VfB testet am Samstag im VfB-Stadion

Ein Unentschieden, das Mut macht – so kann das Fazit nach dem Spiel des VfB gegen den Halleschen FC überschrieben werden. VfB-Trainer Sven Köhler sagte deshalb nicht ohne Grund: „Für uns ist das 2:2 ein kleines Erfolgserlebnis.“ Nach den Spielen gegen Chemnitz und Plauen, die beide nicht unbedingt befriedigend endeten, war das Unentschieden gegen das Drittliga-Spitzenteam ein Schritt in die richtige Richtung.

Dieser Weg soll nun fortgesetzt werden. Am Samstag, 15.30 Uhr, trifft der VfB auf den Oberligisten FC International Leipzig. Das Spiel findet im VfB-Stadion statt. Damit kommt es zu einer Änderung: Denn das mit Spielort Schöneck angesetzte Testspiel VfB Auerbach – Internationale Leipzig wurde kurzfristig von Schöneck ins VfB-Stadion umgelegt. Auf dem Rasenplatz in Schöneck sind auf Grund der Witterungsbedingungen einige Schäden entstanden. Im Interesse des Erhalts der Platzanlage erfolgte die Verlegung nach Auerbach. Bein Spiel gilt der einheitliche Eintrittspreis von 5 Euro.

„Wir wollen unseren Rhythmus finden“, sagt Sven Köhler zur Partie gegen das Oberliga-Spitzenteam. Zwei Wochen später geht es an selber Stelle zur Sache. Dann trifft der VfB im ersten Regionalliga-Spiel auf den Aufsteiger FC Lichtenberg.

VfB erzielt Unentschieden gegen Drittliga-Spitzenteam

VfB Auerbach – Hallescher FC 2:2 (2:2)

Der VfB Auerbach hat am Dienstagabend ein 2:2-Unentschieden gegen den Halleschen FC erreicht. In einer flotten Partie zeigten die Vogtländer vor 380 Zuschauern vor allem im ersten Abschnitt eine gute Leistung – und führte nach 26 Minuten nach einem Doppelpack von Marc-Philipp Zimmermann sogar mit 2:1 (22./26.). Guttau hatte die Gäste zuvor in Führung gebracht (18.). „Bis auf die ersten fünf Minuten können wir mit der ersten Halbzeit sehr zufrieden sein“, sagte VfB-Coach Sven Köhler über die erste Halbzeit. „Es war nur schade, dass unsere Führung nicht lange gehalten hat.“ Denn nur zwei Minuten nach dem 2:1 traf Nietfeld für den HFC zum 2:2. Zu diesem Zeitpunkt war in der sehenswerten Partie keinesfalls absehbar, dass es sich um den Schlusspunkt handeln würde. Denn auch nach der Pause zeigten beide Teams ein beherztes Spiel – Halle dominierte spielerisch, Auerbach setzte kämpferisch dagegen. Was beide einte: Sie nutzten ihre Chancen nicht. Auerbach hatte zwei Großchancen, Halle vier. „In den Punktspielen bekommst du nicht so viele Hochkaräter“, sagte HFC-Co-Trainer Michael Hiemisch, der seinen Chef Torsten Ziegner vertrat. „Daher muss du die Chancen kaltschnäuziger nutzen. Wir sind mit dem 2:2 nicht zufrieden.“ Hingegen nimmt Auerbach durchaus Selbstvertrauen aus dem Spiel mit. „Ein 2:2 gegen einen solchen Gegner gibt uns Kraft für die nächsten Wochen“, sagte Köhler. Auerbach testet am Samstag, 15.30 Uhr, in Auerbach gegen Oberligist FC International Leipzig.

Drei Berliner Teams zum Regionalliga-Start

Der VfB Auerbach bekommt es in der Fußball-Regionalliga am ersten Spieltag gleich mit einem Aufsteiger zu tun. Die Vogtländer treffen am Wochenende des 27./28. Juli auf den SV Lichtenberg 47, dem Meister der Oberliga-Nord. Das erste Auswärtsspiel – am Mittwoch, 31. Juli – führt die Auerbacher ebenfalls nach Berlin: Bei der VSG Altglienicke müssen sich die Jungs von Trainer Sven Köhler beweisen. Die Berliner Auftaktwochen schließt das Heimspiel gegen Lieblingsgegner Hertha BSC II am 3./4. August ab. Allerdings sitzt bei der Hertha nicht mehr Ante Covic auf der Bank. Der ist mittlerweile zum Bundesliga-Trainer aufgestiegen. Für Auerbach geht es mit dem Auswärtsspiel in Erfurt, dem Heimspiel gegen Drittliga-Absteiger Cottbus und dem zweiten Wochentagsspiel, dem Heimspiel gegen Lok Leipzig (28. August) weiter. Der letzte Hinrundenspieltag ist das Auswärtsspiel in Halberstadt am 1. Dezember, zwei Wochen später folgt das letzte Spiel des Jahres mit dem Heimspiel gegen Altglienicke. Die Saison geht am 2. Februar mit dem Auswärtsspiel in Berlin (Hertha BSC II) weiter und endet am 16. Mai mit dem Heimspiel gegen Halberstadt. Als Saisonziel strebt der VfB den Erhalt der Regionalliga an. Die konkreten Spieltermine werden auf der Staffeltagung in den nächsten Wochen fixiert.

Der VfB muss nur kurz zittern

Der VfB Auerbach schlägt in seinen Geschichtsbüchern gleich ein komplett neues Kapitel auf: Die B-Junioren des VfB besiegten am Sonntagmittag die Reinickendorfer Füchse Berlin mit 5:3 im Rückspiel der Aufstiegsrelegation zur Regionalliga. In Addition mit dem 3:0-Sieg aus dem Hinspiel ist klar: Der VfB spielt erstmals in seiner Vereinsgeschichte mit einem Nachwuchsteam in der Regionalliga. Und die ist im Nachwuchs zweitklassig. „Wir sind unglaublich stolz auf das Geleistete“, sagte VfB-Coach Toni Seidel nach dem Spiel in Berlin.

Zusammen mit seinem Co-Trainer Stiev Glaß hatte er die richtigen Worte für sein Team gefunden. Bereits am Samstag war der VfB nach Berlin gereist. Die professionelle Vorbereitung lohnte sich. Denn trotz des 3:0-Vorsprungs aus dem Hinspiel handelt es sich um Juniorenfußball – und in den Relegationsspielen der vergangenen Wochen gab es genau da im Rückspiel riesige Überraschungen: So holte der Chemnitzer FC (U19) einen 1:4-Rückstand noch auf. Eine solche Sensation wollte Auerbach unbedingt vermeiden. Und statt einer Zitterpartie wurde es zwar kein Spaziergang, aber letztlich eine entspannte Angelegenheit. Der Grund heißt Jonas Unger. Schon nach einer Minuten netzte er erstmals ein. Damit waren alle Hoffnungen der Berliner vorerst einmal kaltgestellt. „So ein frühes Tor war für uns natürlich ein super Start“, sagt Jan Max Denschel, der Kapitän und Torhüter. Doch einen ruhigen Tag erlebte er trotzdem nicht. Reinickendorf gab sich nicht geschlagen – selbst nicht nach zwei weiteren Unger-Treffern (23./27.). Ein lupenreiner Hattrick! Nach einer halbe Stunde verkürzten die Füchse. Doch hätten sie noch sechs Treffer nachlegen müssen. Aber danach sah es überhaupt nicht aus, weil Auerbach sich selbst nicht vom 3:3-Ausgleich aus der Ruhe bringen ließ (44./58.) und seine Chancen nutzte. Luca Bodenbinder mit einem Doppelpack (67./69.) brachte den VfB zurück ins sichere Fahrwasser. „Sie hätten dann noch sieben Stück schießen müssen“, sagt Denschel. „Da war uns klar, dass das nicht mehr passiert. Ein geniales Gefühl.“ Und so feierten die Auerbacher Aufstiegshelden im Anschluss an die Partie mit den über 50 mitgereisten VfB-Fans. Der Kapitän lobt indes sein Team: „Es ist geil, was die Mannschaft geleistet hat.“ Eine kleine Feier gab es am Sonntag auch noch. „Aber da am Montag wieder Schule ist, fahren wir natürlich rechtzeitig wieder heim“, so der Kapitän. „Aber die richtige Aufstiegsfeier kommt noch.“

Aufstiegsrelegation: Die Ruhe vor dem Sturm

Fast eine Woche liegt es zurück, doch noch immer sind die Eindrücke frisch: Das Hinspiel der Aufstiegsrelegation zur Regionalliga bei den B-Junioren am Sonntag war ein Höhepunkt in der Vereinsgeschichte des VfB Auerbach. Über 400 Zuschauer waren auf den Waldsportplatz Beerheide gekommen. „So viele Zuschauer – das habe ich in 40 Jahren beim VfB Auerbach bei einem Jugendspiel noch nicht erlebt“, sagt VfB-Manager Volkhardt Kramer. Und noch etwas ist historisch: Durch den 3:0-Sieg der U17 ist der Sprung in die Regionalliga zum Greifen nahe. Am Sonntag, 12 Uhr, steigt in Berlin das Rückspiel. Auerbach könnte sich also sogar eine 0:2-Niederlage leisten und wäre trotzdem in der nächsten Saison zweitklassig. Das gab es beim VfB zuvor noch nie – weder im Männer- noch im Nachwuchsbereich.

Vermutlich deshalb ist die Anspannung vor dem Rückspiel bei den Reinickendorfer Füchsen so groß. Die Mannschaft reist bereits am Samstag an, um eine optimale Vorbereitung zu gewährleisten. Eine Übernachtung vor dem Auswärtsspiel in Berlin – das macht selbst das Regionalliga-Team der Männer nicht. „Wir fahren in aller Ruhe nach Berlin und schauen uns einen Tag vorher schon einmal alles an“, sagt VfB-U17-Coach Toni Seidel. Beim Abendessen wartet dann auf seine Jungs die Vorbesprechung auf die Partie. „Wir sind gut vorbereitet“, sagt er. Zumal sind alle Spieler an Bord. Der Saisonhöhepunkt will keiner verpassen.

Die Ruhe vor dem Sturm ist womöglich auch gar nicht einmal so schlecht. Denn am Sonntag erwartet die Vogtländer sicherlich wieder ein heißer Kampf. Die Emotionen dürfen wieder – wie schon in der Schlussphase des Hinspiels – sieden. „Wir haben diese Woche viel darüber gesprochen“, sagt Seidel. „Es war bei allen Spielern spürbar, dass sie wissen, um was es geht. Es wird ein heißer Tanz.“ Wohl auch sportlich, denn das deutliche 3:0 täuscht etwas über den wahren Spielverlauf hinweg. So klar auseinander waren beide Teams nicht, die Berliner brachen in den Schlussminuten nur auseinander, der VfB nutzte dies eiskalt. Genauso eiskalt muss der VfB auch im Rückspiel bleiben – das ist zumindest die Trainervorgabe. „Dafür gibt uns das Hinspiel viel Kraft. Wir wissen, dass Berlin kommen muss – und wir sind für den einen oder anderen Konter gut“, sagt Seidel. Etwas Steigerungsbedarf gibt es dabei im körperlichen Bereich: Der Berlin-Meister ist den Auerbacher Jungs darin voraus. „Körperlich sind sie uns überlegen“, so Seidel. Seine Jungs müssen wohl über sich hinauswachsen – im wahrsten Sinne des Wortes. Aber: „Technisch und spielerisch sind wir definitiv nicht schlechter.“ Es scheint also alles vorbereitet.

Auch schon der nächste Schritt? Was passiert, sollte es am Sonntag tatsächlich mit dem Aufstieg klappen? „Eine Feier haben wir noch nicht geplant“, sagt Seidel. „Wir wollen darüber auch gar nicht reden, sondern erst einmal Fußball spielen. Sollten wir es schaffen, finden wir schon eine Idee.“ Rein sportlich wäre der Aufstieg für den VfB Auerbach reizvoll. Und organisatorisch? Ein Kraftakt. Auerbach ist – im Gegensatz zu den meisten möglichen Konkurrenten in der Regionalliga – kein Leistungszentrum. Alles wird ehrenamtlich organisiert. „Toni Seidel als Nachwuchsleiter und Michael Stöhr als Vorstandsmitglied mit dem Aufgabenbereich Nachwuchs leisten schon viel“, sagt Volkhardt Kramer. „Aber auch sie wissen, dass dann noch etwas mehr auf sie zukommt.“ Kramer hofft dann auf noch mehr Unterstützung für den Auerbacher Nachwuchs. Sponsoren sollen dabei helfen, den Mehraufwand abzudecken. Mehr Aufwand gibt es allein schon aufgrund der Lizenzbedingungen – mit Plätzen und Trainerlizenzen. Und der Erfolg der B-Junioren soll schließlich auch keine Eintagsfliege bleiben. „Es macht nur Sinn, wenn wir dies weiterführen – in allen Mannschaften.“ Und dafür bedarf es größerer Unterstützung. Allerdings mit Augenmaß, betont Kramer. „Uns darf nicht dasselbe passieren wie Borea Dresden“, verweist er auf den ehemaligen Konkurrenten aus der Oberliga, der eine hervorragende Nachwuchsarbeit leistete, aber den Erfolg im Männerbereich vernachlässigte. Es folgten Abstieg auf Abstieg – und darunter litt am Ende auch der Nachwuchsfußball. „Sie haben sich am Nachwuchs überhoben“, analysiert Kramer. „Wir müssen weiterhin Rang und Reihenfolge beachten. Das Regionalliga-Team der Männer bleibt das Aushängeschild.“ Auch wenn die B-Junioren dem Köhler-Team an diesem Wochenende womöglich für kurze Zeit den Rang ablaufen. Zumindest für ein paar Tage.

Überraschender Triumph – am Ende stehen die E-Junioren ganz oben

Während es das Regionalliga-Team in Sachen Punktspiele noch etwas ruhiger angehen lässt, ist im Nachwuchsbereich derzeit viel los. Die Saison ist zum Teil zu Ende, bei den B-Junioren steht der VfB vor dem größten Erfolg in der Vereinsgeschichte. Aber nicht nur die älteren Jahrgänge sorgen derzeit für Furore. Die E-Junioren haben sich mit einem sensationellen Ergebnis in die Sommerpause verabschiedet. Bei der privat organisierten Turnierreihe mit den beste Nachwuchsteams der Altersklasse aus Mitteldeutschland hat der VfB eine riesige Überraschung hingelegt. Beim Abschlussturnier der Reihe ging der Pokalsieg beim Heimturnier nach Auerbach. „Ein besseres Drehbuch hätte es nicht geben können“, sagte VfB-Coach Jörg Möckel. „Der Turniersieg ist das i-Tüpfelchen auf die erfolgreiche Saison.“

Denn die überregionale Turnierrunde fand in Auerbach am Samstag ihren End- und Höhepunkt. Im Vorfeld des Turniers hatten die teilnehmenden Teams bereits in Heim- und Auswärtsspielen von August bis Mai gegeneinander gespielt, nun fand zum Abschluss ein gemeinsames Turnier statt – in Auerbach. „Dass wir das Turnier bei uns durchführen konnten, war die großen Hilfe der Stadt und der Unterstützung der Eltern zu verdanken“, sagt Möckel. „Ohne sie hätten wir es nicht geschafft.“

Bei der Endrunde in Auerbach nahmen dann also die Spitzenteams des FC Carl Zeiss Jena, Cordial-Cup-Sieger VfB Fortuna Chemnitz, Lok Leipzig, die SpVgg Bayern Hof und der Reichenbacher FC teil. Der FSV Zwickau und der FC Erzgebirge Aue hatten ihre Teilnahme absagen müssen, weil sie noch in den Punktspielen stehen. Dennoch: „Über das Jahr hinweg hatte sich bereits angedeutet, dass der Modus eine Bereicherung für das Wettkampfjahr ist“, sagt Möckel. Es gab viele knappe Spiele, in denen die Kinder bereits eine hohe fußballerische Qualität auf dem Platz zeigten. Auch bei der Endrunde.

Bei optimalen Bedingungen – es war noch nicht zu heiß auf dem Diesterwegsportplatz – ging der VfB nicht unbedingt als Turnierfavorit ins Rennen. „Wir hatten einige Stammspieler zu ersetzen“, sagt Möckel. „Aber die Mannschaft ist über sich hinausgewachsen.“ Das lag wohl auch daran, weil der VfB gut ins Turnier kam. Gleich das erste Spiel war eins zum Staunen. Gegen Fortuna Chemnitz legten die Auerbacher ein Spiel hin, das das Team selten zuvor gezeigt hatte. „Wir haben Chemnitz nach allen Regeln der Kunst ausgespielt“, so der Coach. Mit Kurzpassspiel und in hohem Tempo besiegten sie die Chemnitzer mit 2:0. Und der Sieg hätte noch deutlich höher ausfallen können. Möckel: „Wenn es überhaupt etwas an diesem Spiel zu kritisieren gibt, dann die Chancenverwertung.“

Das zweite Spiel war dann schon entscheidend: Da sich die Auerbacher vorgenommen hatten, einen Medaillenplatz zu erreichen, musste gegen Hof ein Erfolg her. Nur mit drei Punkten wäre die Chance auf einen der vorderen Plätze noch realistisch gewesen. Und es klappte – mit einem 1:0-Sieg. „Taktisch hat die Mannschaft umgesetzt, was wir geplant hatten. Unser Plan ist wunderbar aufgegangen.“ Mit dem Hofer Nachwuchs hatte sich der VfB bereits öfter die Kräfte gemessen, doch stets endeten die Spiele mit einem Unentschieden. Diesmal sprang mit etwas Glück ein 1:0 heraus.

Anders verlief das dritte Gruppenspiel der Auerbacher: Lok Leipzig beherrschte den VfB und gewann verdient mit 2:0. „Sie waren in diesem Spiel besser als wir“, sagte Möckel. Lok war damit auf dem Weg zum Turniersieg. Der VfB behielt zwar nach einem eindeutigen Spielverlauf gegen den Reichenbacher FC (4:0) alle Trümpfe weiter in der Hand, doch war damit nur der dritte Platz sicher. „Unser Ziel hatten wir damit schon erreicht“, jubelte der VfB-Coach.

Im letzten Gruppenspiel ging es dann noch um den zweiten Platz – zumindest gedanklich, denn Lok schien uneinholbar. Während der VfB gegen den FC Carl Zeiss Jena personell auf der letzten Rille lief, waren die Thüringer mit 16 Spielern angereist und wechselten durch. Doch diesmal begeisterten die Auerbacher durch die Stärke, die sie schon die gesamte Saison lang ausmachen: die mannschaftliche Geschlossenheit. Möckel erklärt: „Jeder Auswechselspieler hat in die Mannschaft gefunden. Es war ein Sieg der Moral und eine starke Mannschaftsleistung. Taktisch hat die Mannschaft für ihr Alter hervorragend gespielt.“ Mit 1:0 hatte der VfB die Nase vorn – und damit zwölf Punkte. Damit hatte der VfB im Spieljahr gegen jedes Leistungszentrum mindestens einmal gewonnen. Und der Sieg gegen Jena bedeutete sogar noch mehr als nur Platz 2: „Womit ich gar nicht gerechnet habe, ist dass wir das gesamte Turnier gewinnen würden“, sagt Möckel. Doch dank der Schützenhilfe der SpVgg Bayern Hof, die Lok Leipzig ein Unentschieden abtrotzten, stand der VfB am Ende ganz oben auf dem Treppchen. Die Freude war riesengroß. Auch beim Trainer: „Es war ein Erfolg, der nur über die geschlossene Mannschaftsleistung zustandekam. Bei uns gibt es keine Stars, sondern die Mannschaft ist der Star. Alle Spieler – von eins bis zehn – sind gleichwertig.“

Und mit diesem Erfolg gehen die jungen VfB-Spieler mit einem guten Gefühl in ihre wohlverdiente Sommerpause.

Gute Ausgangslage für das Rückspiel

VfB Auerbach – Füchse Berlin Reinickendorf 3:0 (1:0)

 

Die B-Junioren des VfB Auerbach stehen unmittelbar vor dem ganz großen Coup. Im Hinspiel der Relegation um den Aufstieg in die zweitklassige Regionalliga haben die Vogtländer mit drei Toren die Nase vorn gehalten. Ein Ergebnis, das für das Rückspiel in einer Woche am Sonntag, 12 Uhr, Hoffnung macht, dass die U17 den größten Nachwuchs-Triumph in der Vereinsgeschichte feiern könnte.

Dabei gilt aber auch das Hinspiel gegen die Reinickendorfer Füchse als Warnung. Denn so viel schwächer waren die Gäste nicht. In einer engen Partie vor deutlich über 400 Zuschauern – unter ihnen auch die lautstarke UnitA-Fangruppierung – lieferten sich beide Seiten einen engen Schlagabtausch. Nach der Pause drehte der VfB auf und kam zu drei Treffern – zwei davon in der Schlussphase, als sie die Gäste unsortiert erwischten. Am Ende war es ein verdienter Erfolg für die Vogtländer.

„Das 3:0 ist eine sehr guten Ausgangsposition“, sagt VfB-Coach Toni Seidel. „Aber ist es noch kein Grund zum Jubeln. Die Jungs werden die Woche hoch konzentriert im Training arbeiten und sich optimal auf das Rückspiel vorbereiten.“ Die Mannschaft reist schon am Samstag nach Berlin, um optimal vorbereitet in das Spiel am Sonntag zu gehen. „Ein ganz großes Dankeschön geht an die vielen Zuschauer, es war ein riesiges Erlebnis für die Jungs“, ergänzte Seidel.

Zudem wird es zum Rückspiel einen Fanbus mit 50 Plätzen nach Berlin geben. Nähere Informationen folgen zu Wochenbeginn. Toni Seidel sagt dazu: „Wir hoffen, dass uns viele Zuschauer mit nach Berlin begleiten, um die Jungs zu unterstützen.“

Statistik

Tore: 1:0 Unger (60.), 2:0 Bodenbinder (80.+2), 3:0 Glaß (80.+4).

Auerbach: Denschel – Leidel, Todt, Voigt, A. Kramer, Glaß, Vogel, Seidel, Unger, V. Kramer (80.+2 Müller), Meinel (79. Bodenbinder).

Schiedsrichter: Wartmann (Großvargula).

Zuschauer: 421.

Das größte Nachwuchsspiel der Vereinsgeschichte

Das bislang größte Nachwuchsspiel in der Vereinsgeschichte des VfB Auerbach findet am Sonntag, 12 Uhr, auf dem Waldsportplatz in Beerheide statt. Die B-Junioren des VfB bestreiten das Relegationsspiel zur Regionalliga gegen die Füchse Berlin Reinickendorf. Im Falle eines Aufstiegs würden die Auerbacher erstmals in ihrer Vereinsgeschichte zweitklassig in einem Nachwuchsjahrgang spielen. Vor dem Hinspiel herrscht beim VfB bereits Vorfreude. „Wir freuen uns“, sagt U17-Trainer Toni Seidel. „Es ist keine negative Anspannung, sondern volle Konzentration.“

Denn die Auerbacher wollen eine Woche nach der Landesmeisterschaft nun noch das i-Tüpfelchen setzen. Eben mit einem historischen Aufstieg. Allerdings ist der Gegner eben keine Laufkundschaft. Eher das Gegenteil ist der Fall. Die Reinickendorfer Füchse gelten als einer der erfolgreichsten Nachwuchsspieler-Schmieden der Republik. Der Verein hat sich vor allem der Ausbildung junger Spieler verschrieben. Kevin-Prince Boateng oder Thomas Häßler sind nur zwei bekannte Namen, die die Reinickendorfer in ihrer Spielerbiografie stehen haben. Vielleicht ist auch ein Star von morgen im aktuellen U17.

Aber eventuell auch im VfB-Kader. Denn Auerbach hat sich nun auch offiziell zum Ziel gesetzt, die erfolgreiche Nachwuchsarbeit noch stärker im Männerbereich fortzusetzen. Das mittelfristige Ziel: Die Hälfte des Regionalliga-Teams soll aus eigenen Spieler bestehen. „Die gute Arbeit der Nachwuchstrainer in der U17 und U19 macht nur Sinn, wenn sich dies auch in den Männerteams fortsetzt“, sagt VfB-Manager Volkhardt Kramer. Die Verpflichtung von Jan Max Denschel, Pascal Sauer und Jan Luderer im Regionalliga-Kader sind ein erster Zeichen. Mit Thomas Stock, Albert Löser und André Herold spielen noch drei weitere Auerbacher im Regionalliga-Team. Nun sollen die nächsten folgen – und sich für diese Aufgabe möglichst schon in den höheren Jugendspielklassen vorbereiten. Daher wäre ein Sprung in die U17-Regionalliga wünschenswert. Allerdings: „Wir brauchen weiter Zuwendungen von Sponsoren“, sagt Kramer. „Nachwuchsleistungssport ist nicht nur durch Einzelaktionen zu finanzieren, sondern eine Regionalliga-Mannschaft braucht deutlich mehr Geld als eine Landesliga-Mannschaft. Das muss auch bei unseren Partnern Anerkennung finden.“

Der VfB hat schon einmal die Lizenz für die Regionalliga beantragt – und auch die Zusage erhalten. Das war nur möglich, weil auch die Stadt Auerbach mit dem Bau des Kunstrasenplatzes an der Diesterwegschule war essentiell. Ohne den Platz hätte der VfB keine Lizenz erhalten, auch wenn der VfB den Waldsportplatz in Beerheide als Rasenplatz als Spielstätte angegeben hat. Sollte es tatsächlich mit dem Aufstieg klappen, werden allerdings auch Spiele im VfB-Stadion stattfinden.

Aber das ist alles noch Zukunftsmusik. Die Aufstiegsspiele sind schwer genug. „Wir haben keinen Druck, denn wir arbeiten konzentriert und ruhig weiter“, sagt Toni Seidel. „Wir sind Landesmeister – das nimmt uns keiner mehr. Was jetzt kommt, ist das i-Tüpfelchen.“ Beim VfB sind alle Spieler an Bord. Seidel: „Sie sind fit und heiß.“ Taktisch will er keine Experimente wagen. „Wir spielen unser Spiel – wie immer.“ Und dann will sich der VfB eine gute Ausgangslage für das Rückspiel erarbeiten. „Natürlich wäre es schöner gewesen, wenn wäre erst in Berlin gespielt hätten, aber am Ende ist es egal. Wer aufsteigen will, der muss beide Spiele erfolgreich bestreiten.“ Der Eintritt zum Spiel am Sonntag, 12 Uhr, ist frei. Das VfB-Team würde sich über eine breite Unterstützung freuen.

VfB zeigt sich torfreudig – 14 Stück zum Auftakt

SV Wildenau – VfB Auerbach 0:14 (0:4)

Der VfB Auerbach hat am Freitagabend vor knapp 200 Zuschauern sein erstes Vorbereitungsspiel im Sommer 2019 erfolgreich bestritten. Der Regionalligist besiegte beim fast schon traditionellen Auftakt beim SV Wildenau den gastgebendenen Kreisligisten mit 14:0. Dabei drehte der Viertligist nach der Pause auf und erzielte allein im zweiten Abschnitt zehn Tore. Bester Auerbacher Torschütze war Marc-Philipp Zimmermann, der sechsmal traf, darunter ein lupenreiner Hattrick. Erfreulich ebenfalls war der torreiche Einstand der VfB-Neuzugänge. So traf Maximilian Schmidt dreifach, Hendrik Wurr erzielte einen Treffer. „Es hat heute Spaß gemacht, Fußball zu spielen“, sagte VfB-Coach Sven Köhler. „Auf einem so einem gepflegten Platz zu spielen, ist optimal. Die Mannschaft hat den Ball schon gut laufen lassen. Nur mit der Chancenverwertung in der Anfangsphase bin ich nicht ganz zufrieden.“ Der VfB hätte gut und gerne fünf bis zehn Tore mehr erzielen können.

Womöglich haben sich die Vogtländer aber den Torhunger für den Sonntag aufgehoben. Dann haben die Auerbacher den nächsten Test. Anstoß beim BC Erlbach ist 16 Uhr.

 

Statistik

Tore: 0:1/0:5/0:10/0:11/0:12/0:14 Zimmermann (30./55./78./81./84./90.), 0:2/0:3/0:13 M. Schmidt (35./38./86.), 0:4 Wurr (45.), 0:6 Kadric (57.), 0:7/0:9 Luderer (69./76.), 0:8 T. Sieber (70.).

Auerbach: St. Schmidt – Löser, Sieber, Wurr, Träger – Seb. Schmidt, M. Schmidt, Kadric, Schlosser – Luderer, Zimmermann. – Wechsler: Sieber, Müller, Herold.

Zuschauer: 180.

Schiedsrichter: Markowitz (Zwickau).

VfB schließt die Lücke auf der rechten Abwehrseite

Der VfB Auerbach hat auf den Verlust von Stammspieler Vaclav Heger in der Sommerpause reagiert. Der junge Tscheche versucht sein Glück als Profi-Spieler und hinterließ eine Lücke, über die sich zuletzt auch VfB-Coach Sven Köhler sorgte: „Wir haben auf der rechten Außenverteidigerposition noch Handlungsbedarf“, sagte er. Über die Saison ohne einen weiteren Neuzugang zu kommen, wäre zu gefährlich gewesen – deshalb handelte der VfB nun und verpflichtete Marcel Baude. Der Vertrag des 29-Jährigen war bei Energie Cottbus im Sommer ausgelaufen. Nun heuert er beim VfB an. „Damit ist unsere Personalplanung in Sachen externer Zugänge auch abgeschlossen“, sagte VfB-Manager Volkhardt Kramer.

Mit Baude hat der VfB einen Spieler verpflichtet, der bereits über viel höherklassige Erfahrung verfügt. Über den Chemnitzer FC kam er zum Halleschen FC, später nach Cottbus, wo er in der Aufstiegssaison Stammspieler war. In der Drittliga-Abstiegssaison kam Baude aber nicht mehr im gleichen Maße zum Zuge (drei Drittliga-Spiele). Da bot es sich an, mit seinem früheren Trainer Sven Köhler Kontakt aufzunehmen. Da sich beide noch gut aus gemeinsamen HFC-Zeiten kannten, konnte Köhler seinen früheren Schützling davon überzeugen, nun wieder in seiner Elf zu spielen.

Baude wurde beim Chemnitzer FC fußballerisch ausgebildet und passte mit seiner Vorliebe für die rechte Verteidigerposition optimal ins Auerbacher Profil. „Wir sind im Zentrum ausgesprochen stark besetzt, auf den Seiten haben wir aber nicht so viele Alternativen“, sagt Kramer. „Marcel ist ein schneller Außenverteidiger. Ein Spezialist für die Außenbahn.“

Aber nicht nur sportlich passt Baude ins Profil der Vogtländer: Nach der schwierigen Saison in der 3. Liga will der 29-Jährige seine Zeit in Auerbach sportlich dazu nutzen, wie es mit seiner Karriere weitergeht. Er geht damit den Weg, den zuvor bereits beispielsweise Marcel Schlosser in Auerbach gegangen ist. „Marcel verlagert seinen Lebensmittelpunkt wieder zurück nach Chemnitz, wo er mit seiner Familie lebt“, erläutert Kramer. „Daher hat er einen Verein in der Nähe gesucht, der leistungsorientierten Fußball spielt.“ Und der VfB erhielt den Zuschlag.

„Damit ist aber auch der Deckel drauf“, betont Kramer in Sachen Personalplanung. „Es wird nun nur noch Zugänge aus dem eigenen Verein geben.“ Denn der VfB will den eigenen Talenten, die zuletzt in ihren Ligen für Furore sorgten, eine Chance auf den Sprung in die Regionalliga geben.