denn überhaupt ein eigenes Stadion besitzen. Und wir haben sogar eine große Anzeigetafel, die von allen Plätzen aus zu sehen ist. Es ist ein Quantensprung zur bisherigen Technik. Ein toller Schritt – und in Verbindung mit der neuen Tribüne und der Stahlrohrtribüne haben wir für die Liga ein kompaktes, kleines Stadion.

Was kommt denn auf die Leinwand?

Der Spielstand natürlich – präsentiert von unseren Partnern. Jede Auswechslung, jedes Tor, jede Karte, Ecken- oder Freistoßverhältnis – und bei unseren Spielern werden alle mit Bildern zu sehen sein. In den Pausen geben wir Werbepartnern die Chance, sich zu präsentieren. Also alles so, wie in großen Stadien. Der Nutzen als im Stadionheft oder auf einer Werbebande ist höher, aber auch ein deutlich höherer Aufwand für den Verein.

Und auch Bewegtbild?

Ja, natürlich. Eventuell eine Zusammenfassung des letzten Spiels oder andere Inhalte. Zum Test haben wir bereits einmal das Video des VfB-Songs abgespielt – die Kombination von Bewegtbild und Ton kommt einen ganz andere Atmosphäre im Stadion auf. Das Fein-Tuning führen wir wahrscheinlich in den Testspiel durch, wenn es denn mal irgendwann wieder losgeht.

Das Stadionerlebnis wird für viele wohl etwas ganz Neues?

Ja, definitiv. Aber wir haben auch noch weitere Ideen, was wir mit der Leinwand anfangen können. Zur Eröffnung oder im Sommer einen Kino-Film. Technisch ist vieles machbar. Damit ist auch klar: Von der Leinwand profitiert nicht nur das Regionalliga-Team, sondern der gesamte Verein. Das beginnt mit den Inhalten bei Regionalliga-Spielen und geht weiter mit Events. Das muss allerdings nach und nach wachsen.

Die Spieler waren bei Präsentation dabei. Sie freuen sich sicherlich?

Als wir Marcin Sieber mit einer Roten Karte auf der Leinwand gesehen haben, war das Gelächter natürlich groß. Aber Spaß beiseite: Ihr Konterfei auf der Leinwand zu sehen, ist schon für Spieler des VfB Auerbach etwas Besonderes. Damit werden sie viel erkennbar für die Zuschauer.

Wenn wir zurückblicken: Vor 30 Jahren, als die unglaubliche Reise des VfB begann, hätte man sich das alles noch nicht vorstellen können!

Das stimmt. Vor 30 Jahren wurden die Zwischenstände noch per Hand mit Schiebetafeln übermittelt worden. Das zeigt aber auch: In der Weiterentwicklung des Stadions sind wir immer Schritt für Schritt vorangekommen. Vor allem in den letzten zehn Jahren haben wir große Schritt gemacht. Und es wird nicht das Ende sein.

VfB-Premiere nach der Corona-Pause

Drei Monate mussten die Fans des VfB Auerbach warten, bis der Ball für ein Pflichtspiel wieder rollt. Jetzt ist es soweit: Am 27. Juni, 15 Uhr, bestreitet die zweite Mannschaft des VfB das erste Pflichtspiel nach der Corona-Zwangspause. Allerdings unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Der Vogtländische Fußball-Verband (VFV) wird das Halbfinalspiel im Vogtlandpokal des VfB bei der SG Rotschau als Geisterspiel durchführen. „Natürlich wird es etwas anderes sein, wenn wir ohne Zuschauer spielen“, sagt Vogtlandliga-Coach Kevin Hampf. „Allerdings wird es kein Nachteil sein.“ Gerade den jungen Spielern wird der Druck von außen etwas genommen.

Die außergewöhnliche Regelung in außergewöhnlichen Zeiten bedarf natürlich einer besonderen Vorbereitung. So sind bis auf die Spieler nur das enge Funktionärsteam zugelassen. Alle müssen ein strenges Hygienekonzept befolgen. „Wir werden sehr achtsam und verantwortungsvoll mit der Situation umgehen“, betont Hampf. Das Team kennt unterdessen die Einschränkungen schon länger. Seit drei Wochen befindet sich das Vogtlandliga-Team im Trainingsbetrieb. „Die Jungs brauchen das auch“, sagt Hampf. „Sie sind heiß darauf, Fußball zu spielen.“ Bei den Trainingseinheiten musste er aufgrund der Hygieneregeln die Trainingsformen genau abwägen. „Wir haben zunächst viel Torschuss und Passformen geübt. Das war auch mal elementar wichtig.“ Mittlerweile sind die Trainingseinschränkungen weiter gelockert, sodass auch Spielformen trainiert werden können.

Wie sehr die Vogtlandliga-Spieler das Training vermisst haben, lässt sich leicht ablesen. „Die Trainingsbeteiligung war so hoch wie nie zuvor“, sagt Hampf. Das ist hinsichtlich des Pokalkrachers schon einmal eine gute Nachricht. Aber: „Natürlich wird es nach der langen Pause schwer genug, so ein wichtiges Pokalspiel zu bestreiten“, sagt der VfB-Coach. „Allerdings sind wir froh darüber, nun wieder ein Ziel vor Augen zu haben, auf das wir gewissenhaft hinarbeiten können.“ Und damit kehrt beim VfB ein Stück weit Normalität wieder ein.