Sven Köhler gibt weiter beim VfB die Richtung vor

Da der Handschlag aktuell gerade nicht zeitgemäß ist, haben VfB-Vereinspräsident, Knut Beyse, und der Trainer des Regionalligateams, Sven Köhler, die Fortführung der Zusammenarbeit inzwischen schriftlich fixiert.

Beide Seiten sehen die Vertragsverlängerung als logische Konsequenz der bisher sehr erfolgreich und harmonisch verlaufenen Zusammenarbeit. „Wir freuen uns alle sehr über die Vertragsverlängerung“, sagt VfB-Manager Volkhardt Kramer. „Sven ist ein toller Trainer und ein toller Mensch.“ Zu dieser Einschätzung kommen sowohl die Regionalliga-Mannschaft, als auch alle im Umfeld des Vereins. Kramer: „Sven passt zu 100 Prozent zum VfB.“

Derzeit arbeiten Sven Köhler und Volkhardt Kramer intensiv an der Zusammenstellung des Regionalliga-Teams für die Saison 2020/21. „Der Verlauf der Gespräche empfinden wir als sehr angenehm und auf die aktuelle Situation angepasst weitergehen“, sagte Kramer.

Das VfB-Team plant in den nächsten Tagen auch einen Wiederbeginn des Trainingsbetriebs – ebenfalls angepasst auf die Corona-Situation. In Kleingruppen – und unter Beachtung aller Hygiene-Vorschriften – sollen die VfB-Spieler in den nächsten zwei Wochen bis zum womöglich endgültigen Abbruch der Saison trainieren und danach in die Sommerferien gehen.

VfB unterstützt Antrag für zweigleisige 3. Liga

Der VfB Auerbach schließt sich dem Antrag des Saarländischen Fußball-Verbands auf Initiative des SV Elversberg an, eine zweigleisige 3. Liga zur neuen Saison einzuführen. „Wir tragen diese Sichtweise mit“, teilte VfB-Manager Volkhardt Kramer nach der Video-Konferenz der Nordost-Regionalligisten am Dienstagabend mit. Zwar kamen die Vereine zu keiner Einigung, allerdings scheint der Abbruch der laufenden Saison unmittelbar bevorzustehen. Unter den Folgen hätte – aller Wahrscheinlichkeit nach – vor allem die Regionalliga Nordost zu leiden. Daher sei das Konzept aus Elversberg, das eine zweigleisige 3. Liga mit 18 Klubs vorsieht, der richtige Schritt. „Das würde das Thema entkrampfen“, sagte Kramer. Über den Antrag soll am 25. Mai zum außerordentlichen DFB-Bundestag abgestimmt werden. Unterhalb der zwei 3. Ligen sollen weiterhin fünf Regionalligen erhalten bleiben.

Hilfe für Kühe, Schweine und Co. aus Auerbach

Einen Einsatz der ungewöhnlichen Art hatten VfB-Aufsichtsrat Sören Voigt und Manager Volkhardt Kramer am Dienstag. Zwar hatten sie – ganz Fußballer – auch Gras unter den Füßen. Aber statt einer falschen Neun wie bei den Taktikspielchen auf dem Fußballfeld ging es diesmal um handfeste Arbeit. Eine Ladung Heu hatte Sören Voigt für den Gnadenhof Ellefeld organisiert – und am Dienstag war der Zeitpunkt gekommen, das Futter zu verteilen. Nur was hat das alles mit dem VfB Auerbach zu tun?

Die Frage ist leicht beantwortet. Denn im Anschluss an die Heulieferung stand noch ein kleines, aber wichtiges Detail an: Die Unterschriften unter dem Patenschaftsvertrag musste geleistet werden. Denn der VfB Auerbach nutzt die fußballfreie Zeit nicht dafür, Geld mit virtuellen Spielen zu verdienen, sondern möchte die Aufmerksamkeit auf diejenigen lenken, die in den schwierigen Zeiten der Corona-Pandemie mehr Hilfe benötigen als Sportvereine. Institutionen wie der Gnadenhof in Ellefeld. 137 Tiere – mit teilweise dramatischen Schicksalen – leben auf dem ehrenamtlich geführten Hof. Schon öfters war der Streichelzoo des Gnadenhofs bei Stadionfesten des VfB zu Gast. „Wir hätten dieses Jahr 156 Auftritt gehabt“, sagt Gnadenhof-Leiter Matthias Stark. Bis Corona kam.

Nun sind alle Veranstaltungen abgesagt – und der Verein steht vor erheblichen Problemen. Finanzielle benötigt der Gnadenhof zwischen 2000 und 8000 Euro im Monat. „Im Moment geht es aufgrund der Spenden noch“, sagt Stark. „Aber über das gesamte Jahr wird es finanziell schwer.“ Der VfB wusste über die Nöte Bescheid – und setzt seine Hilfsaktionen während der Corona-Zwangspause beim Gnadenhof fort. Nach Hilfen für VfB-Sponsoren und der Blutspendeaktion im Stadion schließt der VfB nun einen Patenschaftsvertrag mit dem Gnadenhof ab. „Denn wir haben noch nicht unser Heu für dieses Jahr drin“, sagt Kramer mit einem Lächeln. Mehr Heu, also die finanzielle Unterstützung, soll in den Gnadenhof-Verein fließen. Daher unterzeichneten beide Vereine einen Patenschaftsvertrag. Ganz sportlich natürlich: „Hilfe für die Pony-Paten-Elf des Gnadenhofs“ heißt er und soll Paten vermitteln, die zur weiteren Finanzierung beitragen. „Jeder Euro hilft uns. Egal welcher Betrag“, sagt Stark.

Der VfB wird künftig dabei unterstützen, neue Paten zu finden. Mit Präsident Knut Beyse und Aufsichtsratsmitglied Sören Voigt haben bereits zwei führende VfB-Funktionäre eine Patenschaft übernommen. Das Regionalliga-Team wird auch nachziehen.

Doch damit beginnt nur die Partnerschaft. In der Arena zur Vogtlandweide erhält der Gnadenhof eine Werbebande, auf der LED-Videoleinwand werden künftig bei jedem Spiel präsentiert. „Wir wollen helfen“, sagt Kramer. „Gerade in Zeiten, in der Streicheleinheiten so wichtig sein können, ist der Streichelzoo des Gnadenhofes Ellefeld in seiner Sozialarbeit für Kranke und Schwache zur Untätigkeit gezwungen. Wir wollen den Gnadenhof dabei unterstützen, durch diese schwere Zeit zu kommen.“

Den Anpfiff für die Aktion vollzog bereits VfB-Verwaltungsratschef Steffen Dünger. Der Geschäftsführer des VfB Sponsors Vogtlandmilch überbrachte mit seinem Mitarbeiter Sebastian Singer am Sonntag die erste Futterlieferung nach Ellefeld. Sehr zur Freude von Matthias Stark, der seinerseits natürlich Fußballfan ist. „Für guten Fußball bin ich immer zu haben“, sagte er – und weiß ganz genau, wo er diesen im Vogtland findet.

Der VfB in der Corona-Krise – die wichtigsten Fragen

1. Trainieren die Regionalliga-Spieler des VfB derzeit?

Nein und ja. Zusammen dürfen sie nicht trainieren. Es gelten die Beschränkungen – und der VfB hält sich daran. Aber die Spieler sind nicht auf null gesetzt. „Wir haben individuelle Trainingspläne verteilt“, sagt VfB-Coach Sven Köhler. „Jeder trainiert für sich zuhause.“ Da die Sportplätze gesperrt sind, ist dies auf den Plätze nicht möglich.

2. Was machen die Regionalliga-Spieler des VfB derzeit?

Das, was sie eigentlich auch zu normalen Zeiten tun: Sie gehen arbeiten, in die Schule oder an die Uni. Oftmals nicht physisch in die Arbeitsstätten oder Universitäten, aber trotzdem gehen sie ihren Haupttätigkeiten nach. Das, was sie nicht tun, ist ihre Nebentätigkeit als Fußballer.

3. Die Spieler sind also nicht in Kurzarbeit?

Genau! Also zumindest nicht durch den VfB. „Wir haben bei uns keinen Spieler, der sozialversicherungspflichtig beim Verein angestellt ist“, erklärt VfB-Manager Volkhardt Kramer. Wäre das so, wären sie Profis und könnten in Kurzarbeit geschickt werden – wie dies die meisten Regionalliga-Klubs auch tun. „Reine Fußballer werden von ihren Klubs in Kurzarbeit gesetzt. Diese Option haben wir nicht. Die Spieler haben aber Anspruch auf ihr vertraglich zugesichertes Geld – bis zum Ablauf des Vertrags.“

4. Möchte der VfB den Trainingsbetrieb mit dem Regionalliga-Team wieder aufnehmen – ähnlich wie Liga-Konkurrent Energie Cottbus?

Nein. Das hängt auch mit der Struktur zusammen. Wie erwähnt: Der VfB ist ein Amateurteam. Eine Genehmigung, in Kleingruppen zu trainieren, erteilen die Kommunen nur Profi-Teams. „Die Regelung zur Öffnung von Sportstätten ist an den Profisport gebunden. Wir fallen nicht darunter“, sagt Volkhardt Kramer. Und auch bei den Profis entscheidet jede Kommune für sich. Cottbus hat dies getan – und damit sei es auch in Ordnung. „Wir wollen in der derzeitigen Situation nicht mit dem Finger auf andere zeigen.“ Natürlich würde der VfB sich über eine Öffnung der Sportstätten für Sport- oder Trainingsbetrieb freuen. „Dabei geht es mir nicht einmal vordergründig um die Regionalliga. Ich mache mir hingegen Sorgen um unsere Kinder und Jugendlichen, die unter der aktuellen Situation stark leiden. Viele Eltern können vielleicht derzeit erst so richtig einschätzen, wie groß unsere soziale Funktion als Sportverein ist“, sagt Kramer. Und genau dieser Verantwortung will der VfB – wenn es nach Einschätzung der Experten wieder möglich ist – auch wieder nachgehen.

5. Zur Regionalliga: Ist der VfB für eine Fortsetzung der Saison?

Der VfB Auerbach würde natürlich gern die laufenden Saison weiterspielen. „Natürlich wäre eine Fortsetzung besser als eine Entscheidung am grünen Tisch“, sagt Volkhardt Kramer. „Aber nicht unter allen Bedingungen.“

6. Sind Geisterspiele für den denkbar?

Im Klartext: Geisterspiele sind für den VfB nicht darstellbar. „Das wäre für uns ohne schwere Verluste nicht umsetzbar.“ Denn bei Spielen ohne Zuschauer hätte der VfB dieselben Kosten wie bei Spielen mit Zuschauern, dafür aber keine Einnahmen.

7. Welche Alternativen gibt es?

Der Wunsch – also die optimale Lösung aus subjektiver VfB-Sicht – wäre eine Fortsetzung der Saison unter einem Teilausschluss der Öffentlichkeit. Zum Beispiel nur mit einem Zehntel der offiziellen Stadionkapazität.

8. Was hält der VfB von Livestreams der (Geister-)Spiele?

„Das ist alles noch sehr vage“, sagt Volkhardt Kramer. Vor allem die rechtliche Frage steht im Fokus. Ob der VfB die Spieler überhaupt vermarkten könnte, ist ebenso ungewiss. Daher hat sich der VfB noch keine abschließende Meinung gebildet.

9. Was ist im Fall der Fälle die besserer Alternative: Soll die Saison abgebrochen oder ausgesetzt werden?

Das ist eine schwierige Frage. Einen Vorteil hätte die Aussetzen: „Wenn die Corona-Krise zur Folge hätte, dass wir das Spieljahr ans Kalenderjahr angleichen, dann wäre das etwas Gutes“, sagt Volkhardt Kramer. Denn schon länger spricht sich der VfB für diese Regelung aus: Saisonstart zu Jahresbeginn, Saisonende am Jahresende. „Wenn bei Corona alles auf dem Prüfstand steht, dann doch auch das. Gerade jetzt haben wir doch Zeit, über alle Möglichkeiten nachzudenken.“

10. Die 3. Liga scheint wohl weiterzuspielen. Was sagt der VfB dazu?

Genau wie die 3. Liga sind auch die Regionalligen DFB-Spielklassen. „Wir spielen alle unter dem Dach des DFB, die Spielorganisation der Regionalligen wurden nur an die Regional-Verbände abgetreten.“ Daher ist auch klar, dass eine Gleichbehandlung der Spielklassen wichtig ist. „Der Solidaritätsgedanke darf nicht aus den Augen verloren werden“, sagt Volkhardt Kramer. Es darf also nicht passieren, dass die 3. Liga weiterspielt, die Regionalliga nicht – und dann die sportlichen Absteiger aus der 3. Liga in die Regionalligen eingegliedert werden. „Wenn das dann dazu führen würde, dass wir in der nachfolgenden Saison fünf oder sechs feste Absteiger hätten, kann das keine Lösung sein“, so Kramer weiter. „Natürlich gibt es kein Patentrezept, aber wir verlangen, dass man von oben bis nach unten eine gleichwertige Behandlung findet und wir nicht unter den Entscheidungen der höheren Ligen leiden müssen.“

11. Wie groß ist bislang schon der Schaden für den VfB durch die Corona-Krise?

Grob kalkuliert belaufen sich die Verluste durch die bislang abgesagten Spielen bereits auf 20.000 Euro. „Das ist allerdings erst eine Hochrechnung. Es sind wahrscheinlich sogar ein paar Tausend Euro mehr“, sagt Kramer.

12. Was sagt der VfB-Trainer Sven Köhler?

Auch für ihn ist die Situation neu und außergewöhnlich. „Das Schlimme ist für alle die Ungewissheit“, sagt er. „Und die bleibt.“ Für einen möglichen Rückstart der Spieler fordert er: „Wir sollten 14 Tage Vorlaufzeit haben.“ Eine kurze „Saison-Vorbereitung“ also. „Denn das Einzeltraining ist mit einem normalen Training nicht vergleichbar. Die Jungs müssten erst wieder das Gefühl als Team bekommen.“ Insgesamt appelliert er, einen Konsens zu finden. „Es gibt bei allen Varianten immer einen, der benachteiligt wird. Jede Regelung hat eine gewisse Ungerechtigkeit.“ Es bedarf also noch einiger Gespräche, um einen Weg zu finden, mit dem sich möglichst viele abfinden können.

VfB fordert Gleichbehandlung

Viel wird derzeit über die Situation in der Regionalliga diskutiert. Geht es weiter oder doch nicht? Eine Entscheidung steht noch aus und fällt vermutlich erst Anfang Mai. Ein Auerbacher Vorschlag wird dann ebenfalls wieder auf dem Tisch liegen: der Wunsch nach Gleichbehandlung. „Der Verband hat derzeit die Möglichkeit, die Statuten anzugleichen. Wenn in der Bundesliga die Altersgrenze auf 16 Jahre abgesenkt wird, dann soll dies auch für alle Regionalligisten gelten – zumindest die Spielberechtigung für 17-Jährige. Das ist derzeit noch nicht der Fall: Während alle Klubs mit Nachwuchsleistungszentren ihre 17-Jährigen einsetzen dürfen und auch im unteren Amateurbereich dies möglich ist, darf der VfB dies nicht. Das führte in der noch laufenden Saison zu einer kuriosen Situation: Niklas Jeck – Auerbacher Ausleihspieler vom FC Erzgebirge Aue – durfte als 17-Jähriger im VfB-Trikot Viertliga-Spiele bestreiten, hingegen die in Auerbach ausgebildeten Moritz Seidel und Yannic Voigt nicht. „Da werden wir unkorrekt behandelt. Wenn jetzt die Möglichkeit besteht, die Statuten unbürokratisch anzugleichen, dann verlangen wir jetzt auch diese Angleichung.“

Die schwere Suche nach einem Kompromiss

Während in der Bundesliga eine Fortsetzung der Saison im Mai möglich erscheint, befindet sich die Regionalliga Nordost weiter in einem Schwebezustand. Das konnte auch nicht die gemeinsame Videokonferenz aller Regionalliga-Klubs beenden. „Es war viel Kaffeesatzleserei dabei“, sagt Volkhardt Kramer, der für den VfB Auerbach an der Videoschalte teilgenommen hat. Bei der großen Runden wurden alle denkbaren Varianten durchgesprochen: Saisonabbruch, Geisterspiele, Verschiebung des Saisonendes oder Teilausschluss der Öffentlichkeit. Das Resultat: keins – oder anders ausgedrückt: Uneinigkeit. Je nach der Interesse unterscheiden sich die Positionen der Klubs erheblich.

„Aus der Diskussion habe ich herausgelesen, dass eine Mehrheit der Klubs spielen will“, sagt Kramer. Eine Mehrheit, aber nur eine dünne. Und: „Es sollen aber keine Geisterspiele werden.“ Wie das mit der Beschränkung, dass Großveranstaltungen bis Ende August untersagt sind, zu vereinbaren ist, bleibt weiter offen. Es scheint nur ein Teilausschluss der Öffentlichkeit denkbar. Ein Vorschlag, den auch der VfB mittragen würde. „Wenn die Zuschauerzahlen auf ein Zehntel der Stadionkapazität und unterhalb der Grenze von Großveranstaltungen gedeckelt bleibt, könnten wir damit leben“, sagt Kramer. Für Auerbach würde das bedeutet, dass bei einer Zuschauerkapazität von 5000 Plätzen nur 500 Zuschauer ins Stadion dürften – und dann auch nur mit dem erforderlichen Mindestabstand zueinander. „Die Sitzplätze könnte man entsprechend sperren.“

Ein weiterer Teil der Diskussion war die Übertragung der Regionalliga-Spiele durch den MDR und den RBB als Streams. Dann könnten die Klubs die Spiele in anderer Form vermarkten. Ob als Bezahl-Stream, mit freiwilligen Spende oder mit Sponsoren. „Damit wären aber vermutlich nicht die Unkosten zu decken“, wirft Kramer ein. Schon gar nicht für den VfB Auerbach, der im Vergleich zu den Großvereinen der Regionalliga ein deutlich geringeres Fanpotenzial hat. Im Gegensatz zu den Profiklubs hat der VfB derzeit auch nicht die Möglichkeit, Spieler in Kurzarbeit zu schicken – und damit Personalkosten einzusparen. Die VfB-Spieler sind Amateure, arbeiten also noch in ihrem Hauptberuf weiter.

Klar bleibt auch nach der Telefonkonferenz: Sicher ist noch nichts. Auch nicht, was im Falle eines Abbruchs passieren würde. „Es könnten Regressforderungen auf den Verband zukommen“, sagt Kramer. Daher wollen sich alle nochmals im Mai zusammentelefonieren – und dann entscheiden.

Regionalliga-Spieler in neuer Rolle

Der VfB Auerbach hat aufs Neue gezeigt, dass auch in den schwierigen Zeiten der Corona-Pandemie der Zusammenhalt wichtig ist. Denn drei Spieler des Regionalliga-Kaders schlüpften in eine ganz neue Rolle. Doch ganz so neu war zumindest der Name nicht: Denn die Vogtlandweide war es schon einmal. Doch nicht in der Arena zur Vogtlandweide waren drei Regionalliga-Spieler des VfB aktiv, sondern beim VfB-Partner Vogtlandmilch, der für seiner Produktlinie Vogtlandweide bekannt ist.

Das Unternehmen, das seit Jahren den Fußball beim VfB fördert, hatte kurzfristig einen Engpass zu beklagen: Im Lager war ein Lkw zu beladen, aber nicht genügend Helfer zur Stelle. Und so kam Vogtlandmilch auf das Angebot des VfB zurück, ihren Partnern zur Seite zu stehen, wenn es zu eben solchen Engpässen kommt. Marcin Sieber, Pascal Sauer und Niklas Jeck – drei Studenten aus dem VfB-Team – tauschten ihr (Trainings-)Trikot mit Wärmejacken und beluden zusammen mit Vogtlandmilch-Angestellten den Lkw.

Der VfB hatte zu Beginn der Corona-Krise damit begonnen, seine Partner zu vernetzen und bei kurzfristigen Engpässen nach Lösungen gesucht. Zuvor halfen bereits Auerbacher Spieler zum Beispiel bei Edeka Kadelke auf ehrenamtlicher Basis aus. Die Aktion wird auch in den nächsten Wochen fortgeführt – solange der Ball in der Regionalliga noch nicht wieder rollt.

Seit 114 Jahren Partner: Wernesgrüner unterstützt weiter den VfB

Schwere Zeiten für alle. Aber der VfB kann auf seine Partner bauen. Nun folgte eine gute Nachricht: Der VfB möchte sein Dankeschön an den Sponsor der Wernesgrüner-Brauerei aussprechen. Seit nun fast 114 Jahren (!) sind die Wernesgrüner Brauerei und der VfB Auerbach partnerschaftlich miteinander verbunden. In dieser Zeit mussten gemeinsam auch schwierige Zeiten überwunden werden. Die Verbindung behielt stets Bestand, so auch in dieser Zeit, die von der Corona-Krise so sehr beeinflusst wird.

Der VfB möchte sich daher ganz herzlich bei seinem Partner Wernesgrüner dafür bedanken, dass er auch aktuell wieder zum Verein steht. Die Zusage, die Vereinsförderung auch in der Zeit fortzuführen, in der wir unserem so sehr geliebten Sport nicht nachgehen können, wurde mit großer Freude aufgenommen. Der VfB wünscht den Mitarbeitern der Wernesgrüner Brauerei alles Gute, vor allem natürlich Gesundheit und bedankt sich nochmals ganz herzlich für die Unterstützung in dieser schwierigen Zeit.

In der Krise helfen – und Blut spenden am 3. April

Die Corona-Krise betrifft jeden. Auch den VfB Auerbach. Sportlich steht derzeit die Welt still. Doch das bedeutet nicht, dass die Auerbacherauch ihr Engagement auf Eis legen. Nein, das Gegenteil ist der Fall. Die Auerbacher helfen – einerseits als Netzwerk innerhalb des Sponsorenpools, andererseits ganz praktisch mit einer Blutspende-Aktion. „Das ist mir ein Herzensanliegen“, sagt VfB-Manager Volkhardt Kramer, der bereits bei der MDR-Sendung „Sport im Osten“ vor zwei Wochen darauf hingewiesen hatte, wie wichtig die Blutspende ist. Selbst oder gerade in Krisenzeiten.

Es sollte aber nicht nur bei der Aufforderung im Fernsehen bleiben. Gemeinsam mit dem Deutschen Roten Kreuz (DRK) findet am Freitag, 3. April, eine Blutspenden-Aktion in der Arena zur Vogtlandweide statt. Im Vereinsgebäude (Bienenweg) geht dabei das Regionalliga-Team voran – und spendet Blut. „Die Idee kam aus der Mannschaft. Die Jungs wollen nun auch einen Teil beitragen – und haben den Vorschlag aufgegriffen“, sagt Kramer. Und gemeinsam mit dem DRK umgesetzt.

Von 13 bis 19 Uhr findet nun die Blutspende statt. Eingeladen sind alle im blutspendefähigen Alter – also von 18 bis 72. Um gerade auch in Zeiten des Kontaktverbots und der gebotenen Vorsicht einzuhalten, bittet das DRK und der VfB darum, bereits um Vorfeld einen Termin zu reservieren. Dies ist auf verschiedene Wege möglich:

1. Online übers Reservierungsportal: https://terminreservierung.blutspende-nordost.de/u/vfb-auerbach

2. Per E-Mail oder telefonisch: Wer nicht digital unterwegs ist, kann gern auch in der VfB-Geschäftsstelle anrufen (03744/211968) und sich dort voranmelden.

Wer keine Reservierung wünscht, der kann aber auch jederzeit vorbeikommen. Der VfB stellt genügend Kapazitäten zur Verfügung, damit keiner zu lange warten muss. Also: Vorbeikommen!

Der VfB hofft darauf, dass möglichst viele Fans, Mitglieder, Sportler, Förderer, aber auch jeder, der nun helfen möchtet, ins Stadion kommt und die Aktion zu einem Erfolg macht. Helfen Sie mit!

VfB-Team geht in Corona-Pause

Die Entwicklung war dann doch nicht mehr zu stoppen. Der NOFV hat bis auf Weiteres die Spiele in der Regionalliga bis mindestens 19. April ausgesetzt. Damit steht für das Team des VfB Auerbach fest: Die Spieler müssen pausieren. Aufgrund der Sperrung von allen Sportanlagen und der Vorgaben der Landesregierung sowie des Robert-Koch-Instituts ist ein gemeinsames Training auch nicht mehr möglich. Der VfB hält sich natürlich an die Vorgaben. Die Spieler trainieren allein daheim.

Der Vorstand des VfB hat zudem festgelegt, dass der Trainings- und Spielbetrieb in allen anderen Mannschaft ausgesetzt wird. Das betrifft alle Männer-Mannschaft unterhalb der Regionalliga und den gesamten Nachwuchsbereich.

Wann alle Teams wieder ins Training starten, ist bislang ungewiss. Der VfB Auerbach wünscht vorerst allen Freunden, Mitgliedern, Helfern, Unterstützern, Fans und Aktiven Gesundheit. Darauf kommt es derzeit mehr denn je an.

Zudem will der VfB in dieser schwierigen Phase seiner Netzwerkfunktion gerecht werden. Das Netzwerk an Firmen, die den Verein unterstützen, ist groß – und soll genutzt werden, um unbürokratisch Engpässe in einigen Wirtschaftsbereichen auszugleichen. Bei Fragen hierzu wenden Sie sich bitte an unsere Geschäftsstelle unter 03744/211968.