Vier-Tore-Zimbo bringt VfB den ersten Heimsieg

VfB Auerbach – FSV Optik Rathenow 5:2 (3:0)

Der VfB Auerbach hat am Samstagnachmittag den ersten Heimsieg der Regionalliga-Saison eingefahren. Gegen den FSV Optik Rathenow siegten die Vogtländer vor 510 Zuschauern mit 5:2 (3:0). Herausragender Akteur war der Auerbacher Marc-Philipp Zimmermann, der vier der fünf Auerbacher Treffer beisteuerte. Dabei war der Erfolg bei weitem nicht so klar, wie das Ergebnis aussagt. Auerbach fand schlecht ins Spiel, profitierte aber von den individuellen Fehlern der Gäste. Zimmermann brachte den VfB mit einem lupenreinen Hattrick (12./15./33.). Nach der Pause dachten die Auerbacher, die Partie mit dem 4:0 durch Amer Kadric (54.) eigentlich entschieden zu haben. „Allerdings hatte ich nie das Gefühl, sich komplett zurücklehnen zu können“, sagte VfB-Coach Sven Köhler. Rathenow bestätigte im Laufe der zweiten Halbzeit seine Gefährlichkeit mit zwei Treffern zum 2:4. Doch Zimmermann erlöste Auerbach mit seinem vierten Treffer. „Ich freue mich natürlich sehr darüber. Der Sieg gibt uns nun Schwung für die nächsten Aufgabe“, sagte der Vierfach-Torschütze.

Statistik

Tore: 1:0/2:0/3:0 Zimmermann (12./15./33.), 4:0 Kadric (54.), 4:1 Langner (59.) 4:2 Aydogdu (83.), 5:2 Zimmermann (87.).

VfB Auerbach: Max. Schlosser – Jeck/V (82. Löser), Müller, M. Sieber/V, Morozow – Horschig – Baude/V (60. Seb. Schmidt/V), Kadric, Mar. Schlosser – Stock, Zimmermann/V (89. T. Sieber).

FSV Optik Rathenow: Hiemann – Sakan (58. Aydogdu), Turan, Bilbija, Zingu/V (66. Matur) – Wilcke, Hellwig/V (58. Adewumi), Leroy, Langner – Özcin/V, Kapan/V.

Schiedsrichter: Lämmchen (Meuselwitz).

Zuschauer: 510.

VfB II reist mit Selbstbewusstsein zum Angstgegner

Angstgegner gibt es – zumindest auf dem Papier. Die SG Rotschau ist ein solcher für den VfB Auerbach II in der Vogtlandliga. In acht Duellen holte der VfB bislang nur einen Sieg gegen den SG. In Rotschau gelang bislang noch nie etwas. Nicht mal ein Punktgewinn. Bei den letzten beiden Auftritt in Rotschau erzielte der VfB auch kein Tor. Allerdings verspürt der VfB nicht unbedingt Angst vor dem nächsten Spiel beim „Angstgegner“. Schließlich fährt der VfB am Samstag als Tabellenführer nach Rotschau. „Wir stehen ganz oben“, sagt VfB-Coach Kevin Hampf. „Daraus schöpfen wir Selbstvertrauen und wollen am Ende des Tages auch weiter oben stehen.“ Das bedeutet: Der Rotschau-Bann soll gebrochen werden.

Die Chancen stehen insofern auf dem Papier gut, weil die SGR bislang noch einen Sieg eingefahren hat und auf dem drittletzten Platz liegt. Die Marschroute des VfB ist daher klar: „Wir müssen erneut Leidenschaft und Freude am Fußball beweisen, dann können wir auch in Rotschau etwas holen“, sagt Hampf. „Doch dafür müssen alle an ihre Grenzen gehen. Jeder einzelne! Und jeder muss dem anderen in der Mannschaft helfen, dann bin ich zuversichtlich.“

Nächste Chance auf einen Punkt

Die dritte Mannschaft ist in der Kreisliga noch immer auf der Suche nach dem ersten Punktgewinn in dieser Saison. Nach drei Niederlagen ist es nun höchste Eisenbahn. Allerdings ist die bevorstehende Aufgabe am Samstag gegen den SV Coschütz durchaus anspruchsvoll. Der SVC hat bereits zwei Siege geholt. Anstoß ist 15 Uhr auf dem Waldsportplatz in Beerheide.

Regionalliga-Team will Revanche nehmen

Wenn das Regionalliga-Team des VfB Auerbach an den FSV Optik Rathenow denkt, dann kommt schnell die Erinnerung an die Rückrunde der Vorsaison. Die 2:3-Heimniederlage liegt bis heute noch im Magen. 0:2-Rückstand, Aufholjagd zum 2:2 und im Gegenzug der Gegentreffer zum 2:3. Das Ergebnis stürzte den VfB damals im März in eine kleine Sinnkrise. Am Ende der Saison lief alles noch glatt. Der VfB hielt die Klasse, Rathenow nach der fulminanten Rückrunden ebenso.

Am Samstag, 13.30 Uhr, treffen beide erneut aufeinander. Und der VfB will vor allem eins erreichen: Den ersten Heimsieg und damit auch die Niederlage aus dem Frühjahr endgültig aus dem Gedächtnis tilgen. Immerhin hat die Niederlage in der Vorsaison einen Vorteil: Die Optiker wird der VfB nicht mehr unterschätzen. Es gibt auch gar keinen Grund dazu, liegen beide Teams doch am Tabellenende mit fünf Punkten gleichauf. In einer relativ ausgeglichenen Liga ist daher ein Duell gegen direkten Konkurrenten umso wichtiger. „Natürlich ist die Erwartungshaltung so, dass wir das Spiel gewinnen wollen“, sagt VfB-Coach Sven Köhler. „Aber Rathenow geht natürlich genauso ins Spiel.“ Die Brandenburger werden – genau wie beim 1:0-Sieg in Lichtenberg am Dienstag – auf ihre Stärken im Umkehrspiel setzen. „Sie können jederzeit zurückschlagen“, warnt Köhler – auch mit den März-Erinnerungen im Hinterkopf.

In Auerbach ist der Personalsituation unterdessen nach wie vor angespannt: Die Vogtländer plagen seit Wochen erhebliche Ausfälle. Immerhin konnten Sebastian Schmidt und Hendrik Wurr schon wieder ins Mannschaftstraining einsteigen. Ob es für einen Einsatz im Kader reicht, ist noch ungewiss. Alle anderen verletzten Spieler bleiben auch gegen Rathenow nur Zuschauer. Für Köhler stellt sich daher die erste Elf beinahe von selbst auf. „Die Mannschaft steckt die Ausfälle bislang gut weg. Es lässt sich ja auch nicht ändern“, sagt der Coach.

Die Auerbacher Kleinsten feiern ihre Premiere

Die meisten Fußballer werden sich noch genau daran erinnern, wann sie zum ersten Mal als Spieler auf dem Platz standen und ihr erstes Spiel gegen einen Gegner absolvierten. Für die Bambinis des VfB Auerbach ist es am Samstag soweit: Sie spielen erstmals in ihrer noch jungen Spielerkarriere ein Turnier. Ab 10 Uhr treten die jüngsten Kicker des VfB zu einem Turnier gegen Neustadt, Falkenstein und Rebesgrün an. Das Beste daran: Sie spielen im VfB-Stadion – sozusagen als Vorspiel vor dem großen Regionalliga-Spiel des VfB Auerbach gegen Optik Rathenow (Anstoß: 13.30 Uhr).

Das Turnier geht bis 12.30 Uhr – anschließend schauen die jungen Fußballer beim Spiel der Großen zu und laufen zuvor mit den Regionalliga-Spielern gemeinsam auf den Rasen. „Nach einem Jahr Trockentraining ist die Mannschaft heiß auf ihr erstes Spiel“, blickt Uwe Kramer, der zusammen mit Marcel Schlosser das Team trainiert, auf das Turnier voraus. Für Speis und Trank ist für alle Zuschauer gesorgt. Und die jungen Spieler würden sich auch darüber freuen, wenn viele Fans ihr Premiere mitverfolgen würden und sie dabei unterstützen.

Das nächste Spiel für die Geschichtsbücher

Sie sind es mittlerweile fast schon gewohnt: Die B-Junioren des VfB Auerbach schreiben in letzter Zeit öfter Vereinsgeschichte. Der Aufstieg in die zweitklassige Regionalliga im Sommer war der größte Erfolg im Nachwuchsbereich des VfB seit Bestehen des Vereins. Und immerhin ist der VfB mittlerweile auch schon 113 Jahre alt. In all diesen Jahren war es bislang noch nicht zu einem Aufeinandertreffer zwischen dem VfB Auerbach und Hansa Rostock in einem Pflichtspiel gekommen. Die Auerbacher erste Männermannschaft spielte zwar schon gegen die Hanseaten, aber nur in Testspielen. Am Samstag, 10.30 Uhr, schreiben die U17-Junioren Geschichte. Mal wieder.

Sie treten dann beim FC Hansa zum Regionalliga-Punktspiel an. Die Ursache, dass es noch nie zu Punktspielen beider Vereine gekommen ist, liegt nicht nur in der weiten Entfernung begründet, sondern auch in darin, dass der VfB meist sportlich nicht mit Rostock mithalten konnte. Auch bei den B-Junioren ist die sportliche Ausgangslage klar: Rostock ist haushoher Favorit, der VfB hat Außenseiterchancen. „Wir werden alles reinwerfen, um möglichst lang das Spiel offen zu halten“, sagt Stefan Kreß, einer der beiden Trainer des VfB. Denn der VfB hat im Gegensatz zu Rostock (4 Punkte/11:5 Tore) bislang noch keinen Zähler holen können und zweimal deutlich verloren.

Gegen den Spitzenreiter Hertha Zehlendorf war vor zwei Wochen letztlich nichts drin. „Man hat die individuelle Klasse des Gegners gesehen“, sagt Kreß. Zwar kam der VfB gut ins Spiel, kassierte dann aber nach einem Stellungsfehler und einem Konter den Treffer zum 0:1-Rückstand. Ein Doppelschlag entschied die Partie kurz vor der Pause eigentlich schon, obwohl der VfB zuvor einiges entgegensetzen konnte. Auch die Pausenansprache machte es nicht besser: Gleich nach Wiederanpfiff fiel das 0:4. Durch Enders verkürzte der VfB zwar auf 1:4. Aber am Ende fiel noch der fünfte Gegentreffer zum 1:5-Endstand. „Die Mannschaft hat gekämpft“, sagt Kreß. „Man hat die Ansätze gesehen und die Leistung war besser als noch bei Viktoria Berlin. Es war ein Schritt nach vorn.“ Ob er weit genug war, um Rostock zu ärgern, wird sich am Samstag in Rostock zeigen. Für die VfB ist es gleichzeitig die weiteste Auswärtsfahrt. Das Team wird von vielen Eltern begleitet – auch ein Zeichen dafür, dass die Vogtländer über das Kollektiv zum Erfolg kommen wollen.

Mit einem guten Auftritt an der Ostsee wollen sich die Auerbacher Schwung für das wichtige Spiel gegen den Halleschen FC II am 21. September holen. Der HFC befindet sich mit dem VfB auf Augenhöhe. „Da rechnen wir uns etwas aus“, sagt Kreß.

Jetzt das VfB-Sondertrikot sichern

Ach Vogtland, wie bist du schön! Beschauliche Wiesen, Wälder und Felder. Ganz weit weg vom Großstadttrubel. Da ist es natürlich keine große Überraschung, dass so mancher Fan aus den Metropolen wie auf einem Bauernhof fühlen. Allerdings: Auch sie müssen nach Auerbach. In den ländlichen Raum, wo in Auerbach in den letzten Jahrzehnten etwas entstanden ist, das vielerorts seinesgleichen sucht. In Auerbach! Und nicht in anderen größeren Gemeinden in der näheren Umgebung. Darauf sind wir Vogtländer – zumindest die aus dem Göltzschtal – stolz!

Und wir sind auch stolz darauf, dass es bei uns so schön ländlich geprägt ist. Ja, wir haben Schweine, wir haben Kühe – allein schon für die gute Vogtlandmilch – und unsere Felder betreiben wir mit Mühe. Weil es so nett klingt, singen unsere Fans diese Zeilen auch im VfB-Stadion, wenn der VfB Auerbach mal wieder gegen einen der ach so traditionsreichen Klubs aus den Großstädten spielt – und die gegnerischen Fans mal wieder ein Schmählied anstimmen.

Darüber konnten die Auerbacher doch schon immer nur müde lächeln! Denn sie stehen zu ihrer Identität. Deshalb hat sich der VfB auch dazu entschlossen, den Slogan „Kühe, Schweine, Auerbach“ auf dem Trikot zu verewigen. „Wir nehmen es mit Humor“, sagt Uwe Kramer, der in typischer Auerbacher Tradition nicht nur ein Amt inne hat, sondern gleich drei: Co-Trainer, Vorstandsmitglied und Ausrüster. Er kam auf die Idee, den Satz aufs Regionalliga-Trikot zu drucken. Und natürlich passt der Spruch auch noch deshalb, weil der VfB-Trikotsponsor Vogtlandmilch auf eben jene landwirtschaftlichen Produkte setzt. Und gegen landwirtschaftliches Arbeiten gibt es nichts einzuwenden. Sie ist hart, nicht immer schön, aber am Ende doch sehr ehrlich. Wie eben der Auerbacher Fußball.

Und für die VfB-Fans hält Kramer auch noch eine gute Nachricht bereit: Das Sonder-Trikot mit dem Slogan am Kragen gibt es ab sofort zu kaufen. Und auch da unterscheidet sich der VfB: Wer ein Bundesliga-Trikot kaufen will, der blättert mal schnell 120 Euro hin. Beim VfB gibt es das Trikot mit Namensaufdruck zum Spezialpreis von 39,90 Euro. Und Uwe Kramer versichert: Das VfB-Trikot ist nicht nur optimal für Fußballspieler, sondern auch für die Feldarbeit geeignet.

Continue reading

Max Kühns Tor bringt den zweiten Heimsieg

VfB Auerbach II – Jößnitz 1:0 (1:0)

Der VfB Auerbach II hat seine Tabellenführung in der Vogtlandliga mit einem knappen Sieg gegen den Aufsteiger verteidigt. Die Auerbacher kamen mit ihrer Rumpfelf zu einem letztlich verdienten Erfolg. Max Kühn erzielte das entscheidende Tor. Er vollendete eine saubere Kombination zum 1:0. Auch nach der Pause lieferten sich beide einen heißen Kampf. Auerbach brachte den Sieg über die Zeit. „Es war ein letztlich verdienter Erfolg, weil wir mit großem Einsatz, Willen und Spaß am Fußball uns die drei Punkte verdient haben“, sagte VfB-Coach Kevin Hampf.

Das nächste Spiel ist für die Auerbacher eine echte Herausforderung. Am Samstag, 15 Uhr, tritt der VfB II in Rotschau an. Bei der SG hat der VfB zuletzt nie gut ausgesehen. Doch auch diese Serie soll nun enden.

Statistik

Tor: 1:0 Kühn (42.).

Schiedsrichter: Balczuweit (Reichenbach).

Zuschauer: 37.

VfB hält Aue auf Trab

VfB Auerbach – FC Erzgebirge Aue 0:1 (0:0)

So schnell verändern sich Stimmungen im Fußball: Der VfB Auerbach stand vor vier Wochen noch wie ein bedröppelter Pudel da. Regionalliga: kein Erfolg. Testspiel gegen den FSV Zwickau: 1:5 verloren. Unglaublich, aber das Stimmungstief im Vogtland liegt erst einen Monat zurück. Ganz anders die Stimmung nach dem nächsten Testspiel gegen einen höherklassigen Gegner. Das Spiel ging zwar wieder verloren, doch kann sich ein 0:1 gegen den Zweitligisten FC Erzgebirge Aue durchaus sehen lassen. “Das Ergebnis ist völlig okay”, sagt VfB-Coach Sven Köhler – allerdings vor allem dazu, ob es gerechtfertigt war.

Es war durchaus eine verdiente 0:1-Niederlage. Allerdings eben gegen einen Zweitligisten, den der VfB lange Zeit auf Trab hielt. Im ersten Abschnitt war Auerbach natürlich mehr in der Defensive, setzte aber auch ein paar eigene Akzente. Was sich bemerkbar machte, war das Fehlen von Marc-Philipp Zimmermann im Sturm. Er war berufsbedingt nicht da. “Toni Sieber hat aber sein Zeug gut gemacht”, sagt Köhler. Allerdings verfügt der junge Angreifer noch nicht über die Erfahrung des Torjägers. Woher auch. Der VfB vertraut auch künftig auf die Fertigkeiten des Instinktfußballers, der im Sommer erst kurzfristig in den Regionalliga-Kader gerutscht ist.

Gegen Aue fehlte dem VfB zwar nach vorn die Durchschlagskraft, dafür sah es über weite Strecken in der Defensive – angesichts des Klassenunterschieds – ganz ordentlich aus. “Aue hatte aber einige gute Chancen”, sagt Köhler. “Aber selbst die hätten wir mit mehr Cleverness noch verteidigen können.” So musste sich VfB-Keeper Maximilian Schlosser einige Male auszeichnen. Er tat das erfolgreich, was ihn durchaus ein Lachen ins Gesicht zauberte. “Es waren schon ein paar gute Aktionen dabei”, gesteht er. Gute Aktionen gegen seinen Ex-Verein. Das fühlt sich umso besser an.

Keine Chance hatte er beim Gegentreffer Mitte der zweiten Halbzeit. Einen Angriff über den rechten Flügel vollegende Zulechner zum Auer Siegtor. Ein Tor, das auch vermeidbar gewesen wäre. Hätte der VfB auch noch das geschafft, es wäre ein perfekter Tag gewesen. Doch so blieb ein minimaler bitterer Beigeschmack. Kraft bringt das Spiel für das schwere Heimspiel gegen Optik Rathenow am Samstag, 13.30 Uhr, trotzdem. “Wir gehen das Spiel mit aller Ernsthaftigkeit an”, kündigt der VfB-Coach an. Schließlich weiß man in Auerbach nur zu gut, wie eng Enttäuschung und Euphorie zusammenliegen.

Statistik

Tor: 0:1 Zulechner (70.)

Auerbach: Max. Schlosser – Baude, Jeck, Kadric, Morosow, T. Sieber, Löser, M. Sieber, Stock, Marc. Schlosser, Horschig. – Eingewechselt: Sauer, Herold, Müller, Schuster.

Aue: Jendrusch, Ciftc, Breitkreuz, Samson, Kempe, Sessa, Wydra, Kupusovic, Daferner, Kusic, Testroet. – Eingewechselt: Haas, Keßler, Kalig, Rizzuto, Majetschak, Baumgart, Kapouranis, Hauk, Zulechner.

Schiedsrichter: Albert (Muldenhammer)

Zuschauer: 1050.

VfB II will an der Spitze bleiben

Die zweite Mannschaft des VfB Auerbach hat in der Vogtlandliga am Samstag, 15 Uhr, ein klares Ziel: Die Tabellenführung soll in Auerbach bleiben. Doch mit der SG Jößnitz kommt ein unangenehmer Gegner ins Göltzschtal. „Wir wollen natürlich Tabellenführer bleiben“, betont auch VfB-Co-Trainer Ricardo Förster vor dem Spiel auf dem Kunstrasen des Diesterwegsportplatzes.

Aber auch Aufsteiger Jößnitz ist gut in die neue – aufgrund der ganzen Sportgerichtsurteile völlig verrückte – Saison gestartet. Besonders der 2:0-Erfolg am vergangenen Sonntag beim SV Kottengrün ließ aufhorchen. „Wir wissen, dass Jößnitz eine gute Mannschaft hat“, sagt Förster. „Eine gute Mischung aus jung und alt.“ Allerdings kann der VfB II mit vier Punkten aus den ersten beiden Spielen auch schon einigermaßen zufrieden sein, auch wenn das Unentschieden in Wernesgrün eher unglücklich war. Aber dadurch hat das Auerbacher Team nur noch mehr Motivation, es nun besser zu machen und den zweiten Saisonsieg zu holen. „Wir konzentrieren uns auf uns, wollen unser Spiel aufziehen und durchziehen“, sagt der Co-Trainer. Für alle VfB-Fans ist das Spiel auch die passende Anschlussveranstaltung an das Testspiel des Regionalliga-Teams gegen den FC Erzgebirge Aue. Einem tollen VfB-Samstagnachmittag steht also nichts im Wege. Auch auf dem Diesterwegsportplatz ist für Speis und Trank gesorgt.

Maximilian Schlossers Reise in die Vergangenheit

In Auerbach steckt auch Aue – also nicht nur phonetisch, sondern auch rein praktisch im Fußball. Denn mittlerweile stehen in den Reihen des vogtländischen Regionalligisten zahlreiche Spieler mit Auer Wurzeln und einem Veilchen-Gen. Vor allem in der Defensive steckt besonders viel Aue in Auerbach: Marcin Sieber, Philipp Müller sowie die beiden Defensiv-Neuzugänge Paul Horschig und Niklas Jeck haben beim FC Erzgebirge Aue gespielt. Und natürlich auch VfB-Keeper Maximilian Schlosser, der ebenfalls noch in der abgelaufenen Saison beim FC Erzgebirge unter Vertrag stand. „Definitiv ist es daher ein besonderes Spiel“, sagt Schlosser vor dem Testspiel beide Teams am Samstag, 13.30 Uhr. „Immerhin geht es gegen den Verein, bei dem ich acht Jahre gespielt habe. Von daher hat es auf jeden Fall einen hohen Stellenwert für mich persönlich.“

Für den Keeper ist es eine Wiedersehen mit der Vergangenheit. Allerdings im Mantel der Zukunft. Denn beim VfB ist Schlosser mittlerweile komplett angekommen. Nach der Verletzung von Stefan Schmidt und Maximilian Rosenkranz vor drei Wochen war der VfB zum Handeln gezwungen. Da Maximilian Schlosser nach Ende seines Vertrags in Aue noch auf der Suche nach einem neuen Verein war, kamen beide Seiten schnell zusammen. Allerdings war aller Anfang schwer: Schlosser kassierte in den ersten Spielen – gegen Hertha BSC II und im Testspiel gegen den FSV Zwickau – gleich zehn Gegentreffer. Kein Einstand, wie es sich ein Torhüter wünscht. Auch in Erfurt kassierte der VfB eine 1:2-Niederlage. Drei Spiele, kein positives Resultat – so hatte sich der 20-Jährige sich die Rückkehr ins Vogtland nicht vorgestellt. Schlosser, der aus Zwota stammt, ließ sich aber nicht entmutigen. Auch weil er sich schnell in Auerbach zurechtfand: „Klar, hat es ein, zwei Wochen gedauert, aber die Mannschaft und alle im Umfeld haben es mir sehr einfach gemacht, mich wohl zu fühlen.“ Und Auerbach hatte er noch aus seinen zwei Jahren im Nachwuchsbereich des VfB gekannt, bevor er nach Aue wechselte. „Mittlerweile bin ich voll und ganz beim VfB angekommen“, sagt er.

Und das gilt nicht nur rein persönlich, sondern auch sportlich. „Nach den letzten drei ungeschlagenen Spielen freue ich mich umso mehr auf die Saison.“ Die drei Spiele brachten dem VfB viel Selbstvertrauen. Zumal eben hinzukommt, dass gegen die drei Gegner (Cottbus, Lok Leipzig und Viktoria Berlin) nicht unbedingt Punktgaranten für die Vogtländer sind. „Von unserer Mannschaft bin ich absolut überzeugt“, sagt Schlosser. „Nach so einem Saisonstart und dazu noch so viel Verletzungspech, das wir haben, in den letzten drei schweren Spielen fünf Punkte zu holen, spricht absolut fürs Team. Wenn wir Woche für Woche unsere Leistung abrufen, dann werden wir auch Erfolg haben. Es steckt viel Potential in der Mannschaft.“

Wie viel Potenzial das Team hat, wird sich womöglich schon im Testspiel gegen den Zweitligisten am Samstag zeigen. „Wir werden am Samstag einfach alles ins Spiel reinhauen und versuchen,, dem Favoriten Paroli zu bieten und ein positives Gefühl mitzunehmen für die nächsten Ligaspiele“, sagt der VfB-Keeper mit Auer Vergangenheit. „Das Ergebnis ist da erstmal nebensächlich. Klar, will man jedes Spiel erfolgreich bestreiten, aber am Samstag kommt es vor allem auf die Art und Weise an, wie wir auftreten. Wir müssen einfach mutig sein und versuchen, konsequent unser Ding durchzuziehen und dann werden wir sehen, was rauskommt. Wer weiß, vielleicht gibt es ja eine Überraschung.“ Auf einen guten Rückhalt kann sich der VfB schon einmal verlassen.

Eintrittspreise

Sitzplätze (überdacht): 10 Euro (Vollzahler)/8 Euro (Teilzahler)

Stehplätze Heimbereich, Gäste-Tribüne, Stehplätze Gäste: 8 Euro (Vollzahler)/7 Euro (Teilzahler)