Toni Persigehl erzielt den späten Siegtreffer

VfB Auerbach II – BC Erlbach 1:0 (0:0)

Mit einer Portion Glück hat die Regionalliga-Reserve dem BC Erlbach den ersten Punktverlust der Saison zugefügt. In einer weitgehend ausgeglichenen Partien waren Torchancen über die gesamte Spielzeit Mangelware. Am Ende eines höhepunktarmen Spiels richteten sich beide eigentlich bereits auf ein torloses Unentschieden ein – zumal Auerbach nach einem Platzverweis in Unterzahl spielte. Doch ein Eckball sollte dem VfB II den Sieg bescheren: Leßmann bediente Persigehl, der per Kopf den Siegtreffer erzielte.

Tor: 1:0 Persigehl (90.)

Zuschauer: 50.

Gelb-Rote Karte: Tuschinski (VfB/75./Unsportlichkeit).

Schiedsrichter: Schürer (Reichenbach).

Tom Leßmann: „Es war geil, den Wettkampfmodus wieder zu spüren“

Alle sprechen über die Bundesliga oder Regionalliga. Aber wie habt ihr als Vogtlandliga-Spiele die Corona-Pause erlebt?

Natürlich waren wir enttäuscht, nicht mehr auf dem Platz stehen zu können und trainieren zu dürfen. Auch das ganze Drumherum, wie zum Beispiel in der Kabine mit den Kollegen zusammenzusitzen und zu flachsen, hat einem ganz schön gefehlt.

Wie glücklich seid ihr gewesen, als es endlich wieder los ging – und wie gespannt ist man auf eine neue Saison?

Umso schöner war es natürlich, als wir erfahren haben, dass es wieder losgehen kann. Es war zwar etwas gewöhnungsbedürftig mit all den Vorschriften und Regelungen, vor allem am Anfang. Aber ich denke, wir haben das als Team gut gemeistert. Alle kamen gesund aus der Corona-Pause zurück, das war die Hauptsache. Wir sind natürlich sehr gespannt, wie die anderen Teams die Zeit bewältigt haben, wo die Saison hinführt und ob wir diese Saison normal zu Ende spielen können.

Wie wichtig war es, mit dem Pokal wieder ein gutes Gefühl für Punktspiele zu erhalten?

Es war ein geiles Gefühl, endlich wieder in die Pflichtspiele zu gehen und den Wettkampfmodus zu spüren. Wir haben beide Spiele gewonnen und uns somit Selbstvertrauen für die Liga geholt. Das war für uns enorm wichtig.

Wo steht die Mannschaft vor dem Start?

Ich bin sehr überrascht, wie gut die Saisonvorbereitung nach dieser langen Pause verlaufen ist. Alle haben im Training mitgezogen und hart gearbeitet. Und die Ergebnisse sprechen für sich. Wir haben zwei Landesklasse-Mannschaften geschlagen. Man sieht, wozu wir in der Lage sind. Bis auf den Ausrutscher im letzten Test in Friedsrichgrün ziehe ich ein positives Fazit aus den letzten Wochen. Und wer weiß, wofür der Dämpfer gut war. Somit sind wir noch fokussierter.

Was ist in dieser Saison drin?

Natürlich wollen wir oben mitspielen und uns nach der Saison unter den ersten drei Plätzen wiederfinden. Die Qualität als Mannschaft haben wir auf jeden Fall, aber auch auf die einzelnen Spieler gesehen. Wir versuchen von Spiel zu Spiel zu denken und danach schauen wir, was noch möglich ist.

Ihr seht euch oft damit konfrontiert, als Regionalliga-Reserve anzureisen. Stört das? Wie geht ihr damit um?

Wir werden oft anders angesehen als andere Vogtlandliga-Mannschaften. Insbesondere bei den Schiedsrichtern ist der Umgang mit uns manchmal etwas fragwürdig. Aber darauf konzentrieren wir uns nicht. Wir machen einfach unser Spiel und versuchen, uns nicht aus der Ruhe bringen zu lassen. Wir sind uns aber auch immer bewusst, dass wir regional das Aushängeschild des VfB Auerbach sind.

In der Vergangenheit waren eure Leistungen oft sehr schwankend. Woran liegt es? Was müsst ihr tun, damit es besser wird?

Das stimmt. Häufig waren die Spiele gegen Gegner, die unten in der Tabelle standen, unsere Schwäche. Da haben wir die meisten Punkte liegen gelassen. Wir dürfen keinen Gegner in dieser Liga unterschätzen, das muss uns bewusst sein. Das Trainerteam sorgt von Woche zu Woche dafür, dass keiner abhebt und zeigt, dass es kein einfacher Weg ist in der Liga, oben mitzuspielen.

Du gehörst zu den Führungsspielern: Wie anspruchsvoll ist es, junge Spieler in den Männerbereich zu integrieren – und das jedes Jahr aufs Neue?

Ich hatte das Glück, vor fünf Jahren den Umbruch von „alt auf jung“ mit der zweiten Mannschaft von Anfang an mitzuerleben. Ich kam aus der A-Jugend und wurde sehr gut integriert, habe selber Erfahrungen im Männerbereich gemacht und viel von den damaligen Führungsspielern, insbesondere unserem heutigen Kapitän Ricardo Förster, mitgenommen und möchte dies an die jungen Spieler weitergeben. Klar, kann es mal passieren, dass ein junger Spieler Fehler macht. Das dürfen sie auch. Wir als „ältere“ Spieler sind dann dafür da, diese Fehler abzustellen und mit ihnen zu reden. Die Chemie zwischen alt und jung im Team passt sehr gut, wobei man sagen muss, dass wir als „alte Spieler“ zum Großteil auch erst Mitte 20 sind. Man sieht auch, dass sich die Spieler, die aus der Jugend rauskommen, bei uns wohlfühlen. Wir hatten aus dem letzten Jahrgang, der zu uns kam, keinen einzigen Abgang. Das spricht für uns.

Zum Abschluss: Tom Leßmann und VfB Auerbach – das gehört einfach zusammen. Was macht für dich den Verein aus?

Ich bin jetzt 19 Jahre beim VfB. Ich hatte geile Jahre im Nachwuchs, fühle mich hier unglaublich wohl und bin stolz ein Teil davon zu sein. Was ich am VfB sehr schätze ist der familiäre Umgang und das bodenständige Arbeiten. Es ist schön anzusehen was mit viel Fleiß, ehrenamtlicher Arbeit und den Mitteln, die der Verein hat, erreicht werden kann.

Der VfB Auerbach II beginnt am Samstag, 15 Uhr, die neue Vogtlandliga-Saison mit dem Auswärtsspiel beim SC Syrau. Am Sonntag tritt die vierte Mannschaft – in der Spielgemeinschaft mit dem VfL Reumtengrün – zum ersten Heimspiel in der 1. Kreisklasse gegen die SG Reuth/RFC III an. Anstoß in Reumtengrün ist 15 Uhr.

Mit dem VfB II soll zu rechnen sein

In der Fußball-Vogtlandliga hat der VfB Auerbach II (8. Platz/26 Punkte/30:30 Tore) ein klares Ziel vor Augen: Das Jahr 2020 soll erfolgreich werden, weshalb es am Samstag, 15 Uhr, auf dem Diesterwegsportplatz umso wichtiger ist, endlich eine Angst abzulegen. Die Angst vor der SG Rotschau (4./30/37:39). Denn in neun Duellen gelang bislang nur ein Sieg. „Sie sind so etwas wie ein Angstgegner“, sagt VfB-Co-Trainer Ricardo Förster.

Aber jede Serie hat mal ein Ende und so hofft der VfB II darauf, den guten Trend der letzten Wochen fortzusetzen. Die gute Vorbereitung brachten die Auerbacher mit ins erste Punktspiel und dem Sieg gegen Wernesgrün (7:1). „Schade, dass wir nicht gegen Jößnitz nachlegen konnten“, sagt Förster zum Spielausfall. „Die Jungs waren heiß. Jetzt mussten wir die Spannung hochhalten.“ Angesichts der schlechten Bilanz gegen Rotschau dürfte die Motivation leicht fallen, denn das Team brennt auf Wiedergutmachung.

Und noch etwas: Beide Teams treffen im Vogtlandpokal-Halbfinale aufeinander. „Glücklich oder unglücklich – das kann man sehen, wie man will“, sagt Förster zur Auslosung. „Wir denken im Moment noch nicht an den Pokal, sondern wollen die Punkte für die Liga holen.“ Aber trotzdem soll schon das Punktspiel ein Zeichen sein. Ein doppeltes Zeichen: einmal für das Pokalspiel, andererseits für die Liga. „Daheim spielen wir natürlich voll auf Sieg. Wir wollen zeigen, dass mit uns zu rechnen ist und es schwer ist, gegen den VfB Auerbach II zu spielen.“

 

Ebenfalls am Samstag um 15 Uhr spielt der VfB Auerbach III (10./18/28:26) in der Kreisliga. Das Team von Trainer René Bley muss zum TSV Trieb (3./26/41:22).

Ein Sieg des Willens

FC Werda – VfB Auerbach II 2:3 (2:1)

Das Eintrittsgeld hat sich gelohnt. Der VfB Auerbach II lieferte beim Auswärtsspiel in Werda Spektakel pur. Bis in die Schlusssekunden war die Vogtlandliga-Partie offen. Diesmal verließ der VfB II den Platz als glücklicher, aber verdienter Sieger. „Wir hatten das Spielglück auf unserer Seite“, sagte VfB-Co-Trainer Ricardo Förster zum 3:2-Triumph. „Auch weil bei uns ein Team auf dem Platz stand. Jeder hat für jeden gekämpft, alle sind an ihre Grenzen gegangen.“ Bis hin zu Krämpfen. Aber die waren nach dem Schlusspfiff der souveränen Schiedsrichter-Gespanns schnell vergessen. Zu groß war die Freude.

Denn der Sieg war hart erkämpft. Schnell lag der VfB II mit 0:2 zurück. „Wir haben schon befürchtet, dass es ein bitterer Tag werden könnte“, sagt Förster. Doch Stück für Stück arbeitete sich das VfB-Team zurück ins Spiel. Ganz wichtig: Der Anschlussstreffer durch einen souverän verwandelten Foulelfmeter von Markus Möckel kurz vor der Pause.

Damit war die Marschroute klar: „Wir haben uns gesagt: Warum sollen wir jetzt etwas ändern? Wir spielen auf Sieg“, erläutert Förster die Pausenansprache. Und das Team ging genau mit dieser Motivation in die zweite Hälfte. Es entwickelte sich ein Abnutzungskampf zweier gleichwertiger Teams. Chancen auf beiden Seiten, viel Kampf. „Kein gutklassiges Spiel, aber spannend“, sagte Förster. Der entscheidende Unterschied hatte einen Namen: Tommy Tuschinski. Der Auerbacher hatte den richtigen Torriecher an diesem Nachmittag. Zunächst glich er mit einer Direktabnahme aus, kurze Zeit später legte er das 3:2 nach. „Eine absolute Willensleistung“, lobt der Co-Trainer.

Am Samstag, 11.45 Uhr, bestreitet die Zweite ihr letztes Spiel des Jahres. Dann empfangen die Schützlinge von Trainer Kevin Hampf den SV Kottengrün zum ersten Rückrundenspiel auf dem Diesterwegsportplatz.

Statistik

Tore: 1:0/2:0 Kalan (19./22.), 2:1 Möckel (FE/42.), 2:2/2:3 Tuschinski (59./62.)

VfB II baut auf Heimstärke

Hinter dem Vogtlandliga-Team des VfB liegen bewegte Wochen – und wichtige Spiele liegen in den nächsten Tagen vor der Mannschaft des Trainergespanns Kevin Hampf und Ricardo Förster. Um die Ausgangslage vor dem Heimspiel gegen den FC Fortuna Plauen am Sonntag, 14 Uhr, auf dem Diesterwegsportplatz zu verstehen, muss man die Wochen davor analysieren. Denn die emotionale Achterbahnfahrt führt dazu, dass der VfB II in den letzten Wochen des Kalenderjahres noch einmal ein klares Ziel vor Augen hat: „Wir wollen keines unserer drei Spiele verlieren“, sagt Förster.
Dass er überhaupt wieder so optimistisch sprechen kann, liegt auch daran, dass die Mannschaft anscheinend einen Lernprozess durchgemacht hat. Nach den Siegen gegen Spitzenreiter Treuen und Angstgegner Irfersgrün fühlte sich der VfB II schon einen Schritt weiter. Bis zum Göltzschtalderby gegen den 1.FC Rodewisch. „Das war ein kollektiver Blackout“, sagt Förster zur bitteren 1:7-Pleite. So etwas habe er noch nie erlebt. Die junge Auerbacher Mannschaft (Altersdurchschnitt: 19 Jahre) ließ sich vom frühen 0:1-Rückstand beeindrucken und brach ein und leistete sich zahlreiche individuelle Fehler. „Von den sieben Gegentoren haben wir uns fünf selbst eingeschenkt“, sagt Förster. „Es war insgesamt ein schlechtes Derby. Rodewisch musste an diesem Tag nicht viel zeigen, um uns zu besiegen.“ Nicht die Rodewischer Stärke, sondern die fatale Auerbacher Schwäche führte zu diesem klaren Resultat.
Doch wie sollte es weitergehen? Schließlich stand danach das nächste Nachbarduelle gegen den SV Fronberg Schreiersgrün an. Die Mannschaft zeigte die geforderte Reaktion. In einem guten Vogtlandliga-Spiel dominierte der VfB und hatte Chancen für fünf Spiele. Aber: „Kurz vor Schluss haben wir uns wieder nach einem individuellen Fehler nach einem langen Ball das 1:1 einschenken lassen“, sagt Förster. „Aber an diesem Tag ging nichts an einem VfB-Sieg vorbei.“ Spät fiel noch der Siegtreffer. „Das Erfolgserlebnis war wichtig“, betont der Co-Trainer. „Wir sind damit super aus dem kleinen Loch des Derbys raus.“
Nun warten am Sonntag der FC Fortuna Plauen, danach der FC Werda (Förster: „Das ist ein Brett. Werda verfügt über hohe Qualität.“) und womöglich noch der SV Kottengrün. Gegen Plauen baut der VfB auf seine Heimstärke. Zwölf der 19 Punkte hat der VfB II bislang daheim geholt. Fortsetzung gewünscht!

Hochmotiviert ins Wochenende

Die Erleichterung war groß beim VfB Auerbach II. Nach drei Niederlagen in Serie gelang dem Vogtlandliga-Team am Sonntag beim FSV Treuen ein 1:0-Sieg. Ein durchaus überraschender Erfolg beim Landesklasse-Absteiger. Allerdings: Der Sieg war verdient. „Die Jungs haben bewiesen, dass sie Fußballtalent haben und auch arbeiten können. Denn nur Talent allein reicht nicht“, sagte VfB-Trainer Kevin Hampf, dem nach dem Ende der sportlichen Durststrecke auch einige Last von den Schultern fiel.

Am Samstag, 14 Uhr, geht es für die Auerbacher weiter. Gegen den BSV Irfersgrün haben die Gelb-Schwarzen nur ein Ziel: Den Treuen-Sieg veredeln. „Wir müssen nachwaschen“, sagt Kevin Hampf. Und er warnt: „Wenn wir jetzt nach dem Sieg in Treuen denken, dass es einfach so weitergeht und auch ein bisschen nachlassen, dann wird es ganz schwer.“ Zwar steht Irfersgrün – im Gegensatz zu Tabellenführer Treuen – in der Tabelle im unteren Drittel (11. Platz/11 Punkte/15:17 Tore), doch gerade gegen solche Gegner hatte der VfB II zuletzt Probleme. Zudem stehen die Auerbacher mit nur zwei Punkten mehr auf dem Konto in unmittelbarer Tabellennachbarschaft.

Trotz der Gefahr, das Spiel in Treuen überzubewerten, darf es dennoch als Maßstab dienen. Denn die Auerbacher machten viel richtig: Nach einem guten Start des FSV kam der VfB II immer besser ins Spiel. „Wir haben den unbedingten Willen entwickelt, die Null zu halten und waren dann gut im Spiel drin“, blickt Hampf zurück. Als dann auch noch VfB-Chancen hinzukamen, kippte die Partie endgültig zugunsten des VfB. „Vielleicht war es gar nicht so schlecht, dass wir so spät in Führung gegangen sind“, sagt Hampf zum Tor durch Pascal Sauer in der 90. Minute. Ein Tor, das Hampf bis heute entzückt. „So einen Spielzug stellst du dir immer als Trainer vor: Wir haben den Stürmer angespielt, nach außen durchgestochen und dann ganz sicher verwandelt.“ Auf diese Qualitäten kann sich der VfB dann am Samstag gegen Irfersgrün verlassen, muss dafür aber genauso viel Einsatz zeigen wie beim Spitzenreiter eine Woche zuvor.

Während die zweite Mannschaft mit einem Erfolgserlebnis ins Wochenende geht, ist die Lage bei der dritten Mannschaft eine andere. Das Team verlor das Stadtderby gegen den SV Blau-Weiß Rebesgrün mit 0:2. Allerdings kam die Niederlage gegen den Spitzenreiter der Kreisliga nicht allzu überraschend. Gegen die jungen Rebesgrüner hatten die Auerbacher Oldies einige Nachteile. Motiviert dürften die Auerbacher trotzdem sein. Denn am Sonntag, 12 Uhr, haben sie gleich einen doppelten Grund zur Freude: Sie können zurück in die Erfolgsspur finden und bestreiten in Rodewisch das Göltzschtalderby beim 1.FC Rodewisch II. Ein Klassiker! Dabei treffen nicht nur zwei geografische Nachbarn aufeinander, sondern auch zwei Tabellennachbarn: Rodewisch liegt als Neunter einen Platz vor dem VfB III – allerdings dürfte der VfB noch am Grünen Tisch vorbeiziehen, wenn das Verbandsgericht die drei Punkte aus Mylau den Auerbachern auch offiziell zuerkennt.

Flechsig erzielt Blitz-Hattrick

SG Mylau/VSC Reichenbach – VfB Auerbach II 0:7 (0:1)

Das Vogtlandliga-Team des VfB Auerbach ist ins Halbfinale des Kreispokals eingezogen. Die Auerbach besiegten im Viertelfinale den Kreisligisten Mylau/VSC Reichenbach am Ende deutlich mit 7:0. Ein Ergebnis, das lange Zeit nicht so deutlich aussah, auch wenn am Auerbacher Sieg zu fast keinem Zeitpunkt Zweifel bestanden.

Der VfB II kam gut ins Spiel und ging früh durch Dustin Luderer in Führung (4.). „Wir haben Ball und Gegner laufen lassen und uns auch Chancen herausgearbeitet“, sagte VfB-Coach Kevin Hampf. Nach dem verdienten 1:0 ließ das Team aber die Zügel etwas schleifen. „Dann kam bei uns langsam  wieder der Schlendrian rein“, kritisierte Hampf. „Weil wirwieder anders Fußball spielen wollten als am Anfang. Dadurch haben wir aber nur den Gegner stark gemacht.“ Allerdings kam die SG bis auf zwei Standards kaum gefährlich vors Tor.

Nach der Pause drückte sich die Auerbacher Überlegenheit auch in Toren aus. Der VfB legte innerhalb der Schlussviertelstunde sechs Treffer nach. Überragend dabei: Christian Flechsig, der innerhalb von sieben Minuten einen lupenreinen Hattrick erzielte. „Er hat eine Zielstrebigkeit, von der sich junge Spieler etwas abschauen können“, gab es ein Sonderlob vom Coach.

Am Sonntag spielt der VfB II dann beim FSV Treuen. Anstoß ist 14 Uhr. „Wir sind gut gewappnet und wollen dort gewinnen.“

Zwei Spiele, zwei echte Herausforderungen

Die Qual der Wahl haben die VfB-Fans am späten Samstagnachmittag: Wohin nach dem Spiel der Regionalliga-Mannschaft? Zur zweiten oder dritten Mannschaft? Vogtlandliga oder Kreisliga? Diesterwegsportplatz oder Sportplatz in Pfaffengrün?

Wer Vogtlandliga-Fußball sehen möchte, auf den wartet ein heißes Aufeinandertreffen. Der VfB II ist aufgrund seiner Auswärtsschwäche in der Tabelle von ganz oben ins Mittelfeld abgestürzt. Daher steht die Mannschaft in der Pflicht: Sie muss gegen den SC Syrau wieder zurück in die Erfolgsspur. Zum Glück spielen sie in Auerbach, können also auf ihre Heimstärke bauen. Die Gäste liegen mit zwei Punkt mehr auf dem Konto auf Platz 4. „Wir haben unter der Woche besprochen, was wir uns vornehmen und wie wir das Spiel angehen werden“, sagt VfB-Coach Kevin Hampf. „Wir wollen Konstanz reinbringen und auch hinten den Willen zeigen, die Gegentore zu verteidigen. Denn vorn verfügen wir über die Qualität, die Tore zu machen. Wir müssen uns vor keiner Mannschaft verstecken.“

Mit viel Selbstbewusstsein geht der VfB Auerbach III in das Kreisliga-Spiel in Pfaffengrün (Samstag, 15 Uhr). Nach vier Siegen in Serie baut der VfB auf den guten Trend. Und in Pfaffengrün stehen die Chancen auf eine Fortsetzung gar nicht einmal so schlecht: Die SG steht mit sieben Punkten auf dem elften Rang – und liegt damit klar hinter dem VfB, der offiziell noch neun Punkte hat, aber noch auf das Urteil des Sportgerichts nach dem Spielabbruch in Mylau und die zu erwartetenden drei Punkt wartet. Daher gilt: Gerade in einem Duell gegen ein Team auf Augenhöhe sind Punkte umso wichtiger.

Jede Niederlage ist auch eine Lehre

BC Erlbach – VfB Auerbach II 3:1 (1:1)

Daheim fühlt sich einfach besser an. Auch für das Vogtlandliga-Team des VfB Auerbach. Die zweite Mannschaft leidet derzeit unter eine Auswärtsschwäche. Seit nunmehr vier Punktspielen konnte das Team von Trainer Kevin Hampf in der Fremde nicht gewinnen. Es hagelte in der Vogtlandliga sogar vier Niederlagen in Serie. Die jüngste in Erlbach war mal wieder vermeidbar. Bei den kämpferisch starken Gastgebern machten sich bemerkbar die letzten Auswärtsmisserfolge bemerkbar. „Wir müssen uns die Sicherheit in unser eigenes Spiel holen“, sagte VfB-Coach Kevin Hampf. „Daran werden wir im Training arbeiten.“

In Erlbach kam der VfB eigentlich gut ins Spiel. Früh schoss Max Kühn den VfB in Führung (9.). „Wir haben gut angefangen, auch weil wir das getan haben, was uns stark macht: Den Ball und damit den Gegner laufen zu lassen.“ Danach passte der VfB sich aber dem BC-Spiel an, besann sich nicht länger auf das Spielerische, sondern ließ sich auf einen Kampf ein. Keine gute Idee. Nach einem Eigentor von Cris Schuster (31.) ging es mit dem 1:1 in die Pause.

Nach der Pause hatte der VfB einige Chancen auf die erneute Führung. „Wenn du solche Chancen nicht nutzt, dann wird es auch schwer“, sagt Hampf. Und so wurde es auch richtig schwer. Mit längerer Spieldauer sah der Gastgeber seine Chance auf drei Punkte und schlug eiskalt durch zwei Tore innerhalb von drei Minuten (84./86.) zu. „Als junge Mannschaft müssen wir lernen, für die Spielweisen anderer Mannschaften Lösungen zu finden“, sagt Hampf. „Wir müssen ihre Schwachpunkt ausfindig machen – und zum Beispiel lange Bälle früher unterbinden, dann werden wir auch wieder erfolgreich sein.“ Zum Beispiel am Samstag, 15 Uhr, auf dem Diesterwegsportplatz gegen den SC Syrau.

Statistik:

Tore: 0:1 Kühn (9.), 1:1 Schuster (Eigentor/31.), 2:1 Popp (Eigentor/84.), 3:1 Wild (86.).

Auerbach: Pansa – Schrader, Krug, Möckel, Sandner, Kühn, J. Luderer (65. D. Luderer), Persigehl (54. Tuschinski), Maschke (88. Heidl), Popp, Schuster.

Schiedsrichter: Filc (Falkenstein).

Zuschauer: 90.

Vogtlandliga-Team ist vor Wacker gewarnt

Das gab es im deutschen Fußball wohl noch nie: Der 1.FC Wacker Plauen ist innerhalb weniger Wochen – während der laufenden Saison – ab- und dann wieder aufgestiegen. Den Entscheidungen der Sportgerichte sei dank. Daher war lange Zeit nicht klar, ob der VfB Auerbach II am Samstag, 15 Uhr, überhaupt das Vogtlandliga-Match gegen die Plauener bestreiten würde. Doch nun steht fest: Das Spiel findet auf dem Rasenplatz in Plauen statt.

Für den VfB ist es grundsätzlich keine schlechte Sache, auf Wacker zu treffen – zumindest von der Papierform her. Denn aus zwölf Duellen ging der VfB II achtmal als Sieger hervor, viermal Wacker. Unentschieden ausgeschlossen. Das soll auch für die 13. Auflage der Paarung gelten. Denn der VfB strebt ganz klar drei Punkte an. „Wir wollen natürlich gewinnen, um weiterhin oben dranzubleiben“, sagt VfB-Co-Trainer Ricardo Förster. „Aber Wacker ist eine echte Hürde“, warnt er seine Spieler. Denn obwohl die Wackeraner mit drei Punkten auf dem viertletzten Platz stehen, sind sie nicht zu unterschätzen. „Wir sind aber gewarnt“, so Förster.