VfB testet am Samstag im VfB-Stadion

Ein Unentschieden, das Mut macht – so kann das Fazit nach dem Spiel des VfB gegen den Halleschen FC überschrieben werden. VfB-Trainer Sven Köhler sagte deshalb nicht ohne Grund: „Für uns ist das 2:2 ein kleines Erfolgserlebnis.“ Nach den Spielen gegen Chemnitz und Plauen, die beide nicht unbedingt befriedigend endeten, war das Unentschieden gegen das Drittliga-Spitzenteam ein Schritt in die richtige Richtung.

Dieser Weg soll nun fortgesetzt werden. Am Samstag, 15.30 Uhr, trifft der VfB auf den Oberligisten FC International Leipzig. Das Spiel findet im VfB-Stadion statt. Damit kommt es zu einer Änderung: Denn das mit Spielort Schöneck angesetzte Testspiel VfB Auerbach – Internationale Leipzig wurde kurzfristig von Schöneck ins VfB-Stadion umgelegt. Auf dem Rasenplatz in Schöneck sind auf Grund der Witterungsbedingungen einige Schäden entstanden. Im Interesse des Erhalts der Platzanlage erfolgte die Verlegung nach Auerbach. Bein Spiel gilt der einheitliche Eintrittspreis von 5 Euro.

„Wir wollen unseren Rhythmus finden“, sagt Sven Köhler zur Partie gegen das Oberliga-Spitzenteam. Zwei Wochen später geht es an selber Stelle zur Sache. Dann trifft der VfB im ersten Regionalliga-Spiel auf den Aufsteiger FC Lichtenberg.

VfB erzielt Unentschieden gegen Drittliga-Spitzenteam

VfB Auerbach – Hallescher FC 2:2 (2:2)

Der VfB Auerbach hat am Dienstagabend ein 2:2-Unentschieden gegen den Halleschen FC erreicht. In einer flotten Partie zeigten die Vogtländer vor 380 Zuschauern vor allem im ersten Abschnitt eine gute Leistung – und führte nach 26 Minuten nach einem Doppelpack von Marc-Philipp Zimmermann sogar mit 2:1 (22./26.). Guttau hatte die Gäste zuvor in Führung gebracht (18.). „Bis auf die ersten fünf Minuten können wir mit der ersten Halbzeit sehr zufrieden sein“, sagte VfB-Coach Sven Köhler über die erste Halbzeit. „Es war nur schade, dass unsere Führung nicht lange gehalten hat.“ Denn nur zwei Minuten nach dem 2:1 traf Nietfeld für den HFC zum 2:2. Zu diesem Zeitpunkt war in der sehenswerten Partie keinesfalls absehbar, dass es sich um den Schlusspunkt handeln würde. Denn auch nach der Pause zeigten beide Teams ein beherztes Spiel – Halle dominierte spielerisch, Auerbach setzte kämpferisch dagegen. Was beide einte: Sie nutzten ihre Chancen nicht. Auerbach hatte zwei Großchancen, Halle vier. „In den Punktspielen bekommst du nicht so viele Hochkaräter“, sagte HFC-Co-Trainer Michael Hiemisch, der seinen Chef Torsten Ziegner vertrat. „Daher muss du die Chancen kaltschnäuziger nutzen. Wir sind mit dem 2:2 nicht zufrieden.“ Hingegen nimmt Auerbach durchaus Selbstvertrauen aus dem Spiel mit. „Ein 2:2 gegen einen solchen Gegner gibt uns Kraft für die nächsten Wochen“, sagte Köhler. Auerbach testet am Samstag, 15.30 Uhr, in Auerbach gegen Oberligist FC International Leipzig.

Drei Berliner Teams zum Regionalliga-Start

Der VfB Auerbach bekommt es in der Fußball-Regionalliga am ersten Spieltag gleich mit einem Aufsteiger zu tun. Die Vogtländer treffen am Wochenende des 27./28. Juli auf den SV Lichtenberg 47, dem Meister der Oberliga-Nord. Das erste Auswärtsspiel – am Mittwoch, 31. Juli – führt die Auerbacher ebenfalls nach Berlin: Bei der VSG Altglienicke müssen sich die Jungs von Trainer Sven Köhler beweisen. Die Berliner Auftaktwochen schließt das Heimspiel gegen Lieblingsgegner Hertha BSC II am 3./4. August ab. Allerdings sitzt bei der Hertha nicht mehr Ante Covic auf der Bank. Der ist mittlerweile zum Bundesliga-Trainer aufgestiegen. Für Auerbach geht es mit dem Auswärtsspiel in Erfurt, dem Heimspiel gegen Drittliga-Absteiger Cottbus und dem zweiten Wochentagsspiel, dem Heimspiel gegen Lok Leipzig (28. August) weiter. Der letzte Hinrundenspieltag ist das Auswärtsspiel in Halberstadt am 1. Dezember, zwei Wochen später folgt das letzte Spiel des Jahres mit dem Heimspiel gegen Altglienicke. Die Saison geht am 2. Februar mit dem Auswärtsspiel in Berlin (Hertha BSC II) weiter und endet am 16. Mai mit dem Heimspiel gegen Halberstadt. Als Saisonziel strebt der VfB den Erhalt der Regionalliga an. Die konkreten Spieltermine werden auf der Staffeltagung in den nächsten Wochen fixiert.

VfB zeigt sich torfreudig – 14 Stück zum Auftakt

SV Wildenau – VfB Auerbach 0:14 (0:4)

Der VfB Auerbach hat am Freitagabend vor knapp 200 Zuschauern sein erstes Vorbereitungsspiel im Sommer 2019 erfolgreich bestritten. Der Regionalligist besiegte beim fast schon traditionellen Auftakt beim SV Wildenau den gastgebendenen Kreisligisten mit 14:0. Dabei drehte der Viertligist nach der Pause auf und erzielte allein im zweiten Abschnitt zehn Tore. Bester Auerbacher Torschütze war Marc-Philipp Zimmermann, der sechsmal traf, darunter ein lupenreiner Hattrick. Erfreulich ebenfalls war der torreiche Einstand der VfB-Neuzugänge. So traf Maximilian Schmidt dreifach, Hendrik Wurr erzielte einen Treffer. „Es hat heute Spaß gemacht, Fußball zu spielen“, sagte VfB-Coach Sven Köhler. „Auf einem so einem gepflegten Platz zu spielen, ist optimal. Die Mannschaft hat den Ball schon gut laufen lassen. Nur mit der Chancenverwertung in der Anfangsphase bin ich nicht ganz zufrieden.“ Der VfB hätte gut und gerne fünf bis zehn Tore mehr erzielen können.

Womöglich haben sich die Vogtländer aber den Torhunger für den Sonntag aufgehoben. Dann haben die Auerbacher den nächsten Test. Anstoß beim BC Erlbach ist 16 Uhr.

 

Statistik

Tore: 0:1/0:5/0:10/0:11/0:12/0:14 Zimmermann (30./55./78./81./84./90.), 0:2/0:3/0:13 M. Schmidt (35./38./86.), 0:4 Wurr (45.), 0:6 Kadric (57.), 0:7/0:9 Luderer (69./76.), 0:8 T. Sieber (70.).

Auerbach: St. Schmidt – Löser, Sieber, Wurr, Träger – Seb. Schmidt, M. Schmidt, Kadric, Schlosser – Luderer, Zimmermann. – Wechsler: Sieber, Müller, Herold.

Zuschauer: 180.

Schiedsrichter: Markowitz (Zwickau).

VfB schließt die Lücke auf der rechten Abwehrseite

Der VfB Auerbach hat auf den Verlust von Stammspieler Vaclav Heger in der Sommerpause reagiert. Der junge Tscheche versucht sein Glück als Profi-Spieler und hinterließ eine Lücke, über die sich zuletzt auch VfB-Coach Sven Köhler sorgte: „Wir haben auf der rechten Außenverteidigerposition noch Handlungsbedarf“, sagte er. Über die Saison ohne einen weiteren Neuzugang zu kommen, wäre zu gefährlich gewesen – deshalb handelte der VfB nun und verpflichtete Marcel Baude. Der Vertrag des 29-Jährigen war bei Energie Cottbus im Sommer ausgelaufen. Nun heuert er beim VfB an. „Damit ist unsere Personalplanung in Sachen externer Zugänge auch abgeschlossen“, sagte VfB-Manager Volkhardt Kramer.

Mit Baude hat der VfB einen Spieler verpflichtet, der bereits über viel höherklassige Erfahrung verfügt. Über den Chemnitzer FC kam er zum Halleschen FC, später nach Cottbus, wo er in der Aufstiegssaison Stammspieler war. In der Drittliga-Abstiegssaison kam Baude aber nicht mehr im gleichen Maße zum Zuge (drei Drittliga-Spiele). Da bot es sich an, mit seinem früheren Trainer Sven Köhler Kontakt aufzunehmen. Da sich beide noch gut aus gemeinsamen HFC-Zeiten kannten, konnte Köhler seinen früheren Schützling davon überzeugen, nun wieder in seiner Elf zu spielen.

Baude wurde beim Chemnitzer FC fußballerisch ausgebildet und passte mit seiner Vorliebe für die rechte Verteidigerposition optimal ins Auerbacher Profil. „Wir sind im Zentrum ausgesprochen stark besetzt, auf den Seiten haben wir aber nicht so viele Alternativen“, sagt Kramer. „Marcel ist ein schneller Außenverteidiger. Ein Spezialist für die Außenbahn.“

Aber nicht nur sportlich passt Baude ins Profil der Vogtländer: Nach der schwierigen Saison in der 3. Liga will der 29-Jährige seine Zeit in Auerbach sportlich dazu nutzen, wie es mit seiner Karriere weitergeht. Er geht damit den Weg, den zuvor bereits beispielsweise Marcel Schlosser in Auerbach gegangen ist. „Marcel verlagert seinen Lebensmittelpunkt wieder zurück nach Chemnitz, wo er mit seiner Familie lebt“, erläutert Kramer. „Daher hat er einen Verein in der Nähe gesucht, der leistungsorientierten Fußball spielt.“ Und der VfB erhielt den Zuschlag.

„Damit ist aber auch der Deckel drauf“, betont Kramer in Sachen Personalplanung. „Es wird nun nur noch Zugänge aus dem eigenen Verein geben.“ Denn der VfB will den eigenen Talenten, die zuletzt in ihren Ligen für Furore sorgten, eine Chance auf den Sprung in die Regionalliga geben.

Pascal Sauer erhält Vertrag für die Regionalliga

Mit dem Start der Saisonvorbereitung kann der VfB eine sehr erfreuliche Verpflichtung vermelden. Mit dem 18-jährigen Pascal Sauer unterzeichnete ein weiterer Spieler seinen ersten Vertrag als Vertragsspieler mit einer Laufzeit über zwei Jahre. Im U19-Team des VfB Auerbach konnte er in der zurückliegenden Landesliga-Saison mit 23 Toren seine Offensivstärken nachweisen. An deren Ausprägung haben viele Nachwuchstrainer des Vereins, die Pascal seit der E-Jugend in Auerbach ausgebildet haben, ihren Anteil. Mit dieser Verpflichtung geht der VfB weiter auf seinem Weg, im eigenen Verein entwickelte Spieler für den Leistungsfußball zu qualifizieren.

Hingegen verlässt Tim Hoffmann den Verein. „Wir haben uns im beiderseitigem Einvernehmen darauf geeinigt, den Vertrag auslaufen zu lassen“, sagt VfB-Manager Volkhardt Kramer. Der 20-Jährige kam vor zwei Jahren von Borea Dresden nach Auerbach, kam aber nicht über eine Reservistenrolle hinaus. Hoffmann kam auf neun Einsätze in der Regionalliga.

Sven Köhler: „Das Ziel kann nur Klassenerhalt heißen“

Sven, du warst im Urlaub und hast auch mal vom Fußball abschalten können. Steigt die Vorfreude auf den Trainingsstart am Mittwochabend?

Ich freue mich darauf! Aber nicht nur ich, sondern auch die Spieler. Jeder hatte zuletzt Zeit zum Erholen, auch wenn nicht alle Spieler komplett frei hatten. Aber sie werden Tage gefunden haben, um abzuschalten.

Das letzte Regionalliga-Spiel gegen Babelsberg – mit einem 1:0-Sieg – liegt ja auch gar nicht so lange zurück…

Ja, aber mit dem ordentlichen Saisonabschluss mit überragenden 46 Punkten und unserer guten Platzierung erholt es sich auch leichter. Da denkt man gern zurück und sammelt Kräfte. Jetzt ist aber jeder wieder bereit für den nächsten Klassenerhalt zu kämpfen.

An diesem Ziel ändert sich also auch in der neuen Saison nichts?

Als VfB Auerbach bleiben keine anderen Ziele! Es zählt nur der Klassenerhalt.

Wie schätzt du die Liga ein?

Durch den Abstieg von Bautzen und Neugersdorf gibt es zwei Teams aus unserer Region, die auch ähnliche Bedingungen hatten, weniger. Mit der BSC Chemie Leipzig steigt aus dem Süden ein Verein auf, der auf Sicht andere Ambitionen hat. Meiner Ansicht nach ist Lichtenberg, der Nord-Aufsteiger, wie wir aufgestellt. Es wird wieder spannend.

Es bleibt also auch weiter eine geteilte Liga: Profi-Teams auf der einen Seite, Amateurteams – wie den VfB – auf der anderen. Welche Folgen hat das – auch für die Vorbereitung?

Erst einmal war es wichtig, dass sich unsere Spieler von dieser Doppelbelastung erholt haben. Zudem gilt: Unser Konzept muss ja nicht von vornherein nachteilig sein. Es hat auch eine gute Seite, in zwei „Welten“ zu leben – so können sie Probleme in dem einen Bereich mit dem anderen ausgleichen. In schwierigen Phasen im Fußball lenken die Spieler sich bei der Arbeit ab. Haben sie einen schweren Arbeitstag, reagieren sie sich beim Fußball ab.

Inwiefern ist die Regeneration auch in der Vorbereitung wichtig?

Nur mal zum Vergleich: Profis konzentrieren sich nur auf Fußball. Sie trainieren natürlich mehr, spielen in einer Liga mit uns – und brauchen trotzdem auch Urlaub. Daher sind Erholungsphasen für unsere Spieler mit der Doppelbelastung noch viel wichtiger. Hinzu kommt außerdem, dass wir stets im Abstiegskampf stecken. Das zehrt an den Kräften. Auch in der abgelaufenen Saison ist die endgültige Entscheidung erst relativ spät gefallen.

Im Sommer haben den VfB wichtige Spieler verlassen. Wie empfindest du die Wechsel von Danny Wild und Vaclav Heger?

Der Fußball ist immer Veränderungen unterlegen. Es liegt in der Natur der Sache, dass Spieler einen Verein wechseln. Natürlich ist es immer schade, wenn Spieler wie eben Danny Wild und Vaclav Heger den Verein verlassen. Aber ich verstehe auch die Argumente der Spieler. Danny hofft weniger Aufwand zu betreiben, bei Vaclav fehlen mir auch die Gegenargumente, wenn er nochmals den Sprung als Profi schaffen will. Es ist natürlich schade, aber wir müssen jetzt versuchen, sie zu ersetzen.

Und Felix Lietz fehlt dem Team auch noch!

Ja, auch ihm wurde die Belastung zu groß – mit der Arbeit und seinen zwei Kindern. Er hat sich immerhin bereiterklärt, dass er sich ins Training immer mal wieder mit eingliedert und wenn die Not groß ist, da zu sein. Am Ende der vergangenen Saison hat er es hervorragend gemacht und gezeigt, wie wichtig er für uns ist.

Bereits vier Neuzugänge stehen fest. Mit Hendrik Wurr, Maximilian Schmidt, Eric Träger und Alexander Morosow. Was versprichst du dir von ihnen?

Die Neuen sind ehrgeizig genug, um den Konkurrenzkampf anzuheizen und neuen Schwung ins Team zu bringen. Eine Verjüngung war notwendig, weil auch Albert Löser und Marcin Sieber aus der U23-Regelung gefallen sind. Für mich ist es immer wichtig, junge Spieler mit Potenzial im Team zu haben.

Im Vergleich zum Vorjahr stehen schon früh die Neuzugänge fest.

Ja, das liegt auch daran, dass dieses Jahr der Markt für uns größer war als in Jahren zuvor. Allein schon deshalb, weil mit Bautzen und Neugersdorf zwei Mannschaften, die mit uns auf Augenhöhe agiert haben, nicht mehr auf demselben Markt agieren. Aber es gibt natürlich auch Gegenbeispiele, wenn die jungen Spieler von Dynamo Dresden aus dem Nachwuchs kommen und dann die Möglichkeiten suchen, unter Profibedingungen weiterzuarbeiten. Es ist immer schwierig, die Jungs dazu zu bewegen, unseren Weg mitzugehen. Aber auch sie sollten sich klar darüber sein, dass selbst in der Regionalliga bei Klubs wie Erfurt oder Cottbus nicht der riesige Weg als Sportler automatisch sicher ist. Es ist wichtig, ein zweites Standbein zu haben. Wenn man neben dem Fußball noch ein Studium oder eine Ausbildung macht, dann macht es alles vom Kopf her doch einfacher. Denn du weißt dann, noch etwas in der Hinterhand zu haben, wenn es mit der Fußballerkarriere doch nicht klappt. Aber viele junge Leute glauben, dass nur der eine Weg zählt und vergessen, dass nach Fußball noch eine Zeit kommt. Eine relativ lange sogar.

Sind die Personalplanungen abgeschlossen?

Wenn ich so zurückblicke auf die Jahre vor meiner Zeit als Trainer beim VfB war der Kader größer als unser aktueller. Und auch selten zuvor haben wir so viele A-Jugendliche im Kader gehabt, wobei man nicht vergessen darf, dass die U19 nicht Regionalliga spielt. Der Sprung aus der Landesliga ist schon groß. Wir haben im Moment 17 Feldspieler und zwei Torhüter sowie Max Jan Denschel als Torhüter, der aber erst im neuen Jahr spielen darf. Natürlich haben wir unseren finanziell eng gesteckten Rahmen für den Kader. Trotzdem müssen wir weiter den Markt beobachten.

Wo siehst du noch Handlungsbedarf?

Auf der Rechtsverteidigerposition. Da müssen wir schauen, ob sich noch etwas ergibt. Alexander Morosow hat die Position zwar auch schon gespielt, vielleicht kann er dort auch bei uns spielen. Und mit Albert Löser haben wir auch noch eine gute Ergänzung, aber auch Albert war in der vergangenen Saison kein Stammspieler. Daher müssen wir schauen, was sich noch ergibt.

Zurück zum Training. Welchen Plan hast du für die Spieler in den nächsten Tagen?

Es wird natürlich kein Trainingsaufbau wie Profimannschaften ein. Aber wir wollen nun zunächst am Athletischen arbeiten und die neuen Spieler integrieren. Denn fünf Wocheen Vorbereitung sind schnell um. Trotzdem müssen wir die körperlichen Voraussetzungen für die Saison schaffen und zudem am Zusammenwirken arbeiten, also eine Harmonie hinbekommen. An den ersten Trainingstagen werden noch einige Spieler fehlen – wie Alexander Morosow, der noch länger gespielt hat. Auch Daniel Tarczal stößt erst nächste Woche zu uns. Der Beginn ist auch dosiert, denn wir haben gleich zwei Spiele – und in denen musst du, unabhängig von der Stärke des Gegners, trotzdem laufen.

Regionalliga-Kader startet die Saisonvorbereitung

Die Wochen der Entspannung sind vorbei. Die Regionalliga-Spieler des VfB Auerbach befinden sich in den letzten Tagen ihres Urlaubs – und sind bereits größtenteils zurück auf dem Weg in die Heimat. Denn am Mittwoch, 19. Juni, beginnt die Vorbereitung auf die neue Saison. Das nächste Regionalliga-Jahr – und die nächste Herausforderung.

Dabei richtet sich der Fokus der Fans zunächst auf den VfB-Kader für das neue Spieljahr: Bislang stehen mit Alexander Morosow (VFC Plauen), Maximilian Schmidt, Eric Träger (beide FC Oberlausitz) und Hendrik Wurr (SV Eichede) vier Neuzugänge fest. Nach dem abgesagten Abschied von Josef Ctvrtnicek und dem Sprung von Jan Luderer in den Regionalliga-Kader besteht der VfB-Kader nunmehr aus 19 Spielern. 16 Spieler verfügen darin bereits in der Regionalliga-Erfahrung. Das entspricht genau der Auerbacher Planung. „Hinzu kommen noch zwei, drei Spieler, die diese Erfahrungen erst noch sammeln müssen“, sagt VfB-Manager Volkhardt Kramer. Damit sind die Personalplanungen weit fortgeschritten.

Zu den 19 kommen noch aller Voraussicht keine weiteren externen Zugänge. „Wenn überhaupt noch ein Fremdzugang zu uns kommt, dann nur einer“, sagt Kramer. Aber der Kader ist noch nicht vollständig. In den nächsten Wochen soll Trainer Sven Köhler herausfinden, welche Auerbacher Nachwuchsspieler einen Vertrag für die Regionalliga erhalten. Zwei bis drei Stellen sind noch offen. Am Casting nehmen unter anderem Toni Sieber und Chris Schuster aus der U 19 teil. „Unsere Nachwuchsspieler haben bereits unter Beweis gestellt, dass sie Qualität besitzen. Für uns ist es auch ein wichtiges Zeichen: Wir geben ihnen die Möglichkeit, den Sprung zu schaffen“, ergänzt Auerbachs sportlicher Leiter.

Das Training am Mittwoch startet übrigens ohne eine Teampräsentation. Der große Trommelwirbel für die neue Serie findet erst eine Woche später statt. Noch befindet sich nämlich nicht der gesamte Kader zurück in der Heimat. Ein Kompromiss, den der VfB mit seiner Struktur eingehen muss. „Einige Spieler haben noch bis zum Wochenende gespielt, andere haben bislang nur eine Woche Pause“, erklärt Kramer. „Deshalb erhalten einige noch ein paar Tage frei.“

Spannend werden dann die Auftritt der Auerbacher bei den Testspielen. Bislang stehen folgende Partien fest:

Freitag, 21. Juni, 18 Uhr: SV Wildenau – VfB Auerbach (in Wildenau)

Sonntag, 23. Juni, 16 Uhr: BC Erlbach – VfB Auerbach (in Erlbach)

Samstag, 29. Juni, 14.30 Uhr: FC Hirschfeld – VfB Auerbach (in Hirschfeld)

Sonntag, 30. Juni, 16 Uhr: VfB Auerbach – FC Erzgebirge U19 (in Reumtengrün)

Freitag, 5. Juli, 18.30 Uhr: VFC Plauen – VfB Auerbach (im Vogtlandstadion Plauen)

Sobald weitere Testspiele feststehen, informieren wir an dieser Stelle darüber.

Rolle rückwärts bei Josef Ctvrtnicek

Am letzten Spieltag hatte der VfB noch Josef Ctvrtnicek verabschiedet. Er sagte mit dem Siegtreffer gegen den SV Babelsberg „Ade“. Oder nun doch nicht. Ctvrtnicek bleibt in Auerbach. Auch diese Entscheidung fiel nur, weil der tschechische Stürmer den Auerbacher Weg mitgeht: Ein Job neben dem Fußball. „In der Rückrunde, nachdem wir ihn im Winter geholt haben, war er noch arbeitslos“, sagt Kramer. „Wir können ihn aber nicht als Fußballer anstellen.“ Daher trennten sich zunächst die Wege – allerdings mit der Einschränkung, dass der VfB sich nach einer Arbeitsstelle für den 29-Jährigen und seine Frau umsah – und fündig wurde. „Es war klar, dass er zu den normalen Konditionen bleiben würde, wenn wir ihm eine Arbeitsstelle vermitteln“, sagt Kramer zu der überraschenden Wende.

Denn rein sportlich war die Weiterverpflichtung von Ctvrtnicek durchaus gewünscht. Im Winter kam er aus einer längeren Verletzungspause nach Auerbach – und einigen Kilo zu viel auf den Rippen. „Er war nicht austrainiert“, sagt Kramer. „Aber er hat zehn Kilo abgenommen –das geht in so kurzer Zeit nicht spurlos an einem vorbei.“ In 14 Spielen erzielte er ein Tor. Diese Quote soll nun höher werden. Kramer ist davon überzeugt. „Fußballerisch hat er seine Qualitäten.“

Alexander Morosow wechselt nach Auerbach

Noch wenige Tage sind es bis zum Trainingsstart des Regionalliga-Teams – und der VfB Auerbach hat sich ein ambitioniertes Ziel gesetzt: „Wir wollten so schnell wie möglich den Kader zusammen haben“, sagt Kramer. Möglichst schon zum Trainingsstart am 19. Juni sollte der Kader weitgehend feststehen. Auf diesem Weg hat der VfB nun den nächsten Schritt gemacht: Denn der vorerst letzte externe Wechsel musste unter Dach und Fach gebracht werden. Vom VFC Plauen wechselt Alexander Morosow in die Regionalliga.

„Wir kennen ihn schon länger – auch von seinen vorherigen Stationen in Erfurt und Zwickau“, sagt Kramer. Da nach dem Karriere-Ende von Felix Lietz und dem Wechsel von Vaclav Heger auf der Außenbahn noch Handlungsbedarf bestand, kam der VfB auf den 26-Jährigen beim Nachbarverein in der Oberliga zu. „Die Außenbahn ist seine Spezialstrecke – speziell auf der rechten Seite. Und weil wir dort zwei Spieler abgegeben haben, passt er in unser Profil.“ Morosow hatte in Plauen in der abgelaufenen Oberliga-Saison 23 Spiele absolviert. Nun streift er künftig das gelb-schwarze Trikot in Auerbach über.

Morosow passt aber nicht nur sportlich zu Auerbach. Er trägt das Auerbacher Konzept neben dem Platz mit. Nach seiner Ausbildung beim VFC Plauen erhält er in Auerbach eine Arbeitsstelle. „Er wird nach Auerbach ziehen und hier arbeiten“, sagt Kramer.