Hendrik Wurr und Eric Träger wechseln zum VfB

Die Saison ist kaum vorbei, schon laufen die Planungen für die neue Saison auf Hochtouren. Nun hat der VfB zwei Neuzugänge präsentiert.

Mit Hendrik Wurr vom SV Eichede (Oberliga Schleswig Holstein) hat der VfB einen Spieler verpflichtet, den die Auerbacher Fans bereits einmal sehen konnten. Der 23-jährige, 1,90 Meter große Abwehr- und defensive Mittelfeldspieler hatte beim Probetraining und dem Testspiel gegen den FSV Zwickau einen sehr guten Eindruck hinterlassen. „Er hat uns in dem Spiel ausgesprochen gut gefallen“, sagt VfB-Manager Volkhardt Kramer. „Wir denke, dass er gut in unsere Defensive passt.“ Der Fernstudent hat einen Einjahresvertrag beim  VfB unterzeichnet. In der Oberliga Schleswig-Holstein absolvierte er in der abgelaufenen Saison 23 Punktspiele und erzielte dabei drei Tore.

Der zweite Neuzugang ist Eric Träger. Er wechselt vom FC Oberlausitz ins Vogtland. Träger hat seine fußballerische Ausbildung bei RB Leipzig und Dynamo Dresden erfahren. In Neugersdorf kam Spielpraxis im Regionalliga-Bereich dazu. In Ostsachsen kam er zu 25 Einsätzen in der abgelaufenen Saison und erzielte zwei Tore. Der 21-Jährige ist 1,84 Meter groß und auf allen Defensivpositionen einsetzbar. Er hat beim VfB einen Zweijahresvertrag unterschrieben. „Wer bei zwei so bekannten Vereinen wie RB Leipzig und Dynamo Dresden im Nachwuchs ausgebildet wurde und dann bei einem Liga-Konkurrenten gespielt hat, der wird sich auch in Auerbacher durchsetzen können“, sagt Volkhardt Kramer. „Wir haben mit beiden nicht die Katze im Sack geholt, sondern solide ausgebildete Spieler.“

Für den VfB ist damit die Lücke in der Defensive geschlossen. Damit sind die Auerbacher Personalplanungen aber noch nicht beendet. „Wir werden in den nächsten Tagen noch weitere Neuzugänge präsentieren“, kündigt Kramer an. So sollen Mittelfeldspieler ins Vogtland wechseln. Geplant ist, dass neben drei Torhütern noch 18 bis 20 Feldspieler zum Regionalliga-Kader zählen. Zu Vertragsspielern gehören künftig auch die beiden bisherigen U19-Spieler Pascal Sauer und Jan Luderer. „Wir ziehen beide in den Regionalliga-Kader hoch“, sagt Kramer.

VfB bindet zwei Spieler an sich

Mit Abschluss der erfolgreichen Saison 2018/19 haben zwei weitere Leistungsträger der Mannschaft ihre Verträge beim VfB verlängert. Torhüter Maximilian Rosenkranz hat sich für das kommende Spieljahr an den VfB gebunden. Defensivspezialist Philipp Müller wird mindestens in den nächsten zwei Jahren sein Team weiter verstärken.

Beide Spieler nehmen innerhalb ihrer Mannschaft eine wichtige Rolle ein. Ihre Verpflichtung trägt damit wesentlich dazu bei, dass das Gerüst einer erfolgreichen Regionalliga-Mannschaft erhalten bleibt.

Josef Ctvrtnicek trifft zum Sieg zum Abschluss

VfB Auerbach – SV Babelsberg 1:0 (0:0)

Der VfB Auerbach hat sich mit einem 1:0-Heimsieg gegen den SV Babelsberg am letzten Spieltag der Fußball-Regionalliga den neunten Tabellenplatz gesichert. Am Samstagnachmittag fuhren die Auerbacher vor 540 Zuschauern einen insgesamten verdienten Heimerfolg ein. Das Tor des Tages erzielte ausgerechnet Josef Ctvtrnicek. Denn der tschechische Stürmer verlässt den Verein am Saisonende. Zusammen mit Felix Lietz, Vaclav Heger, Hans Christian Miertschink und Danny Wild wurde er vor dem Spiel verabschiedet.

Damit zeigt sich schon: Dem VfB Auerbach steht ein Umbruch an, gehören doch drei der fünf Abgänge zur Stammelf. Im letzten Spiel der Saison zeigten die Vogtländer einen guten Auftritt. Vor allem die erste Halbzeit dominierte der VfB, verpasste es aber, in Führung zu gehen. Marc-Philipp Zimmermann hatte die besten Auerbacher Chancen auf dem Fuß: Er verschoss erst einen Elfmeter (32.) und scheiterte kurz vor der Pause nochmals an Gäste-Keeper Gladrow (41.). „Wir waren in der ersten Halbzeit optisch überlegen“, sagte auch VfB-Coach Sven Köhler. „In der zweiten Halbzeit haben wir aber die spielerisch Stärke der Babelsberger gesehen.“ Denn die Gäste kamen besser ins Spiel und hatten einige gefährliche Aktionen. Das Tor machte dann aber der VfB: Nachdem zuvor Philipp Müller noch aus kurze Distanz den Ball nicht im Tor unterbrachte, köpfte Ctvtrnicek den nachfolgenden Eckball aus zehn Metern unbedrängt ins Netz.

„Die Mannschaft hat in dieser Saison unter unseren Bedingungen alles rausgeholt und sich für die Saison mit dem neunten Tabellenplatz belohnt. Jetzt wird es – wie jedes Jahr – schwer, das zu bestätigen“, sagte VfB-Coach Köhler.

Statistik

Tor: 1:0 Ctvrtnicek (83.).

Auerbach: Rosenkranz – Hoffmann (66. Ctvrtnicek), Müller, Sieber, Lietz/V – Tarczal (66. Heger) – Kadric, Schlosser/V, Seb. Schmidt – Stock, Zimmermann (85. Sauer).

Babelsberg: Gladrow – Rode, Mason (69. Danko), Rangelov/V, Man. Hoffmann, Nattermann, L. Koch, Montcheu, Abderrahmane (46. Salla), Wilton, Okada (46. Dombrova).

Schiedsrichter: Wartmann (Großvargula).

Zuschauer: 540.

VfB will einen guten Saisonabschluss

Es war wohl die schwärzeste Stunde des VfB Auerbach in dieser Saison – neben der Heimpleite gegen den FSV Optik Rathenow: das 0:5 beim SV Babelsberg. Das Ende der Hinrunde – und damit auch des Jahres 2018 war schrecklich. „Wenn wir immer so verteidigt hätten wie in Babelsberg, dann stünden wir jetzt vor einem Endspiel“, sagt VfB-Coach Sven Köhler. Oder der VfB wäre schon abgestiegen. Denn fraglos war die Partie in Potsdam eine ganz schwache. Der VfB ließ die Gastgeber gewähren – und die spielten wie entfesselt auf. Allein Tom Nattermann traf dreifach. Den Babelsberger Torjäger will Köhler daher in Auerbach (Samstag, 13.30 Uhr) ganz besonders ins Auge nehmen.

„Er is ein Mann mit Erfahrung. Seine Torquote zeigt, wie wichtig so ein Mann für die Mannschaft ist“, sagt Köhler. „Aber das ist bei uns auch nicht anders. Wir brauchen auch die Tore von Marc-Philipp Zimmermann und Marcel Schlosser.“ Und gegen Babelsberg eine Idee für die Defensive, um das starke Offensivspiel des SVB zu stoppen. „Wir müssen verhindern, dass Nattermann die Bälle im Strafraum bekommt“, sagt Köhler. „Auf den Außen ist Babelsberg individuell gut besetzt. Sie setzen Nattermann gut ein. Du wirst es nie schaffen, ihn ganz auszuschalten.“ Aber vielleicht über weite Strecken des Spiels.

Denn der VfB möchte den letzten Spieltag der Saison mit einem Erfolg beenden. „Es war eine ordentliche Saison. Ein Erfolgserlebnis am Ende ist immer gut, weil wir unmittelbar danach in die Pause gehen.“ Das Team hat danach trainingsfrei – und  viereinhalb Wochen Urlaub.

Doch bevor es so weit ist, will der VfB mit Danny Wild und Vaclav Heger auch noch zwei verdiente Spieler verabschieden. Beide wechseln im Sommer den Verein. „Natürlich ist es schade, dass Vaclav geht“, sagt Köhler über seinen Defensivspieler. „Aber er ist in einem Alter, in dem er es noch einmal probieren kann, in den Profifußball zu kommen.“ Wohin er wechselt, ist noch unklar. Wohl aber in eine ausländische Liga. Wahrscheinlich erhält Heger aber heute ein Abschiedsspiel im VfB-Trikot. Köhler sieht von Experimenten ab. „Ich werde nicht alles durcheinanderwirbeln.“

Ein Ziel könnte der VfB aber noch erreichen. So ganz aus Versehen. Die Vogtländer liegen nur zwei Punkte hinter Hertha BSC II ganz weit oben in der Fairplay-Wertung. Sehr zur Überraschung des Coaches. „Wir haben uns nicht vorgenommen, in der Fairplay-Tabelle ganz oben zu stehen. Das ist eher zufällig.“ Nett wäre der Titel aber trotzdem.

VfB holt einen Punkt in Fürstenwalde

Union Fürstenwalde – VfB Auerbach 1:1 (1:1)

Der VfB Auerbach hat von seinem letzten Auswärtsspiel der Saison in der Fußball-Regionalliga einen Punkt mitgebracht. Beim FSV Union Fürstenwalde gelang den Vogtländern ein 1:1-Unentschieden. Vor 441 Zuschauern spiegelte die Punkteteilung den Spielverlauf wider. Einziger Wermutstropfen für den VfB: Mit einem Sieg hätten das Team von Trainer Sven Köhler auf den siebten Rang springen können.

Doch in Brandenburg waren die Auerbacher letztlich mit dem Punkt zufrieden. Früh hatte Marc-Philipp Zimmermann den VfB in Führung gebracht (17.). Er köpfte einen Schlosser-Freistoß ins Netz. Doch im direkten Gegenzug glichen die Gastgeber nach einem Pingpong-Tor aus: Hoffmann hatte Sait im Strafraum angeschossen – von ihm aus prallte der Ball ins Netz. Über weite Strecken wogte die Partie in der Folge hin und her – mit gefährlichen Aktionen vor beiden Toren. Die beste Chance zum Sieg hatte ein ehemaliger Auerbacher: Martin Zurawsky hatten den Fürstenwalder Siegtreffer bei einem Handelfmeter auf dem Fuß. Doch er scheiterte an Maximilian Rosenkranz, der sich bei seiner Saisonpremiere im VfB-Tor auszeichnen konnte. Somit blieb es bei der gerechten Punkteteilung.

Der VfB trifft im letzten Saisonspiel am Samstag, 13.30 Uhr, auf den SV Babelsberg und will dann vielleicht noch den Sprung auf einen einstelligen Tabellenplatz schaffen.

Statistik

Tore: 0:1 Zimmermann (17.), 1:1 Said (18.).

Fürstenwalde: Richter – Ripp, Krstic, Hausdorf, Meyer – Zurawsky, Stagge (69. Cinar) – Sejdija – Hovi, Thiel (60. Wunderlich), Sait (79. Bolyki).

Auerbach: Rosenkranz – Hoffmann (71. Heger),  Sieber, Lietz, Schmidt – Müller (64.  Trinks), Kadric, Tarczal, Schlosser  – Miertschink (41. Stock), Zimmermann.

Schiedsrichter: Hösel (Magdeburg).

Zuschauer: 441.

Danny Wild und Vaclav Heger verlassen den VfB

Der am Saisonende auslaufende Vertrag von Danny Wild beim VfB wird nach Absprache zwischen beiden Seiten nicht verlängert. Die Belastungen im letzten Jahr der Ausbildung lassen sich nicht mit den zeitlichen Aufwendungen für Familie und Regionalligafußball verbinden. Der Verein bedankt sich für Dannys Engagement in seinen viereinhalb Jahren beim VfB und wünscht ihm persönlich und seiner Familie alles Gute für die Zukunft.

Ebenfalls verlassen wird Vaclav Heger den Verein. Vaclav spielte dreieinhalb Jahre für den VfB und sah den Verein als Zwischenstation auf dem Weg in den bezahlten Fußball. Diesen Schritt möchte er nun gehen. Der VfB bedankt sich bei Vaclav und wünscht gleichzeitig alles Gute und viel Erfolg bei der angestrebten Profikarriere.

VfB setzt sich gegen Schneegestöber und Bischofswerda durch

VfB Auerbach – Bischofswerdaer FV 4:0 (1:0)

Das VfB-Stadion ist bekanntermaßen ein schwer einzunehmende Festung. Im ersten Regionalliga-Jahr – damals vor sieben Jahren – hielt der VfB Auerbach nur aufgrund der Heimstärke die Klasse. Auch in den Folgejahren tat sich der VfB daheim oft leichter als auswärts. Einer, der das miterlebt hat, ist Philipp Kötzsch. Daher dürfte ihm beim Antritt der Reise mit seinem neuen Verein, dem Bischofswerdaer FV, nach Auerbach schon klar gewesen sein, dass die Ost-Sachsen vor einer schweren Aufgabe stehen würden. Zu aller Heimstärke des VfB kamen auch noch drei weitere Faktoren hinzu, weshalb am Ende der Partie das erwartete Ergebnis auf der Anzeigetafel stand: das Wetter, der Flow der Serie und eine gut aufgelegt VfB-Offensive.

Aber der Reihe nach – und zum Wetter. Den Auerbachern schallten noch die etwas unsachlichen Vorwürfe von Meuselwitz‘ Coach Heiko Weber in den Ohren, sie könnten nur auf einem schlechten Platz erfolgreich Fußball spielen. Zwar wollten die Vogtländer den Gegenbeweis antreten, doch muss Weber wohl noch aus der Ferne eine Woche länger darauf warten. Denn erneut passierte das, mit dem selbst der VfB nicht mehr gerechnet hatte: Schneefall im Mai. Zwar hatte es – in ferner Vergangenheit mal noch später im Jahr geschneit – doch diesmal überrumpelte der Wintereinbruch auch die Auerbacher. Darauf war das VfB-Team nicht eingestellt. „Wir hatten unser Abschlusstraining noch auf einem Rasenplatz absolviert“, sagte VfB-Coach Sven Köhler, „daher haben auch wir eine Viertelstunde gebraucht, um uns an die Bedingungen zu gewöhnen.“ Und die hätten durchaus noch viel schlechter sein können, wenn nicht ein Dutzend Helfer eine Stunde vor der Spiel sich noch schnell die Schneeschippen geschnappt und den Platz geräumt hätten. „Ursprünglich wollten wir nur die Strafräume vom Schnee befreien“, sagte VfB-Manager Volkhardt Kramer, der genau wie Coach Köhler mitarbeitet, „doch dann haben wir gemerkt, dass es schneller geht als erwartet, und haben gleich noch den gesamten Platz geräumt.“ Alle Mühen lohnten sich. Der Schnee taute nach der Pause komplett weg – und mit ihm auch gleichzeitig alle Zweifel an einem Sieg.

Denn mit dem Grün des VfB-Stadions kam auch noch ein weiterer Erfolgsfaktor zum Vorschein: der VfB-Treffsicherheit. Mit bislang 45 Saisontreffern – bei noch zwei ausstehenden Partien – könnte der VfB die Werte der zwei vorigen Serien toppen (48 Tore in der Saison 2017/18 und 47 Tore in der Saison 2016/17), an den Rekordwert der Serie 2016/17 (52 Treffer) dürften die Vogtländer aber nur im Optimalfall rankommen. Die vier Tore gegen den Bischofswerdaer FV zeigen aber, dass im Jahr 2019 die VfB-Offensive wieder in Torlaune ist. Dass Marc-Philipp Zimmermann mit zwei Treffern – es waren seine Saisontreffer elf und zwölf – einen entscheidenden Beitrag zum Sieg leistete, beweist seine wiederentdeckte Stärke. Dass es sich dabei um zwei Kopfballtreffer handelte, unterstreicht, wie wichtig er im VfB-Spiel ist. Denn Zimmermann ist bei Spielen wie gegen Bischofswerda, wenn sich das Spiel nach vorn auf viele hohe Bälle konzentriert, eine Bank. Auch diesmal konnten ihn die Gäste sowohl beim Verteilen und Weiterleiten von langen Pässen nicht stoppen, als auch in den beiden Szenen zu den Toren, als er jeweils seinem Gegenspieler davoneilte und frei einköpfte.

Vor allem sein Tor zum 1:0 bereitete dem VfB den Weg zum Sieg. Trotz aller Euphorie und dem hervorragenden Ausgang des Spiels darf dabei aber nicht vergessen werden: Die Partie hätte um ein Haar auch ganz anders laufen können. Wieder einmal war eine Szene zu Beginn des Spiels entscheidend – auch diesmal zugunsten des VfB, auch wenn anders als gewohnt. Denn in den letzten Wochen gelang den Auerbachern meist ein früher Führungstreffer, der dann den Weg zum Sieg bereitete. Auch das hätte – bei Zimmermanns Kopfballchance – passieren können. Doch viel wahrscheinlicher war der Rückstand. Nach Philipp Müllers grobem Schnitzer, als er einen Rückpass zu sanft spielte und Sonntag freie Bahn in Richtung VfB-Tor hatte, hätte alles anders kommen können. VfB-Keeper Stefan Schmidt verkürzte clever den Winkel und ließ Sonntag scheitern. So ist aber wohl der Fußball: Wenn der VfB an gleicher Stelle wie Bischofswerda stehen würde, nämlich unmittelbar vor den Abstiegsrängen, hätte der Angriff wohl zu einem Tor geführt – und hätte dann wohl einen ganz anderen Verlauf des Spiels zur Folge gehabt. Doch es läuft eben einfach im Göltzschtal.

Und mit diesem Selbstvertrauen überrollte der VfB die Gäste nach der Pause. Auf Zimmermanns Pausenführung ließ Vaclav Heger mit einer verunglückten Flanke, die sich ins Netz senkte, erst das 2:0 folgen, dann köpfte Zimmermann schnell zum 3:0. Es war die Entscheidung einer einseitigen Partie im zweiten Abschnitt. „Wenn du mit 3:0 führst, dann klappt auch alles“, wusste Sven Köhler. „In der Spielvorbereitung habe ich gesagt: Belohnt diejenigen, die heute den Platz vom Schnee befreit haben. Der einfache Fußball wird heute entscheidend sein. Das haben sie nach einer schwierigen Anfangsphase richtig gut gemacht.“

Und das können sie nun noch weiter fortsetzen. Noch zwei Spiele warten in der Regionalliga vor der Winterpause. Am Mittwoch steigt aber erst noch ein Testspiel gegen den Drittligisten FSV Zwickau. Anstoß ist 18 Uhr.

Statistik

Tore: 1:0 Zimmermann (37.), 2:0 Heger (49.), 3:0 Zimmermann (59.), 4:0 Tarczal (73.).

VfB Auerbach: St. Schmidt – Heger, Müller (90. Herold), Sieber, Lietz – Tarczal – Kadric (83. Wild), Schlosser, Seb. Schmidt – Stock, Zimmermann.

Bischofswerdaer FV: Reissig – Kießling, Meinel, Mattern (74. Grellmann), Käppler – Zille  (67. Gries), Kötzsch, Callarius, Sonntag – Petracek (46. Rülicke), Graf.

Schiedsrichter: Burghardt (Premnitz).

Zuschauer: 405.

Schnee soll den VfB nicht aufhalten

Ist es der Klimawandel? Wer weiß. Bekanntermaßen ist der Winter im Vogtland immer länger als anderswo. Auch dieses Jahr. Die vielen ausgefallenen Spiele zu Beginn des Jahres zeugen davon. Nun, am 4. Mai, ist es nochmals passiert. Obwohl alle von Sonnenschein und angenehmen Temperaturen ausgingen, liegt wieder Schnee im VfB-Stadion. „Wir haben kein Interesse daran, das Spiel ausfallen zu lassen“, betont VfB-Manager Volkhardt Kramer vor der Partie gegen den Bischofswerdaer FV, 13.30 Uhr. „Wir stehen mit Schneeschiebern bereit und tun alles dafür, dass die Partie stattfinden kann.“ Insofern gehen die Auerbacher davon aus, dass einer Durchführung nichts im Wege steht.

Warm anziehen – heißt es also. Und das dürfte auch sportlich der Fall sein. Denn die Gäste aus Ostsachsen stecken noch mitten im Abstiegskampf und brauchen jeden Punkt. „Ich erwarte ein kampfbetontes Spiel“, sagt VfB-Coach Sven Köhler. Die äußeren Bedingungen dürften noch ihr Übriges hinzutun. Denn der Platz im VfB-Stadion wird tief sein. „Das Platz ist eben im Vogtland im Frühjahr nicht der beste Rasen der Liga“, betont Köhler. „Doch da machen wir keinem einen Vorwurf. Platzwart Ulf Wagner tut mit seinem Team sein Bestes“, so Köhler weiter. Ein Vorteil ist das keinesfalls für die Auerbacher, wie zuletzt Heiko Weber vom ZFC Meuselwitz dem VfB vorwarf. „Letztlich müssen beide Teams damit zurechtkommen.“

Und da die Bischofswerdaer eine ähnliche Spielidee wie der VfB hat, wird die Partie am Samstag wohl ein Kampf auf Augenhöhe – mit der Portion Brisanz. „Dass mit Philipp Kötzsch und Alexander Mattern zwei ehemalige Auerbacher beim BFV spielen, ist natürlich für die beiden etwas Besonderes. Sie werden versuchen, uns zu zeigen, dass sie gute Fußballer sind“, weiß Köhler. Der VfB setzt aber seine Stärken entgegen und will mit einem Erfolg den Klassenerhalt auch rechnerisch klar machen.

Amer Kadric wieder auf dem Weg der Besserung

Es war der Schockmoment des Spiels. Die Sorgenfalten von VfB-Coach Sven Köhler waren beim Auswärtsspiel kurz nach der Pause aus einem anderen Grund als dem 0:4-Rückstand tiefer: Amer Kadric musste verletzt vom Feld. Mit schmerzverzerrtem Gesicht ging er vom Platz. Er hielt sich den Arm.

VfB-Manager Volkhardt Kramer stürmte schnell ans Spielfeldrand und erkundigte sich nach dem Wohlbefinden des Auerbacher Schlüsselspielers. Das Schlimmste war zu befürchten. Ein Bruch des Arms? Ein längerer Ausfall? Eine erste Diagnose fiel schwer. Daher ging es ab ins Charité Universitätsklinikum in Sichtweite des Stadions in Lichterfelde. Es war Kadric beim Gang aus dem Stadion anzumerken, dass in seinem Kopf sich viele Gedanken um die Schwere der Verletzung kreisten.

Den Weg in die Klinik kennen die Auerbacher übrigens gut. Schon zweimal musste verletzte Spieler ins Krankenhaus. Das Stadion in Lichterfelde scheint also kein gutes Pflaster für Auerbacher Spieler.

Immerhin: Die Verletzung von Amer Kadric stellte sich als weniger dramatisch heraus als ursprünglich befürchtet. „Es geht mir schon wieder ganz gut“, sagte Kadric auf dem Weg zurück ins Vogtland. Manager Volkhardt Kramer hatte erst ins Klinikum, dann mit nach Hause begleitet.

Die Diagnose: Der Mittelfinger der linken Hand ist gebrochen. „Ich hatte Glück“, sagt Kadric. „Mein Gegenspieler ist mir irgendwie im Zweikampf auf den Finger gekommen. Es hat fürchterlich geschmerzt.“ Glücklicherweise ist auch keine Operation nötig. „Ich muss zwar zur Kontrolluntersuchung, aber an einer OP komme ich voraussichtlich vorbei“, so der Mittelfeldspieler.

Und mit einer Schiene kann er womöglich schon bald wieder spielen. „Ich hoffe, dass ich der Mannschaft bald wieder helfen kann.“

VfB geht beim FC Viktoria Berlin die Luft aus

FC Viktoria Berlin – VfB Auerbach 4:0 (3:0)

An Tagen wie diesen wäre es wohl besser gewesen, im Bett zu bleiben. Vor allem, wenn man gelb-schwarze Trikots trägt. Am Samstag verspielten in der Bundesliga womöglich nicht nur die gelb-schwarzen Dortmunder die Meisterschaft, sondern auch der VfB Auerbach vier Klassen tiefer die Chance auf eine historische Serie. Kurios: Beiden standen Blau-Weiße im Weg. Allerdings war der entscheidende Unterschied: Auerbach war – im Gegensatz zum BVB gegen Schalke 04 – in Berlin im Grunde genommen chancenlos. Die Vogtländer unterlagen völlig zurecht und auch in dieser Höhe verdient mit 0:4. „Zu diesem Spiel gibt es keine zwei Meinungen“, sagte daher auch VfB-Coach Sven Köhler. „Berlin hat verdient gewonnen.“

Aber warum endete die Auerbacher Erfolgsserie nach vier Siegen in Serie so sang- und klanglos? Was fehlte in Berlin, was die Auerbacher in den Wochen zuvor noch auf dem Platz zeigten? Es war zunächst wohl ein mentales Problem. Vielleicht waren die Auerbacher sich ihrer Sache zu sicher, vielleicht verließen sie sich ein Stück weit zu stark auf die Wiederholung derselben Mentalität wie in den Vorwochen. „Vielleicht haben wir gedacht, dass es so weitergeht wie in den letzten Wochen“, bestätigte Sven Köhler bei seiner Analyse diesen Eindruck. Auf dem Platz war dies eher in kleinen Dingen zu spüren. Den Willen konnte man den Auerbachern nicht absprechen. Allerdings kamen sie von Beginn an stets einen Schritt zu spät, fanden nicht in die Zweikämpfe. Es fehlte die Gedankenschnelle. Berlin – euphorisiert durch den Einzug ins Berliner Pokalfinale – trat anders auf. Sie zeigten das, was Auerbach zuletzt ausmachte.

Doch war es das allein? „Vielleicht war die Mannschaft auch müde“, erklärte Sven Köhler. Auf jeden Fall wirkte es so. Körperlich waren die Gastgeber den Gästen überlegen. Das machte sich auch schnell auf der Anzeigetafel bemerkbar: Auerbach fehlte die defensive Stabilität, individuelle Fehler kamen erschwerend hinzu, sodass Berlin den früh in Führung ging. Brand setzte sich auf der rechten Außenbahn durch, Albert Löser, der für Sebastian Schmidt ins Team gerückt war, musste ihn ziehen lassen. Die Eingabe verwertete Kaiser zur Führung (11.). Schlimmer hätte die Partie kaum starten können. Ein Rückstand – das hatte der VfB schon eine Weile nicht mehr erlebt. In Kombination mit allen weiteren Faktoren – also mentalen und körperlichen – führte es dazu, dass Auerbach nicht mehr zurück auf die Füße fand. Als Hoffmann dann eine Viertelstunde später auf 2:0 per Kopf nach einem Freistoß erhöhte, war der weitere Verlauf die Partie schon vorbestimmt. Denn dem VfB fehlte an diesem Tag der Esprit, um nochmals heranzukommen.

Allerdings: Womöglich hätte die Partie noch einmal eine ganz andere Wendung genommen, wenn in der Phase vor dem 0:2 der Anschlusstreffer gefallen wäre. Auerbach hatte sich stabilisiert. Doch der zweite Gegentreffer war ein Nackenschlag. Ein weiterer folgte kurz vor der Pause mit dem 3:0 durch Gayret. „Mit dem 3:0 war die Partie entschieden“, gestand auch VfB-Coach Sven Köhler. „Für uns ging es nach der Pause nur noch um Schadensbegrenzung.“ Das gelang – zumindest beim Ergebnis. Nur ein weiterer Treffer gelang dem FC Viktoria. Einen erheblichen Schaden trug der VfB aber in anderer Form davon: Amer Kadric musste verletzt raus – und ins Krankenhaus. Das kennen die Auerbacher schon ganz gut, denn schon zum dritten Mal in der Historie der Spiele zwischen Viktoria und Auerbach verletzte sich ein Spieler schwer.

Auf dem Feld passierte dann auch nicht mehr viel. Der VfB verteidigte so gut wie möglich das Resultat. Möglichkeiten zur Ergebniskosmetik taten sich nicht wirklich in ausreichendem Maße auf. Damit blieb es beim 4:0 – und der Erkenntnis, dass manchmal der Fußballgott an einem Wochenende seine Vorlieben für eine Farbenfamilie hat.

Ein Trost bleibt immerhin den Auerbachern: Sie haben ihr Saisonziel schon erreicht. Am Samstag, 13.30 Uhr, haben sie gegen den Bischofswerdaer FV die Möglichkeit zur Wiedergutmachung, auch wenn es dann erneut heißt: Schwarz-Gelb gegen Blau-Weiß.

Statistik

Tore 1:0 Kaiser (11.), 2:0 Hoffmann (24.), 3:0 Gayret (37.), 4:0 Brand (50.).

Viktoria Berlin Flauder – Schikora, Kapp, Hoffmann, Röcker/V (86. Schulz) – Kaiser, Hüther/V (75. Yilmaz) – Gunte, Gayret, Brand (70. Hass) – Gebhart/V.

VfB Auerbach: St. Schmidt – Heger, Müller/V, Sieber,  Lietz – Tarczal (46. Wild) – Stock,  Schlosser, Kadric (53. Herold),  Löser – Zimmermann (75. Ctvrtnicek).

Schiedsrichter: Schipke (Halle/Saale).

Zuschauer 274.