VfB verliert in letzter Sekunde

Der VfB Auerbach bleibt in der Fußball-Regionalliga auswärts unter seinen Möglichkeiten. Auch vom Tabellenschlusslicht Bischofswerdaer FV reisten die Vogtländer am Samstag ohne Punkte wieder zurück nach Hause. Dabei hätte die Partie niemals mit einer 1:2-(0:1)-Niederlage für Auerbach enden dürfen. Denn Auerbach hatte in dieser vom Abstiegskampf geprägten Partie Chancen für zwei Spiele. Doch aus dem Spiel heraus wollten selbst klarste Torchancen nicht ins Netz. Allein Auerbachs Torjäger Marc-Philipp Zimmermann hätte vor der Pause zwei Tore erzielen können, nach der Pause nochmals mindestens zwei. Zu allem Übel der Abschlussschwäche kamen beim VfB dann auch noch Geschwindigkeitsnachteile in der Defensive hinzu. Graf nutzte einen Konter zur BFV-Führung (25.). Danach kippte das Spiel bis zur Pause zugunsten der Hausherren, allerdings auch ohne große Chancen. Nach der Pause fehlte auf beiden Seiten über weite Strecke ein strukturiertes Spiel. Auerbach drängte, hatte Halbchancen, später auch 100-prozentige. Doch erst ein Freistoß von Marcel Schlosser (86.) landete im Tor. Auerbach drängte danach auf den Siegtreffer, das Tor fiel auf der Gegenseite. In der letzten Sekunde der Nachspielzeit lief der VfB wieder in einen Konter. Keeper Stefan Schmidt foulte im Strafraum, Zille verwandelte den Elfmeter. Eine äußerst bittere, weil unnötige Niederlage der auswärtsschwachen Auerbacher. „Es fühlt sich schlecht an, so ein Spiel zu verlieren“, sagte VfB-Coach Sven Köhler.

VfB will endlich mal nachwaschen

Jubel, Ernüchterung, Jubel, Ernüchterung – der VfB Auerbach befindet sich in der Fußball-Regionalliga in einer Achterbahnfahrt. Der entscheidende Grund dafür: Den Auerbachern fehlt die Konstanz in den Ergebnissen. Beim genaueren Blick wird schnell die Ursache dafür klar: die Auerbacher Heimstärke und die Auswärtsschwäche. Während der VfB daheim schon 13 Punkte geholt hat, waren es auswärts nur vier. „So richtig kann ich mir das auch nicht erklären“, sagt VfB-Coach Sven Köhler. Am Samstag, 13.30 Uhr, haben die Vogtländer immerhin die Chance, die Auswärtsausbeute aufzubessern. Denn die Vogtländer treten beim Bischofswerdaer FV an – und die Ostsachsen sind sowohl auswärts, als auch daheim die schlechteste Regionalliga-Mannschaft. Ein klare Angelegenheit? Köhler warnt. „Von der Punktausbeute her ist das eine klare Angelegenheit, aber ganz so einfach ist es im Fußball dann doch nicht.“

Denn trotz der sportlichen Misere sieht Köhler die Bischofswerdaer als ernstzunehmenden Gegner. Dreimal hat er den BFV beobachtet. Dreimal zeigte das Schlusslicht eine gute Leistung, aber ohne Punkte damit zu sammeln. „Sie haben ordentliche Spiele gezeigt. Daher erwarte ich ein ähnlich enges Spiel wie gegen Babelsberg.“ Die Vogtländer hatten den Konkurrenten im Rennen um den Klassenerhalt am Samstag mit 2:0 geschlagen. Es war ein Arbeitssieg gegen einen Gegner, der aus seinem hohen Ballbesitz nichts machte. Wird Bischofswerda mehr auf Kampf setzen, schließlich stehen sie noch viel mehr mit dem Rücken zur Wand? „Sie werden nicht nur auf Kampf setzen“, sagt Köhler. „Wenn ich mir den Kader anschaue, dann sind viele Spieler aus dem Dynamo-Nachwuchs im Team. Die können schon guten Fußball spielen.“ Nur fehlten bislang die Ergebnisse.

Daher fordert Köhler von seinem Team eine ähnlich hohe Konzentration („Es wird auf die Kleinigkeiten ankommen.“) wie gegen Babelsberg, wie bei Heimspielen. Personell kann er auf Marcin Sieber, der zuletzt gesperrt war, zurückgreifen. Paul Horschig ist weiterhin verletzt. „Wir wollen bei ihm kein Risiko eingehen. Er steigt nächste Woche wieder voll ein.“ Das kann Köhler im Moment auch, weil mittlerweile die Verletztenliste immer kürzer wird. Mit Daniel Tarczal kehrte ein wichtiger Spieler im zentralen, defensiven Mittelfeld zurück, auch wenn ihm nur die Luft für eine Stunde reichte. „Das ist bei einer so langen Pause normal.“

Vielleicht hilft ihm der Routinier auch dabei, die emotionale Berg-und-Talfahrt zu beenden. „Natürlich wäre es cool, wenn wir mal eine Serie hinlegen würden.“ Aber dafür muss auch mal ein Auswärtssieg her.

Hochmotiviert ins Wochenende

Die Erleichterung war groß beim VfB Auerbach II. Nach drei Niederlagen in Serie gelang dem Vogtlandliga-Team am Sonntag beim FSV Treuen ein 1:0-Sieg. Ein durchaus überraschender Erfolg beim Landesklasse-Absteiger. Allerdings: Der Sieg war verdient. „Die Jungs haben bewiesen, dass sie Fußballtalent haben und auch arbeiten können. Denn nur Talent allein reicht nicht“, sagte VfB-Trainer Kevin Hampf, dem nach dem Ende der sportlichen Durststrecke auch einige Last von den Schultern fiel.

Am Samstag, 14 Uhr, geht es für die Auerbacher weiter. Gegen den BSV Irfersgrün haben die Gelb-Schwarzen nur ein Ziel: Den Treuen-Sieg veredeln. „Wir müssen nachwaschen“, sagt Kevin Hampf. Und er warnt: „Wenn wir jetzt nach dem Sieg in Treuen denken, dass es einfach so weitergeht und auch ein bisschen nachlassen, dann wird es ganz schwer.“ Zwar steht Irfersgrün – im Gegensatz zu Tabellenführer Treuen – in der Tabelle im unteren Drittel (11. Platz/11 Punkte/15:17 Tore), doch gerade gegen solche Gegner hatte der VfB II zuletzt Probleme. Zudem stehen die Auerbacher mit nur zwei Punkten mehr auf dem Konto in unmittelbarer Tabellennachbarschaft.

Trotz der Gefahr, das Spiel in Treuen überzubewerten, darf es dennoch als Maßstab dienen. Denn die Auerbacher machten viel richtig: Nach einem guten Start des FSV kam der VfB II immer besser ins Spiel. „Wir haben den unbedingten Willen entwickelt, die Null zu halten und waren dann gut im Spiel drin“, blickt Hampf zurück. Als dann auch noch VfB-Chancen hinzukamen, kippte die Partie endgültig zugunsten des VfB. „Vielleicht war es gar nicht so schlecht, dass wir so spät in Führung gegangen sind“, sagt Hampf zum Tor durch Pascal Sauer in der 90. Minute. Ein Tor, das Hampf bis heute entzückt. „So einen Spielzug stellst du dir immer als Trainer vor: Wir haben den Stürmer angespielt, nach außen durchgestochen und dann ganz sicher verwandelt.“ Auf diese Qualitäten kann sich der VfB dann am Samstag gegen Irfersgrün verlassen, muss dafür aber genauso viel Einsatz zeigen wie beim Spitzenreiter eine Woche zuvor.

Während die zweite Mannschaft mit einem Erfolgserlebnis ins Wochenende geht, ist die Lage bei der dritten Mannschaft eine andere. Das Team verlor das Stadtderby gegen den SV Blau-Weiß Rebesgrün mit 0:2. Allerdings kam die Niederlage gegen den Spitzenreiter der Kreisliga nicht allzu überraschend. Gegen die jungen Rebesgrüner hatten die Auerbacher Oldies einige Nachteile. Motiviert dürften die Auerbacher trotzdem sein. Denn am Sonntag, 12 Uhr, haben sie gleich einen doppelten Grund zur Freude: Sie können zurück in die Erfolgsspur finden und bestreiten in Rodewisch das Göltzschtalderby beim 1.FC Rodewisch II. Ein Klassiker! Dabei treffen nicht nur zwei geografische Nachbarn aufeinander, sondern auch zwei Tabellennachbarn: Rodewisch liegt als Neunter einen Platz vor dem VfB III – allerdings dürfte der VfB noch am Grünen Tisch vorbeiziehen, wenn das Verbandsgericht die drei Punkte aus Mylau den Auerbachern auch offiziell zuerkennt.

Thomas Stocks Doppelpack bringt VfB den nächsten Heimsieg

VfB Auerbach – SV Babelsberg 2:0 (1:0)

Der VfB Auerbach hat in der Fußball-Regionalliga den vierten Liga-Heimsieg in Serie gefeiert. Beim 2:0-(1:0)-Erfolg gegen den SV Babelsberg war Thomas Stock vor 520 Zuschauern der Matchwinner. Der Auerbacher Mittelfeldspieler erzielte beide Tore. Im Duell gegen den bislang sieglosen SVB brauchte es auch eine Einzelaktion, um ein zähes Spiel zu entscheiden. „Beide haben bis zum 1:0 nicht das letzte Risiko gewagt“, sagte VfB-Coach Sven Köhler. Auerbach hatte vor dem Führungstreffer (29.) keine klare Torchance, aber auch Babelsberg fehlte der Esprit im Spiel nach vorn. Da war schon Rangelovs Halbchance (8.), die VfB-Keeper Stefan Schmidt entschärfte. Auch nach der Pause bewahrte Schmidt sein Team vor dem Ausgleich, als Babelsberg seine beste Chance im Spiel hatte (57.). Allerdings hatte Hendrik Wurr zuvor für den VfB die Latte getroffen. Auerbach belohnte sich allerdings danach für die engagierte Leistung. Wieder war es Thomas Stock, der sich kurz nach Mittellinie den Ball schnappte, zwanzig Meter mit Ball am Fuß ging und sich dann ein Herz fasste. Aus 23 Metern traf er zur Vorentscheidung (72.), denn von Babelsberg kam danach nicht mehr viel. Auerbach brachte die Zu-Null-Führung über die Zeit. „Ich freue mich für Thomas Stock und die Mannschaft für den Sieg“, sagte Sven Köhler. Nach den vielen Heimerfolgen wollen die Vogtländer nun auch auswärts in die Erfolgsspur: Am Samstag, 13.30 Uhr, tritt das Köhler-Team beim Bischofswerdaer FV an.

Statistik

Tore: 1:0/2:0 Stock (27./71.).

Auerbach: St. Schmidt – Löser, Müller, Jeck, Morosow – Tarczal (72. Herold), Wurr – Kadric, Mar. Schlosser (89. Seb. Schmidt), Stock (90. Baude) – Zimmermann. – Trainer: Köhler.

Babelsberg: Flügel – Wilton, Rode, Awassi, Yesili/V – Montcheu/V, Reimann/V (46. Wolf) – Rangelov (75. Kaya), Danko, Dombrowa – Nattermann. – Trainer: Vorbeck.

Schiedsrichter: Kluge (Zeitz).

Zuschauer: 520.

Sven Köhler erwartet ein enges Spiel

Am Samstag, 13.30 Uhr, tritt der VfB in der Regionalliga gegen den SV Babelsberg an. Dann trifft der VfB auf den Tabellenvorletzten. Eine trügerische Ausgangslage, denn die Potsdamer sind in der Regionalliga etwas Außergewöhnliches: Einerseits durch ihre Spielweise (Köhler: „Sie spielen einen ordentlichen Fußball.“), andererseits weil ihnen das Kunststück gelungen ist, in einer Liga der Hopp-oder-top-Entscheidungen Grautöne zu zeichnen. Acht Unentschieden gelangen dem SVB, so viele wie keinem anderen Team. Die meisten anderen Mannschaften gingen öfter aufs Ganze – oder standen mit leeren Händen da. Der VfB spielte bislang nur zweimal unentschieden. Aber deshalb Babelsberg zu unterschätzen, wäre der falsche Weg. „Es wird wieder ein sehr enges Spiel“, prognostiziert Köhler.

Sein Problem: Mit Philipp Müller, der nach seiner Verletzung erst wieder ins Mannschaftstraining eingestiegen ist, droht ein Innenverteidiger auszufallen. Mit Marcin Sieber ist der zweite Innenverteidiger gesperrt. „Ich werde mir aber noch einen letzten Eindruck verschaffen“, sagt Köhler, der voraussichtlich auch den verletzten Paul Horschig ersetzen muss. Daniel Tarczal steht für ihn womöglich bereit.

Einen Wunsch hat Köhler – neben mehr Geduld von den Zuschauerrängen mit seinen Spielern – aber noch: „Mal ein 1:0, das wäre doch mal was.“ Drei Punkte, kein Gegentor und Zufriedenheit an allen Ecken und Ende.

Flechsig erzielt Blitz-Hattrick

SG Mylau/VSC Reichenbach – VfB Auerbach II 0:7 (0:1)

Das Vogtlandliga-Team des VfB Auerbach ist ins Halbfinale des Kreispokals eingezogen. Die Auerbach besiegten im Viertelfinale den Kreisligisten Mylau/VSC Reichenbach am Ende deutlich mit 7:0. Ein Ergebnis, das lange Zeit nicht so deutlich aussah, auch wenn am Auerbacher Sieg zu fast keinem Zeitpunkt Zweifel bestanden.

Der VfB II kam gut ins Spiel und ging früh durch Dustin Luderer in Führung (4.). „Wir haben Ball und Gegner laufen lassen und uns auch Chancen herausgearbeitet“, sagte VfB-Coach Kevin Hampf. Nach dem verdienten 1:0 ließ das Team aber die Zügel etwas schleifen. „Dann kam bei uns langsam  wieder der Schlendrian rein“, kritisierte Hampf. „Weil wirwieder anders Fußball spielen wollten als am Anfang. Dadurch haben wir aber nur den Gegner stark gemacht.“ Allerdings kam die SG bis auf zwei Standards kaum gefährlich vors Tor.

Nach der Pause drückte sich die Auerbacher Überlegenheit auch in Toren aus. Der VfB legte innerhalb der Schlussviertelstunde sechs Treffer nach. Überragend dabei: Christian Flechsig, der innerhalb von sieben Minuten einen lupenreinen Hattrick erzielte. „Er hat eine Zielstrebigkeit, von der sich junge Spieler etwas abschauen können“, gab es ein Sonderlob vom Coach.

Am Sonntag spielt der VfB II dann beim FSV Treuen. Anstoß ist 14 Uhr. „Wir sind gut gewappnet und wollen dort gewinnen.“

VfB spielt sich in einen Rausch

VfB Auerbach – Wacker Nordhausen 5:2 (3:1)

Der VfB Auerbach hat in der Fußball-Regionalliga einen phänomenalen Nachmittag erlebt. Die Vogtländer siegten am Samstag vor 510 Zuschauer im VfB-Stadion mit 5:2 (3:1) gegen den hochfavorisierten FSV Wacker Nordhausen. Eine Energieleistung und die hohe Effektivität in der Chancenverwertung machte die Überraschung erst möglich. Denn die Partie begann eigentlich schlecht: Nordhausen wurde zunächst seiner Favoritenrolle gerecht. Scholl nagelte einen Freistoß früh in die Maschen (9.). „Wir hätten danach die Chancen auf 2:0 und 3:0“, sagte Gäste-Coach Heiko Scholz. Tatsächlich hätte Wacker nachlegen können. Doch dann schlug der VfB eiskalt zurück: Amer Kadric (32.) mit einem Abstauber, Thomas Stock (38.) per Kopfball und Marc-Philipp Zimmermann mit einem echten Torjäger-Tor, der einen Fehler der Gäste-Abwehr ausnutzte (39.), drehten die Partie innerhalb kürzester Zeit. Entschieden war die Partie damit aber noch nicht. Im Gegenteil: Nordhausen kam wieder besser aus der Kabine, Auerbach blieb aber vom 2:3-Gegentreffer verschont – und zog sogar davon. Ein Eigentor von Puntke (59.) stellte die Weichen auf Sieg. In den Zielbahnhof war das Spiel aber noch nicht eingefahren. Denn erneut musste Auerbach zittern, als das 2:4 durch Mickels fiel (62.). Es folgte die entscheidende Phase des Spiels, in der Auerbach mit einer einwandfreien kämpferischen Leistung einen weiteren Gegentreffer vermied und das 5:2 nachlegte. Marcel Schlosser traf drei Minuten vor Schluss und machte den Auerbacher Heimdreier perfekt. „Ich bin glücklich über den Sieg“, sagte VfB-Coach Sven Köhler.

Zwei Spiele, zwei echte Herausforderungen

Die Qual der Wahl haben die VfB-Fans am späten Samstagnachmittag: Wohin nach dem Spiel der Regionalliga-Mannschaft? Zur zweiten oder dritten Mannschaft? Vogtlandliga oder Kreisliga? Diesterwegsportplatz oder Sportplatz in Pfaffengrün?

Wer Vogtlandliga-Fußball sehen möchte, auf den wartet ein heißes Aufeinandertreffen. Der VfB II ist aufgrund seiner Auswärtsschwäche in der Tabelle von ganz oben ins Mittelfeld abgestürzt. Daher steht die Mannschaft in der Pflicht: Sie muss gegen den SC Syrau wieder zurück in die Erfolgsspur. Zum Glück spielen sie in Auerbach, können also auf ihre Heimstärke bauen. Die Gäste liegen mit zwei Punkt mehr auf dem Konto auf Platz 4. „Wir haben unter der Woche besprochen, was wir uns vornehmen und wie wir das Spiel angehen werden“, sagt VfB-Coach Kevin Hampf. „Wir wollen Konstanz reinbringen und auch hinten den Willen zeigen, die Gegentore zu verteidigen. Denn vorn verfügen wir über die Qualität, die Tore zu machen. Wir müssen uns vor keiner Mannschaft verstecken.“

Mit viel Selbstbewusstsein geht der VfB Auerbach III in das Kreisliga-Spiel in Pfaffengrün (Samstag, 15 Uhr). Nach vier Siegen in Serie baut der VfB auf den guten Trend. Und in Pfaffengrün stehen die Chancen auf eine Fortsetzung gar nicht einmal so schlecht: Die SG steht mit sieben Punkten auf dem elften Rang – und liegt damit klar hinter dem VfB, der offiziell noch neun Punkte hat, aber noch auf das Urteil des Sportgerichts nach dem Spielabbruch in Mylau und die zu erwartetenden drei Punkt wartet. Daher gilt: Gerade in einem Duell gegen ein Team auf Augenhöhe sind Punkte umso wichtiger.

Schwere Aufgabe ohne Stabilitätsanker

So richtig konnte Philipp Müller nicht unterscheiden, was mehr weh getan hatte, als er am vergangenen Samstag nach dem Pokalspiel auf der Behandlungsliege von Sporttherapeut Jens Richter lag. Die 1:4-Niederlage gegen die Leipziger oder sein Fuß. Mittlerweile dürfte klar sein: Es ist der Fuß. Denn Müllers Verletzung stellte sich als so schwer heraus, dass er am Samstag gegen Wacker Nordhausen (13.30 Uhr) nicht spielen kann. Mit ihm fällt ausgerechnet ein Spieler aus dem Abwehrverbund aus, der ein Stabilitätsanker war. „Er war ein stabiler Faktor für uns“, sagt auch VfB-Coach Sven Köhler. „Aber ein Einsatz ist unmöglich.“ Und so muss sich Köhler gegen den namhaften Gegner aus Thüringen etwas einfallen lassen. Denn ganz klar: Es kommt im VfB-Stadion erneut zu einem Aufeinandertreffen der unterschiedlichen Welten. Auf der einen Seite der Amateurverein als Gastgeber, auf der anderen Seite der finanzstarke Gast, der seit Jahren unter Profi-Bedingungen versucht, den Sprung in die 3. Liga zu schaffen. Bislang vergeblich. Und auch diese Saison läuft es für Wacker nicht optimal. Zwei Niederlagen ließen das Team von Trainer Heiko Scholz den Kontakt zur Spitze abreißen lassen. „Die Spitze hat 25 Punkte, Nordhausen 20“, konstatiert Köhler – und meint damit: Nordhausen ist also durchaus schlagbar. „Natürlich ist Wacker Favorit. Aber auch wir müssen wieder gewinnen – und wir haben bereits gezeigt, dass wir gegen Nordhausen nicht chancenlos sind.“

Hoffnung schöpft er aus der Vergangenheit: Vergangene Saison erzielte der VfB im Heimspiel eine 1:1. „Auch im Rückspiel waren wir trotz der Niederlage nicht so weit entfernt“, so Köhler. Beispielgebend soll der Sieg gegen den Berliner AK vor drei Wochen sein, als der VfB ebenfalls im VfB-Stadion einem Spitzenteam ein Bein stellte. „Aber das geht natürlich nur, wenn bei uns alles passt“, so der Coach. „Wir müssen die Fehlerquote geringer als zuletzt halten, aber auch mit Mut und Leidenschaft spielen.“

Gerade die Leidenschaft fehlte Auerbach gegen Lok Leipzig – allerdings auch aufgrund eines Faktors, der diesmal wohl keine Rolle spielen wird: der Schiedsrichter. Köhlers harsche Kritik an der Schiedsrichter-Leistung hallte unter der Woche nach. „Ich habe mir aber nochmals das Spiel angeschaut: Wir sind genauso aggressiv wie Lok ins Spiel gegangen, nur haben die Schiedsrichter-Entscheidungen uns aus dem Spiel gebracht.“

VfB-Siegesserie geht weiter

VfB Auerbach III – SV Morgenröthe-Rautenkranz 2:0 (1:0)

Geduld zahlt sich eben doch noch aus. Das Kreisliga-Team des VfB Auerbach hat eben jene in dieser Saison bewiesen – mit großem Erfolg. Denn nach dem miserablen Start in die Saison hat das Team von Trainer René Bley nun den dritten Sieg in Serie gefeiert. Wenn die Punkte aus dem abgebrochenen Spiel bei der SG Mylau/Reichenbach noch hinzukommen, dann wären es sogar vier Siege in Folge. Mit eben jenen zwölf Punkten hätten sich die Auerbacher dann eine ordentliches Polster zu den Abstiegsrängen erarbeitet.

Gegen die favorisierten Gäste der SV Morgenröthe-Rautenkranz zeigte das Team erneut eine konzentrierte Leistung. Der Sieg war wieder einmal nur möglich, weil auch aus der zweiten Mannschaft Unterstützung nach unten rutschte. Christian Flechsig traf kurz vor der Pause für den VfB III. Allerdings war die personelle Unterstützung auch bitter nötig, denn mal wieder hatte Auerbach einen äußerst dünnen Kader. So musste schon nach einer Viertelstunde Oldie Gerald Sterzel für den verletzten Kevin Meyer aufs Feld.

Aber selbst ein dünner Kader macht den Auerbachern derzeit nichts aus. Sie gewinnen ihre Spiele trotzdem – auch weil sie erfahrene Leute im Team haben. So machte im zweiten Abschnitt Steve Gorschinek alles klar. Nachdem er am Montag dann auch noch seinen Rücktritt vom Traineramt beim Reichenbacher FC erklärt hat, könnte er wohl demnächst öfter für den VfB III spielen. So hat auch eine bittere Entscheidung etwas Gutes: Beim VfB III wird seine Hilfe an allen Ecken und Ende benötigt. „Er ist eine extrem wichtige Stütze in unserem Spiel“, sagt VfB-Coach Bley. „Ich freue mich über jedes Spiel, das er für uns aufläuft.“

Am Samstag, 14 Uhr, tritt die dritte Mannschaft bei der SG Pfaffengrün an.

 

Statistik:

Tore: 1:0 Flechsig (41.), 2:0 Gorschinek (62.).

Auerbach: Schwochow – Flechsig, Gorschinek, Hahn, Menzel, Colbantay, Berger Weißflog, Meyer (14. Sterzel), O. Weede, Uhlig.

Schiedsrichter: Kunze (Rodewisch).

Zuschauer: 30.