Herzschlagfinale bringt VfB II das Finale

Mit einem Herzschlagfinale hat der VfB Auerbach II das Finale um den Hallenpokal der „Freien Presse“ erreicht. Das Team von Trainer Kevin Hampf zog nur dank eines Ausrutschers des Zwischenrunde-Favoriten FSV Treuen ins Finale des prestigeträchtigen Turniers ein. Zwischenzeitlich waren die Auerbacher Chancen auf ein Ticket für das Finale am 19. Januar in Plauen auf ein Minimum gesunken.

Denn in der Zwischenrunde ergab sich schnell ein klares Bild: Der FSV Treuen, der ESV Lok Plauen und der VfB waren die stärksten Teams und spielten um die beiden Startplätze im Finale. Während Lok gegen Treuen gewann, siegte der FSV gegen Auerbach, der VfB hingegen gegen Lok. Damit kam schnell alles auf das Torverhältnis ankam. Zumindest meinten das alle. Doch dann entwickelte sich das Turnier zu einem echten Krimi. Einem Fernduell zwischen Auerbach und Treuen. Der VfB leistete sich einen völlig unnötigen Ausrutscher gegen den SSV Bad Brambach. Der spätere Turniervierte trotzte dem Vogtlandliga-Team ein 2:2-Unentschieden ab. Da nicht davon auszugehen war, dass Treuen ebenso gegen Bad Brambach patzen würde, herrschte im Auerbacher Lager eine betrübte Atmosphäre.

Die lockerte sich aber schnell wieder, als Bad Brambach tatsächlich die zweite Sensation in Serie gelang – und der SSV mit 2:1 gegen Treuen gewann. Damit war klar: Der VfB musste unbedingt gegen den VfB Plauen Nord im letzten Spiel gewinnen, um sicher weiterzukommen. Nord hatte bis dahin nur drei Punkte geholt, war also Außenseiter. Letztlich souverän löste Auerbach die Aufgabe und siegte mit 5:2. Der Einzug ins Finale stand fest. „Am Ende war es glücklich, aber nicht unverdient“, sagte VfB-Spieler Tommy Tuschinski, der das Turnier verletzt von der Tribüne anschauen musste.

VfB visiert die Endrunde des Hallenpokals an

Die beste Stimmung bei einem Hallenturnier ist im Vogtland natürlich beim Finale um den Pokal der Freien Presse, dem Nachfolgeturnier des Hallenkreispokals, bei dem noch nach alten Hallenregeln gespielt wird. Genau in diese Stimmung will auch der VfB II eintauchen. Dafür muss der Vogtlandligist aber die Zwischenrunde in der Plauener Wieprechthalle am Sonntag überstehen. Beginn ist 14 Uhr.

„Natürlich ist unser Ziel, in die Endrunde zu kommen“, sagt Ricardo Förster. „Das haben wir in den letzten Jahren immer geschafft. Das soll auch diesmal klappen.“ Die Vorrunde hatte der VfB souverän überstanden. Nun warten aber andere Gegner auf das Team aus dem Göltzschal. „Es wird keine leichten Gegner geben“, sagt Förster. Gruppenfavorit ist der FSV Treuen als Landesklassist. „Aber in der Halle haben alle gute zwei, drei Kicker in ihren Reihen“, sagt Förster. „Es kann alles passieren.“ Neben Treuen und Auerbach wollen auch noch der VfB Pausa, der ESV Lok Plauen, der VfB Plauen Nord und SSV Bad Brambach in die Endrunde einziehen. „Wenn wir das abrufen, was wir können, dann können wir die Endrunde schaffen“, sagt Förster. „Es kann aber auch dumm laufen, wenn du zum Beispiel das erste Spiel nicht gewinnst.“ Die erste Partie bestreitet der VfB gegen Lok Plauen.

In der Vorrunde setzte das Trainerteam vor allem auf jüngere Spieler. „Sie haben es sich verdient“, sagt Förster. Daran wird sich auch in der Zwischenrunde nichts ändern. Der Kader bleibt in etwa so zusammen wie beim Auftaktturnier. Aus gutem Grund: „Wir sind immer gut gefahren, auf eine eingespielte Mannschaft zu setzen.“ Darauf legt auch der VfB-Coach Kevin Hampf hohen Wert: „Ich mache den Jungs keine Vorgaben“, sagt er. „Sie sollen mir nur beweisen, dass sie guten Hallenfußball spielen können.“ Hampf hofft vor allem auf ein gutes Auftreten – und noch etwas: „Alle sollen Spaß am Fußball haben und wir wollen verletzungsfrei bleiben.“

Sollte das eintreten, wäre schon ein wichtiges Ziel erreicht. Ob am Ende der große Wurf mit dem stimmungsvollen Finale auch auf den VfB wartet, wird sich zeigen. Einen Vorgeschmack darauf bekommt der VfB am Sonntag. „Es sind viele Plauener Vereine mit dabei. Da müssen wir als Auerbach auch darauf gefasst sein, dass die Stimmung in der Halle gut ist“, sagt Ricardo Förster.

Eine Niederlage trübt die lupenreine Bilanz

Die erste Hürde ist genommen: Der VfB Auerbach II hat am Samstag die Zwischenrunde des Hallenpokals um den Freie-Presse-Pokal erreicht. In der Vorrundengruppe zog der VfB II als Tabellenzweiter in die nächste Runde ein. Der Sprung in die Zwischenrunde gelang den Auerbachern in der Plauener Kurt-Helbig-Halle letztlich souverän – mit fünf Punkten Vorsprung vor dem Dritten Elsterberger BC. „Es war trotz der einen Niederlage am Ende souverän“, sagte VfB-Coach Kevin Hampf.

Die einzige Niederlage kassierte der VfB gegen den späteren Gruppensieger SG Jößnitz. Mit 2:3 unterlagen die Gelb-Schwarzen – trotz zweier Treffer von Max Kühn. „Wir haben in diesem Spiel gesehen, an was wir noch arbeiten müssen, um im Turnier weit zu kommen“, sagte Hampf. „Aber das ist eine angenehme Aufgabe für die Mannschaft und den Trainer.“

In allen anderen Spielen ließ sein Team nichts anbrennen. Souveräne Siege – zwischen 4:0 und 6:0 – also stets ohne Gegentreffer führten dazu, dass der Vogtlandligist keine Bange haben musste, in die Zwischenrunde einzuziehen. Mission erfüllt, Aufgaben erledigt – so lautet auch das Trainerfazit. „Es hat sich keiner verletzt, alle haben sich bewegt – es war also okay für uns“, sagte Hampf. Beste VfB-Torschütze war Max Kühn. Er erzielte sechs der 24 VfB-Treffer.

Damit steht der VfB in der Zwischenrundengruppe B, die am 6. Januar in der Plauener Sporthalle Wieprechtstraße spielt. Beginn ist 14 Uhr. Bislang als Gegner steht nur der VfB Pausa fest.

 

Statistik

Elsterberger BC – VfB Auerbach II 0:6

VfB Auerbach II – SG Jößnitz 2:3

SpVgg Heinsdorfergrund – VfB Auerbach II 0:6

VfB Auerbach II – SG Straßberg 4:0

VfB Auerbach II – FSV Rempesgrün 6:0

 

Tabelle

1. SG Jößnitz 18:4 15
2. VfB Auerbach II 24:3 12
3. Elsterberger BC 7:11 7
4. SpVgg Heinsdorfergrund 8:16 6
5. FSV Rempesgrün 7:17 3
6. SG Straßberg 3:16 1

Hampf fordert leidenschaftliches Auftreten

Alle Kälte, all das ungemütliche Wetter beiseite – der Samstag wird erneut ein spannender Spieltag für zwei der drei Männer-Teams des VfB Auerbach. Und das Beste daran: Die VfB-Fans müssen nicht einmal weit reisen, sie können vier Stunden VfB-Fußball am Stück sehen. Und zwar von 12.15 Uhr die dritte Mannschaft in der Kreisliga gegen den FC Teutonia Netzschkau sowie von 14 Uhr an den VfB Auerbach II in der Vogtlandliga gegen den SC Syrau. Beide Spiele finden auf dem Diesterwegsportplatz statt.

Aber der Reihe nach: Die dritte Mannschaft will nach der Heimniederlage gegen den SV Morgenröthe-Rautenkranz schnell wieder zurück in die Erfolgsspur. „Wir haken das Spiel ab und blicken nach vorn“, sagte VfB-Spielertrainer René Bley nach dem 2:5 gegen den direkten Konkurrenten. Morgenröthe-Rautenkranz war in Sachen Cleverness und Abschlusskaltschnäuzigkeit den Auerbacher Oldies um eine Nasenlänge voraus. Mit Netzschkau kommt ein Team nach Auerbach, das etwas schwächer als der vorige Gegner einzuschätzen ist. Die Teutonen stehen auf dem zwölften Tabellenplatz – mit zwölf Punkten. Der VfB hat schon acht Punkte mehr auf dem Konto und dürfte einen Heimsieg fest im Visier haben. Auch deshalb, um sich für das Hinspiel zu revanchieren: Damals unterlag der VfB mit 0:4.

Auf ihren Angstgegner trifft unterdessen die zweite Mannschaft in der Vogtlandliga: Der SC Syrau lag dem VfB lange Zeit nicht wirklich. Aus 17 Duellen ging der VfB nur sechsmal als Sieger hervor. Syrau hingegen siegte neunmal. Eine klare Angelegenheit – zumindest statistisch. Aber: Die Statistik ist zum Glück nicht alles. Denn in der Realität fing sich der VfB zuletzt gegen den SC – und siegte gleich zweimal in Folge. Das Hinspiel gewann der VfB mit 1:0. Eine Mentalitätsfrage ist auch das Rückspiel. „Fußball ist eine Gefühlssache“, sagt VfB-Coach Kevin Hampf. „Manchmal hat man eben das Gefühl, dass man ein Spiel gewinnen kann, egal wie schwer es zu sein scheint.“ Auch diesmal. Hampf verlangt daher von seinen Jungs wieder 100 Prozent – und einen Erfolg. „Es kann noch einmal ein geiler Abschluss einer Saison werden“, sagt er.“

Den Weg zeichnet er seinem Team vor: „Wir müssen uns aufs Wesentliche fokussieren.“ Soll bedeuten: Die Sachen neben dem Fußball – wie Verletzungen, der Platz oder fehlende Spieler – zählen nicht als Ausrede. „Diejenigen, die auf dem Platz stehen, sollen einfach nur das tun, was sie ihr Leben lang schon gern tun: Fußball spielen. Das muss jeder auch außen merken.“ Tja, und dann könnte der VfB II nicht nur einen gutes Jahr erfolgreich abschließen, sondern auch die Syrau-Statistik aufpolieren.

Schmaler Kader, großer Sieg in der Vogtlandliga

VfB Auerbach II – SV Kottengrün 4:0 (2:0)

 

Reden hilft dann eben doch. Nach fünf Niederlagen in Serie setzte sich das Vogtlandliga-Team des VfB Auerbach unter der Woche zusammen – und sprach über die Leistungen und die Durststrecke. „Es hat geholfen“, sagt VfB-Coach Kevin Hampf. „Denn heute bin ich mit der Leistung komplett zufrieden.“ Das lag in erster Linie auch daran, dass diesmal das Ergebnis passte. Völlig verdient gewann der VfB II mit 4:0 gegen den SV Kottengrün.

Den Grundstein für den Erfolg legte Auerbach in der ersten Hälfte, die die Heimelf komplett im Griff hatte. Von den Gästen war da nicht viel zu sehen. Kottengrün hätte sogar schon viel früher als nach zwölf Minuten mit 0:1 zurückliegen können. Ein Pfostenschuss von Spielertrainer Kevin Hampf, der aufgrund der dünnen Personaldecke selbst spielen musste, hätte genauso gut zur Führung führen können wie Rasulis Nachschuss (5.) oder Schmelzers Sololauf aufs Tor (9.). Letztlich war es Antreiber Hampf, der dann doch das 1:0 vorbereitete. Seinen trockenen Abschluss staubte Max Kühn ab. Kühn war insgesamt der auffälligste Auerbacher, der beste Spieler auf dem Platz, was er mit zwei Treffern unterstrich.

Doch bevor er seinen zweiten Treffern nachlegen würde, war erst einmal Schmelzer dran: Aus halbrechter Position machte er das 2:0. Die Entscheidung? Es fühlte sich so an, da von den Gästen nicht viel kam. Hampf hätte mit einem Knaller aus 20 Metern – aus dem Stand – sogar fast noch das 3:0 vor der Pause nachgelegt. Der dritte Treffer hätte dem VfB das Spiel einfacher gemacht. Denn zu Beginn der zweiten Halbzeit erwischte Kottengrün die Gastgeber komplett auf dem falschen Fuß. Eine Viertelstunde lang machten die Gäste Druck – allerdings ohne (Tor-)Erfolg. Auerbach fing sich. Kreß legte für Hampf auf, der die Übersicht bewahrte und auf Kühn ablegte. Das 3:0 war dann die endgültige Entscheidung. Tommy Tuschinskis 4:0 hatte nur noch statistischen Wert. Ein verdienter VfB-Sieg.

„Wir haben uns heute für die viele Arbeit in den letzten Wochen endlich mal belohnt“, sagte Coach Kevin Hampf. „Wir waren heute kaltschnäuzig vor dem Tor und haben nicht viel anbrennen lassen. Ich bin ich heute sehr zufrieden.“

 

Statistik:

Tore: 1:0 Kühn (12.), 2:0 Schmelzer (35.), 3:0 Kühn (75.), 4:0 Tuschinski (87.).

Auerbach: Leucht – Roßbach, Krug, Hilpmann (88. Pansa), Kühn, Tuschinski, Luderer, Schmelzer (72. Kreß), Hampf (85. Sandner), Rasuli, Möckel.

Schiedsrichter: Gäbler (Rodewisch).

Zuschauer: 60.

Langer Samstag in Auerbach: Vier Stunden VfB-Fußball

Fußball von 12 bis 16 Uhr. Vier Stunden VfB Auerbach – live auf dem Platz und gleichzeitig auf dem Smartphone aus Babelsberg. Der Samstag ist für die VfB-Fans im Vogtland ein besonderer Tag. Denn alle, die nicht mit die Reise zum Auswärtsspiel der Regionalliga-Mannschaft zum SV Babelsberg (Anstoß: 13.30 Uhr) antreten, heißt es: Hoch vom Sofa, raus in den vogtländischen Früh-Winter – und Fußball schauen. Den Beginn macht die dritte Mannschaft auf dem Diesterwegsportplatz mit dem Heimspiel gegen den SV Morgenröthe-Rautenkranz. Nach der Kreisliga folgt die Vogtlandliga: Von 14 Uhr an trifft die zweite Mannschaft auf den SV Kottengrün.

Und das Spiel gegen den früheren Landesklassisten ist kein gewöhnliches. „Bei Kottengrün spielen einige bekannte Gesichter“, sagt VfB-Spielführer und Co-Trainer Ricardo Förster. „Daher muss es umso mehr Spaß machen.“ Unter anderem läuft der ehemalige Auerbacher Kevin Breiter für den SVK auf. Doch auch sonst ist die Partie von großer Bedeutung: Der VfB II will nach der Talfahrt der vergangenen Wochen nun endlich wieder mal siegen. „Die Saison hat super begonnen, jetzt sind wir in ein Loch gefallen“, sagt Förster. Aus diesem soll nun das Team finden. „Für die verbleibenden zwei Spiele haben wir uns ein Ziel gesetzt: sechs Punkte.“ Das Team muss also das Maximum aus sich herausholen.

Und Förster ist gar nicht pessimistisch. Das Gegenteil ist der Fall: „Die Stimmung im Team ist riesig. Alle sind hochmotiviert, mit einem guten Abschluss in die Winterpause zu gehen.“ Und dann folgt die Analyse, wo das Team noch Nachholbedarf hat. Gegen Kottengrün setzt Auerbach auf die bekannten Tugenden. „Wir hoffen, dass wir die Stärken, die uns ausmachen, auf den Platz bringen – also die Tatsache, dass wir jung und dynamisch sind. Damit wollen wir ein Feuerwerk abbrennen.“

Allerdings ist die Personaldecke äußerst dünn. Förster schreckt das nicht ab. „Wir sind ein Team und jeder muss jetzt das raushauen, was noch drin ist.“ Kottengrün liegt in der Tabelle vier Punkte hinter dem VfB, hat allerdings ein Spiel mehr absolviert.

Das halbe Dutzend will zuvor bereits die dritte Mannschaft vollmachen: Die Dritte empfängt ebenfalls auf dem Diesterwegsportplatz den SV Morgenröthe-Rautenkranz. Nach fünf Siegen in Serie soll nun der sechste her. Damit würde der VfB auch die punktgleichen Gäste in der Tabelle überholen – und damit endgültig den schlechten Saisonstart vergessen machen. Die Statistik spricht klar für den VfB III: Aus allen vier bisherigen Duellen gegen Morgenröthe-Rautenkranz ging der VfB III als Sieger hervor. Diesmal dürfte es allerdings das schwerste aller bisherigen Spiele werden.

Der Fluch der guten Leistungen setzt sich fort

VfB Auerbach II – VfB Mühltroff 1:4 (1:2)

 

Der Auerbach Trainer Ricardo Förster, der am Samstag den Cheftrainer Kevin Hampf vertrat, der aus privaten Gründen nicht beim Spiel sein konnte, stand nach dem Spiel ratlos auf dem Platz. Er holte seine Jungs zusammen – und gab ihnen eine Aufgabe auf den Weg: Sie sollen bis zur nächsten Trainingseinheit erklären, an was es lag, dass das Vogtlandliga-Spiel gegen den VfB Mühltroff mit einer 1:4-Niederlage endete. „Ich kann der Mannschaft keinen Vorwurf machen“, sagte er. „Wir haben ein gutes Spiel gemacht.“ Aber trotzdem klar verloren.

Vielleicht können sich die Spieler der zweiten Mannschaft bei der Suche nach Antworten mit dem Regionalliga-Team zusammensetzen und gemeinsam Antworten finden. Denn das Problem ist dasselbe: Die Auerbacher spielen gut, haben viele Chancen, bringen diese aber nicht rein und verlieren dann durch Fehler in der Defensive das Spiel. Das ist auch die Zusammenfassung des Spiels gegen Mühltroff: Auerbach war gegen die Gäste klar überlegen – spielerisch und auch optisch. Das Mühltroffer Tor stand unter ständigem Druck. Allerdings fehlte den Gastgebern im Abschluss alles: Präzision, Glück, Cleverness.

Völlig anders die Gäste: Sie schoßen noch vor der Pause nach zwei Kontern eine schmeichelhafte 2:0-Führung heraus. Beinahe alle Abschlüsse landeten im Netz. Dann sogar im eigenen: Denn bezeichnenderweise machte Mühltroff das einzige Auerbacher Tor auch noch selbst. Das 1:2 kurz vor dem Seitenwechsel machte Auerbach Hoffnung. Und so machten die Hausherren Druck – doch das Problem vor dem Tor blieb. Entweder stand der Keeper im Weg, ein Mühltroffer Fuß blockte den Schuss oder der Ball ging drüber.

Wie einfach das Toreschießen sein kann, zeigte Mühltroffs Grünler. Er zog einfach mal aus 40 Metern ab. Der Ball flog über VfB-Keeper Leucht ins Netz. Das 3:1 kam einer Vorentscheidung gleich, obgleich sich Auerbach nicht aufgab und weiter Druck ausübte. Zu allem Überfluss kam an diesem gebrauchten Tag auch noch das 1:4 nach einem Konter hinzu. Die Gäste wussten nicht so recht, wie sie zum Sieg kamen, außer dass sie eiskalt vor dem Auerbacher Tor agierten und hinten mit viel Einsatz und Glück verteidigten. Ein verrücktes Spiel.

Das Auerbacher Team muss nach der Talfahrt der letzten Wochen schleunigst Antworten finden, weshalb im Moment keine Punkte mehr herausspringen. Eine Antwort wäre ein Sieg im nächsten Vogtlandliga-Spiel. Am Samstag, 24. November, trifft der VfB auf dem Diesterwegsportplatz auf den SV Kottengrün. Anstoß ist 14 Uhr.

 

Statistik

Tore: 0:1 Zölßmann 0:1, 0:2 Fortak (35.), 1:2 Zimmermann (Eigentor/43.), 1:3 Grünler (68.), 1:4 Optiker (83.).

Auerbach: Leucht – Krug, Kühn, C. Müller, Luderer, Flechsig, Sandner (65. Hilpmann), Leßmann, Persigehl (43. Roßbach), Schmelzer, Möckel.

Schiedsrichter: Wilhelm (Treuen).

Zuschauer: 50.

Vogtlandliga-Coach Kevin Hampf ist guter Dinge

Zwar überstrahlt das große Pokalspiel des Regionalliga-Teams das Wochenende, doch auch die anderen beiden VfB-Männerteams sind im Einsatz! Und beide haben durchaus Erfolgsaussichten.

Den Anfang macht die dritte Mannschaft in der Kreisliga: Die Oldies spielen beim FSV Klingenthal, dem Tabellennachbarn. Um 14 Uhr geht es für den VfB III um den Sprung nach vorn. Nach vier Siegen in Serie geht der VfB mit viel Selbstvertrauen ins Spiel.

Eine Stunde später beginnt das Spiel des VfB II gegen den VfB Mühltroff. In der Vogtlandliga müssen die Auerbacher Jungs endlich wieder in die Spur finden. Für die zweite Mannschaft ist es ein Spiel mit hohem Stellenwert. Denn nach fünf Spielen ohne einen Sieg müssen wieder mal drei Punkte her. “Es kann ein gutes Spiel für uns werden, weil wir viel über die letzten Spiele gesprochen haben”, sagt VfB-Coach Kevin Hampf. Dabei habe er auch angesprochen, das die Leistungen gar nicht so schlecht waren. Nur: Es sprang kein Erfolg heraus. “Im Gegenteil, wir haben gut gespielt und waren die bessere Mannschaft. Uns hat die Galligkeit gefehlt.” Daher fordert er nun mehr Willen im letzten Drittel – und defensive Qualitäten. “Die Null muss stehen”, sagt er. Gegen Mühltroff, den Tabellensechsten, stehen die Chancen nicht schlecht. “Ich bin guter Dinge, dass es wieder klappt.”

Wer nach dem Pokalspiel im VfB-Stadion noch auf den Diesterwegplatz möchte, der kann die “VfB-Doppeldecker-Aktion” nutzen. Mit dem Lok-Ticket gibt es freien Eintritt beim Vogtlandliga-Spiel.

Viel Ballbesitz, aber nur ein Tor

VfB Auerbach II – VfB Lengenfeld 1:1 (1:0)

 

Einen enttäuschenden Samstag hat auch das Vogtlandliga-Team des VfB Auerbach erlebt. Statt eines fest eingeplanten Sieges gegen den Tabellenletzten VfB Lengenfeld sprang nur ein mageres Pünktchen heraus. Dabei befindet sich der VfB II in einer schweren Phase – zwischen dem selbst gesetzten Anspruch und der Wirklichkeit der vergangenen Wochen. Allerdings: So schlecht wie die Bilanz des Herbsts ausfällt (drei Niederlagen, ein Unentschieden), war es nicht. Auerbach ließ auch gegen Lengenfeld über weite Strecken sein Können aufblitzen, nur muss das Team dies nun in Handfestes, also Punkte, umgesetzen.

Aber zum Spiel: Fraglos spiegelt der 1:1-Endstand nicht den Spielverlauf wider. Auerbach dominierte über die gesamte Spielzeit und hätte bereits vor der Pause die Führung ausbauen müssen. Bei den etlichen Grundliniendurchstößen sahen die Gäste nicht gut aus. Was Auerbach aber fehlte, war ein Knipser, der den Ball dann auch mal ins Tor hauen würde. Nur ein Schuss von Tommy Tuschinski nach einer guten halben Stunde landete im Netz. „Wir haben die absolute Konsequenz vermissen lassen“, sagte deshalb auch Auerbachs Trainer Kevin Hampf. „Vor dem Tor fehlte uns die Galligkeit, das 2:0 nachzulegen.“ Das rächte sich. Den einzigen ernsthaften Gegenzug der Gäste verteidigte Auerbach schlecht. Lengenfeld machte es clever und Toni Rudolph traf zum Ausgleich.

Während Lengenfeld im Abstiegskampf wieder Hoffnung schöpft, hält die herbstliche Talfahrt der Regionalliga-Reserve an. Trainer Hampf sagt deshalb: „Ich bin enttäuscht und auch irgendwie sauer. Wir investieren viel, daher ist es schade, dass wir uns nicht selbst belohnen. Jetzt müssen wir weniger reden und dafür handeln.” Und zwar schon am Samstag, 10. November, wenn der VfB beim FC Fortuna Plauen antritt. Gegen die Plauener haben die Auerbach nach dem Pokalaus vor einer Woche noch eine Rechnung offen. Anstoß ist 14 Uhr.

 

Statistik

Tore: 1:0 Tuschinski (31.), 1:1 T. Rudolph (70.).

Auerbach: Leucht – Krug, Kühn, Tuschinski (77. Roßbach), Miertschink, Luderer, Sandner (70. Schmelzer), Leßmann (86. Flechsig), Persigehl, Hoffmann, Möckel.

Schiedsrichter: Friedrich (Plauen).

Zuschauer: 60.

Schlusslicht-Samstag in Auerbach

Knapp zwei Stunden Fahrt sind es für das Regionalliga-Spiel in Bischofswerda. Auch wenn sich das Regionalliga-Team natürlich viele Fans in Ostsachsen wünscht, werden wohl nicht alle die Reise antreten. Für alle, die im Vogtland bleiben, gibt es ein attraktives Alternativprogramm – mit hohen Erfolgsaussichten. Denn die beiden anderen VfB-Männerteams spielen ihr „Schlusslicht-Wochenende“: Die zweite Mannschaft empfängt das Vogtlandliga-Schlusslicht VfB Lengenfeld (14 Uhr), bereits um 12.15 Uhr spielt die dritte Mannschaft gegen den SV Muldenhammer – seines Zeichens Tabellenletzter der Kreisliga.

Damit ist klar, wie die beiden Spiele auf dem Diesterwegsportplatz ausgehen sollen: mit Auerbacher Siegen. Der VfB III geht mit der Empfehlung von zwei Siegen in Serie in die Partie. Da Muldenhammer bislang noch gar keinen Punkt geholt hat, wäre alles andere als ein VfB-Sieg eine herbe Enttäuschung.

Ähnlich geht es der Zweiten. Die trifft allerdings auf den VfB Lengenfeld, der immerhin schon einen Sieg in dieser Saison verbuchen konnte. Lengenfeld enttäuscht bislang auf ganzer Linie, hatte sich der Verein doch diese Saison einen besseren Verlauf gewünscht. So gastierte Auerbach mit dem Regionalliga-Team im Sommer in Lengenfeld zur Eröffnung des schmucken Stadions. Damals hoffte Lengenfeld auf einen positiven Verlauf der neuen Serie. Daraus wurde bislang noch nichts, auch wenn der Abstand zum Vorletzten, Wacker Plauen, nur zwei Zähler beträgt. Folglich muss Lengenfeld siegen – auch in Auerbach.

Die Ausgangslage ist dabei fast etwas ähnlich: Auch Auerbach steht unter dem Siegzwang. Beide Teams gehen mit der Bürde ins Spiel, die letzten drei Spiele verloren zu haben. Das Team von Trainer Kevin Hampf verfügt natürlich über die besseren Einzelspieler. Doch daran will der Coach nicht allzu stark erinnern. „Es wird eines der schwersten Spiele der Saison“, mahnt er. „Heute können wir uns nur selber schlagen.“ Dann nämlich, wenn sein Team sich zu stark an der Tabelle orientiert und Lengenfeld unterschätzt. Das soll keinesfalls passieren. „Wir sind gut bedacht, wenn wir uns absolut nur auf uns konzentrieren und unsere Stärken“, sagt Hampf. Und die Stärken habe sein Team in der ersten Saisonphase gezeigt. Nach den Misserfolgen der letzten Wochen soll das Spiel gegen Lengenfeld der Auftakt für eine kleine Serie vor  der Winterpause sein. „Wir haben in den letzten Wochen dazugelernt“, sagt Hampf. „Wenn wir hinten zunächst die Null halten und geduldig bleiben, bin ich guter Dinge, dass wir das Spiel gewinnen.”