Der nächste Tag in der Loipe

Ein anstrengender Samstag steht den Auerbacher Spielern im Trainingslager in Schöneck bevor. Und natürlich spielt der Wintereinbruch dabei eine Rolle. An Fußballspielen auf einem Platz ist nicht zu denken. Deshalb fand sich die Mannschaft auch am Samstagvormittag in der Halle ein: Physio- und Sporttherapeut Jens Richter leitete die Übung an.

Und da schon mal so viel Schnee liegt und die Spieler in einem Wintersportzentrum zu Gast sind, steht der Nachmittag auch ganz im Zeichen des Wintersports. In der Loipe drehen die Spieler ein paar Runden. Danach können sie sich aufwärmen im Schwimmbad. Der Höhepunkt des Tages hat nichts mit Fußball zu tun, sondern dem Teambuilding. Dank der Einladung des Skiclubs Schöneck verbringt die Regionalliga-Mannschaft in der Skihütte.
Doch nach zwei Tagen wartet der Fußballplatz vermutlich am Sonntag wieder auf die Spieler: Mit der tatkräftigen Unterstützung der dritten Mannschaft räumte Platzwart Ulf Wagner am Freitag den kleinen Kunstrasenplatz im VfB-Stadion. Dort kann dann am Sonntag auch das Regionalliga-Team trainieren. Für diesen unermüdlichen Einsatz bedankt sich das Regionalliga-Team an dieser Stelle.
previous arrow
next arrow
Slider

Marcel Schlosser: “Der VfB ist eine Herzensangelegenheit”

Marcel Schlosser ist der Mann mit der Kapitänsbinde im Regionalliga-Team. Das zeigt: Der 31-Jährige ist nicht nur der Führungsspieler, sondern auch einer der Leistungsträger. Daher ist es besonders bitter, dass er nun verletzt ausfällt. Wie kam es dazu? Was sagt er zur Vorbereitung und dem Kader? Unser Winter-Interview mit dem Kapitän.

 

Marcel, wir dachten alle, du bist beim Finale des ZEV-Hallenmasters aufgrund der Pfiffe gegen dich raus. Es war doch nicht so?

Nein, die Pfiffe haben mich doch nicht beeindruckt. Ich habe im Finalspiel geschossen, bin mit meinem Fuß dumm aufgekommen und es hat mir im Oberschenkel einen Muskel zerrissen. Ich habe das sofort gespürt.

Was kam bei der Untersuchung heraus?

Ein Muskelbündelriss. Ich hatte am Mittwoch einen MRT-Termin, war auch gleich auch beim Doc, der alles ausgewertet hat. Er sagt: Ich komme damit vier bis sechs Wochen hin. Aber meine Muskeln verheilen schnell. Mit Eigenbluttherapie und jeden Tag Physiotherapie geht es schnell voran. Ich falle eben erneut für die gesamte Vorbereitung aus. Wie schon im Sommer…

Du hast diese Saison wirklich etwas Pech. Woher kommt das?

Es liegt auch etwas an meinem Körper. Ich habe ein kurzes und ein langes Bein – und brauche daher Einlagen. Zudem bin ich nicht mehr der Jüngste. Zwei bis drei Jahre will ich aber schon noch spielen. Auch jetzt gilt: Ich komme schon bald fit wieder zurück.

Was machst du in deiner Zwangspause?

Vier Wochen nichts machen – das kann ich nicht. Ich darf aufs Laufband, kann Radfahren und kann die Beinpresse nutzen. Mein Fuß muss nur fixiert sein. Von Woche zu Woche steigere ich das dann. Ich bin auch gewillt, dass es schnell vorangeht. Aber die Jungs packen es auch ohne mich. Ins Trainingslager bin ich gleich auch mitgefahren – und mache von dort aus meine Wege, während die Jungs ihr Programm abspulen.

Denn du gehörst als Kapitän auch menschlich als Stütze zum Team. Ein wichtiger Faktor?

Ein lockerer Spruch muss mal kommen – na klar. Fußball ist Spaß. Wenn du verkrampfst, macht es nicht den Sinn, den es machen soll.

Wie zuversichtlich bist du für die Rückserie?

Ich ruhe mich nicht darauf aus, dass wir wieder eine so gute Rückrunde spielen. Wir denken von Spiel zu Spiel. In der Hinrunde gab es schon ein paar Schwankungen, die mich ärgern. Wir haben ein paar Punkte gegen Teams auf Augenhöhe liegen gelassen. Aber wir haben trotzdem keine schlechte Hinrunde gespielt. Wir können die Große ärgern, aber auch Spiele gegen Teams auf Augenhöhe verlieren, wenn wir nicht alle unsere Leistung abrufen. Aber genau diese Spiel sind die Basis. Unser Ziel ist es, so schnell wie möglich den Klassenerhalt zu packen.

Die Hinrunde macht insofern auch Mut, weil wir in einer Liga, in der sich die Teams allesamt verstärkt haben, eine gute Punktzahl auf dem Konto haben. Richtig?

Die Mannschaften haben sich alle verstärkt. Wir haben im Sommer einen kleinen Rückschritt gemacht. Da machen wir uns nichts vor. Das ist so – und wir nehmen es an. Wenn nicht alle Spieler ihr Leistungsvermögen abrufen, sind wir nicht mehr als eine gute Oberliga-Mannschaft. Wenn wir aber alle unser Leistungsvermögen abrufen, dann holst du auch Punkte, wo es keiner erwartet. Aus unseren Möglichkeiten haben wir schon sehr viel rausgeholt. Wir hätten acht Punkte mehr haben können, aber auch vier weniger. So wie es jetzt ist, ist es auch in Ordnung. Was mir aber wichtig ist: Die Jungs sollen jedes Spiel und jede Trainingseinheit nutzen, um voranzukommen.

Erkläre uns das bitte näher!

Wir älteren Spieler werden nicht mehr vorankommen. Da gibt es keine große Leistungssprünge mehr. Um der Mannschaft zu helfen, muss ich aber mein Level halten. Dafür gebe ich alles. Alles für den Verein zu geben, erwarte ich von jedem Spieler. Wir sind dies dem VfB Auerbach verpflichtet. Und wenn ich sehe, dass junge Spieler ein oder eineinhalb Jahre nicht vorankommen, dann ärgert mich das. Ich betone nochmals: Es ist nicht selbstverständlich beim VfB Auerbach in der Regionalliga-Mannschaft im Kader zu sein oder von Anfang zu spielen. Natürlich ist auch mal ein Spieler traurig oder er verkrampft, weil er nicht spielt. Nur: Sie spielen zurecht nicht, weil es in diesem Moment bessere Spieler gibt. Das können wir als Teamkollegen und der Trainer am ehesten bewerten – und niemand von außen. Es gibt doch positive Beispiele, dass es funktionieren kann.

Welchen Spieler meinst du?

Stanley Ratifo. Er hat zunächst nicht gespielt – und dann hat er gespielt und seine Leistung ist explodiert. Er schlägt ein wie eine Bombe und geht seinen Weg. Auch Amer Kadric ist so ein Typ: Er hat anfangs ein Stück gebraucht, im Moment befindet er sich in einem kleinen Tief. Aber ich prognostiziere: Er wird seine guten Rückrundenspiele machen. Daran müssen sich andere orientieren. Amer trainiert viel. Er wird seinen Weg gehen.

Und er wird von der Rückkehr von Daniel Tarczal profitieren?

Mit ihm auf der Sechs kommt Struktur in unser Spiel. Amer könnte dann offensiver spielen. Wir haben zusätzliche Varianten.

Daniel ist sicherlich auch für dich ein wichtiger Mitspieler?

Ich muss ihm nicht sagen, was er zu machen hat. Umgekehrt ist das genauso. Wir schauen uns an – und wissen, was zu tun ist. Außenstehende oder Laien sehen nicht, wie wichtig dieser Mann für uns ist. Er spielt mit Köpfchen und nicht sinnlos irgendwo hinrennt. Letzte Saison hat uns das absolut geholfen. Und er wird uns auch diesmal helfen. Er ist zu 100 Prozent fit.

Und damit auch ein Beispiel, wie man noch mit 33 Jahren Viertliga-Fußball spielen kann!

Ja, auch in Zwickau wollte er unbedingt in der Halle spielen. Zum Glück ist ihm nichts passiert, sodass er uns in der Rückrunde helfen kann.

Aber er allein wird es nicht richten, oder? Wie steht es um Neuzugänge?

Unser Kader ist schon jetzt dünn. Aber die Entscheidung über neue Spieler fällen der Trainer und der Manager sowie die Vereinsführung. Es gibt schon ein paar Spieler, die für uns interessant sind. Wer allerdings nicht zu 100 Prozent zu uns will, der sollte es sein lassen. Es muss die Leidenschaft brennen. Und wenn die Leidenschaft nicht da ist, spiele ich lieber mit drei A-Jugendlichen zusammen. Das ist mir lieber, denn ich weiß, dass die Junioren mit Herzblut dabei sind und für den Verein brennen. Ich habe da schon einige Spieler im Kopf, da ich mir die Spiele anschaue, bei denen ich sage: Die können es schaffen. Da ist auch der Trainer hinterher. Es gilt aber trotzdem grundsätzlich: Jeder Spieler, der hier spielt, muss seine Leistung abrufen. Wer hinzukommt, muss dasselbe tun.

Trainer Sven Köhler sagte, es sei schwer, Spieler nach Auerbach zu lotsen. Aber diejenigen, die in Auerbach spielen, seien zufrieden. Stimmt das aus Spielerperspektive? Weshalb ist das so schwer?

Ich kann nur von mir ausgehen: Ich bin mittlerweile auch schon dreieinhalb Jahre in Auerbach. Ich habe es bis heute keinen einzigen Tag bereut. Aber du musst dich als Spieler mit dem Standort Auerbach auseinandersetzen. Wer Auerbach als Sprungbrett nutzen will, der muss über sein Limit gehen. Da muss man auch mal selbstständig eine Einheit einfügen. Nur mal ein bisschen für den VfB kicken – das reicht nicht. Auerbach ist Leidenschaft, Zweikämpfe und auch Fußball. Nur Fußball ohne Leidenschaft und Zweikämpfe – das geht nicht.

Ist Auerbach ein gutes Pflaster, um den Sprung zu schaffen? Mit der Ruhe im Umfeld, leistungsorientiertem Fußball und Verlässlichkeit.

Ja, du hast als Spieler hier keinen Druck aus dem Umfeld. Wir haben auch keinen 30-Mann-Kader, wo der Konkurrenzkampf tobt. Jeder Spieler bekommt seine Chance, doch dann muss man sie auch nutzen und über drei Spiele mal zeigen, dass er mit dir rechnen kann. Wer es in Auerbach nicht schafft, der wird auch nicht 3. Liga spielen, sondern in der Landesliga oder Oberliga. Mit Anfang 20 muss ich das dann auch im Training sehen. Zudem stimmt es auch von der Mannschaft her: Es gibt Spieler – wie Felix Lietz und mich -, die vorangehen. An uns können sich junge Spieler anlehnen und mitgehen. Der Druck liegt vielmehr auf uns, denn wir müssen funktionieren. Aber es ist positiver Druck. Du wachst am Morgen nach einem schlechten Spiel auf und die Sonne scheint wieder.

Somit ist Auerbach auch ein Standort für ältere Spieler – wie dich!

Natürlich! Ich bin damals gekommen, um zu bleiben. Ich wollte mir etwas aufbauen – auch neben dem Fußball. Und beim VfB Auerbach gilt: Es wird eingehalten, was versprochen wird. Mittlerweile ist der Verein eine Herzensangelegenheit für mich geworden. Ich versuche nun, auch als Trainer im Nachwuchs anzufangen, um meine Erfahrung weiterzugeben. Ich will das weitergeben, was ich von vielen Trainern gelernt habe.

An was sich alle gewöhnen müssen, sind lange Winter. Hast du dich schon daran gewöhnt?

Es kann dieses Jahr erneut passieren, dass wir erst im März das erste Heimspiel haben. Aber das müssen wir akzeptieren.

Hans Christian Miertschinks Debüt auf Ski

Die Ferienregion in Schöneck ist weit über das Vogtland hinaus. Wohl auch über die sächsischen Grenzen hinweg. Dadurch, dass der VfB sein Trainingscamp in Schöneck absolviert, wird die Region sogar international bekannt. Denn Hans Christian Miertschink, der Brasilianer in den Reihen des VfB, feierte während des Trainingslagers sein Debüt auf Ski. Ein Brasilianer in der Loipe – das gibt es selten. Vor allem im vogtländischen Schöneck. “Der Anfang war schwer. Aber für das erste Mal war es super”, sagte der 23-Jährige. Doch dann meisterte er die für ihn so ungewohnte Sportart. „Es war extrem anstrengend für mich“, sagte er. „Aber es hat sehr viel Spass gemacht. Morgen und Sonntag gehen wir nochmal raus. Darauf freue ich mich jetzt.“

Für Miertschink war es aber noch aus einem anderen Grund ein ungewohntes Terrain: Nachdem er die Winterpause im sommerlichen Brasilien verbrachte, dort schwimmen gehen konnte, steht nun das Kontrastprogramm an. „Vor zehn Tagen hatte ich noch 35 Grad – und jetzt…“ Am Morgen lag das Thermometer deutlich unter dem Nullpunkt. Minus acht Grad. Kein brasilianisches Klima. Auch tagsüber verharrte die Temperatur unter dem Gefrierpunkt.

Das war insofern auch eine Herausforderung, da das Auerbacher Team bei Schnee und Eis die Grundlagenausdauer für die Regionalliga aufbauen will. Also ging es in die Loipe. Trainer Sven Köhler hatte eine kräftezehrende Einheit angesetzt. Nach dem Mittag ging es in die Halle, wo Gymnastik und Arbeit mit dem Ball auf dem Programm stand.

previous arrow
next arrow
Slider

VfB zwischen Schneemassen und Trainingslager

Es war ein Kampf gegen Windmühlen: Als seit Mittwochvormittag die Auerbacher Ehrenamtlichen und Platzmeister Ulf Wagner sich darum bemühten, den Kunstrasen des Sportplatzes an der Diesterweg-Schule vom Schnee zu befreien, kämpften sie sich durch Schneemassen. Am späten Nachmittag gaben sie auf. Der Schneefall hörte nicht auf. Es wehte, stürmte, schneite. Ein aussichtsloses Unterfangen. Gerade vom Schnee befreite Stellen waren schnell wieder zugeweht. „Es ist beim besten Willen nicht hinzubekommen, den kompletten Platz zu räumen“, sagte VfB-Manager Volkhardt Kramer. Auch er hatte selten zuvor so viele Schneemengen in Auerbach gesehen.

Das VfB-Stadion hatte der Regionalligist schon zuvor „aufgegeben“: Zu viel Schnee auf dem Platz. Ein Räume scheint im Moment völlig unnötig. Da aber trotzdem das Testspiel gegen den Drittligisten FSV Zwickau am Samstag stattfinden sollte, wurde der Kunstrasen an der Diesterweg-Schule als Spielort anvisiert. Bis auch da die Schneemassen zu viel wurden. „Wir haben gefräst, aber es gibt keine Chance, den Platz komplett freizubekommen“, sagt Kramer. Daher meldete der VfB an den FSV: Das Spiel kann nicht in Auerbach stattfinden. Am Donnerstag hissten aber auch die Zwickauer die weiße Flagge. Auch das Westsachsenstadion ist zu stark vom Schneefall betroffen. Beide Vereine versuchen nun, in den nächsten Tagen eine Ausweichtermin zu finden.

In der Zwischenzeit weilt das VfB-Team im Trainingslager. Dieses Jahr bezieht die Mannschaft von Donnerstag bis Sonntag in Schöneck das Lager. Schöneck – noch höher, noch verschneiter. „Wir haben den Termin extra so früh gelegt, damit die Mannschaft auch auf Ski ausweichen kann“, sagt Kramer. Also holen sich die Spieler die Grundlagenausdauer nicht mit Laufeinheiten, sondern in der Loipe. Oder im Schwimmbad. „Wir haben immerhin bessere Wassertemperaturen als Erfurt und Chemnitz“, sagt Kramer. Denn die beiden – zuletzt durch eine Insolvenz gegangenen Spitzenteams der Regionalliga – fahren ins Trainingslager in den Süden. Der VfB Auerbach kann sich trotz wirtschaftlich solider Lage diesen Luxus in diesem Winter nicht leisten. Dafür bleiben die Vogtländer im Vogtland. „Wir bedanken uns jetzt schon einmal bei allen Partnern, die uns dies ermöglichen“, sagt Kramer. So erhält der VfB Unterstützung durch den Ifa-Ferienpark, wo die Mannschaft übernachtet, durch Intersport Schulze, die der Mannschaft die Skier zur Verfügung stellen, und dem Skiclub Schöneck, der das Regionalliga-Team in die Hütte am Samstagabend eingeladen hat. „Es ist einfach nur toll, wie nett und freundlich wir in Schöneck behandelt werden. Großes Lob an alle“, sagt Kramer.

Aber nicht nur das Teambuilding steht an, sondern natürlich auch das Sportliche: Trainer Sven Köhler muss angesichts des Wintereinbruchs improvisieren. Die Grundlagen sollen aber trotzdem an den vier Tagen gelegt werden.

previous arrow
next arrow
Slider

Schneechaos: Spiel gegen FSV Zwickau fällt aus

Es war dann doch zu viel Schnee. Das Auerbacher Regionalliga-Team kann ihr erstes Testspiel des Jahres nicht bestreiten. Am Mittwoch musste der VfB kapitulieren: Sowohl das VfB-Stadion als auch der Diesterwegsportplatz sind nicht von den Schneemassen zu befreien. Der nächste Plan: Das Spiel soll im Westsachsenstadion in Zwickau stattfinden. Auch dort hissten die Verantwortlichen die weiße Flagge. “Schon nach einigen Metern haben sie gemerkt, dass nichts mehr geht”, sagt VfB-Manager Volkhardt Kramer. “Nachdem wir alle anderen Optionen durchgespielt haben, sind wir zur Erkenntnis gekommen, alles abzublasen.” Das Spiel kann also nicht stattfinden.

Auch in Auerbach ist derzeit kein Land in Sicht: Die Plätze liegen teilweise unter eine Schneedecke, die einen halben Meter hoch ist. Und es schneit weiter. “Im Moment können wir nichts tun”, sagt Kramer. Hilfe sei gewünscht, aber erst nach Ende der Schneefälle. “Wir rufen dann zu einer gemeinsamen Aktion auf.”

Die Regionalliga-Mannschaft reist unterdessen am Donnerstagabend ins Trainingslager nach Schöneck. Auch dort liegt natürlich Schnee. “Die Konzentration liegt daher auf den Grundlagen und dem Wintersport”, sagt Kramer.

Testspiel gegen FSV Zwickau findet nicht in Auerbach statt

Das für Samstag, 14 Uhr, geplante Testspiel des VfB Auerbach gegen den FSV Zwickau kann nicht im Vogtland stattfinden. Erste Versuche, den Platz zu räumen, gingen schief. Die Schneedecke ist einfach zu hoch und der Schnee zu schwer. „Es liegen im Moment 35 Zentimeter Schnee auf dem Platz“, sagte VfB-Manager Volkhardt Kramer am Mittwochabend. „Und es kommt über Nacht noch mehr dazu.“ Der VfB Auerbach hat aufgrund dessen mit dem FSV Zwickau gesprochen und darauf geeinigt, alle Bestrebungen auf eine Spielaustragung in Zwickau im Westsachsenstadion zu konzentrieren. In Auerbach kann auf jeden Fall nicht gespielt werden.

Unabhängig davon bittet der VfB noch immer um Hilfe, den Diesterweg-Sportplatz zu räumen. Von Donnerstagvormittag an soll eine kleine Spielfläche freigeräumt werden. Dazu sind Helfer gern willkommen. Das Regionalliga-Team weilt von Donnerstag bis Sonntag im Trainingslager in Schöneck.

Wintereinbruch im Vogtland: VfB braucht Helfer

Land unter – oder besser gesagt: Schnee über. Der VfB Auerbach wurde vom heftigen Wintereinbruch am Mittwoch hart erwischt. Das VfB-Stadion liegt unter einer dicken Schneedecke. An Fußballspielen ist vorerst nicht zu denken. Auch nicht am Samstag, wenn das Testspiel gegen den FSV Zwickau, 14 Uhr, anstehen soll. „Im Stadion können wir nicht spielen. Ein Präparieren des Platzes ist unmöglich“, sagt Volkhardt Kramer. Angesichts der Schneemassen hätte auch nicht die „Auerbacher Rasenheizung“, die 80-Euro-Plane aus dem Baumarkt, nicht viel geholfen.

Damit ist klar: Das Spiel kann nur auf dem Sportplatz an der Diesterweg-Schule stattfinden. Aber auch dort liegt im Moment Schnee. Viel Schnee. „Wir versuchen nun alles, den Kunstrasenplatz an der Diesterwegschule freizubekommen“, sagt Kramer und hat eine Bitte: „Dafür benötigen wir unbedingt die Unterstützung von freiwilligen Helfern.“ Der Fanclub hat dazu schon aufgerufen. Seit Mittwoch, 16 Uhr, arbeiten bereits Helfer auf dem Platz. Die Räumarbeiten setzen sie am Donnerstag und Freitag fort, um das Spiel austragen zu können. Jeder der helfen will ist herzlich willkommen.

Allerdings überrascht der Wintereinbruch die Fußballer nur am Rande. Dass im Vogtland stets etwas mehr und länger Schnee liegt, ist bekannt. “Wir werden nicht immer bei so guten Bedingungen spielen”, sagte VfB-Coach Sven Köhler beim Hallenturnier in Zwickau. Die Trainingseinheiten am Montag und Dienstag fanden allerdings auf dem hervorragend präparierten Kunstrasen statt. Damit dieser bald wieder schneefrei und fürs Training nutzbar ist, hofft der VfB auf große Unterstützung.

VfB startet voller Energie ins neue Jahr

Nun ist es endlich soweit: Die Weihnachtspause ist vorüber, das Regionalliga-Team hat die Pause beendet – und auch schon die Hallenturnier-Zeit. Das Team von Trainer Sven Köhler trainiert seit Montagabend wieder unter freiem Himmel. Was gibt es Neues? Wir stellen die wichtigsten Fragen zur Vorbereitung auf die Regionalliga-Frühjahresserie zusammen.

 

Was macht die Mannschaft nun?

Zunächst natürlich trainieren, trainieren, trainieren! Schon am Montag mussten die Auerbacher Spieler ordentlich schwitzen. Die Grundlagenausdauer für eine sicherlich lange und beschwerliche Regionalliga-Serie sollen gelegt werden. Der VfB will im Sommer den Klassenerhalt feiern. In den nächsten Tagen ist somit die Trainingsintensität hoch. Doch die VfB-Jungs trainieren nicht nur, sondern spielen auch. Mindestens drei Testspiele stehen an, bis der Regionalliga am 2. Februar theoretisch mit dem Nachholspiel gegen den FC Rot-Weiß Erfurt starten soll. Ob das Wetter dies zulässt, ist natürlich im Moment noch ungewiss.

Die Testspiel sind folgenden:

Samstag, 12. Januar, 14 Uhr: VfB Auerbach – FSV Zwickau (VfB-Stadion oder Diesterweg-Sportplatz)

Samstag, 19. Januar, 13 Uhr: VfB Auerbach – FC Inter Leipzig (VfB-Stadion oder Diesterweg-Sportplatz)

Samstag, 26. Januar, 14 Uhr: VfB Auerbach – Dynamo Dresden Perspektivteam (VfB-Stadion oder Diesterweg-Sportplatz).

 

Gibt es Abgänge?

Wie angekündigt, kommt es zu personellen Veränderungen während der Winterpause. Es war bereits absehbar, dass der VfB durchaus Spielern die Chance geben würde, die zu wenigen Einsätzen kamen, eine neue Herausforderung zu suchen. Dies tat Kilian Müller, der nach Stuttgart wechselt. Anders liegt der Fall bei Florian Mielke, der arbeitsbedingt nach Berlin wechselt. “Der Wechsel ist ärgerlich”, sagt VfB-Coach Sven Köhler. “Wir haben mit ihm im Sommer ein Experiment gewagt.” Mielke wechselte als Landesliga-Torjäger nach Auerbach, kam nach und nach aber immer besser zum Zug und gehörte zum Schluss öfter zur Startelf. “Wir haben ein halbes Jahr hart daran gearbeitet und Florian war noch nicht am Ende seiner Leistungsfähigkeit angelangt. Daher wäre sein Weg bei uns noch nicht vorüber gewesen.” Er musste den Verein trotzdem verlassen – da es eben auch ein Leben außerhalb des Fußballs gibt. Ebenfalls Abwanderungsgedanken hegt Arlind Shoshi. “Ich gehe nicht davon aus, dass ich nach der Winterpause weiter für Auerbach spiele”, sagt er. Er sucht nach einer neuen Herausforderung.

 

Kommen neue Spieler?

Einer ist eigentlich schon da – und zwar ein richtig guter: Daniel Tarczal. “Für mich ist er ein gefühlter Neuzugang”, sagt Sven Köhler zu seinem Rückkehrer, der nach einer Knie-Verletzung komplett wieder zurück ist. Zurück und fit. “Er ist auf dieser Position ein ganz wichtiger Spieler für uns”, sagt Köhler und freut sich auf den zentralen Mittelfeldspieler, der in der Rückserie 2018 eine zentrale Stütze war, um den Klassenerhalt zu sichern. Das soll er auch diesmal tun – mit seiner Routine und spielerischen Fähigkeiten. Aber trotzdem gilt: “Wir haben rein von der Spielerzahl Bedarf”, sagt Köhler. Ein heißer Kandidat ist Josef Ctvrtnicek. Der 28-Jährige ist Stürmer, spielte bislang in Tschechien. Er könnte Florian Mielke ersetzen. “Die Chancen stehen gar nicht so schlecht”, sagt Köhler, den der bullige Angreifer in den zwei Trainingseinheiten, die er bislang mit der Mannschaft absolviert hat, überzeugte. In den nächsten Tagen soll daher die Entscheidung fallen, ob er nach Auerbach wechselt oder nicht.

Daneben hält der VfB die Augen offen – vor allem nach Spieler, die bei ihren aktuellen Vereinen unzufrieden sind oder die ihr Verein abgeben möchte. “Wir haben in der Vergangenheit gemerkt, dass es nicht immer leicht ist, Spieler vom Standort Auerbach zu überzeugt”, sagt Köhler. Doch: “Alle, die dann aber zu uns kamen, waren zufrieden.” Darauf hofft er nun auch. Insgesamt sollen zirka zwei bis drei Neuzugänge nach Auerbach wechseln.

 

previous arrow
next arrow
Slider

Herzschlagfinale bringt VfB II das Finale

Mit einem Herzschlagfinale hat der VfB Auerbach II das Finale um den Hallenpokal der „Freien Presse“ erreicht. Das Team von Trainer Kevin Hampf zog nur dank eines Ausrutschers des Zwischenrunde-Favoriten FSV Treuen ins Finale des prestigeträchtigen Turniers ein. Zwischenzeitlich waren die Auerbacher Chancen auf ein Ticket für das Finale am 19. Januar in Plauen auf ein Minimum gesunken.

Denn in der Zwischenrunde ergab sich schnell ein klares Bild: Der FSV Treuen, der ESV Lok Plauen und der VfB waren die stärksten Teams und spielten um die beiden Startplätze im Finale. Während Lok gegen Treuen gewann, siegte der FSV gegen Auerbach, der VfB hingegen gegen Lok. Damit kam schnell alles auf das Torverhältnis ankam. Zumindest meinten das alle. Doch dann entwickelte sich das Turnier zu einem echten Krimi. Einem Fernduell zwischen Auerbach und Treuen. Der VfB leistete sich einen völlig unnötigen Ausrutscher gegen den SSV Bad Brambach. Der spätere Turniervierte trotzte dem Vogtlandliga-Team ein 2:2-Unentschieden ab. Da nicht davon auszugehen war, dass Treuen ebenso gegen Bad Brambach patzen würde, herrschte im Auerbacher Lager eine betrübte Atmosphäre.

Die lockerte sich aber schnell wieder, als Bad Brambach tatsächlich die zweite Sensation in Serie gelang – und der SSV mit 2:1 gegen Treuen gewann. Damit war klar: Der VfB musste unbedingt gegen den VfB Plauen Nord im letzten Spiel gewinnen, um sicher weiterzukommen. Nord hatte bis dahin nur drei Punkte geholt, war also Außenseiter. Letztlich souverän löste Auerbach die Aufgabe und siegte mit 5:2. Der Einzug ins Finale stand fest. „Am Ende war es glücklich, aber nicht unverdient“, sagte VfB-Spieler Tommy Tuschinski, der das Turnier verletzt von der Tribüne anschauen musste.

Triumph in Zwickau: VfB holt Torjägerkrone und Silber

Der VfB Auerbach hat ein Jahr nach der Schmach beim ZEV-Hallenmasters Wiedergutmachung betrieben: Nach dem kläglichen Aus in der Vorrunde am Jahresbeginn 2018 überraschte der VfB diesmal alle und zog ins Finale des hochkarätig besetzten Turniers ein. Im Finale befand sich der VfB sogar schon in einer guten Ausgangslage, dem großen Favoriten FSV Zwickau nochmals ein Bein zu stellen. Der Führungstreffer von Danny Wild sorgte dafür, dass der FSV sich an die Vorrundenniederlage erinnert sah. Doch ein unnötiger Wechselfehler – und die zwei Minuten Unterzahl als Folge – brachten Zwickau wieder ran. Das Spiel kippte, Auerbach verlor. „Das ist natürlich ärgerlich“, sagte Wild nach der 2:5-Niederlage. „So einen Fehler hätten wir uns in der Vorrunde erlauben können, aber nicht ausgerechnet im Finale.“

Dennoch zogen die Auerbacher ein positives Fazit: „Wir haben das Ziel, was gesteckt haben, erreicht“, sagte Marc-Philipp Zimmermann, der sich die Torjägerkrone des Turniers holte. Er traf fünfmal – dreimal davon in der Vorrunde gegen den FSV Zwickau, zweimal im Halbfinale gegen den Chemnitzer FC, den der VfB durchaus verdient mit 3:1 besiegte und für die Turnierüberraschung sorgte. Das Vorrundenspiel gegen Dynamo Dresdens Perspektivteam gewannen die Vogtländer ebenso – und zeigten, dass sie durchaus ein Hallenteam sind. „Wir haben einige Hallenspieler in unseren Reihen“, sagte VfB-Coach Sven Köhler. Auch er selbst habe als Spieler immer Hallenturnier gemocht. „Ich hatte immer Spaß bei Hallenturnieren. Die engen Räume machen den Reiz aus.“

Sein Team setzte seine Forderungen während des stimmungsvollen Hallenmasters auch um: „Die Mannschaft soll Spaß haben, wir wollen aber trotzdem etwas erreichen und vor allem verletzungsfrei bleiben.“ Nur ein Spieler musste zuschauen: Thomas Stock passte allerdings bereits vor dem Turnier. Ihm zwickte es an der Leiste, sodass er das Turnier nur von der Tribüne aus verfolgen konnte.

Eine Vorsichtsmaßnahme, denn schon am Montag geht es raus aus der Halle und unter freien Himmel. Sven Köhler ruft sein Team zum Freiluft-Trainingsauftakt. Nicht mehr dabei sind Florian Mielke und Kilian Müller, die den Verein verlassen haben. Dafür sollen zwei bis drei Spieler hinzukommen. „Wir sondieren den Markt, haben aber schon in der Vergangenheit gemerkt, dass es gar nicht so einfach ist, Spieler nach Auerbach zu holen“, sagt Köhler. Vielleicht war der Erfolg bei den ZEV-Hallenmasters auch ein Zeichen: In Auerbach kann erfolgreich und attraktiv höherklassig Fußball gespielt werden.