VfB II reist mit Selbstbewusstsein zum Angstgegner

Angstgegner gibt es – zumindest auf dem Papier. Die SG Rotschau ist ein solcher für den VfB Auerbach II in der Vogtlandliga. In acht Duellen holte der VfB bislang nur einen Sieg gegen den SG. In Rotschau gelang bislang noch nie etwas. Nicht mal ein Punktgewinn. Bei den letzten beiden Auftritt in Rotschau erzielte der VfB auch kein Tor. Allerdings verspürt der VfB nicht unbedingt Angst vor dem nächsten Spiel beim „Angstgegner“. Schließlich fährt der VfB am Samstag als Tabellenführer nach Rotschau. „Wir stehen ganz oben“, sagt VfB-Coach Kevin Hampf. „Daraus schöpfen wir Selbstvertrauen und wollen am Ende des Tages auch weiter oben stehen.“ Das bedeutet: Der Rotschau-Bann soll gebrochen werden.

Die Chancen stehen insofern auf dem Papier gut, weil die SGR bislang noch einen Sieg eingefahren hat und auf dem drittletzten Platz liegt. Die Marschroute des VfB ist daher klar: „Wir müssen erneut Leidenschaft und Freude am Fußball beweisen, dann können wir auch in Rotschau etwas holen“, sagt Hampf. „Doch dafür müssen alle an ihre Grenzen gehen. Jeder einzelne! Und jeder muss dem anderen in der Mannschaft helfen, dann bin ich zuversichtlich.“

Nächste Chance auf einen Punkt

Die dritte Mannschaft ist in der Kreisliga noch immer auf der Suche nach dem ersten Punktgewinn in dieser Saison. Nach drei Niederlagen ist es nun höchste Eisenbahn. Allerdings ist die bevorstehende Aufgabe am Samstag gegen den SV Coschütz durchaus anspruchsvoll. Der SVC hat bereits zwei Siege geholt. Anstoß ist 15 Uhr auf dem Waldsportplatz in Beerheide.

Max Kühns Tor bringt den zweiten Heimsieg

VfB Auerbach II – Jößnitz 1:0 (1:0)

Der VfB Auerbach II hat seine Tabellenführung in der Vogtlandliga mit einem knappen Sieg gegen den Aufsteiger verteidigt. Die Auerbacher kamen mit ihrer Rumpfelf zu einem letztlich verdienten Erfolg. Max Kühn erzielte das entscheidende Tor. Er vollendete eine saubere Kombination zum 1:0. Auch nach der Pause lieferten sich beide einen heißen Kampf. Auerbach brachte den Sieg über die Zeit. „Es war ein letztlich verdienter Erfolg, weil wir mit großem Einsatz, Willen und Spaß am Fußball uns die drei Punkte verdient haben“, sagte VfB-Coach Kevin Hampf.

Das nächste Spiel ist für die Auerbacher eine echte Herausforderung. Am Samstag, 15 Uhr, tritt der VfB II in Rotschau an. Bei der SG hat der VfB zuletzt nie gut ausgesehen. Doch auch diese Serie soll nun enden.

Statistik

Tor: 1:0 Kühn (42.).

Schiedsrichter: Balczuweit (Reichenbach).

Zuschauer: 37.

VfB II will an der Spitze bleiben

Die zweite Mannschaft des VfB Auerbach hat in der Vogtlandliga am Samstag, 15 Uhr, ein klares Ziel: Die Tabellenführung soll in Auerbach bleiben. Doch mit der SG Jößnitz kommt ein unangenehmer Gegner ins Göltzschtal. „Wir wollen natürlich Tabellenführer bleiben“, betont auch VfB-Co-Trainer Ricardo Förster vor dem Spiel auf dem Kunstrasen des Diesterwegsportplatzes.

Aber auch Aufsteiger Jößnitz ist gut in die neue – aufgrund der ganzen Sportgerichtsurteile völlig verrückte – Saison gestartet. Besonders der 2:0-Erfolg am vergangenen Sonntag beim SV Kottengrün ließ aufhorchen. „Wir wissen, dass Jößnitz eine gute Mannschaft hat“, sagt Förster. „Eine gute Mischung aus jung und alt.“ Allerdings kann der VfB II mit vier Punkten aus den ersten beiden Spielen auch schon einigermaßen zufrieden sein, auch wenn das Unentschieden in Wernesgrün eher unglücklich war. Aber dadurch hat das Auerbacher Team nur noch mehr Motivation, es nun besser zu machen und den zweiten Saisonsieg zu holen. „Wir konzentrieren uns auf uns, wollen unser Spiel aufziehen und durchziehen“, sagt der Co-Trainer. Für alle VfB-Fans ist das Spiel auch die passende Anschlussveranstaltung an das Testspiel des Regionalliga-Teams gegen den FC Erzgebirge Aue. Einem tollen VfB-Samstagnachmittag steht also nichts im Wege. Auch auf dem Diesterwegsportplatz ist für Speis und Trank gesorgt.

Der nächste Lohn winkt

Die Rechnung ist ganz klar: „Ich gehe auch jeden Wochentag arbeiten, um dann am Ende des Monats Lohn zu erhalten“, sagt Kevin Hampf, der Trainer des VfB Auerbach II. Genau dieses Bild sollen seine Spieler auch auf ihre Aufgabe übertragen: ihr größtes Hobby, den Fußballsport. Denn ohne Fleiß kein Preis. Der Preis sind Punkte oder einfach nur der Spaß am Fußball. Doch zuvor müssen die Auerbacher Vogtlandliga-Spieler etwas leisten: „Sie müssen investieren, um danach Spaß am Fußball zu haben.“ Genauso ist auch Hampfs Vergleich mit der Arbeit und dem Lohn zu verstehen: Erst hart schuften, um später das Geld auf der hohen Kante auszugeben.

Damit ist das VfB-Team bereits gut gefahren. Der erfolgreiche Start am vergangenen Wochenende in Kottengrün macht Mut. Nun wartet am Sonntag, 15 Uhr, der SV Wernesgrün. „Es wird ein ganz anderes Spiel“, sagt Hampf. „Wir wissen aber, wie Wernesgrün agieren wird.“ Denn nicht nur kennt SVW-Coach Ronny Singer die Auerbacher, sondern auch die Auerbacher ihren Ex-Coach. „Wir haben eine Marschroute und wenn wir diese befolgen, dann können wir auch in Wernesgrün gewinnen“, sagt Hampf.

Allerdings steckt dahinter eben ein hartes Stück Arbeit. Hoffnung macht da der gute Eindruck der letzten Tage: „Wir sind nur so gut, wie unsere Trainingswoche war“, sagt Hampf. „Und die war gut.“

Sonntag: Vogtlandliga-Duell in der zweiten Pokalrunde

Für den VfB Auerbach II geht es am Sonntag, 15 Uhr, eine Woche nach dem erfolgreichen Einzug in die nächste Pokalrunde gleich weiter. Mit dem 1.FC Wacker Plauen, der in der ersten Runde mit 4:2 in Lauterbach gewonnen hatte, treffen die Auerbacher auf einen starken Gegner. Die Wacker spielen schließlich in derselben Liga wie der VfB – und streben demnach genauso einen weiteren Pokaltriumph an. Denn im Pokal geht es für beide darum, sich Selbstvertrauen für die Vogtlandliga zu holen, die am nächsten Wochenende startet. „Es ist gut, dass wir gleich auf einen Vogtlandligisten treffen“, sagt VfB-Co-Trainer Ricardo Förster. So kann der VfB nicht von der Stärke des Gegners überrascht werden. „Wir kennen sie gut, wissen also, was auf uns zukommt.“ Und das Duell der Liga-Konkurrenten hat noch einen weiteren Vorteil: „Das wird gleich ein richtiger Härtetest für den Liga-Start“, sagt Förster.

Denn die Auerbacher, die in der Sommerpause wieder einige A-Junioren ins Team hinzubekamen (Förster: „Sie stacheln den Konkurrenzkampf an. Und unsere Aufgabe ist es, sie in den Männerbereich zu integrieren.“), haben Großes in der neuen Serie vor. Förster nennt das Saisonziel: „Wir wollen eine gute Rolle in Liga und Pokal spielen.“ Daher zählt gegen Wacker auch nur ein Sieg – und eine Woche später beim SV Kottengrün ebenfalls. „Wir haben eine gute Vorbereitung gespielt und haben daher auch richtig Bock darauf, dass es jetzt scharf losgeht.“ Das Spiel in der ersten Pokalrunde in Schöneck (4:2) endete zwar mit einem souveränen Einzug in Runde 2, aber: „Wir hätten es uns doch etwas besser vorgestellt. Aber letztlich zählt nur das Weiterkommen“, sagt Förster.

Auch am Sonntag plagen den VfB weiterhin Verletzungssorgen. „Das geht allerdings dieses Jahr sehr vielen Teams so“, sagt der Co-Trainer. „Trotzdem wollen wir natürlich gewinnen. Es zählt nur ein Sieg.“ Die zweite Mannschaft will mit einem positiven Auftritt auch den VfB-Fans ein Lächeln ins Gesicht zaubern. Mit einem Erfolg wollen sie das Kontrastprogramm zum Regionalliga-Team bieten. „Das Wetter soll schön werden, das Spiel verspricht Spannung und wir sind sehr ehrgeizig – daher sind alle Fans herzlich eingeladen“, sagt Förster. Fürs leibliche Wohl ist am Sonntag (Anstoß: 15 Uhr) auf dem Diesterwegsportplatz gesorgt.

Vogtlandliga-Team feiert versöhnlichen Saisonabschluss

SV Kottengrün  – VfB Auerbach II 0:3 (0:2)

Im letzten Punktspiel der Saison musste der VfB nach Kottengrün. Ein Gegner der in der Vergangenheit immer heimstark auftrat und nicht zu den Auerbacher Lieblingsgegnern gehört. Vor dem Spiel war noch Tabellenplatz 7 möglich. Die zur Verfügung stehenden 13 Spieler  schworen sich vor Beginn, alles für diese mögliche Platzierung zu tun. Regionalligakapitän Marcel Schlosser vertrat den eigentlichen Trainer Kevin Hampf an der Linie, da dieser verhindert war.

Bei schwülen Temperaturen entwickelte sich ein flottes Vogtlandligaspiel. Beide waren Tabellennachbarn im Mittelfeld, jeder rechnete mit Sommerfußball und wurde positiv überrascht. Die ersten Minuten spielten sich meist im Mittelfeld ab und nach zehn Minuten kam Kottengrün und erspielte sich sechs Eckbälle in kurzer Zeit. Bis auf einen Schuss ans Außennetz konnte Auerbach jedoch alle Bälle klären. Nach gut einer Viertelstunde kam der VfB. Ein langer Einwurf von Rasuli erreicht Dustin Luderer im Strafraum und sein Schuss geht an die Latte. Auerbach kam jetzt immer besser ins Spiel. Wieder landete ein Luderer Schuss diesmal am Pfosten und bei der anschließenden Aktion sprang der Ball einem Kottengrüner an die Hand. Folge war ein berechtigter Elfmeter. Niclas Schmelzer, der als Kapitän fungierte und sein letztes Spiel für Auerbach bestritt, verwandelte souverän zur Führung.

Der VfB lies jetzt nicht locker und nutzte die momentane Unsicherheit der Gastgeber. Schmelzer erkämpfte sich links im Strafraum den Ball und schob überlegt auf Tuschinski in der Mitte. Der schlug den Ball präzise neben den rechten Pfosten ins Tor und es stand 2:0. Die Trinkpause nach dem Tor war nicht so ideal, aber notwendig. Die Schlussphase der ersten Hälfte gehörte wieder Kottengrün. In den letzten Minuten vor dem Pausenpfiff ließ die Auerbacher Konzentration etwas nach, aber die Hausherren konnten daraus kein Kapital schlagen.

Nach der Pause begann Kottengrün mit wuchtigen Angriffen, um schnell den Anschlusstreffer zu erzielen. Überschattet wurde das Spiel von einem Schockmoment: Kurz nach Beginn rauschten Luderer und ein Kottengrüner mit den Köpfen zusammen. Dustin Luderer wurde mit einer Platzwunde am Kopf vorsorglich ins Krankenhaus gefahren und war nach Spielende, frisch verarztet, wieder bei der Mannschaft. Nach der Verletzungspause kam Auerbach etwas schwer ins Spiel. Kottengrün machte Druck erspielte sich aber wenig gute Chancen. Von Auerbach kam wenig Entlastung.  Der nächste Aufreger nach einer Stunde. Der bereits verwarnte Schmelzer stellte sich vor einen Freistoß und sah den gelb-roten Karton. Eine harte aber berechtigte Entscheidung. Jetzt wurde es in Unterzahl für Auerbach noch komplizierter die Führung zu verteidigen. Kottengrün drückte. In der Abwehr mussten Möckel, Rasuli, Popp und Persigehl mehrfach klären bzw. hielt Pansa was durchkam. Jetzt war viel unnötige Hektik und Härte im Spiel. Gut zehn Minuten vor Schluss gelang dem VfB ein Konter. Der eingewechselte Kühn spielte hinter der Mittellinie auf Krug und der nutzte diese Möglichkeit mit einem Schuss ins lange Eck. Jetzt resignierte auch Kottengrün.

Es war ein verdienter Sieg. Die Mannschaft bot kämpferisch alles und trat sehr geschlossen auf. Der Sieg war letztlich auch in dieser Höhe verdient. Nach dem Schlusspfiff und der Kenntnis anderer Ergebnisse, konnte die Mannschaft dem erreichten 7. Tabellenplatz bejubeln.

Der Trainer auf Zeit, Marcel Schlosser, war mit dem Auftreten der Mannschaft zufrieden: „Vor und nach der Pause hatten wir kleinere Probleme. Nach der Pause hätte das Spiel kippen können. Die Mannschaft hat alle Situationen souverän gemeistert. Jetzt können alle Spieler mit einem positiven Erlebnis und guten Gefühl in die Spielpause gehen. Unter Führung der erfahrenen Spieler, wie Markus Möckel, zeigten vor allem die noch Junioren ein gutes Spiel. “ Das es ein großer Unterschied ist auf dem Platz zu spielen oder 90 Minuten an der Seitenlinie mit zu spielen, musste auch Marcel Schlosser erfahren.

Für Marcel Schlosser, der bekanntlich eine Trainerkarriere anstrebt, war ein sehr erfolgreicher Einstand. Sieg, drei Punkte und zu Null in Unterzahl schafft nicht jeder. Vielleicht sollte er mit dieser lupenreinen Bilanz seine Trainerlaufbahn beenden.

Die zweite Mannschaft des VfB wurde durch die neun Punkte Abzug im Winter (Schirisoll) am Ende Siebenter. Mit diesen 9 Punkten wäre Platz 5 herausgesprungen. Für die Saison 2019/20 muss die Mannschaft ihre Saisonziele neu definieren.

Statistik:

Tore: 0:1 Schmelzer (23./Handelfmeter), 0:2 Tuschinski (26.), 0:3 Krug (79.).

Auerbach: Pansa – Leucht/V, Möckel, Rasuli – Persigehl, Krug/V, Schrader/V, Hilpmann, Luderer (49. Popp/V) – Tuschinski (72. Kühn), Schmelzer/V.

Gelb-Rote Karte: Schmelzer (VfB/60.).

Schiedsrichter: John-Lucas Pilz (Oelsnitz).

Zuschauer: 49.

Am Ende wird es noch einmal eng

VfB Lengenfeld – VfB Auerbach II 2:4 (0:1)

Die zweite Mannschaft hat in der Vogtlandliga den zweiten Sieg in Serie gelandet. Beim VfB Lengenfeld war der Erfolg nie wirklich in Gefahr. Dank der drei Punkte festigt die Zweite ihren einstelligen Tabellenplatz und hält den Anschluss an Platz 6.

Dabei war in Lengenfeld von Anfang an klar, wie sich das Spiel entwickeln würde. Lengenfeld stand tief, der VfB II hatte mehr vom Spiel, musste aber auf die Nadelstiche der Gastgeber aufpassen. Vor allem über Standards war Lengenfeld gefährlich. Nach Markus Möckels Führungstreffer wurde Lengenfeld mutiger, sodass sich ein ausgeglichenes Spiel entwickelte. Doch die Elf von Trainer Kevin Hampf stand defensiv sicher und brachte die Führung in die Pause.

Nach dem Seitenwechsel drehten die Auerbacher auf: Der Spielertrainer Kevin Hampf selbst, Tommy Tuschinski mit einem Schuss von der Strafraumkante nochmals Kevin Hampf sorgten für eine komfortable 4:0-Führung nach einer Stunde. Doch der Vorsprung ließ die Auerbacher nachlässig werden. Lengenfeld kam noch einmal auf 2:4 heran und hätte eine Minute vor Schluss sogar auf 3:4 verkürzen können. Doch ein verschossener Elfmeter bewahrte die Gäste vor einer heißen Schlussphase.

Am drittletzten Spieltag der Saison trifft der VfB Auerbach II am Samstag, 15 Uhr, auf den Spitzenreiter FC Fortuna Plauen. Gespielt wird auf dem Diesterwegsportplatz.

Statistik

Tore: 0:1 Möckel (24.), 0:2 Hampf (47.), 0:3 Tuschinski (61.), 0:4 Hampf (65.), 1:4 Weiß (72.), 2:4 Amin (83.).

Auerbach: Pansa – Möckel, Krug, Hilpmann, Tuschinski (78. Schrader), Luderer, Flechsig (57. Menzel), Leßmann (57. P. Leucht), Persigehl, Hampf, Rasuli.

Schiedsrichter: Strobel.

Zuschauer: 68.

Der VfB II ist durch nichts zu stoppen

VfB Auerbach II – SV Fronberg Schreiersgrün 4:1 (1:1)

Die Szene des Spiels ereignete sich ganz zum Schluss: Toni Sieber hatte gerade den dritten VfB-Treffer zum späteren 4:1-Sieg der zweiten Mannschaft in der Vogtlandliga über den bisherigen Tabellenzweiten erzielt, als Niclas Schmelzer zum Torjubel dazukam. Keine gute Idee. Denn sein ausgelassenes Feiern führte sofort zu einem Krampf. Schmelzer musste erst einmal behandelt werden.

Das zeigt, was der VfB II an diesem winterlichen Mai-Samstag dem Favoriten voraus hatte: die mannschaftliche Geschlossenheit. Jeder kämpfte für jeden, keiner gab auch nur einen Zentimeter auf. Der Lohn für diesen Einsatz waren drei doch etwas überraschende Punkte.

Überraschend vor allem deshalb, weil der VfB erhebliche personelle Sorgen hatte. Zwölf Spieler standen dem VfB-Trainer Kevin Hampf zur Verfügung. Spieler! Kein Torhüter darunter, weshalb Dustin Luderer zwischen die Pfosten musste. Er machte seinen Job super. Zu den wackeren Zwölf gehörte auch noch Kevin Hampf, der ebenfalls zum Erfolgsfaktor wurde. Mit seiner Erfahrung führte er das junge Auerbacher Team – es stießen aufgrund der Personalsorgen auch noch A-Jugendliche zur Mannschaft – an und mit zwei Toren zum Sieg. „Mit Kevin hatten wir einen, der weiß, wo das Tor steht“, sagte Co-Trainer Ricardo Förster. „Und er war auch deshalb wichtig, weil er Bälle festmachen konnte, wovon die gesamte Mannschaft profitiert hat.“

Aber auch das alles hätte nichts genutzt, wenn die Auerbacher nach wenigen Minuten die Hoffnung auf eine Sensation verloren hätten. Nach einem Eckball traf A. Fischer zur Schreiersgrüner Führung. „Es war eigentlich gar keine echte Chance“, sagte Förster. Trotzdem lag der VfB II hinten.

Nun stellte sich die Frage: Kann der VfB nochmals für eine Wende sorgen oder ist nichts mehr drin? „Wir haben schon unter der Woche gut trainiert. Es hat sich angedeutet, dass wir den nächsten Entwicklungsschritt gehen und uns auch mal von Rückschlägen nicht umwerfen lassen“, so Förster. Noch vor der Pause glich Toni Sieber aus – und im zweiten Abschnitt war der VfB II die effektivere Mannschaft. Hampf mit zwei Treffern und nochmals Sieber erzielten die Tore zum verdienten Auerbacher Sieg im Prestigeduell. Umso erfreuter war daher auch Ricardo Förster: „Mit so einem kleinen Kader, so einer jungen Mannschaft gegen eine so gestandene Mannschaft zu gewinnen, das ist einfach stark.“ Dann sind auch schnell die Schmerzen eines Krampfes vergessen.

Statistik

Tore: 0:1 Fischer (3.), 1:1 Sieber (20.), 2:1 Hampf (59.), 3:1 Sieber (88.), 4:1 Hampf (90.).

Auerbach: Luderer – Möckel, Kühn (50. Flechsig), Tuschinski, T. Sieber, P. Leucht, Popp, Persigehl, Schmelzer, Hampf, Rasuli.

Schiedsrichter: Leihkamm (Plauen).

Zuschauer: 25.

Kevin Hampf kann VfB-Zorn verstehen

SG Rotschau – VfB Auerbach II 2:0 (1:0)

Die SG Rotschau bleibt für die zweite Mannschaft des VfB Auerbach der Angstgegner schlechthin. Auch diesmal endete die Partie in der Vogtlandliga mit einer Niederlage. Ein frühes und ein spätes Gegentor besiegelte die nächste Saisonniederlage für den ersatzgeschwächten VfB. Sogar VfB-Trainer Kevin Hampf musste sich in der Schlussphase selbst einwechseln.

„Wir hatten einen Matchplan, den wir auch zu Beginn gut umgesetzt haben“, sagte Hampf zum Start des Spiels. Der VfB stand defensiv konzentriert und ließ nichts zu – und hatte sogar vorn eigene Chancen. Allerdings blieben sie ungenutzt. Hampf sieht darin Verbesserungsbedarf: „In solchen Situationen müssen wir den absoluten Willen lernen, das Tor zu machen. Nicht nur irgendwie reinzuschieben, sondern auch mal Augen zu und drauf.“ So wäre die Partie vielleicht völlig anders verlaufen, doch dann kam es so wie befürchtet: Nach einem Handspiel im Strafraum gab es einen Elfmeter, den Barschdorf verwandelte. „Der Rückstand spielte Rotschau in die Karten, weil wir aufmachen mussten.“ Der VfB drängte auf 1:1.

Ein Rückschlag war die Auswechslung von Co-Trainer Ricardo Förster, der nach langer Verletzungspause zurückkehrte – aber gleich wieder verletzt raus musste. Im zweiten Abschnitt kämpfte der VfB II, aber der Ausgleich wollte nicht gelingen. Im Gegenteil: In Unterzahl erzielte Rotschau sogar noch das 2:0. Ein irreguläres Tor, wie selbst die Rotschauer Spieler zugaben. Der Freistoß, der zum Tor führte, war niemals ein ruhender Ball. Der Schiedsrichter übersah das aber. „Ich schimpfe eigentlich nie über Schiedsrichter, aber heute haben wir in etlichen Szenen einfach das Nachsehen bei den Entscheidungen gehabt“, sagt Kevin Hampf. Warum das so ist, kann er nur vermuten. „Manchmal sollten Schiedsrichter und gegnerische Fans auch mal die Kirche im Dorf lassen. Wir sind der VfB Auerbach II! Und nicht der Regionalliga-Überhang.“ Seine Spieler trainierten unter der Woche nicht mit dem Regionalliga-Team, sondern zweimal – wie alle anderen Vogtlandligisten auch. „Die schauen alle zu viel auf unseren Namen und meinen dann, es spielen nur die Spieler bei uns, die es in der Regionalliga unter der Woche nicht schaffen.“ Dies sei aber definitiv nicht der Fall. „Wir trainieren nicht unter Regionalliga-Bedingungen“, betont Hampf nochmals. „Und wenn du dann wiederholt mit solchen Situationen konfrontiert wirst, ist es schwer, jungen Spielern beizubringen, die Ruhe zu bewahren.“

Das nächste Spiel bestreitet der VfB am Samstag, 15 Uhr, gegen den SV Fronberg Schreiersgrün. Gespielt wird auf dem Diesterwegsportplatz.

Statistik

Tore: 1:0 Barschdorf (25.), 2:0 Meyer (90.+3)

Auerbach: Pansa – Krug, Kühn, Tuschinski (64. Flechsig), Förster (40. Hilpmann), Müller, Leßmann, Persigehl, Schmelzer, Rasuli (80. Hampf), Möckel.

Schiedsrichter: Zimmermann (Elsterberg).

Zuschauer: 90.

Regionalliga-Reserve fährt ohne Angst zum Angstgegner

In der Vogtlandliga steht der VfB Auerbach II am Samstag, 15 Uhr, vor dem unangenehmsten Spiel der Saison. Nicht, weil der Gegner leicht zu unterschätzen ist. Ein ganz anderer Grund liegt vor: Die SG Rotschau ist so etwas wie ein Auerbacher Angstgegner. In sieben Duellen konnte der VfB nur einmal als Sieger vom Platz gehen. Fünfmal siegte die SG. In Rotschau gelang noch nie ein auch nur ein Punktgewinn. Aber die Bilanz ist auch ein Ansporn, es nun anders zu gestalten. „Natürlich wird es ein sehr schweres Spiel“, sagt VfB-Coach Kevin Hampf. „Rotschau glänzt mit der mannschaftlichen Geschlossenheit und körperlichen Präsenz – darauf haben wir uns gut vorbereitet.“ Gegen dieses Bollwerk wolle sich das Team nun durchsetzen. Allerdings fallen Brandon Sandner und Dustin Luderer aus. „Wir haben trotzdem elf Spieler, die in der Liga bestehen wollen. Daher wollen wir natürlich auch das Spiel erfolgreich gestalten“, sagt Hampf.