Hendrik Wurr und Eric Träger wechseln zum VfB

Die Saison ist kaum vorbei, schon laufen die Planungen für die neue Saison auf Hochtouren. Nun hat der VfB zwei Neuzugänge präsentiert.

Mit Hendrik Wurr vom SV Eichede (Oberliga Schleswig Holstein) hat der VfB einen Spieler verpflichtet, den die Auerbacher Fans bereits einmal sehen konnten. Der 23-jährige, 1,90 Meter große Abwehr- und defensive Mittelfeldspieler hatte beim Probetraining und dem Testspiel gegen den FSV Zwickau einen sehr guten Eindruck hinterlassen. „Er hat uns in dem Spiel ausgesprochen gut gefallen“, sagt VfB-Manager Volkhardt Kramer. „Wir denke, dass er gut in unsere Defensive passt.“ Der Fernstudent hat einen Einjahresvertrag beim  VfB unterzeichnet. In der Oberliga Schleswig-Holstein absolvierte er in der abgelaufenen Saison 23 Punktspiele und erzielte dabei drei Tore.

Der zweite Neuzugang ist Eric Träger. Er wechselt vom FC Oberlausitz ins Vogtland. Träger hat seine fußballerische Ausbildung bei RB Leipzig und Dynamo Dresden erfahren. In Neugersdorf kam Spielpraxis im Regionalliga-Bereich dazu. In Ostsachsen kam er zu 25 Einsätzen in der abgelaufenen Saison und erzielte zwei Tore. Der 21-Jährige ist 1,84 Meter groß und auf allen Defensivpositionen einsetzbar. Er hat beim VfB einen Zweijahresvertrag unterschrieben. „Wer bei zwei so bekannten Vereinen wie RB Leipzig und Dynamo Dresden im Nachwuchs ausgebildet wurde und dann bei einem Liga-Konkurrenten gespielt hat, der wird sich auch in Auerbacher durchsetzen können“, sagt Volkhardt Kramer. „Wir haben mit beiden nicht die Katze im Sack geholt, sondern solide ausgebildete Spieler.“

Für den VfB ist damit die Lücke in der Defensive geschlossen. Damit sind die Auerbacher Personalplanungen aber noch nicht beendet. „Wir werden in den nächsten Tagen noch weitere Neuzugänge präsentieren“, kündigt Kramer an. So sollen Mittelfeldspieler ins Vogtland wechseln. Geplant ist, dass neben drei Torhütern noch 18 bis 20 Feldspieler zum Regionalliga-Kader zählen. Zu Vertragsspielern gehören künftig auch die beiden bisherigen U19-Spieler Pascal Sauer und Jan Luderer. „Wir ziehen beide in den Regionalliga-Kader hoch“, sagt Kramer.

Wählen gehen! Und für den VfB stimmen!

Sonntag ist Wahltag! Und der VfB Auerbach freut sich auf diesen Tag der Demokratie – und ruft alle Mitglieder, Fans, Unterstützer und Freunde des Vereins dazu auf, wählen zu gehen. Bei der Europawahl und der Kommunalwahl. „Wir freuen uns über jeden, der zur Wahl geht“, sagt VfB-Manager Volkhardt Kramer. Und der VfB würde sich bei der Wahl zum neuen Auerbacher Stadtrat über Stimmen für die VfB-Kandidaten freuen.

Der VfB Auerbach tritt mit vier Kandidaten an:

Volkhardt Kramer (67)  – selbständig  mit der Firma „Kramer Sport Marketing“

Alexander Poller (31) – angestellt bei der Auerbacher Wohnbau GmbH als Mitarbeiter Mieterservice

Uwe Schückmüller (43) – selbständig mit der Firma „Schückmüller Gebäude- & Umweltservice“

Michael Stöhr (33) – angestellt bei der Firma Förch als kaufmännischer Mitarbeiter

Das Quartett ist – wie ihre Biografien zeigen – breit in der Gesellschaft verwurzelt und befasst sich täglich über den Sport hinaus mit wichtigen gesellschaftlichen Themen. Entweder als Selbständige mit wirtschaftlichen Fragen – wie Uwe Schückmüller und Volkhardt Kramer – oder Alexander Poller in seinem Beruf mit sozialen Fragen. Michael Stöhr kennt in seinem Angestelltenverhältnis gut die Herausforderungen, die viele haben, wenn sie Beruf, Hobby und Familie unter einen Hut bringen müssen.

Denn: Der VfB Auerbach setzt sich im Stadtrat für mehr als nur den Sport und Fußball ein. Das zeigte die Vergangenheit, denn die VfB-Stadtratsmitglieder gelten seit vielen Jahren als wichtige Ansprechpartner für die Entwicklung der Stadt Auerbach und ihrer Bürger. „Keine Sorge, wir vertreten nicht nur die Interessen des VfB“, sagt Volkhardt Kramer, der bereits seit Jahrzehnten im Stadtrat sitzt. „Wir vertreten alle Auerbacher und handeln im Interesse der Bürger und der Stadt.“ Die VfB-Stadträte sehen sich eben jener Gesamtheit unserer Heimat verpflichtet. „Man kann mit allen Problemen und Sorgen zu uns kommen – es muss kein Sport- oder Fußballthema sein“, sagt Kramer.

Aber der Sport hilft, denn der VfB weist dadurch ein starkes Profil in Sachen Jugendarbeit, Kultur und Soziales vor. Für die Steigerung des Gemeinwohl will sich der VfB auch künftig einsetzen – und ruft alle zum Wählengehen auf. „Wir freuen uns über jeden, der zur Wahl geht, auch wenn er womöglich einer anderen demokratischen Partei seine Stimme gibt und damit zu einer guten Zusammensetzung des Stadtrats beiträgt. Aber natürlich würden wir uns ganz besonders über jede Stimme für den VfB freuen“, sagt Volkhardt Kramer.

VfB bindet zwei Spieler an sich

Mit Abschluss der erfolgreichen Saison 2018/19 haben zwei weitere Leistungsträger der Mannschaft ihre Verträge beim VfB verlängert. Torhüter Maximilian Rosenkranz hat sich für das kommende Spieljahr an den VfB gebunden. Defensivspezialist Philipp Müller wird mindestens in den nächsten zwei Jahren sein Team weiter verstärken.

Beide Spieler nehmen innerhalb ihrer Mannschaft eine wichtige Rolle ein. Ihre Verpflichtung trägt damit wesentlich dazu bei, dass das Gerüst einer erfolgreichen Regionalliga-Mannschaft erhalten bleibt.

Josef Ctvrtnicek trifft zum Sieg zum Abschluss

VfB Auerbach – SV Babelsberg 1:0 (0:0)

Der VfB Auerbach hat sich mit einem 1:0-Heimsieg gegen den SV Babelsberg am letzten Spieltag der Fußball-Regionalliga den neunten Tabellenplatz gesichert. Am Samstagnachmittag fuhren die Auerbacher vor 540 Zuschauern einen insgesamten verdienten Heimerfolg ein. Das Tor des Tages erzielte ausgerechnet Josef Ctvtrnicek. Denn der tschechische Stürmer verlässt den Verein am Saisonende. Zusammen mit Felix Lietz, Vaclav Heger, Hans Christian Miertschink und Danny Wild wurde er vor dem Spiel verabschiedet.

Damit zeigt sich schon: Dem VfB Auerbach steht ein Umbruch an, gehören doch drei der fünf Abgänge zur Stammelf. Im letzten Spiel der Saison zeigten die Vogtländer einen guten Auftritt. Vor allem die erste Halbzeit dominierte der VfB, verpasste es aber, in Führung zu gehen. Marc-Philipp Zimmermann hatte die besten Auerbacher Chancen auf dem Fuß: Er verschoss erst einen Elfmeter (32.) und scheiterte kurz vor der Pause nochmals an Gäste-Keeper Gladrow (41.). „Wir waren in der ersten Halbzeit optisch überlegen“, sagte auch VfB-Coach Sven Köhler. „In der zweiten Halbzeit haben wir aber die spielerisch Stärke der Babelsberger gesehen.“ Denn die Gäste kamen besser ins Spiel und hatten einige gefährliche Aktionen. Das Tor machte dann aber der VfB: Nachdem zuvor Philipp Müller noch aus kurze Distanz den Ball nicht im Tor unterbrachte, köpfte Ctvtrnicek den nachfolgenden Eckball aus zehn Metern unbedrängt ins Netz.

„Die Mannschaft hat in dieser Saison unter unseren Bedingungen alles rausgeholt und sich für die Saison mit dem neunten Tabellenplatz belohnt. Jetzt wird es – wie jedes Jahr – schwer, das zu bestätigen“, sagte VfB-Coach Köhler.

Statistik

Tor: 1:0 Ctvrtnicek (83.).

Auerbach: Rosenkranz – Hoffmann (66. Ctvrtnicek), Müller, Sieber, Lietz/V – Tarczal (66. Heger) – Kadric, Schlosser/V, Seb. Schmidt – Stock, Zimmermann (85. Sauer).

Babelsberg: Gladrow – Rode, Mason (69. Danko), Rangelov/V, Man. Hoffmann, Nattermann, L. Koch, Montcheu, Abderrahmane (46. Salla), Wilton, Okada (46. Dombrova).

Schiedsrichter: Wartmann (Großvargula).

Zuschauer: 540.

VfB will einen guten Saisonabschluss

Es war wohl die schwärzeste Stunde des VfB Auerbach in dieser Saison – neben der Heimpleite gegen den FSV Optik Rathenow: das 0:5 beim SV Babelsberg. Das Ende der Hinrunde – und damit auch des Jahres 2018 war schrecklich. „Wenn wir immer so verteidigt hätten wie in Babelsberg, dann stünden wir jetzt vor einem Endspiel“, sagt VfB-Coach Sven Köhler. Oder der VfB wäre schon abgestiegen. Denn fraglos war die Partie in Potsdam eine ganz schwache. Der VfB ließ die Gastgeber gewähren – und die spielten wie entfesselt auf. Allein Tom Nattermann traf dreifach. Den Babelsberger Torjäger will Köhler daher in Auerbach (Samstag, 13.30 Uhr) ganz besonders ins Auge nehmen.

„Er is ein Mann mit Erfahrung. Seine Torquote zeigt, wie wichtig so ein Mann für die Mannschaft ist“, sagt Köhler. „Aber das ist bei uns auch nicht anders. Wir brauchen auch die Tore von Marc-Philipp Zimmermann und Marcel Schlosser.“ Und gegen Babelsberg eine Idee für die Defensive, um das starke Offensivspiel des SVB zu stoppen. „Wir müssen verhindern, dass Nattermann die Bälle im Strafraum bekommt“, sagt Köhler. „Auf den Außen ist Babelsberg individuell gut besetzt. Sie setzen Nattermann gut ein. Du wirst es nie schaffen, ihn ganz auszuschalten.“ Aber vielleicht über weite Strecken des Spiels.

Denn der VfB möchte den letzten Spieltag der Saison mit einem Erfolg beenden. „Es war eine ordentliche Saison. Ein Erfolgserlebnis am Ende ist immer gut, weil wir unmittelbar danach in die Pause gehen.“ Das Team hat danach trainingsfrei – und  viereinhalb Wochen Urlaub.

Doch bevor es so weit ist, will der VfB mit Danny Wild und Vaclav Heger auch noch zwei verdiente Spieler verabschieden. Beide wechseln im Sommer den Verein. „Natürlich ist es schade, dass Vaclav geht“, sagt Köhler über seinen Defensivspieler. „Aber er ist in einem Alter, in dem er es noch einmal probieren kann, in den Profifußball zu kommen.“ Wohin er wechselt, ist noch unklar. Wohl aber in eine ausländische Liga. Wahrscheinlich erhält Heger aber heute ein Abschiedsspiel im VfB-Trikot. Köhler sieht von Experimenten ab. „Ich werde nicht alles durcheinanderwirbeln.“

Ein Ziel könnte der VfB aber noch erreichen. So ganz aus Versehen. Die Vogtländer liegen nur zwei Punkte hinter Hertha BSC II ganz weit oben in der Fairplay-Wertung. Sehr zur Überraschung des Coaches. „Wir haben uns nicht vorgenommen, in der Fairplay-Tabelle ganz oben zu stehen. Das ist eher zufällig.“ Nett wäre der Titel aber trotzdem.

Am Ende wird es noch einmal eng

VfB Lengenfeld – VfB Auerbach II 2:4 (0:1)

Die zweite Mannschaft hat in der Vogtlandliga den zweiten Sieg in Serie gelandet. Beim VfB Lengenfeld war der Erfolg nie wirklich in Gefahr. Dank der drei Punkte festigt die Zweite ihren einstelligen Tabellenplatz und hält den Anschluss an Platz 6.

Dabei war in Lengenfeld von Anfang an klar, wie sich das Spiel entwickeln würde. Lengenfeld stand tief, der VfB II hatte mehr vom Spiel, musste aber auf die Nadelstiche der Gastgeber aufpassen. Vor allem über Standards war Lengenfeld gefährlich. Nach Markus Möckels Führungstreffer wurde Lengenfeld mutiger, sodass sich ein ausgeglichenes Spiel entwickelte. Doch die Elf von Trainer Kevin Hampf stand defensiv sicher und brachte die Führung in die Pause.

Nach dem Seitenwechsel drehten die Auerbacher auf: Der Spielertrainer Kevin Hampf selbst, Tommy Tuschinski mit einem Schuss von der Strafraumkante nochmals Kevin Hampf sorgten für eine komfortable 4:0-Führung nach einer Stunde. Doch der Vorsprung ließ die Auerbacher nachlässig werden. Lengenfeld kam noch einmal auf 2:4 heran und hätte eine Minute vor Schluss sogar auf 3:4 verkürzen können. Doch ein verschossener Elfmeter bewahrte die Gäste vor einer heißen Schlussphase.

Am drittletzten Spieltag der Saison trifft der VfB Auerbach II am Samstag, 15 Uhr, auf den Spitzenreiter FC Fortuna Plauen. Gespielt wird auf dem Diesterwegsportplatz.

Statistik

Tore: 0:1 Möckel (24.), 0:2 Hampf (47.), 0:3 Tuschinski (61.), 0:4 Hampf (65.), 1:4 Weiß (72.), 2:4 Amin (83.).

Auerbach: Pansa – Möckel, Krug, Hilpmann, Tuschinski (78. Schrader), Luderer, Flechsig (57. Menzel), Leßmann (57. P. Leucht), Persigehl, Hampf, Rasuli.

Schiedsrichter: Strobel.

Zuschauer: 68.

VfB holt einen Punkt in Fürstenwalde

Union Fürstenwalde – VfB Auerbach 1:1 (1:1)

Der VfB Auerbach hat von seinem letzten Auswärtsspiel der Saison in der Fußball-Regionalliga einen Punkt mitgebracht. Beim FSV Union Fürstenwalde gelang den Vogtländern ein 1:1-Unentschieden. Vor 441 Zuschauern spiegelte die Punkteteilung den Spielverlauf wider. Einziger Wermutstropfen für den VfB: Mit einem Sieg hätten das Team von Trainer Sven Köhler auf den siebten Rang springen können.

Doch in Brandenburg waren die Auerbacher letztlich mit dem Punkt zufrieden. Früh hatte Marc-Philipp Zimmermann den VfB in Führung gebracht (17.). Er köpfte einen Schlosser-Freistoß ins Netz. Doch im direkten Gegenzug glichen die Gastgeber nach einem Pingpong-Tor aus: Hoffmann hatte Sait im Strafraum angeschossen – von ihm aus prallte der Ball ins Netz. Über weite Strecken wogte die Partie in der Folge hin und her – mit gefährlichen Aktionen vor beiden Toren. Die beste Chance zum Sieg hatte ein ehemaliger Auerbacher: Martin Zurawsky hatten den Fürstenwalder Siegtreffer bei einem Handelfmeter auf dem Fuß. Doch er scheiterte an Maximilian Rosenkranz, der sich bei seiner Saisonpremiere im VfB-Tor auszeichnen konnte. Somit blieb es bei der gerechten Punkteteilung.

Der VfB trifft im letzten Saisonspiel am Samstag, 13.30 Uhr, auf den SV Babelsberg und will dann vielleicht noch den Sprung auf einen einstelligen Tabellenplatz schaffen.

Statistik

Tore: 0:1 Zimmermann (17.), 1:1 Said (18.).

Fürstenwalde: Richter – Ripp, Krstic, Hausdorf, Meyer – Zurawsky, Stagge (69. Cinar) – Sejdija – Hovi, Thiel (60. Wunderlich), Sait (79. Bolyki).

Auerbach: Rosenkranz – Hoffmann (71. Heger),  Sieber, Lietz, Schmidt – Müller (64.  Trinks), Kadric, Tarczal, Schlosser  – Miertschink (41. Stock), Zimmermann.

Schiedsrichter: Hösel (Magdeburg).

Zuschauer: 441.

Danny Wild und Vaclav Heger verlassen den VfB

Der am Saisonende auslaufende Vertrag von Danny Wild beim VfB wird nach Absprache zwischen beiden Seiten nicht verlängert. Die Belastungen im letzten Jahr der Ausbildung lassen sich nicht mit den zeitlichen Aufwendungen für Familie und Regionalligafußball verbinden. Der Verein bedankt sich für Dannys Engagement in seinen viereinhalb Jahren beim VfB und wünscht ihm persönlich und seiner Familie alles Gute für die Zukunft.

Ebenfalls verlassen wird Vaclav Heger den Verein. Vaclav spielte dreieinhalb Jahre für den VfB und sah den Verein als Zwischenstation auf dem Weg in den bezahlten Fußball. Diesen Schritt möchte er nun gehen. Der VfB bedankt sich bei Vaclav und wünscht gleichzeitig alles Gute und viel Erfolg bei der angestrebten Profikarriere.

Der VfB II ist durch nichts zu stoppen

VfB Auerbach II – SV Fronberg Schreiersgrün 4:1 (1:1)

Die Szene des Spiels ereignete sich ganz zum Schluss: Toni Sieber hatte gerade den dritten VfB-Treffer zum späteren 4:1-Sieg der zweiten Mannschaft in der Vogtlandliga über den bisherigen Tabellenzweiten erzielt, als Niclas Schmelzer zum Torjubel dazukam. Keine gute Idee. Denn sein ausgelassenes Feiern führte sofort zu einem Krampf. Schmelzer musste erst einmal behandelt werden.

Das zeigt, was der VfB II an diesem winterlichen Mai-Samstag dem Favoriten voraus hatte: die mannschaftliche Geschlossenheit. Jeder kämpfte für jeden, keiner gab auch nur einen Zentimeter auf. Der Lohn für diesen Einsatz waren drei doch etwas überraschende Punkte.

Überraschend vor allem deshalb, weil der VfB erhebliche personelle Sorgen hatte. Zwölf Spieler standen dem VfB-Trainer Kevin Hampf zur Verfügung. Spieler! Kein Torhüter darunter, weshalb Dustin Luderer zwischen die Pfosten musste. Er machte seinen Job super. Zu den wackeren Zwölf gehörte auch noch Kevin Hampf, der ebenfalls zum Erfolgsfaktor wurde. Mit seiner Erfahrung führte er das junge Auerbacher Team – es stießen aufgrund der Personalsorgen auch noch A-Jugendliche zur Mannschaft – an und mit zwei Toren zum Sieg. „Mit Kevin hatten wir einen, der weiß, wo das Tor steht“, sagte Co-Trainer Ricardo Förster. „Und er war auch deshalb wichtig, weil er Bälle festmachen konnte, wovon die gesamte Mannschaft profitiert hat.“

Aber auch das alles hätte nichts genutzt, wenn die Auerbacher nach wenigen Minuten die Hoffnung auf eine Sensation verloren hätten. Nach einem Eckball traf A. Fischer zur Schreiersgrüner Führung. „Es war eigentlich gar keine echte Chance“, sagte Förster. Trotzdem lag der VfB II hinten.

Nun stellte sich die Frage: Kann der VfB nochmals für eine Wende sorgen oder ist nichts mehr drin? „Wir haben schon unter der Woche gut trainiert. Es hat sich angedeutet, dass wir den nächsten Entwicklungsschritt gehen und uns auch mal von Rückschlägen nicht umwerfen lassen“, so Förster. Noch vor der Pause glich Toni Sieber aus – und im zweiten Abschnitt war der VfB II die effektivere Mannschaft. Hampf mit zwei Treffern und nochmals Sieber erzielten die Tore zum verdienten Auerbacher Sieg im Prestigeduell. Umso erfreuter war daher auch Ricardo Förster: „Mit so einem kleinen Kader, so einer jungen Mannschaft gegen eine so gestandene Mannschaft zu gewinnen, das ist einfach stark.“ Dann sind auch schnell die Schmerzen eines Krampfes vergessen.

Statistik

Tore: 0:1 Fischer (3.), 1:1 Sieber (20.), 2:1 Hampf (59.), 3:1 Sieber (88.), 4:1 Hampf (90.).

Auerbach: Luderer – Möckel, Kühn (50. Flechsig), Tuschinski, T. Sieber, P. Leucht, Popp, Persigehl, Schmelzer, Hampf, Rasuli.

Schiedsrichter: Leihkamm (Plauen).

Zuschauer: 25.

VfB setzt sich gegen Schneegestöber und Bischofswerda durch

VfB Auerbach – Bischofswerdaer FV 4:0 (1:0)

Das VfB-Stadion ist bekanntermaßen ein schwer einzunehmende Festung. Im ersten Regionalliga-Jahr – damals vor sieben Jahren – hielt der VfB Auerbach nur aufgrund der Heimstärke die Klasse. Auch in den Folgejahren tat sich der VfB daheim oft leichter als auswärts. Einer, der das miterlebt hat, ist Philipp Kötzsch. Daher dürfte ihm beim Antritt der Reise mit seinem neuen Verein, dem Bischofswerdaer FV, nach Auerbach schon klar gewesen sein, dass die Ost-Sachsen vor einer schweren Aufgabe stehen würden. Zu aller Heimstärke des VfB kamen auch noch drei weitere Faktoren hinzu, weshalb am Ende der Partie das erwartete Ergebnis auf der Anzeigetafel stand: das Wetter, der Flow der Serie und eine gut aufgelegt VfB-Offensive.

Aber der Reihe nach – und zum Wetter. Den Auerbachern schallten noch die etwas unsachlichen Vorwürfe von Meuselwitz‘ Coach Heiko Weber in den Ohren, sie könnten nur auf einem schlechten Platz erfolgreich Fußball spielen. Zwar wollten die Vogtländer den Gegenbeweis antreten, doch muss Weber wohl noch aus der Ferne eine Woche länger darauf warten. Denn erneut passierte das, mit dem selbst der VfB nicht mehr gerechnet hatte: Schneefall im Mai. Zwar hatte es – in ferner Vergangenheit mal noch später im Jahr geschneit – doch diesmal überrumpelte der Wintereinbruch auch die Auerbacher. Darauf war das VfB-Team nicht eingestellt. „Wir hatten unser Abschlusstraining noch auf einem Rasenplatz absolviert“, sagte VfB-Coach Sven Köhler, „daher haben auch wir eine Viertelstunde gebraucht, um uns an die Bedingungen zu gewöhnen.“ Und die hätten durchaus noch viel schlechter sein können, wenn nicht ein Dutzend Helfer eine Stunde vor der Spiel sich noch schnell die Schneeschippen geschnappt und den Platz geräumt hätten. „Ursprünglich wollten wir nur die Strafräume vom Schnee befreien“, sagte VfB-Manager Volkhardt Kramer, der genau wie Coach Köhler mitarbeitet, „doch dann haben wir gemerkt, dass es schneller geht als erwartet, und haben gleich noch den gesamten Platz geräumt.“ Alle Mühen lohnten sich. Der Schnee taute nach der Pause komplett weg – und mit ihm auch gleichzeitig alle Zweifel an einem Sieg.

Denn mit dem Grün des VfB-Stadions kam auch noch ein weiterer Erfolgsfaktor zum Vorschein: der VfB-Treffsicherheit. Mit bislang 45 Saisontreffern – bei noch zwei ausstehenden Partien – könnte der VfB die Werte der zwei vorigen Serien toppen (48 Tore in der Saison 2017/18 und 47 Tore in der Saison 2016/17), an den Rekordwert der Serie 2016/17 (52 Treffer) dürften die Vogtländer aber nur im Optimalfall rankommen. Die vier Tore gegen den Bischofswerdaer FV zeigen aber, dass im Jahr 2019 die VfB-Offensive wieder in Torlaune ist. Dass Marc-Philipp Zimmermann mit zwei Treffern – es waren seine Saisontreffer elf und zwölf – einen entscheidenden Beitrag zum Sieg leistete, beweist seine wiederentdeckte Stärke. Dass es sich dabei um zwei Kopfballtreffer handelte, unterstreicht, wie wichtig er im VfB-Spiel ist. Denn Zimmermann ist bei Spielen wie gegen Bischofswerda, wenn sich das Spiel nach vorn auf viele hohe Bälle konzentriert, eine Bank. Auch diesmal konnten ihn die Gäste sowohl beim Verteilen und Weiterleiten von langen Pässen nicht stoppen, als auch in den beiden Szenen zu den Toren, als er jeweils seinem Gegenspieler davoneilte und frei einköpfte.

Vor allem sein Tor zum 1:0 bereitete dem VfB den Weg zum Sieg. Trotz aller Euphorie und dem hervorragenden Ausgang des Spiels darf dabei aber nicht vergessen werden: Die Partie hätte um ein Haar auch ganz anders laufen können. Wieder einmal war eine Szene zu Beginn des Spiels entscheidend – auch diesmal zugunsten des VfB, auch wenn anders als gewohnt. Denn in den letzten Wochen gelang den Auerbachern meist ein früher Führungstreffer, der dann den Weg zum Sieg bereitete. Auch das hätte – bei Zimmermanns Kopfballchance – passieren können. Doch viel wahrscheinlicher war der Rückstand. Nach Philipp Müllers grobem Schnitzer, als er einen Rückpass zu sanft spielte und Sonntag freie Bahn in Richtung VfB-Tor hatte, hätte alles anders kommen können. VfB-Keeper Stefan Schmidt verkürzte clever den Winkel und ließ Sonntag scheitern. So ist aber wohl der Fußball: Wenn der VfB an gleicher Stelle wie Bischofswerda stehen würde, nämlich unmittelbar vor den Abstiegsrängen, hätte der Angriff wohl zu einem Tor geführt – und hätte dann wohl einen ganz anderen Verlauf des Spiels zur Folge gehabt. Doch es läuft eben einfach im Göltzschtal.

Und mit diesem Selbstvertrauen überrollte der VfB die Gäste nach der Pause. Auf Zimmermanns Pausenführung ließ Vaclav Heger mit einer verunglückten Flanke, die sich ins Netz senkte, erst das 2:0 folgen, dann köpfte Zimmermann schnell zum 3:0. Es war die Entscheidung einer einseitigen Partie im zweiten Abschnitt. „Wenn du mit 3:0 führst, dann klappt auch alles“, wusste Sven Köhler. „In der Spielvorbereitung habe ich gesagt: Belohnt diejenigen, die heute den Platz vom Schnee befreit haben. Der einfache Fußball wird heute entscheidend sein. Das haben sie nach einer schwierigen Anfangsphase richtig gut gemacht.“

Und das können sie nun noch weiter fortsetzen. Noch zwei Spiele warten in der Regionalliga vor der Winterpause. Am Mittwoch steigt aber erst noch ein Testspiel gegen den Drittligisten FSV Zwickau. Anstoß ist 18 Uhr.

Statistik

Tore: 1:0 Zimmermann (37.), 2:0 Heger (49.), 3:0 Zimmermann (59.), 4:0 Tarczal (73.).

VfB Auerbach: St. Schmidt – Heger, Müller (90. Herold), Sieber, Lietz – Tarczal – Kadric (83. Wild), Schlosser, Seb. Schmidt – Stock, Zimmermann.

Bischofswerdaer FV: Reissig – Kießling, Meinel, Mattern (74. Grellmann), Käppler – Zille  (67. Gries), Kötzsch, Callarius, Sonntag – Petracek (46. Rülicke), Graf.

Schiedsrichter: Burghardt (Premnitz).

Zuschauer: 405.