Der VfB muss nur kurz zittern

Der VfB Auerbach schlägt in seinen Geschichtsbüchern gleich ein komplett neues Kapitel auf: Die B-Junioren des VfB besiegten am Sonntagmittag die Reinickendorfer Füchse Berlin mit 5:3 im Rückspiel der Aufstiegsrelegation zur Regionalliga. In Addition mit dem 3:0-Sieg aus dem Hinspiel ist klar: Der VfB spielt erstmals in seiner Vereinsgeschichte mit einem Nachwuchsteam in der Regionalliga. Und die ist im Nachwuchs zweitklassig. „Wir sind unglaublich stolz auf das Geleistete“, sagte VfB-Coach Toni Seidel nach dem Spiel in Berlin.

Zusammen mit seinem Co-Trainer Stiev Glaß hatte er die richtigen Worte für sein Team gefunden. Bereits am Samstag war der VfB nach Berlin gereist. Die professionelle Vorbereitung lohnte sich. Denn trotz des 3:0-Vorsprungs aus dem Hinspiel handelt es sich um Juniorenfußball – und in den Relegationsspielen der vergangenen Wochen gab es genau da im Rückspiel riesige Überraschungen: So holte der Chemnitzer FC (U19) einen 1:4-Rückstand noch auf. Eine solche Sensation wollte Auerbach unbedingt vermeiden. Und statt einer Zitterpartie wurde es zwar kein Spaziergang, aber letztlich eine entspannte Angelegenheit. Der Grund heißt Jonas Unger. Schon nach einer Minuten netzte er erstmals ein. Damit waren alle Hoffnungen der Berliner vorerst einmal kaltgestellt. „So ein frühes Tor war für uns natürlich ein super Start“, sagt Jan Max Denschel, der Kapitän und Torhüter. Doch einen ruhigen Tag erlebte er trotzdem nicht. Reinickendorf gab sich nicht geschlagen – selbst nicht nach zwei weiteren Unger-Treffern (23./27.). Ein lupenreiner Hattrick! Nach einer halbe Stunde verkürzten die Füchse. Doch hätten sie noch sechs Treffer nachlegen müssen. Aber danach sah es überhaupt nicht aus, weil Auerbach sich selbst nicht vom 3:3-Ausgleich aus der Ruhe bringen ließ (44./58.) und seine Chancen nutzte. Luca Bodenbinder mit einem Doppelpack (67./69.) brachte den VfB zurück ins sichere Fahrwasser. „Sie hätten dann noch sieben Stück schießen müssen“, sagt Denschel. „Da war uns klar, dass das nicht mehr passiert. Ein geniales Gefühl.“ Und so feierten die Auerbacher Aufstiegshelden im Anschluss an die Partie mit den über 50 mitgereisten VfB-Fans. Der Kapitän lobt indes sein Team: „Es ist geil, was die Mannschaft geleistet hat.“ Eine kleine Feier gab es am Sonntag auch noch. „Aber da am Montag wieder Schule ist, fahren wir natürlich rechtzeitig wieder heim“, so der Kapitän. „Aber die richtige Aufstiegsfeier kommt noch.“

Aufstiegsrelegation: Die Ruhe vor dem Sturm

Fast eine Woche liegt es zurück, doch noch immer sind die Eindrücke frisch: Das Hinspiel der Aufstiegsrelegation zur Regionalliga bei den B-Junioren am Sonntag war ein Höhepunkt in der Vereinsgeschichte des VfB Auerbach. Über 400 Zuschauer waren auf den Waldsportplatz Beerheide gekommen. „So viele Zuschauer – das habe ich in 40 Jahren beim VfB Auerbach bei einem Jugendspiel noch nicht erlebt“, sagt VfB-Manager Volkhardt Kramer. Und noch etwas ist historisch: Durch den 3:0-Sieg der U17 ist der Sprung in die Regionalliga zum Greifen nahe. Am Sonntag, 12 Uhr, steigt in Berlin das Rückspiel. Auerbach könnte sich also sogar eine 0:2-Niederlage leisten und wäre trotzdem in der nächsten Saison zweitklassig. Das gab es beim VfB zuvor noch nie – weder im Männer- noch im Nachwuchsbereich.

Vermutlich deshalb ist die Anspannung vor dem Rückspiel bei den Reinickendorfer Füchsen so groß. Die Mannschaft reist bereits am Samstag an, um eine optimale Vorbereitung zu gewährleisten. Eine Übernachtung vor dem Auswärtsspiel in Berlin – das macht selbst das Regionalliga-Team der Männer nicht. „Wir fahren in aller Ruhe nach Berlin und schauen uns einen Tag vorher schon einmal alles an“, sagt VfB-U17-Coach Toni Seidel. Beim Abendessen wartet dann auf seine Jungs die Vorbesprechung auf die Partie. „Wir sind gut vorbereitet“, sagt er. Zumal sind alle Spieler an Bord. Der Saisonhöhepunkt will keiner verpassen.

Die Ruhe vor dem Sturm ist womöglich auch gar nicht einmal so schlecht. Denn am Sonntag erwartet die Vogtländer sicherlich wieder ein heißer Kampf. Die Emotionen dürfen wieder – wie schon in der Schlussphase des Hinspiels – sieden. „Wir haben diese Woche viel darüber gesprochen“, sagt Seidel. „Es war bei allen Spielern spürbar, dass sie wissen, um was es geht. Es wird ein heißer Tanz.“ Wohl auch sportlich, denn das deutliche 3:0 täuscht etwas über den wahren Spielverlauf hinweg. So klar auseinander waren beide Teams nicht, die Berliner brachen in den Schlussminuten nur auseinander, der VfB nutzte dies eiskalt. Genauso eiskalt muss der VfB auch im Rückspiel bleiben – das ist zumindest die Trainervorgabe. „Dafür gibt uns das Hinspiel viel Kraft. Wir wissen, dass Berlin kommen muss – und wir sind für den einen oder anderen Konter gut“, sagt Seidel. Etwas Steigerungsbedarf gibt es dabei im körperlichen Bereich: Der Berlin-Meister ist den Auerbacher Jungs darin voraus. „Körperlich sind sie uns überlegen“, so Seidel. Seine Jungs müssen wohl über sich hinauswachsen – im wahrsten Sinne des Wortes. Aber: „Technisch und spielerisch sind wir definitiv nicht schlechter.“ Es scheint also alles vorbereitet.

Auch schon der nächste Schritt? Was passiert, sollte es am Sonntag tatsächlich mit dem Aufstieg klappen? „Eine Feier haben wir noch nicht geplant“, sagt Seidel. „Wir wollen darüber auch gar nicht reden, sondern erst einmal Fußball spielen. Sollten wir es schaffen, finden wir schon eine Idee.“ Rein sportlich wäre der Aufstieg für den VfB Auerbach reizvoll. Und organisatorisch? Ein Kraftakt. Auerbach ist – im Gegensatz zu den meisten möglichen Konkurrenten in der Regionalliga – kein Leistungszentrum. Alles wird ehrenamtlich organisiert. „Toni Seidel als Nachwuchsleiter und Michael Stöhr als Vorstandsmitglied mit dem Aufgabenbereich Nachwuchs leisten schon viel“, sagt Volkhardt Kramer. „Aber auch sie wissen, dass dann noch etwas mehr auf sie zukommt.“ Kramer hofft dann auf noch mehr Unterstützung für den Auerbacher Nachwuchs. Sponsoren sollen dabei helfen, den Mehraufwand abzudecken. Mehr Aufwand gibt es allein schon aufgrund der Lizenzbedingungen – mit Plätzen und Trainerlizenzen. Und der Erfolg der B-Junioren soll schließlich auch keine Eintagsfliege bleiben. „Es macht nur Sinn, wenn wir dies weiterführen – in allen Mannschaften.“ Und dafür bedarf es größerer Unterstützung. Allerdings mit Augenmaß, betont Kramer. „Uns darf nicht dasselbe passieren wie Borea Dresden“, verweist er auf den ehemaligen Konkurrenten aus der Oberliga, der eine hervorragende Nachwuchsarbeit leistete, aber den Erfolg im Männerbereich vernachlässigte. Es folgten Abstieg auf Abstieg – und darunter litt am Ende auch der Nachwuchsfußball. „Sie haben sich am Nachwuchs überhoben“, analysiert Kramer. „Wir müssen weiterhin Rang und Reihenfolge beachten. Das Regionalliga-Team der Männer bleibt das Aushängeschild.“ Auch wenn die B-Junioren dem Köhler-Team an diesem Wochenende womöglich für kurze Zeit den Rang ablaufen. Zumindest für ein paar Tage.

Überraschender Triumph – am Ende stehen die E-Junioren ganz oben

Während es das Regionalliga-Team in Sachen Punktspiele noch etwas ruhiger angehen lässt, ist im Nachwuchsbereich derzeit viel los. Die Saison ist zum Teil zu Ende, bei den B-Junioren steht der VfB vor dem größten Erfolg in der Vereinsgeschichte. Aber nicht nur die älteren Jahrgänge sorgen derzeit für Furore. Die E-Junioren haben sich mit einem sensationellen Ergebnis in die Sommerpause verabschiedet. Bei der privat organisierten Turnierreihe mit den beste Nachwuchsteams der Altersklasse aus Mitteldeutschland hat der VfB eine riesige Überraschung hingelegt. Beim Abschlussturnier der Reihe ging der Pokalsieg beim Heimturnier nach Auerbach. „Ein besseres Drehbuch hätte es nicht geben können“, sagte VfB-Coach Jörg Möckel. „Der Turniersieg ist das i-Tüpfelchen auf die erfolgreiche Saison.“

Denn die überregionale Turnierrunde fand in Auerbach am Samstag ihren End- und Höhepunkt. Im Vorfeld des Turniers hatten die teilnehmenden Teams bereits in Heim- und Auswärtsspielen von August bis Mai gegeneinander gespielt, nun fand zum Abschluss ein gemeinsames Turnier statt – in Auerbach. „Dass wir das Turnier bei uns durchführen konnten, war die großen Hilfe der Stadt und der Unterstützung der Eltern zu verdanken“, sagt Möckel. „Ohne sie hätten wir es nicht geschafft.“

Bei der Endrunde in Auerbach nahmen dann also die Spitzenteams des FC Carl Zeiss Jena, Cordial-Cup-Sieger VfB Fortuna Chemnitz, Lok Leipzig, die SpVgg Bayern Hof und der Reichenbacher FC teil. Der FSV Zwickau und der FC Erzgebirge Aue hatten ihre Teilnahme absagen müssen, weil sie noch in den Punktspielen stehen. Dennoch: „Über das Jahr hinweg hatte sich bereits angedeutet, dass der Modus eine Bereicherung für das Wettkampfjahr ist“, sagt Möckel. Es gab viele knappe Spiele, in denen die Kinder bereits eine hohe fußballerische Qualität auf dem Platz zeigten. Auch bei der Endrunde.

Bei optimalen Bedingungen – es war noch nicht zu heiß auf dem Diesterwegsportplatz – ging der VfB nicht unbedingt als Turnierfavorit ins Rennen. „Wir hatten einige Stammspieler zu ersetzen“, sagt Möckel. „Aber die Mannschaft ist über sich hinausgewachsen.“ Das lag wohl auch daran, weil der VfB gut ins Turnier kam. Gleich das erste Spiel war eins zum Staunen. Gegen Fortuna Chemnitz legten die Auerbacher ein Spiel hin, das das Team selten zuvor gezeigt hatte. „Wir haben Chemnitz nach allen Regeln der Kunst ausgespielt“, so der Coach. Mit Kurzpassspiel und in hohem Tempo besiegten sie die Chemnitzer mit 2:0. Und der Sieg hätte noch deutlich höher ausfallen können. Möckel: „Wenn es überhaupt etwas an diesem Spiel zu kritisieren gibt, dann die Chancenverwertung.“

Das zweite Spiel war dann schon entscheidend: Da sich die Auerbacher vorgenommen hatten, einen Medaillenplatz zu erreichen, musste gegen Hof ein Erfolg her. Nur mit drei Punkten wäre die Chance auf einen der vorderen Plätze noch realistisch gewesen. Und es klappte – mit einem 1:0-Sieg. „Taktisch hat die Mannschaft umgesetzt, was wir geplant hatten. Unser Plan ist wunderbar aufgegangen.“ Mit dem Hofer Nachwuchs hatte sich der VfB bereits öfter die Kräfte gemessen, doch stets endeten die Spiele mit einem Unentschieden. Diesmal sprang mit etwas Glück ein 1:0 heraus.

Anders verlief das dritte Gruppenspiel der Auerbacher: Lok Leipzig beherrschte den VfB und gewann verdient mit 2:0. „Sie waren in diesem Spiel besser als wir“, sagte Möckel. Lok war damit auf dem Weg zum Turniersieg. Der VfB behielt zwar nach einem eindeutigen Spielverlauf gegen den Reichenbacher FC (4:0) alle Trümpfe weiter in der Hand, doch war damit nur der dritte Platz sicher. „Unser Ziel hatten wir damit schon erreicht“, jubelte der VfB-Coach.

Im letzten Gruppenspiel ging es dann noch um den zweiten Platz – zumindest gedanklich, denn Lok schien uneinholbar. Während der VfB gegen den FC Carl Zeiss Jena personell auf der letzten Rille lief, waren die Thüringer mit 16 Spielern angereist und wechselten durch. Doch diesmal begeisterten die Auerbacher durch die Stärke, die sie schon die gesamte Saison lang ausmachen: die mannschaftliche Geschlossenheit. Möckel erklärt: „Jeder Auswechselspieler hat in die Mannschaft gefunden. Es war ein Sieg der Moral und eine starke Mannschaftsleistung. Taktisch hat die Mannschaft für ihr Alter hervorragend gespielt.“ Mit 1:0 hatte der VfB die Nase vorn – und damit zwölf Punkte. Damit hatte der VfB im Spieljahr gegen jedes Leistungszentrum mindestens einmal gewonnen. Und der Sieg gegen Jena bedeutete sogar noch mehr als nur Platz 2: „Womit ich gar nicht gerechnet habe, ist dass wir das gesamte Turnier gewinnen würden“, sagt Möckel. Doch dank der Schützenhilfe der SpVgg Bayern Hof, die Lok Leipzig ein Unentschieden abtrotzten, stand der VfB am Ende ganz oben auf dem Treppchen. Die Freude war riesengroß. Auch beim Trainer: „Es war ein Erfolg, der nur über die geschlossene Mannschaftsleistung zustandekam. Bei uns gibt es keine Stars, sondern die Mannschaft ist der Star. Alle Spieler – von eins bis zehn – sind gleichwertig.“

Und mit diesem Erfolg gehen die jungen VfB-Spieler mit einem guten Gefühl in ihre wohlverdiente Sommerpause.

Gute Ausgangslage für das Rückspiel

VfB Auerbach – Füchse Berlin Reinickendorf 3:0 (1:0)

 

Die B-Junioren des VfB Auerbach stehen unmittelbar vor dem ganz großen Coup. Im Hinspiel der Relegation um den Aufstieg in die zweitklassige Regionalliga haben die Vogtländer mit drei Toren die Nase vorn gehalten. Ein Ergebnis, das für das Rückspiel in einer Woche am Sonntag, 12 Uhr, Hoffnung macht, dass die U17 den größten Nachwuchs-Triumph in der Vereinsgeschichte feiern könnte.

Dabei gilt aber auch das Hinspiel gegen die Reinickendorfer Füchse als Warnung. Denn so viel schwächer waren die Gäste nicht. In einer engen Partie vor deutlich über 400 Zuschauern – unter ihnen auch die lautstarke UnitA-Fangruppierung – lieferten sich beide Seiten einen engen Schlagabtausch. Nach der Pause drehte der VfB auf und kam zu drei Treffern – zwei davon in der Schlussphase, als sie die Gäste unsortiert erwischten. Am Ende war es ein verdienter Erfolg für die Vogtländer.

„Das 3:0 ist eine sehr guten Ausgangsposition“, sagt VfB-Coach Toni Seidel. „Aber ist es noch kein Grund zum Jubeln. Die Jungs werden die Woche hoch konzentriert im Training arbeiten und sich optimal auf das Rückspiel vorbereiten.“ Die Mannschaft reist schon am Samstag nach Berlin, um optimal vorbereitet in das Spiel am Sonntag zu gehen. „Ein ganz großes Dankeschön geht an die vielen Zuschauer, es war ein riesiges Erlebnis für die Jungs“, ergänzte Seidel.

Zudem wird es zum Rückspiel einen Fanbus mit 50 Plätzen nach Berlin geben. Nähere Informationen folgen zu Wochenbeginn. Toni Seidel sagt dazu: „Wir hoffen, dass uns viele Zuschauer mit nach Berlin begleiten, um die Jungs zu unterstützen.“

Statistik

Tore: 1:0 Unger (60.), 2:0 Bodenbinder (80.+2), 3:0 Glaß (80.+4).

Auerbach: Denschel – Leidel, Todt, Voigt, A. Kramer, Glaß, Vogel, Seidel, Unger, V. Kramer (80.+2 Müller), Meinel (79. Bodenbinder).

Schiedsrichter: Wartmann (Großvargula).

Zuschauer: 421.

Das größte Nachwuchsspiel der Vereinsgeschichte

Das bislang größte Nachwuchsspiel in der Vereinsgeschichte des VfB Auerbach findet am Sonntag, 12 Uhr, auf dem Waldsportplatz in Beerheide statt. Die B-Junioren des VfB bestreiten das Relegationsspiel zur Regionalliga gegen die Füchse Berlin Reinickendorf. Im Falle eines Aufstiegs würden die Auerbacher erstmals in ihrer Vereinsgeschichte zweitklassig in einem Nachwuchsjahrgang spielen. Vor dem Hinspiel herrscht beim VfB bereits Vorfreude. „Wir freuen uns“, sagt U17-Trainer Toni Seidel. „Es ist keine negative Anspannung, sondern volle Konzentration.“

Denn die Auerbacher wollen eine Woche nach der Landesmeisterschaft nun noch das i-Tüpfelchen setzen. Eben mit einem historischen Aufstieg. Allerdings ist der Gegner eben keine Laufkundschaft. Eher das Gegenteil ist der Fall. Die Reinickendorfer Füchse gelten als einer der erfolgreichsten Nachwuchsspieler-Schmieden der Republik. Der Verein hat sich vor allem der Ausbildung junger Spieler verschrieben. Kevin-Prince Boateng oder Thomas Häßler sind nur zwei bekannte Namen, die die Reinickendorfer in ihrer Spielerbiografie stehen haben. Vielleicht ist auch ein Star von morgen im aktuellen U17.

Aber eventuell auch im VfB-Kader. Denn Auerbach hat sich nun auch offiziell zum Ziel gesetzt, die erfolgreiche Nachwuchsarbeit noch stärker im Männerbereich fortzusetzen. Das mittelfristige Ziel: Die Hälfte des Regionalliga-Teams soll aus eigenen Spieler bestehen. „Die gute Arbeit der Nachwuchstrainer in der U17 und U19 macht nur Sinn, wenn sich dies auch in den Männerteams fortsetzt“, sagt VfB-Manager Volkhardt Kramer. Die Verpflichtung von Jan Max Denschel, Pascal Sauer und Jan Luderer im Regionalliga-Kader sind ein erster Zeichen. Mit Thomas Stock, Albert Löser und André Herold spielen noch drei weitere Auerbacher im Regionalliga-Team. Nun sollen die nächsten folgen – und sich für diese Aufgabe möglichst schon in den höheren Jugendspielklassen vorbereiten. Daher wäre ein Sprung in die U17-Regionalliga wünschenswert. Allerdings: „Wir brauchen weiter Zuwendungen von Sponsoren“, sagt Kramer. „Nachwuchsleistungssport ist nicht nur durch Einzelaktionen zu finanzieren, sondern eine Regionalliga-Mannschaft braucht deutlich mehr Geld als eine Landesliga-Mannschaft. Das muss auch bei unseren Partnern Anerkennung finden.“

Der VfB hat schon einmal die Lizenz für die Regionalliga beantragt – und auch die Zusage erhalten. Das war nur möglich, weil auch die Stadt Auerbach mit dem Bau des Kunstrasenplatzes an der Diesterwegschule war essentiell. Ohne den Platz hätte der VfB keine Lizenz erhalten, auch wenn der VfB den Waldsportplatz in Beerheide als Rasenplatz als Spielstätte angegeben hat. Sollte es tatsächlich mit dem Aufstieg klappen, werden allerdings auch Spiele im VfB-Stadion stattfinden.

Aber das ist alles noch Zukunftsmusik. Die Aufstiegsspiele sind schwer genug. „Wir haben keinen Druck, denn wir arbeiten konzentriert und ruhig weiter“, sagt Toni Seidel. „Wir sind Landesmeister – das nimmt uns keiner mehr. Was jetzt kommt, ist das i-Tüpfelchen.“ Beim VfB sind alle Spieler an Bord. Seidel: „Sie sind fit und heiß.“ Taktisch will er keine Experimente wagen. „Wir spielen unser Spiel – wie immer.“ Und dann will sich der VfB eine gute Ausgangslage für das Rückspiel erarbeiten. „Natürlich wäre es schöner gewesen, wenn wäre erst in Berlin gespielt hätten, aber am Ende ist es egal. Wer aufsteigen will, der muss beide Spiele erfolgreich bestreiten.“ Der Eintritt zum Spiel am Sonntag, 12 Uhr, ist frei. Das VfB-Team würde sich über eine breite Unterstützung freuen.

B-Junioren schaffen Historisches – und sind noch nicht satt

Die B-Junioren des VfB Auerbach kamen am Samstag gar nicht aus dem Feiern raus. Denn als sie am Samstagnachmittag die Meisterschaft in der Landesliga feierten, wartete im Anschluss an die kleine Party mit der Übergabe der Sachsenmeisterschale etwas ganz Besonderes: Nach dem 10:1-Sieg beim FC Grimma ging es nach Dresden. Genau gesagt auf die Elbe. Auf einem Dampfer feierte das Team eine phänomenale Saison. Wäre der Kapitän abgesprungen, wahrscheinlich hätten sie auch dieses Schiff noch sicher in den Hafen gebracht.

Denn irgendwie passte bei den Auerbachern in dieser Saison (fast) alles. Sie ließen sich weder von der starken Konkurrenz abschrecken, noch von den üblichen Schwankungen. Und holten erstmals in der Auerbacher Vereinsgeschichte eine Sachsenmeisterschaft im Jugendbereich. „Wir freuen uns riesig über diesen Erfolg“, sagte auch Toni Seidel, der nicht nur Auerbacher Nachwuchsleiter ist, sondern auch die Mannschaft als Trainer betreut. Mit drei Punkten vor dem FSV Zwickau kam der VfB mit 63 Punkten ins Ziel ein. Die Tordifferenz von 104:35-Toren zeigt die Auerbacher Dominanz. Kein Landesligist erzielte so viele Treffer, nur Zwickau kassierte weniger Gegentreffer – und selbst da nur einen weniger. Und so gratulierte der FSV auch dem westsächsischen Konkurrenten gleich nach Spielschluss zur verdienten Meisterschaft.

„Wir konnten das Ziel nur erreichen, weil die Mannschaft hart an sich gearbeitet hat“, sagt Toni Seidel. „Sie hat sich von Anfang an ein klares Ziel gesetzt – und es zielstrebig verfolgt.“ Nach einer Hinrunde mit 29 Zählern steigerten sich die Vogtländer nochmals in der Rückserie (34 Punkte) – und zogen deshalb der Konkurrenz davon. „Das geht nur, weil die Mannschaft enorm gut zusammenhält“, sagt Seidel. „Das gilt aber nicht nur für die Spieler, sondern auch für die Eltern.“ In Trainingscamp in der Türkei zur Winterpause schärfte womöglich nochmals die Sinne für die entscheidende Saisonphase, sodass das Team am Ende genug Kraft hatte, den Titel zu holen. Auch in Grimma am Samstag bedurfte es einer großen Kraftanstrengung: Es war heiß, aber die Auerbacher verloren nicht die Nerven und spielten gegen das Kellerkind ihre Stärken aus. Zwei schnelle Tore ließen alle Zweifel schnell verschwinden, dass es doch noch einmal eng werden könnte. Die Wahrscheinlichkeit, dass Zwickau den Auerbachern auf der Zielgeraden die Meisterschaft nochmals abknöpfen könnte, lag ohnehin nur im theoretischen Bereich. Deshalb ließen es die Auerbacher aber nicht ruhig angehen – und schossen sich schon mal für die kommenden Aufgaben warm. „Nach dem Spiel waren die Jungs schon ganz schön platt“, sagt Seidel. „Doch wir haben schon am Abend für die Relegation wieder neue Kräfte gesammelt.“ Auf dem Elbe-Dampfer gab es eine entspannte Meisterfeier – ohne allzu überschwänglich zu werden.

Denn die Relegation wird nochmals eine große Herausforderung für den Sachsenmeister. Am Sonntag, 23. Juni, erwarten die Auerbach die Reinickendorfer Füchse aus Berlin zum Hinspiel. Eine Woche später geht es nach Berlin. „Die Füchse sind stark“, sagt Coach Seidel, der die Berliner bereits beobachtet hat. „Sie stehen gut in der Abwehr und haben schnelle Stürmer. Ihr Umschaltspiel ist stark.“ Reinickendorf holte in der Berliner Verbandsliga den Titel mit sechs Punkten Vorsprung auf den Berliner SC. Ihre Meisterschaft feierten sie also bereits eine Woche früher als der VfB, gehen also ausgeruht in die Entscheidungsspiele. Das muss kein Nachteil sein – heißt es in Auerbach. „Sicherlich wird es nicht einfach“, sagt Seidel, „doch der Aufstieg in die Regionalliga ist machbar. Und die Jungs sind heiß darauf, nun noch einen obendrauf zu setzen.“ Aber selbst wenn es nicht klappt, wäre es wohl kein Schiffbruch.

B-Junioren stehen vor „Finalspiel“

Nach einer kleinen Osterpause ist in allen Altersklassen der Saisonendspurt eingeläutet.

Nach dem klaren Sieg mit 8:0 bei Budissa Bautzen wartet mit dem FSV Zwickau der klare Spitzenreiter der Landesliga auf die Auerbacher A-Junioren. In Auerbach gewannen die Zwickauer mit 3:0. Die Vogtländer sind Tabellenvierter und wollen diesen Platz mindestens halten. Im Sportforum Eckersbach wird es am Sonntag ab 11 Uhr eine Charakterfrage für die Mannschaft von Trainer Steffen Winkler, um mit einem guten Ergebnis zurück zu fahren.

Momentan sind alle Augen auf die großen Ziele der B-Junioren gerichtet. Das Ziel an der Relegation zur Regionalliga teilzunehmen, bleibt bestehen. Alle drei Kandidaten taten sich am vergangenen Wochenende schwer, gewannen aber ihre Spiele. Nun wartet am Samstag bei Fortuna Chemnitz ein kleines Endspiel auf die Auerbacher. Um 11 Uhr trifft im Stadion Beyerstraße Fortuna als Tabellendritter auf den Tabellenzweiten Auerbach. Die Chemnitzer liegen mit einem Spiel mehr einen Punkt hinter Auerbach und vier Punkte hinter dem aktuellen Spitzenreiter FSV Zwickau. Auerbach muss mit drei Punkten dranbleiben und Fortuna wäre bei einer Niederlage wahrscheinlich aus dem Rennen. Also eine brisante Ansetzung. Im Hinspiel trennten sich beide Mannschaften mit 2:2. Spitzenreiter Zwickau muss zum Neunten nach Neugersdorf.

Die zweite Mannschaft der B-Junioren muss am Samstag zur zweiten Mannschaft der SG Kürbitz. Der VfB möchte unbedingt am Spitzenreiter Merkur Oelsnitz dranbleiben oder diesen ablösen. Die Kürbitzer holten aus ihren fünf Partien keinen Punkt. Mit einer konzentrierten Leistung sollten drei Punkte nach Auerbach gehen. Bereits am Mittwoch darauf empfängt der VfB die SpGTheuma/Großfriesen. Da treffen dann zwei Spitzenmannschaften aufeinander. Gespielt wird 18 Uhr auf dem Diesterwegsportplatz. Eine Woche später trifft man sich erneut im Kreispokal.

Die D-Jugend des VfB tragen am Samstag ein Freundschaftsspiel gegen den Meißner SV aus. 12 Uhr auf dem Diesterweg ist Anstoß. Am Donnerstag wird das ausgefallene Punktspiel bei Fortuna Chemnitz nachgeholt. Im Stadion Beyerstraße treffen ab  17.15 Uhr beide Mannschaften aufeinander.

Die zweite Mannschaft der D-Junioren empfängt am Samstag den VfB Annaberg. Die Gäste sind Tabellenzweiter und könnten noch an die Spitze, da sie zwei Spiele weniger als Erzgebirge Aue bestritten haben. Somit ist klar, Annaberg möchte nicht verlieren. Das Hinspiel gewannen die Erzgebirgler klar mit 9:0. Wir werden sehen was Auerbach dem entgegenzusetzen hat.

Die E-Jugend empfängt den VFC Adorf.  Die Mannschaft von Jörg Möckel möchte unbedingt Spitzenreiter bleiben und wird dafür kämpfen und spielen.  Samstag um 11 Uhr steigt auf dem Kleinfeld im VfB-Stadion die Partie.

Die E2 spielt vor der E1 um 10 Uhr gegen die SpG Syrau/Nord Plauen. Die Gäste konnten aus den bisherigen fünf Spielen keinen Punkt holen. Mit einem Dreier springt der VfB eventuell von Platz vier auf Platz drei.

Die F-Junioren spielen in der Kreisklasse in derFrühjahresrunde am Samstag um 9 Uhr im Stadion gegen den BSV Irfersgrün. Die Auerbacher müssen gewinnen, wenn sie um die Tabellenspitze weiter mitspielen wollen.

Chemnitz holt Cordial Cup – VfB freut sich über perfekten Turniertag

Das Qualifikationsturnier für den Cordial Cup 2019 in Auerbach ist Geschichte! Der Glückwunsch geht an den VfB Fortuna Chemnitz. Das Team gewann am Ostersamstag das Turnier auf dem Diesterwegsportplatz Auerbach. Das spannende Finale gegen die SG Dynamo Dresden wurde durch einen Neunmeter entschieden. Die Auerbach E-Jugend wurde Fünfter und 14. Nach dem Turnier stand uns Michael Stöhr, VfB-Vorstandsmitglied und Mitorganisator des Auerbacher Turniers, Rede und Antwort.

Michael, der erste Cordial Cup in Auerbach ist vorbei. Wie fällt dein Fazit aus?

Sehr sehr positiv. Die VfB-Familie und die Stadt Auerbach haben den ganzen Kickern einen erlebnisreichen Tag beschert und Werbung fürs Vogtland betrieben.

Wie groß war überhaupt der Aufwand, das Turnier zu organisieren?

Knapp ein Jahr lang liefen die Vorbereitungen. Also mal so nebenbei – neben alltäglichen Arbeiten – kann man das nicht abschütteln. Der Aufwand ist schon enorm. Aber egal, wieviel Zeit wir da reinhängen mussten, die Kinder werden es nicht vergessen. Und das ist uns wichtig. Wenn man die Freude bei den Teilnehmern sieht, interessiert aller Aufwand nicht.

Zum Sportlichen: Wie bist du mit dem Abschneiden der VfB-Teams zufrieden?

Die beiden Mannschaften haben ein sehr ordentliches Turnier gespielt. Unsere E1 hatte das Neunmeterpech und belegte einen sehr positiven fünften Platz. Die E2, also der junge Jahrgang, hat sich so lobenswert gegen die großen gewehrt. Die jungen Spieler werden so viel Positives mitnehmen, was man auch dann bei den Platzierungsspielen im Ergebnis schon gesehen hat.

Hat Chemnitz verdient gewonnen? Wie eng war das Rennen?

Für den Turniersieg braucht man natürlich auch das Quäntchen Glück. Chemnitz hat taktisch sehr gut agiert und im Finale wurde der VfB Fortuna belohnt, auch wenn Dynamo die spielerisch stärkere Leistung bot. Wenn man bei solch einem Turnier gewinnt, ist es nicht unverdient.

So ein U11-Turnier ist auch immer eine Talentschau: Hast du viele Talente gesehen, die später mal den Sprung schaffen können?

Es war insgesamt sehr schön anzusehen, dass alle versucht haben, Fußball zu spielen. Es waren sehr viele gute Kicker dabei, die talentiert sind. Aber den Sprung schaffen – da kann man sich jetzt noch nicht festlegen. Wichtig ist, dass die Spieler immer vernünftige Eltern dahinter haben, um die Situation richtig einzuschätzen, wann und vor allem welchen Weg man geht. Es ist brutal hart und schwer ganz oben anzukommen.

Wie zufrieden waren die Cordial-Cup-Organisatoren mit dem Turnier?

Hochzufrieden! Mit allem, was das Sportliche betrifft und auch den gesamten Ablauf. Die positiven Rückmeldungen, die wir erfahren haben, gibt uns da sicherlich recht.

Wird es im nächsten Jahr wieder einen Cordial Cup in Auerbach geben?

Die VfB-Familie hat am Samstag gezeigt, was man für Nachwuchs im Ehrenamt alles leisten kann. Wir haben uns zusammen mit der Stadt Auerbach als ein herrvorragende Gastgeber präsentiert. Das war auch eine Bewerbung! Es ist mir ein besonderer Wunsch, allen für die Unterstützung zu danken. In erster Linie dem Vogtländischen Fußball-Verband VFV mit André Rabe, der Stadt Auerbach und allen, die ein Mega-Event auf die Beine gestellt haben. Ich möchte da niemand hervorheben. Es hat jeder einzelne Helfer seine Aufgabe vom Feinsten absolviert.

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Die Platzierungen

1. VfB Fortuna Chemnitz

2. Dynamo Dresden

3. BFC Dynamo

4. Reichenbacher FC

5. VfB Auerbach I

6. Einheit Kamenz

7. Chemnitzer FC

8. Eisenberg

9. FC Erzgebirge Aue

10. VfB Eckersbach

11. Rabenstein

12. Chemie Leipzig

13. Werdau

14. VfB Auerbach II

15. Wacker Plauen

16. VFC Plauen

17. SG Großfriesen

18. FC Eilenburg

19. FSV Zwönitz

20. SV Kottengrün

Ostersamstag gehört dem Fußballnachwuchs

Sogar das Wetter passt! Der VfB Auerbach und die Stadt Auerbach sind bereit für den Cordial Cup 2019. Denn der Ostersamstag gehört  dem Fußballnachwuchs. Auerbach ist eines von 35 Qualifikationsturnieren in acht europäischen Ländern. Michael Stöhr, Abteilungsleiter und Vorstandsmitglied beim VfB Auerbach und Organisator des U11-Qualiturniers, betonte noch einmal, dass diese Veranstaltung für alle Spieler, Betreuer, Eltern und Gäste ein wahres Erlebnis werden soll. Das Vogtland, die Stadt Auerbach und der VfB  können sich ihren Gästen präsentieren. „Wir werden für alle Mannschaften und Gäste würdige Rahmenbedingungen schaffen“, verspricht Michael Stöhr und verweist auf die fast einjährige Vorbereitungsarbeit für dieses Turnier. Der Chef-Organisator Cordial Cup, Hans Grübler, kann nicht an allen 35 Qualifikationsturnieren teilnehmen, lässt es sich aber nicht nehmen, den Ostersamstag in Auerbach zu weilen. Hans Grübler freut sich auf Auerbach: „Es freut mich sehr, dass mit dem VfB Auerbach ein sehr ambitionierter Verein als neuer Mitveranstalter gewonnen werden konnte und wir nun auf dem Diesterweg-Sportplatz erstmals ein U11-Cordial-Cup-Qualifikationsturnier austragen dürfen.“

Um 9.30 Uhr wird das Turnier mit der Vorstellung der Mannschaften offiziell eröffnet. Die E1 des VfB Auerbach wird dann gegen SV Kottengrün das Turnier fußballerisch eröffnen. Bis Mittag werden die Gruppenbesten ausgespielt, sodass nach 13 Uhr die heiße Turnierphase beginnt. Der VfB sorgt neben den Spielen auch für gute Rahmenbedingungen – für große und kleine Besucher. Es wurde im Prinzip an die gesamte Familie, einschließlich Oma und Opa, gedacht. Genau diese sind es oft, welche die kleinen Kicker betreuen, wenn die Eltern berufstätig sind. Reichlich Essen und Trinken wird geboten, dazu Hüpfburg und eine Tombola mit erstrebenswerten Preisen. Auch Bundesliga-Artikel gibt es zu gewinnen.

Aber zurück zum Sportlichen: Auf den Sieger des Turnier wartet vom 7. bis 10. Juni die Endrunde des Cordial Cup in den Kitzbüheler Alpen. Wer verdenkt es den Auerbacher Verantwortlichen, dass man als Gastgeber natürlich selbst gern zur Endrunde fahren würde. „Bei solchen Turnieren entscheidet auch die Tagesform. Es ist ein sehr gutes Teilnehmerfeld, in dem vielleicht Kleinigkeiten entscheiden. Beide Auerbacher Teams haben eine sehr positive Entwicklung genommen. Es ist schön anzusehen, dass Fußball spielen gelernt wird“, ist sich Michael Stöhr mit allen im VfB-Umfeld einig. Es dürfte realistisch sein, dass beide Auerbacher Teams die K.o.-Spiele als erstes Ziel anstreben. Danach gehört natürlich, wie bei den großen Turnieren um die Welt- oder Europameisterschaft, auch ein Quäntchen Glück dazu. Der Ausgang dürfte letztlich aber ein wenig nebensächlich sein. Das Erlebnis soll für die Auerbacher und alle beteiligten Mannschaften im Vordergrund stehen und stets in guter Erinnerung bleiben. Vielleicht erinnert sich ein künftiger Nationalspieler einmal an seinen Einsatz in Auerbach.

Der VfB macht darauf aufmerksam, dass im unmittelbaren Neubauwohnbereich des Diesterwegplatzes nicht geparkt werden kann. Dafür steht genügend Platz im Gewerbegebiet Rebesgrün zur Verfügung. Über die Eisenbahnbrücke sind es keine 100 Meter zu Fuß, um zur Spielstätte zu gelangen. Idealer geht es nicht. Viele Zuschauer sollten sich von der guten Nachwuchsarbeit überzeugen. Auerbach ist einen Osterausflug in Familie wert.

 

Das sind die Gruppen:

Gruppe A: VfB Auerbach E1, SV 1903 Kottengrün, VFC Plauen, VfB Eckersbach, SV Einheit Kamenz

Gruppe B: BFC Dynamo, SpG VfB Großfriesen/Zobes, Reichenbacher FC, FC Sachsen Steinpleis Werdau, SG Handwerk Rabenstein

Gruppe C: SG Dynamo Dresden, 1.FC Wacker Plauen, VfB Fortuna Chemnitz, FSV Zwönitz, BSG Chemie Leipzig

Gruppe D: FC Erzgebirge Aue, VfB Auerbach E2, Chemnitzer FC, SV Eintracht Eisenberg, FC Eilenburg

Vom Jäger zum Gejagten

Nach dem klaren Sieg gegen die BSG Chemie Leipzig wartet mit Borea Dresden ein vermeintlich schwererer  Gegner auf die A-Junioren des VfB.  Borea könnte mit einem Sieg im Nachholspiel und einem Dreier gegen den VfB die Auerbacher überholen. Das Hinspiel gewann Borea mit 3:2. Am Sonntag um 11:00 Uhr ist also im Dresdener Jägerpark Revanche angesagt. Auerbach möchte natürlich Tabellenplatz vier verteidigen und ein klein wenig hat man Platz drei noch im Visier.

Die B-Junioren setzten ihren Siegeszug mit einem fulminanten 7:1 im Vogtlandderby gegen den VFC Plauen fort. Alle Tore fielen in der ersten Halbzeit. Trainer Toni Seidel  fordert weiter volle Konzentration. „Wir sind die Gejagten und dies ist oft schwerer als Jäger zu sein.“  Am Samstag muss die Mannschaft zum Tabellenvierten 1.FC Lok Leipzig ins Bruno-Plache-Stadion. Im Hinspiel setzte sich Auerbach mit 4:1 durch. Das Ziel Spitzenreiter zu bleiben und an der Relegation zur Regionalliga teilzunehmen, soll mit einem Auswärtssieg untermauert werden.  Der größte Konkurrent FSV Zwickau spielt fast parallel zu Hause gegen einen Abstiegskandidaten und möchte bestimmt sein schlechteres Torverhältnis aufbessern.

Die zweite Mannschaft der B-Junioren gastiert am Sonntag beim SV Merkur 06 Oelsnitz. Die Oelsnitzer führen zurzeit die Tabelle an und Auerbach könnte mit einem Sieg gleichziehen. Ausschlaggebend dafür ist auch das Nachholspiel bei der SG Kürbitz am vergangenen Mittwoch. Beide Mannschaften und Oelsnitz haben in dieser Meisterrunde die Tabellenspitze als Ziel.

Auf die C-Junioren schlugen sich am Sonntag in der Landesliga bei der BSG Stahl Riesa recht achtbar. Jetzt kommt der Radebeuler BC nach Auerbach. Gespielt wird Sonntag um 10:30 Uhr in Mühlgrün. Der Gast steht genauso auf einem Abstiegsplatz wie der VfB. Das Hinspiel ging für den VfB mit 1:5 verloren. Jetzt bietet sich die Möglichkeit wieder einmal einen Dreier zu holen.

Da Spiel am vergangenen Sonntag bei m VfB Fortuna Chemnitz wurde kurzfristig abgesagt und findet jetzt am 9. Mai statt. In der Talenteliga muss der VfB am 14.4. das nächste Mal antreten. Dann kommt der 1.FC Lok Leipzig nach Auerbach.

Die zweite Mannschaft der D-Junioren empfängt am Samstag den VFC Plauen2 auf dem Diesterwegsportplatz. Um 10:30 Uhr kämpfen beide Teams um einen Nichtabstiegsplatz. Plauen hat aktuell drei Punkte mehr auf dem Konto. Das Auerbacher Ziel kann also nur ein Sieg sein. Gegen den anderen direkten Gegner, FC Greifenstein04 Ehrenfriedersdorf, gewann der VfB mit 3:1. In Plauen setzten sich die Gastgeber knapp mit 4:3 durch. Der VfB sollte an die Leistung und den Erfolg in der Vorwoche anknüpfen.

Die E1 muss am Samstag zur SG Traktor Lauterbach. Es ist die Generalprobe für den Cordial Cup eine Woche später in Auerbach. Auerbach ist zurzeit Tabellenführer und Lauterbach möchte als Vierter unbedingt oben dran bleiben. Ein Sieg für den VfB  würde das nötige Selbstvertrauen für den CordialCup schaffen. Die Gegner in der Vorrunde sind dann SV 1903 Kottengrün, VFC Plauen, VfB Eckersbach und SV Einheit Kamenz. Keine leichte Gruppe.

Die E2 spielt am Samstag bei Eintracht Auerbach in Mühlgrün. Die Eintracht konnte in vier Spielen keinen Punkt erzielen. Für den VfB dürfte also ein Sieg machbar sein. Auch für die E2 ist es eine Generalprobe für den Cordial Cup. Da warten in der Vorrunde FC Erzgebirge Aue, Chemnitzer FC, SV Eintracht Eisenberg und FC Eilenburg.

Die F-Junioren spielen in der Kreisklasse in derFrühjahresrunde und gewannen mit 3:1 gegen den FSV Treuen. Am Samstag, 10:00 Uhr  spielt die Mannschaft bei der SG Unterlosa. Auerbach ist Dritter und Unterlosa Fünfter. Es dürfte also spannend und knapp werden.