Vier-Tore-Zimbo bringt VfB den ersten Heimsieg

VfB Auerbach – FSV Optik Rathenow 5:2 (3:0)

Der VfB Auerbach hat am Samstagnachmittag den ersten Heimsieg der Regionalliga-Saison eingefahren. Gegen den FSV Optik Rathenow siegten die Vogtländer vor 510 Zuschauern mit 5:2 (3:0). Herausragender Akteur war der Auerbacher Marc-Philipp Zimmermann, der vier der fünf Auerbacher Treffer beisteuerte. Dabei war der Erfolg bei weitem nicht so klar, wie das Ergebnis aussagt. Auerbach fand schlecht ins Spiel, profitierte aber von den individuellen Fehlern der Gäste. Zimmermann brachte den VfB mit einem lupenreinen Hattrick (12./15./33.). Nach der Pause dachten die Auerbacher, die Partie mit dem 4:0 durch Amer Kadric (54.) eigentlich entschieden zu haben. „Allerdings hatte ich nie das Gefühl, sich komplett zurücklehnen zu können“, sagte VfB-Coach Sven Köhler. Rathenow bestätigte im Laufe der zweiten Halbzeit seine Gefährlichkeit mit zwei Treffern zum 2:4. Doch Zimmermann erlöste Auerbach mit seinem vierten Treffer. „Ich freue mich natürlich sehr darüber. Der Sieg gibt uns nun Schwung für die nächsten Aufgabe“, sagte der Vierfach-Torschütze.

Statistik

Tore: 1:0/2:0/3:0 Zimmermann (12./15./33.), 4:0 Kadric (54.), 4:1 Langner (59.) 4:2 Aydogdu (83.), 5:2 Zimmermann (87.).

VfB Auerbach: Max. Schlosser – Jeck/V (82. Löser), Müller, M. Sieber/V, Morozow – Horschig – Baude/V (60. Seb. Schmidt/V), Kadric, Mar. Schlosser – Stock, Zimmermann/V (89. T. Sieber).

FSV Optik Rathenow: Hiemann – Sakan (58. Aydogdu), Turan, Bilbija, Zingu/V (66. Matur) – Wilcke, Hellwig/V (58. Adewumi), Leroy, Langner – Özcin/V, Kapan/V.

Schiedsrichter: Lämmchen (Meuselwitz).

Zuschauer: 510.

Regionalliga-Team will Revanche nehmen

Wenn das Regionalliga-Team des VfB Auerbach an den FSV Optik Rathenow denkt, dann kommt schnell die Erinnerung an die Rückrunde der Vorsaison. Die 2:3-Heimniederlage liegt bis heute noch im Magen. 0:2-Rückstand, Aufholjagd zum 2:2 und im Gegenzug der Gegentreffer zum 2:3. Das Ergebnis stürzte den VfB damals im März in eine kleine Sinnkrise. Am Ende der Saison lief alles noch glatt. Der VfB hielt die Klasse, Rathenow nach der fulminanten Rückrunden ebenso.

Am Samstag, 13.30 Uhr, treffen beide erneut aufeinander. Und der VfB will vor allem eins erreichen: Den ersten Heimsieg und damit auch die Niederlage aus dem Frühjahr endgültig aus dem Gedächtnis tilgen. Immerhin hat die Niederlage in der Vorsaison einen Vorteil: Die Optiker wird der VfB nicht mehr unterschätzen. Es gibt auch gar keinen Grund dazu, liegen beide Teams doch am Tabellenende mit fünf Punkten gleichauf. In einer relativ ausgeglichenen Liga ist daher ein Duell gegen direkten Konkurrenten umso wichtiger. „Natürlich ist die Erwartungshaltung so, dass wir das Spiel gewinnen wollen“, sagt VfB-Coach Sven Köhler. „Aber Rathenow geht natürlich genauso ins Spiel.“ Die Brandenburger werden – genau wie beim 1:0-Sieg in Lichtenberg am Dienstag – auf ihre Stärken im Umkehrspiel setzen. „Sie können jederzeit zurückschlagen“, warnt Köhler – auch mit den März-Erinnerungen im Hinterkopf.

In Auerbach ist der Personalsituation unterdessen nach wie vor angespannt: Die Vogtländer plagen seit Wochen erhebliche Ausfälle. Immerhin konnten Sebastian Schmidt und Hendrik Wurr schon wieder ins Mannschaftstraining einsteigen. Ob es für einen Einsatz im Kader reicht, ist noch ungewiss. Alle anderen verletzten Spieler bleiben auch gegen Rathenow nur Zuschauer. Für Köhler stellt sich daher die erste Elf beinahe von selbst auf. „Die Mannschaft steckt die Ausfälle bislang gut weg. Es lässt sich ja auch nicht ändern“, sagt der Coach.

Jetzt das VfB-Sondertrikot sichern

Ach Vogtland, wie bist du schön! Beschauliche Wiesen, Wälder und Felder. Ganz weit weg vom Großstadttrubel. Da ist es natürlich keine große Überraschung, dass so mancher Fan aus den Metropolen wie auf einem Bauernhof fühlen. Allerdings: Auch sie müssen nach Auerbach. In den ländlichen Raum, wo in Auerbach in den letzten Jahrzehnten etwas entstanden ist, das vielerorts seinesgleichen sucht. In Auerbach! Und nicht in anderen größeren Gemeinden in der näheren Umgebung. Darauf sind wir Vogtländer – zumindest die aus dem Göltzschtal – stolz!

Und wir sind auch stolz darauf, dass es bei uns so schön ländlich geprägt ist. Ja, wir haben Schweine, wir haben Kühe – allein schon für die gute Vogtlandmilch – und unsere Felder betreiben wir mit Mühe. Weil es so nett klingt, singen unsere Fans diese Zeilen auch im VfB-Stadion, wenn der VfB Auerbach mal wieder gegen einen der ach so traditionsreichen Klubs aus den Großstädten spielt – und die gegnerischen Fans mal wieder ein Schmählied anstimmen.

Darüber konnten die Auerbacher doch schon immer nur müde lächeln! Denn sie stehen zu ihrer Identität. Deshalb hat sich der VfB auch dazu entschlossen, den Slogan „Kühe, Schweine, Auerbach“ auf dem Trikot zu verewigen. „Wir nehmen es mit Humor“, sagt Uwe Kramer, der in typischer Auerbacher Tradition nicht nur ein Amt inne hat, sondern gleich drei: Co-Trainer, Vorstandsmitglied und Ausrüster. Er kam auf die Idee, den Satz aufs Regionalliga-Trikot zu drucken. Und natürlich passt der Spruch auch noch deshalb, weil der VfB-Trikotsponsor Vogtlandmilch auf eben jene landwirtschaftlichen Produkte setzt. Und gegen landwirtschaftliches Arbeiten gibt es nichts einzuwenden. Sie ist hart, nicht immer schön, aber am Ende doch sehr ehrlich. Wie eben der Auerbacher Fußball.

Und für die VfB-Fans hält Kramer auch noch eine gute Nachricht bereit: Das Sonder-Trikot mit dem Slogan am Kragen gibt es ab sofort zu kaufen. Und auch da unterscheidet sich der VfB: Wer ein Bundesliga-Trikot kaufen will, der blättert mal schnell 120 Euro hin. Beim VfB gibt es das Trikot mit Namensaufdruck zum Spezialpreis von 39,90 Euro. Und Uwe Kramer versichert: Das VfB-Trikot ist nicht nur optimal für Fußballspieler, sondern auch für die Feldarbeit geeignet.

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VfB hält Aue auf Trab

VfB Auerbach – FC Erzgebirge Aue 0:1 (0:0)

So schnell verändern sich Stimmungen im Fußball: Der VfB Auerbach stand vor vier Wochen noch wie ein bedröppelter Pudel da. Regionalliga: kein Erfolg. Testspiel gegen den FSV Zwickau: 1:5 verloren. Unglaublich, aber das Stimmungstief im Vogtland liegt erst einen Monat zurück. Ganz anders die Stimmung nach dem nächsten Testspiel gegen einen höherklassigen Gegner. Das Spiel ging zwar wieder verloren, doch kann sich ein 0:1 gegen den Zweitligisten FC Erzgebirge Aue durchaus sehen lassen. “Das Ergebnis ist völlig okay”, sagt VfB-Coach Sven Köhler – allerdings vor allem dazu, ob es gerechtfertigt war.

Es war durchaus eine verdiente 0:1-Niederlage. Allerdings eben gegen einen Zweitligisten, den der VfB lange Zeit auf Trab hielt. Im ersten Abschnitt war Auerbach natürlich mehr in der Defensive, setzte aber auch ein paar eigene Akzente. Was sich bemerkbar machte, war das Fehlen von Marc-Philipp Zimmermann im Sturm. Er war berufsbedingt nicht da. “Toni Sieber hat aber sein Zeug gut gemacht”, sagt Köhler. Allerdings verfügt der junge Angreifer noch nicht über die Erfahrung des Torjägers. Woher auch. Der VfB vertraut auch künftig auf die Fertigkeiten des Instinktfußballers, der im Sommer erst kurzfristig in den Regionalliga-Kader gerutscht ist.

Gegen Aue fehlte dem VfB zwar nach vorn die Durchschlagskraft, dafür sah es über weite Strecken in der Defensive – angesichts des Klassenunterschieds – ganz ordentlich aus. “Aue hatte aber einige gute Chancen”, sagt Köhler. “Aber selbst die hätten wir mit mehr Cleverness noch verteidigen können.” So musste sich VfB-Keeper Maximilian Schlosser einige Male auszeichnen. Er tat das erfolgreich, was ihn durchaus ein Lachen ins Gesicht zauberte. “Es waren schon ein paar gute Aktionen dabei”, gesteht er. Gute Aktionen gegen seinen Ex-Verein. Das fühlt sich umso besser an.

Keine Chance hatte er beim Gegentreffer Mitte der zweiten Halbzeit. Einen Angriff über den rechten Flügel vollegende Zulechner zum Auer Siegtor. Ein Tor, das auch vermeidbar gewesen wäre. Hätte der VfB auch noch das geschafft, es wäre ein perfekter Tag gewesen. Doch so blieb ein minimaler bitterer Beigeschmack. Kraft bringt das Spiel für das schwere Heimspiel gegen Optik Rathenow am Samstag, 13.30 Uhr, trotzdem. “Wir gehen das Spiel mit aller Ernsthaftigkeit an”, kündigt der VfB-Coach an. Schließlich weiß man in Auerbach nur zu gut, wie eng Enttäuschung und Euphorie zusammenliegen.

Statistik

Tor: 0:1 Zulechner (70.)

Auerbach: Max. Schlosser – Baude, Jeck, Kadric, Morosow, T. Sieber, Löser, M. Sieber, Stock, Marc. Schlosser, Horschig. – Eingewechselt: Sauer, Herold, Müller, Schuster.

Aue: Jendrusch, Ciftc, Breitkreuz, Samson, Kempe, Sessa, Wydra, Kupusovic, Daferner, Kusic, Testroet. – Eingewechselt: Haas, Keßler, Kalig, Rizzuto, Majetschak, Baumgart, Kapouranis, Hauk, Zulechner.

Schiedsrichter: Albert (Muldenhammer)

Zuschauer: 1050.

Maximilian Schlossers Reise in die Vergangenheit

In Auerbach steckt auch Aue – also nicht nur phonetisch, sondern auch rein praktisch im Fußball. Denn mittlerweile stehen in den Reihen des vogtländischen Regionalligisten zahlreiche Spieler mit Auer Wurzeln und einem Veilchen-Gen. Vor allem in der Defensive steckt besonders viel Aue in Auerbach: Marcin Sieber, Philipp Müller sowie die beiden Defensiv-Neuzugänge Paul Horschig und Niklas Jeck haben beim FC Erzgebirge Aue gespielt. Und natürlich auch VfB-Keeper Maximilian Schlosser, der ebenfalls noch in der abgelaufenen Saison beim FC Erzgebirge unter Vertrag stand. „Definitiv ist es daher ein besonderes Spiel“, sagt Schlosser vor dem Testspiel beide Teams am Samstag, 13.30 Uhr. „Immerhin geht es gegen den Verein, bei dem ich acht Jahre gespielt habe. Von daher hat es auf jeden Fall einen hohen Stellenwert für mich persönlich.“

Für den Keeper ist es eine Wiedersehen mit der Vergangenheit. Allerdings im Mantel der Zukunft. Denn beim VfB ist Schlosser mittlerweile komplett angekommen. Nach der Verletzung von Stefan Schmidt und Maximilian Rosenkranz vor drei Wochen war der VfB zum Handeln gezwungen. Da Maximilian Schlosser nach Ende seines Vertrags in Aue noch auf der Suche nach einem neuen Verein war, kamen beide Seiten schnell zusammen. Allerdings war aller Anfang schwer: Schlosser kassierte in den ersten Spielen – gegen Hertha BSC II und im Testspiel gegen den FSV Zwickau – gleich zehn Gegentreffer. Kein Einstand, wie es sich ein Torhüter wünscht. Auch in Erfurt kassierte der VfB eine 1:2-Niederlage. Drei Spiele, kein positives Resultat – so hatte sich der 20-Jährige sich die Rückkehr ins Vogtland nicht vorgestellt. Schlosser, der aus Zwota stammt, ließ sich aber nicht entmutigen. Auch weil er sich schnell in Auerbach zurechtfand: „Klar, hat es ein, zwei Wochen gedauert, aber die Mannschaft und alle im Umfeld haben es mir sehr einfach gemacht, mich wohl zu fühlen.“ Und Auerbach hatte er noch aus seinen zwei Jahren im Nachwuchsbereich des VfB gekannt, bevor er nach Aue wechselte. „Mittlerweile bin ich voll und ganz beim VfB angekommen“, sagt er.

Und das gilt nicht nur rein persönlich, sondern auch sportlich. „Nach den letzten drei ungeschlagenen Spielen freue ich mich umso mehr auf die Saison.“ Die drei Spiele brachten dem VfB viel Selbstvertrauen. Zumal eben hinzukommt, dass gegen die drei Gegner (Cottbus, Lok Leipzig und Viktoria Berlin) nicht unbedingt Punktgaranten für die Vogtländer sind. „Von unserer Mannschaft bin ich absolut überzeugt“, sagt Schlosser. „Nach so einem Saisonstart und dazu noch so viel Verletzungspech, das wir haben, in den letzten drei schweren Spielen fünf Punkte zu holen, spricht absolut fürs Team. Wenn wir Woche für Woche unsere Leistung abrufen, dann werden wir auch Erfolg haben. Es steckt viel Potential in der Mannschaft.“

Wie viel Potenzial das Team hat, wird sich womöglich schon im Testspiel gegen den Zweitligisten am Samstag zeigen. „Wir werden am Samstag einfach alles ins Spiel reinhauen und versuchen,, dem Favoriten Paroli zu bieten und ein positives Gefühl mitzunehmen für die nächsten Ligaspiele“, sagt der VfB-Keeper mit Auer Vergangenheit. „Das Ergebnis ist da erstmal nebensächlich. Klar, will man jedes Spiel erfolgreich bestreiten, aber am Samstag kommt es vor allem auf die Art und Weise an, wie wir auftreten. Wir müssen einfach mutig sein und versuchen, konsequent unser Ding durchzuziehen und dann werden wir sehen, was rauskommt. Wer weiß, vielleicht gibt es ja eine Überraschung.“ Auf einen guten Rückhalt kann sich der VfB schon einmal verlassen.

Eintrittspreise

Sitzplätze (überdacht): 10 Euro (Vollzahler)/8 Euro (Teilzahler)

Stehplätze Heimbereich, Gäste-Tribüne, Stehplätze Gäste: 8 Euro (Vollzahler)/7 Euro (Teilzahler)

VfB löst Vertrag mit Ctvrtnicek

Persönliche Gründe haben Josef Ctvrtnicek veranlasst, in der vorigen Woche um Auflösung seines Vertrages zu bitten. Verein und Spieler haben sich darauf verständigt, dieser Bitte nach Austragung des Spiels gegen Viktoria Berlin nachzukommen. Das ist inzwischen geschehen. Der VfB wünscht Josef persönlich alles Gute und bedankt sich für seine Zeit im Verein. Der 29-jährige Offensivspieler kam beim VfB auf 19 Regionalliga-Spiele, erzielte dabei ein Tor. Zur Winterpause 2018/19 war er aus seiner tschechischen Heimat nach Auerbach gewechselt.

Neuzugang sichert VfB einen Zähler in Berlin

FC Viktoria Berlin – VfB Auerbach 1:1 (0:0)

Der VfB Auerbach hat in der Fußball-Regionalliga die zweite Englische Woche in Folge erfolgreich abgeschlossen. Dank des 1:1-(0:0)-Unentschieden beim FC Viktoria Berlin holten die Vogtländer fünf Zähler innerhalb von neun Tagen. Matchwinner in Berlin war Paul Horschig – und damit ein Spieler, der erst am Freitag vom FC Erzgebirge Aue nach Auerbach gewechselt war. Schon nach der ersten Trainingseinheit mit seinem neuen Team stand er in der Startelf und krönte seine starke Leistung mit dem Treffer zum späten Ausgleich (85.). „Wenn du so spät den Ausgleich schießt, dann ist es natürlich immer glücklich“, sagte VfB-Coach Sven Köhler. „Aber über das gesamte Spiel gesehen war es ein verdienter Punktgewinn.“ Denn die erste Halbzeit ging die Vogtländer – allerdings ohne den Führungstreffer. Der hätte fallen können, als Amer Kadric vom Elfmeterpunkt antrat, den Foulelfer aber verschoss. Im zweiten Abschnitt verlor der VfB den Zugriff zum Spiel. Nach einer Reihe von guten Chancen für Viktoria schien sich die Partie in Richtung Unentschieden zu verabschieden. Doch Auerbach lief in einen Konter. Schmidt brachte mit seinem Abstauber die Heimelf in Führung (68.). Doch damit war die Partie noch nicht entschieden, denn Auerbach hatte mit Herschig noch ein Ass im Ärmel.

Statistik

Tore 1:0 Schmidt (68.), 1:1 Horschig (85.).

Viktoria Berlin: Flauder – Röcker, Hoffmann, Kapp – Yamada (19. Daube), Becker, Menz, Schulz/V (57. Brand) – Hüther – Schmidt/V, Scharkowski (75. Fardjad- Azad).

VfB Auerbach: Max. Schlosser – Löser, Müller, M. Sieber/, Morosow – Kadric (90. Träger), Horschig – Baude (46. T. Sieber/V), Mar. Schlosser/V – Stock  (79. Sauer), Zimmermann.

Zuschauer 303.

Schiedsrichter: Dallmann (Wismar).

Vorkommnisse: Flauder hält Foulelfmeter von Kadric (17.).

VfB will den Auswärtsbann beenden

Englische Wochen prägen derzeit die Stimmung beim VfB Auerbach. Die erste Englische Woche – die ersten drei Punktspiele in der Regionalliga – führten eher zu einem frustrierten Blick auf die Tabelle, die zweite Englische Woche in der noch jungen Saison soll genau zum Gegenteil führen. Denn zum Abschluss der Drei-Spiele-Woche will der VfB Auerbach auch am Samstag, 13.30 Uhr, beim FC Viktoria Berlin punkten. Mit einem Punktgewinn – egal, ob einfach oder dreifach – hätten die Vogtländer den Fehlstart in die Serie endgültig vergessen gemacht. Und die Vorzeichen stehen allemal besser als noch vor wenigen Tagen.

Denn erst der Erfolg in Cottbus (4:1) katapultierte den VfB in die Saison. Die vier Niederlagen zuvor trügten zwar über das wahre Leistungsvermögen der Auerbacher Elf hinweg, doch allein von dieser Erkenntnis konnten sich die Vogtländer nichts kaufen. Nur Punkte zählen. Immerhin haben die Spiele gegen Cottbus und Lok Leipzig (1:1) nun das Selbstvertrauen zurückgebracht, um auch in Berlin zu bestehen. Das Selbstbewusstsein ist auch nötig, denn bei der Viktoria war zuletzt nicht viel für die Gelb-Schwarzen zu holen. Während in Auerbach die Chancen stets gut standen, hagelte es zuletzt zwei Niederlagen in Berlin – jeweils mit vier Gegentreffern (0:4 und 2:4). Zuvor erreichte der VfB immerhin drei Unentschieden in Berlin – und eine weitere Niederlage. Diese Bilanz spiegelt einen Grundsatz dieses Duells wider: In bislang zwölf Duellen beider Klubs konnten noch nie die Gastmannschaft gewinnen. Acht Heimsiege und vier Unentschieden sprechen eine klare Sprache für den Gastgeber.

Doch alle Statistik zählt am Samstag nichts mehr. Oder doch? Die Vorzeichen sind insofern nicht besonders glücklich für den VfB, weil die Verletztenmisere sich weiter fortsetzt. Neben den „drei Schmidts“ (Stefan, Sebastian und Maximilian) fallen auch Daniel Tarczal, Hendrik Wurr und Maximilian Rosenkranz aus. Damit muss VfB-Coach Sven Köhler auf fünf Stammkräfte verzichten. Erleichterung bringt da die Doppelverpflichtung von Paul Horschig und Niklas Jeck vom FC Erzgebirge Aue am Freitag. Inwieweit beide schon zu einem Einsatz kommen, ist noch offen. Sicher ist aber nur: Schon in der ersten Trainingseinheit am Freitag bekamen beide das Selbstbewusstsein eingeimpft, das die Auerbacher in der vergangenen zwei Spielen gesammelt haben. Die zweite Englische Woche soll schließlich erfolgreich enden.

VfB reagiert auf Verletztenmisere mit zwei Neuverpflichtungen

Eine während des Spiels gegen Lok Leipzig zustandegekommene Verletzung bei Maximilian Schmidt hat sich doch als etwas schwerwiegender als erwartet herausgestellt. Das rechte Knie ist stark angeschwollen. Eine genauere Diagnose wird eine CT-Untersuchung erbringen. Für das Spiel beim FC Viktoria Berlin (Samstag, 13.30 Uhr) fällt er genauso wie Daniel Tarczal aus. Damit verlängert sich die Verletztenliste des VfB weiter – und der Verein war zum Handeln gezwungen. In Abstimmung mit dem FC Erzgebirge Aue wechseln Paul Horschig und Niklas Jeck aus dem Zeitbundesliga-Kader zum VfB. Das Spielrecht wurde beantragt und könnte bis Samstag hergestellt werden. Paul Horschig ist 19 Jahre alt und 1,92 Meter groß. Er ist ein defensiver Mittelfeldspieler. Niklas Jeck ist noch 17 Jahre alt und 1,92 Meter. Er ist Abwehrspieler, wurde vorwiegend als Innenverteidiger bzw. auf der Linksverteidigerposition eingesetzt. Nach einem Jahr ist die Rückkehr beider Spieler zum FC Erzgebirge Aue geplant.

VfB stoppt die Lok

VfB Auerbach – 1.FC Lokomotive Leipzig 1:1 (0:0)

Der VfB Auerbach hat am Dienstagabend vor 1218 Zuschauern seinen ersten Heimpunkt in der Fußball-Regionalliga eingefahren. Gegen den Tabellenführer 1.FC Lokomotive Leipzig verdienten sich die Vogtländer ein 1:1-(0:0)-Unentschieden. Am Ende waren die Auerbach, die nach dem Platzverweis für Berger (87.) die Schlussphase in Überzahl spielten, sogar näher am Sieg als die Gäste. „Es ist am Ende leider so, dass die Enttäuschung etwas überwiegt“, sagte Auerbachs Maximilian Schmidt nach dem Spiel. „Aber im Fußball ist es eben so, du musst du Tore schießen, um zu gewinnen.“ Das verpasste der VfB in der Schlussphase, als Zimmermann einen Fehler von Lok-Keeper Wenzel beinahe zum Siegtreffer genutzt hätte (90.). Der VfB-Torjäger traf frei vor dem leeren Tor nur das Außennetz. Doch Zimmermann hatte zuvor bereits seine Hausaufgaben gemacht: Er leitete mit seinem Treffer in der 73. Minute die beste Phase des Spiels ein. Eine flache Eingabe von Stock verlängerte er ins Netz. Zuvor lieferten sich beide Teams einen Schlagabtausch im kämpferischen Bereich – vor allem im ersten Abschnitt ohne eine Vielzahl gelungener Spielzüge. Auerbach gelang es, den spielstarken Leipzigern ein Kampfspiel aufzudrücken. So konnte der Favorit nicht zur Entfaltung kommen. Je eine Chance auf jeder Seite waren im ersten Abschnitt zu verzeichnen: Zimmermann verpasste bei einem Abpraller den Auerbacher Führungstreffer (43.) und Steinborn kurz vor dem Pausenpfiff (45.) frei vor VfB-Keeper Maximilian Schlosser die Gäste-Führung. Ein gerechtes Unentschieden zur Pause. Im zweiten Abschnitt schlugen beide eine spielerisch feinere Klinge. Zimmermanns Führungstreffer führte zu einer fulminanten Schlussphase, in der die Auerbacher sich den Siegtreffer aufgrund einer leidenschaftlichen Leistung verdient gehabt hätten. Doch der Ball wollte nicht mehr ins Tor. „Dass wir nach zwei so schweren Spielen – in Cottbus und gegen Lok – mit vier Punkten dastehen, macht mich schon etwas euphorisch“, sagte VfB-Coach Sven Köhler. „Ich möchte ausdrücklich mein Team für die leidenschaftliche Leistung gratulieren.“ Nun ist ihm auch nicht vor dem nächsten Regionalliga-Spiel bange: Am Samstag, 13.30 Uhr, spielen die Vogtländer beim FC Viktoria Berlin.