Donnerstag: Auslosung des Cordial-Cups

Der VfB Auerbach kann sich nach der erfolgreichen Premiere des Cordial Cups in Auerbach im Jahr 2019 erneut auf ein sehr gut besetztes Teilnehmerfeld freuen. Neben dem ein oder anderen Vorjahresteilnehmer begrüßt der VfB auch viele neue Mannschaften in Auerbach begrüßen.

Ein wichtiger Bestandteil im Vorfeld ist die Gruppenauslosung, die am Donnerstag, 5. März, in der Schloss-Arena (Schloßplatz 4, 08209 Auerbach) stattfindet. Hierzu möchten der VfB allegerne einladen. Beginn der öffentlichen Auslosung ist
18.15 Uhr. Analog dem Vorjahr werden wir die Gruppen sofort im Anschluss online zur Verfügung stellen. Auf Facebook kann jeder die Auslosung im Anschluss als Aufzeichnung ansehen.

André Rabe, Mitorganisator und Geschäftsführer des Vogtländischen Fußballverbandes wird die Auslosung durchführen. Als „Losfee“ werden die beiden Auerbacher E-Jugendkicker Anton Fiß und Erik Müller im Einsatz sein.

Teilnehmerfeld für den Cordial-Cup steht

Der VfB Auerbach freut sich bereits jetzt auf den 11. April. Dann findet zum zweiten Mal der Cordial-Cup in Auerbach statt – mit dem VfB Auerbach ​​​als Mitveranstalter. Mittlerweile steht auch fest: Das Teilnehmerfeld ist komplett. Alle Startplätze sind ausgebucht. Damit nehmen neben dem VfB am U11-Turnier teil: FK Teplice, FC Thüringen-Jena, SG Traktor Lauterbach, SG Olympia Leipzig, SV Merkur 06 Oelsnitz​, SV Grün Weiß Tanna​​​, Lusaner SC​, ​Junior Chomutov, ​FSV Zwickau​, VfB Annaberg 09, KSV Baunatal​ U10, ​SC Syrau​, ​SV Einheit Kamenz, ​Chemnitzer FC, ​BFC Dynamo​, ​1.FC Schweinfurt 05​, ​VfB Fortuna Chemnitz, ​1.FC Wacker Plauen​, ​BSC Freiberg. „Uns erwartet damit wieder ein sehr interessantes Teilnehmerfeld“, sagt VfB-Vorstandsmitglied Michael Stöhr-Gäbler. Die Spannung bleibt aber bis April noch hoch, denn vor dem Turnier steht noch die Auslosung der Gruppen an. Am 5. März, 18.15 Uhr, werden die Gruppen in der Auerbacher Schloss-Arena ausgelost.

Stellungnahme des VfB Auerbach zum Spielabbruch bei den B-Junioren

Der VfB Auerbach hat mit großem Bedauern den Schritt der U16 von Hertha BSC wahrgenommen, das Regionalliga-Spiel vorzeitig zu beenden. Der VfB Auerbach verwehrt sich gegen den erhobenen Rassismus-Vorwurf. Der VfB Auerbach stellt fest, dass weder der Schiedsrichter, noch die Schiedsrichter-Assistenten eine rassistische Äußerung wahrgenommen haben. Dies hat das Schiedsrichter-Gespann dem VfB Auerbach im Anschluss an das Spiel bestätigt. Auch ist der von Hertha BSC erweckte Eindruck falsch, es habe sich um ein Spiel gehandelt, das in irgendeiner Form von rassistischen Aussagen geprägt gewesen sein soll.

Fest steht, dass es sich um ein heißes Spiel gehandelt hat. Während des Spiels mussten die Auerbacher Spieler über das erträgliche Maß hinaus beleidigende Äußerungen ihrer Gegenspieler ertragen mussten. „Wir haben über das gesamte Spiel übelste Pöbeleien und fortwährende Beleidigungen der Berliner Spieler gegenüber unseren Spielern mit Bedauern und Unverständnis feststellen müssen. Auch innerhalb der Berliner Mannschaft kritisierten sich die Spieler in einer ungewöhnlich harten Art“, sagt VfB-Manager Volkhardt Kramer, der selbst das Spiel vom Spielfeldrand verfolgt hat. „Es hat sich um ein Spiel mit hoher Intensität seitens der Berliner gegenüber unseren Spieler und dem Schiedsrichter gehandelt.“

Zum Verlassen des Spielfelds der Berliner Spieler führte ein Freistoß für Berlin vor dem Auerbacher Strafraum. Innerhalb der Mauer kam es zu einer Rangelei, im Nachgang zu einer Rudelbildung.

Der VfB Auerbach geht nun in aller Gründlichkeit intern allen Vorwürfen nach. Sollten sich die Anschuldigungen als berechtigt herausstellen, wird der Verein die entsprechenden Konsequenzen ziehen. Allerdings bittet der VfB Auerbach in diesem Zusammenhang Hertha BSC darum, der Frage nachzugehen, ob sich alle Spieler und Funktionäre der U16 entsprechend des Kodex der sportlichen Fairness verhalten haben. Details zum Spiel wird der VfB Auerbach dem zuständigen Sportgericht in einer Stellungnahme in den nächsten Tagen mitteilen.

Auch weist der VfB Auerbach darauf hin, von Vorverurteilungen abzusehen. Das U17-Team des VfB Auerbach hat sich in den bisherigen Spielen trotz einer sportlich schwierigen Lage stets fair verhalten und ist in keinem Spiel auch nur ansatzweise durch irgendwelche ähnlich gelagerten Vorfälle aufgefallen. Neben VfB-Manager Volkhardt Kramer äußerte sich auch Vorstandsmitglied Michael Stöhr-Gäbler zu den Vorfällen: „Ich kann die Meinung und die Äußerungen von Manager Volkhardt Kramer nur bestätigen. Nach ersten Recherchen kann in keinster Weise auch nur ansatzweise von einem rassistischen Verhalten gesprochen werden. Noch vor zwei Wochen waren wir nach dem Hinspiel bei Hertha BSC zum Bundesliga-Spiel Hertha BSC gegen Borussia Dortmund eingeladen. Damals herrschte eine friedliche Atmosphäre zwischen beiden Mannschaften. Es wäre zu wünschen gewesen, wenn sich das auch am Samstag fortgesetzt hätte.“

Der VfB Auerbach, alle seine Spieler, Funktionäre und Mitglieder verurteilen Rassismus.

Großes Spiel im VfB-Stadion

Außer Spesen nichts gewesen – so fiel das Fazit der B-Junioren bei der bislang weitesten Reise zu einem Auswärtsspiel aus. Beim FC Hansa Rostock verlor das Team in der Regionalliga mit 1:7. Damit ist der VfB Tabellenletzter in einer harten Liga. „Die Stimmung im Team ist trotzdem gut“, sagt Stefan Kreß, einer der beiden Trainer. Die Vogtländer haben auch gar keinen Grund, Trübsal zu blasen, spielen sie doch in einer echten Elite-Liga – und das unter völlig anderen Voraussetzungen als viele ihrer Konkurrenten.

Dennoch will der VfB erfolgreich Fußball spielen. Daher sagt auch Kreß: „Abwarten hilft uns nicht. Wir müssen auf alles spielen – und gehen daher offensiv ausgerichtet ins Spiel.“ Mit dem Spiel meint er den nächsten Saisonhöhepunkt. Denn die Auerbacher spielen am Samstag, 12.30 Uhr, im VfB-Stadion gegen den Halleschen FC II. Dort also, wo sonst immer die Regionalliga-Männer um Punkte kämpfen – und das zuletzt erfolgreich. Dieses Gefühl sollen die B-Junioren mitnehmen. „Die Jungs freuen sich schon riesig auf das Spiel“, sagt Kreß. Nicht nur, weil der Spielort etwas Außergewöhnliches ist, sondern auch, weil gegen den HFC die Chancen besser stehen als zuletzt. Die Bundesliga-Reserve hat auch erst in der letzten Wochen den ersten Punkt in dieser Saison eingefahren, griff dabei gegen den 1.FC Magdeburg auch auf Spieler aus dem Bundesliga-Kader zurück. Da das HFC-Bundesliga-Team zeitgleich spielt, hofft der VfB davon verschont zu bleiben und damit zumindest realistische Chancen auf ein Spiel auf Augenhöhe zu haben. „Wir wollen punkten“, sagt daher Kreß. Der Weg dafür ist schon einmal bereitet. Jetzt steht das Team in der Pflicht.

Die Auerbacher Kleinsten feiern ihre Premiere

Die meisten Fußballer werden sich noch genau daran erinnern, wann sie zum ersten Mal als Spieler auf dem Platz standen und ihr erstes Spiel gegen einen Gegner absolvierten. Für die Bambinis des VfB Auerbach ist es am Samstag soweit: Sie spielen erstmals in ihrer noch jungen Spielerkarriere ein Turnier. Ab 10 Uhr treten die jüngsten Kicker des VfB zu einem Turnier gegen Neustadt, Falkenstein und Rebesgrün an. Das Beste daran: Sie spielen im VfB-Stadion – sozusagen als Vorspiel vor dem großen Regionalliga-Spiel des VfB Auerbach gegen Optik Rathenow (Anstoß: 13.30 Uhr).

Das Turnier geht bis 12.30 Uhr – anschließend schauen die jungen Fußballer beim Spiel der Großen zu und laufen zuvor mit den Regionalliga-Spielern gemeinsam auf den Rasen. „Nach einem Jahr Trockentraining ist die Mannschaft heiß auf ihr erstes Spiel“, blickt Uwe Kramer, der zusammen mit Marcel Schlosser das Team trainiert, auf das Turnier voraus. Für Speis und Trank ist für alle Zuschauer gesorgt. Und die jungen Spieler würden sich auch darüber freuen, wenn viele Fans ihr Premiere mitverfolgen würden und sie dabei unterstützen.

Das nächste Spiel für die Geschichtsbücher

Sie sind es mittlerweile fast schon gewohnt: Die B-Junioren des VfB Auerbach schreiben in letzter Zeit öfter Vereinsgeschichte. Der Aufstieg in die zweitklassige Regionalliga im Sommer war der größte Erfolg im Nachwuchsbereich des VfB seit Bestehen des Vereins. Und immerhin ist der VfB mittlerweile auch schon 113 Jahre alt. In all diesen Jahren war es bislang noch nicht zu einem Aufeinandertreffer zwischen dem VfB Auerbach und Hansa Rostock in einem Pflichtspiel gekommen. Die Auerbacher erste Männermannschaft spielte zwar schon gegen die Hanseaten, aber nur in Testspielen. Am Samstag, 10.30 Uhr, schreiben die U17-Junioren Geschichte. Mal wieder.

Sie treten dann beim FC Hansa zum Regionalliga-Punktspiel an. Die Ursache, dass es noch nie zu Punktspielen beider Vereine gekommen ist, liegt nicht nur in der weiten Entfernung begründet, sondern auch in darin, dass der VfB meist sportlich nicht mit Rostock mithalten konnte. Auch bei den B-Junioren ist die sportliche Ausgangslage klar: Rostock ist haushoher Favorit, der VfB hat Außenseiterchancen. „Wir werden alles reinwerfen, um möglichst lang das Spiel offen zu halten“, sagt Stefan Kreß, einer der beiden Trainer des VfB. Denn der VfB hat im Gegensatz zu Rostock (4 Punkte/11:5 Tore) bislang noch keinen Zähler holen können und zweimal deutlich verloren.

Gegen den Spitzenreiter Hertha Zehlendorf war vor zwei Wochen letztlich nichts drin. „Man hat die individuelle Klasse des Gegners gesehen“, sagt Kreß. Zwar kam der VfB gut ins Spiel, kassierte dann aber nach einem Stellungsfehler und einem Konter den Treffer zum 0:1-Rückstand. Ein Doppelschlag entschied die Partie kurz vor der Pause eigentlich schon, obwohl der VfB zuvor einiges entgegensetzen konnte. Auch die Pausenansprache machte es nicht besser: Gleich nach Wiederanpfiff fiel das 0:4. Durch Enders verkürzte der VfB zwar auf 1:4. Aber am Ende fiel noch der fünfte Gegentreffer zum 1:5-Endstand. „Die Mannschaft hat gekämpft“, sagt Kreß. „Man hat die Ansätze gesehen und die Leistung war besser als noch bei Viktoria Berlin. Es war ein Schritt nach vorn.“ Ob er weit genug war, um Rostock zu ärgern, wird sich am Samstag in Rostock zeigen. Für die VfB ist es gleichzeitig die weiteste Auswärtsfahrt. Das Team wird von vielen Eltern begleitet – auch ein Zeichen dafür, dass die Vogtländer über das Kollektiv zum Erfolg kommen wollen.

Mit einem guten Auftritt an der Ostsee wollen sich die Auerbacher Schwung für das wichtige Spiel gegen den Halleschen FC II am 21. September holen. Der HFC befindet sich mit dem VfB auf Augenhöhe. „Da rechnen wir uns etwas aus“, sagt Kreß.

Das Abenteuer Regionalliga kann jetzt richtig beginnen

Die große Reise geht los! Im Frühsommer feierte der VfB Auerbach den größten Erfolg in seiner Vereinsgeschichte im Nachwuchsbereich mit dem Aufstieg der B-Junioren in die Regionalliga. Seit einer Woche stehen die Auerbacher nun in der Konkurrenz. Das erste Spiel – beim FC Viktoria Berlin – ging mit 1:6 verloren. Eine derbe Klatsche zum Auftakt. „Das Ergebnis trügt über die Leistung hinweg“, sagt Stefan Kreß, der zweite Trainer der U17 neben Lothar Winczek. „Die Niederlage ist um zwei Tore zu hoch ausgefallen. Wir waren zwischenzeitlich auf 1:3 dran – und hatten das 2:3 auf dem Fuß.“ Dann schlug aber der Favorit – die Berliner wollen hoch in die Junioren-Bundesliga – eiskalt zu.

Für den VfB ist aber der Fehlstart kein Beinbruch. Denn die Vogtländer sind schon allein damit überaus glücklich, überhaupt in der Regionalliga zu spielen. „Es ist im Grunde genommen die 2. Bundesliga – das ist eine fantastische Leistung für unseren Verein“, sagte VfB-Präsident Knut Beyse. So hoch hat bislang noch nie ein Auerbacher Juniorenteam gespielt. Damit ist auch klar: Jedes Spiel ist wie ein Champions-League-Spiel für die Auerbacher. Die Gegner sind eine völlig andere Kategorie, die großen Namen gastieren im Vogtland – zu einem Pflichtspiel.

Das bedeutet im Umkehrschluss aber auch: Die Saison wird nicht einfach. Aus der 14 Mannschaften starken Liga steigen drei Teams direkt ab. „Das ist schon eine harte Konkurrenz“, sagt Kreß. „Gegen uns ist eigentlich jedes Team Favorit. Wir sind immer der Außenseiter.“ Auch am Samstag, 12 Uhr, gegen Hertha Zehlendorf. Der VfB empfängt die Berliner zum ersten Heimspiel (auf dem Sportplatz in Mühlgrün). Zehlendorf ist ein Dauergast in der Regionalliga und verfügt daher über deutlich mehr Erfahrung als der VfB. Das Auerbacher Team hingegen ist ein komplett neues. Aus der Aufstiegsmannschaft sind kaum noch Spieler übrig: Nur drei Spieler aus der B-Jugend spielen noch in der Altersklasse. Ansonsten stiegen C-Junioren in die Mannschaft auf. Hinzu kamen noch zwei Neuzugänge. „Alle kennen sich immerhin gut“, sagt Kreß. Coach Winczek baut daher auch auf den Zusammenhalt des Teams. Nur über das Kollektiv scheint der VfB eine Chance zu haben, in der zweithöchsten Spielklasse in dieser Altersklasse zu bestehen. Co-Trainer Kreß sagt: „An einem guten Tag können wir Spiele gewinnen, aber wir können auch mal unter die Räder kommen. Aber selbst auch gegen gute Teams ist ein Punktgewinn drin, wenn wir es erzwingen.“ Die Spannbreite der zu erwartenden Ergebnisse ist also hoch. Gegen Hertha Zehlendorf wagen die Auerbacher keine Prognose. „Sie sind eine starke Truppe“, sagt Kreß. „Und natürlich gegen uns auch der Favorit. Aber wir wollen natürlich auf unserem heimischen, kleinen Platz in Mühlgrün etwas holen.“

Allgemein steht allerdings der Ausbildungscharakter in dieser Saison im Vordergrund. Die Auerbacher Spieler sollen sich weiterentwickeln – und viele neue Erfahrungen auf ihrem Karriereweg mitnehmen. Allein schon von der Professionalität her sind die Gegner und das Drumherum prägend. „Wir orientieren uns am professionellen Auftreten und präsentieren uns natürlich auch selbst entsprechend“, so Kreß. Das Team freut sich daher auch ganz besonders auf die Spiele gegen Aue – ein echtes Derby. Auch das nächste Auswärtsspiel ist ein besonderer Höhepunkt. Dann tritt der VfB bei FC Hansa Rostock an. Es ist ebenfalls ein historisches Spiel, denn noch nie zuvor bestritt der VfB Auerbach in seiner Vereinsgeschichte ein Pflichtspiel gegen das Team aus dem Norden. Die U17 tritt am 14. September in Rostock an – und bereitet sich bereits jetzt darauf vor. „Wir fahren mit Kleinbussen hin, übernachten aber dort“, erklärt Kreß. Ein besonderer Dank gilt der Unterstützung der Eltern. Viele von ihnen fahren auch mit nach Rostock. Vor der Saison hatten alle gemeinsam entschieden den Weg „Regionalliga-Fußball“ zu gehen – und nun kommt damit auch gleich ein Höhepunkt auf das Team zu. Das Abenteuer kann also beginnen.

Cordial-Cup kommt wieder nach Auerbach

Nach dem großartigen Erfolg des Premierenturniers des Cordial-Cups beim VfB Auerbach zu Ostern im Sommer 2019 haben sich die Verantwortlichen entschieden, den VfB auch für das Jahr 2020 wieder in den Turnierkalender aufzunehmen. In Auerbach wird ein U-11-Qualifikationsturnier für den Internationalen Cordial-Cup ausgerichtet. Termin ist der Ostersamstag, der 11. April 2020. Die Anmeldung ist bereits beendet – denn gleich zur Eröffnung der Anmeldeplattform waren alle Startplätze vergeben. Das allein zeigt schon, wie beliebt das Turnier in Auerbach ist.

Der VfB muss nur kurz zittern

Der VfB Auerbach schlägt in seinen Geschichtsbüchern gleich ein komplett neues Kapitel auf: Die B-Junioren des VfB besiegten am Sonntagmittag die Reinickendorfer Füchse Berlin mit 5:3 im Rückspiel der Aufstiegsrelegation zur Regionalliga. In Addition mit dem 3:0-Sieg aus dem Hinspiel ist klar: Der VfB spielt erstmals in seiner Vereinsgeschichte mit einem Nachwuchsteam in der Regionalliga. Und die ist im Nachwuchs zweitklassig. „Wir sind unglaublich stolz auf das Geleistete“, sagte VfB-Coach Toni Seidel nach dem Spiel in Berlin.

Zusammen mit seinem Co-Trainer Stiev Glaß hatte er die richtigen Worte für sein Team gefunden. Bereits am Samstag war der VfB nach Berlin gereist. Die professionelle Vorbereitung lohnte sich. Denn trotz des 3:0-Vorsprungs aus dem Hinspiel handelt es sich um Juniorenfußball – und in den Relegationsspielen der vergangenen Wochen gab es genau da im Rückspiel riesige Überraschungen: So holte der Chemnitzer FC (U19) einen 1:4-Rückstand noch auf. Eine solche Sensation wollte Auerbach unbedingt vermeiden. Und statt einer Zitterpartie wurde es zwar kein Spaziergang, aber letztlich eine entspannte Angelegenheit. Der Grund heißt Jonas Unger. Schon nach einer Minuten netzte er erstmals ein. Damit waren alle Hoffnungen der Berliner vorerst einmal kaltgestellt. „So ein frühes Tor war für uns natürlich ein super Start“, sagt Jan Max Denschel, der Kapitän und Torhüter. Doch einen ruhigen Tag erlebte er trotzdem nicht. Reinickendorf gab sich nicht geschlagen – selbst nicht nach zwei weiteren Unger-Treffern (23./27.). Ein lupenreiner Hattrick! Nach einer halbe Stunde verkürzten die Füchse. Doch hätten sie noch sechs Treffer nachlegen müssen. Aber danach sah es überhaupt nicht aus, weil Auerbach sich selbst nicht vom 3:3-Ausgleich aus der Ruhe bringen ließ (44./58.) und seine Chancen nutzte. Luca Bodenbinder mit einem Doppelpack (67./69.) brachte den VfB zurück ins sichere Fahrwasser. „Sie hätten dann noch sieben Stück schießen müssen“, sagt Denschel. „Da war uns klar, dass das nicht mehr passiert. Ein geniales Gefühl.“ Und so feierten die Auerbacher Aufstiegshelden im Anschluss an die Partie mit den über 50 mitgereisten VfB-Fans. Der Kapitän lobt indes sein Team: „Es ist geil, was die Mannschaft geleistet hat.“ Eine kleine Feier gab es am Sonntag auch noch. „Aber da am Montag wieder Schule ist, fahren wir natürlich rechtzeitig wieder heim“, so der Kapitän. „Aber die richtige Aufstiegsfeier kommt noch.“

Aufstiegsrelegation: Die Ruhe vor dem Sturm

Fast eine Woche liegt es zurück, doch noch immer sind die Eindrücke frisch: Das Hinspiel der Aufstiegsrelegation zur Regionalliga bei den B-Junioren am Sonntag war ein Höhepunkt in der Vereinsgeschichte des VfB Auerbach. Über 400 Zuschauer waren auf den Waldsportplatz Beerheide gekommen. „So viele Zuschauer – das habe ich in 40 Jahren beim VfB Auerbach bei einem Jugendspiel noch nicht erlebt“, sagt VfB-Manager Volkhardt Kramer. Und noch etwas ist historisch: Durch den 3:0-Sieg der U17 ist der Sprung in die Regionalliga zum Greifen nahe. Am Sonntag, 12 Uhr, steigt in Berlin das Rückspiel. Auerbach könnte sich also sogar eine 0:2-Niederlage leisten und wäre trotzdem in der nächsten Saison zweitklassig. Das gab es beim VfB zuvor noch nie – weder im Männer- noch im Nachwuchsbereich.

Vermutlich deshalb ist die Anspannung vor dem Rückspiel bei den Reinickendorfer Füchsen so groß. Die Mannschaft reist bereits am Samstag an, um eine optimale Vorbereitung zu gewährleisten. Eine Übernachtung vor dem Auswärtsspiel in Berlin – das macht selbst das Regionalliga-Team der Männer nicht. „Wir fahren in aller Ruhe nach Berlin und schauen uns einen Tag vorher schon einmal alles an“, sagt VfB-U17-Coach Toni Seidel. Beim Abendessen wartet dann auf seine Jungs die Vorbesprechung auf die Partie. „Wir sind gut vorbereitet“, sagt er. Zumal sind alle Spieler an Bord. Der Saisonhöhepunkt will keiner verpassen.

Die Ruhe vor dem Sturm ist womöglich auch gar nicht einmal so schlecht. Denn am Sonntag erwartet die Vogtländer sicherlich wieder ein heißer Kampf. Die Emotionen dürfen wieder – wie schon in der Schlussphase des Hinspiels – sieden. „Wir haben diese Woche viel darüber gesprochen“, sagt Seidel. „Es war bei allen Spielern spürbar, dass sie wissen, um was es geht. Es wird ein heißer Tanz.“ Wohl auch sportlich, denn das deutliche 3:0 täuscht etwas über den wahren Spielverlauf hinweg. So klar auseinander waren beide Teams nicht, die Berliner brachen in den Schlussminuten nur auseinander, der VfB nutzte dies eiskalt. Genauso eiskalt muss der VfB auch im Rückspiel bleiben – das ist zumindest die Trainervorgabe. „Dafür gibt uns das Hinspiel viel Kraft. Wir wissen, dass Berlin kommen muss – und wir sind für den einen oder anderen Konter gut“, sagt Seidel. Etwas Steigerungsbedarf gibt es dabei im körperlichen Bereich: Der Berlin-Meister ist den Auerbacher Jungs darin voraus. „Körperlich sind sie uns überlegen“, so Seidel. Seine Jungs müssen wohl über sich hinauswachsen – im wahrsten Sinne des Wortes. Aber: „Technisch und spielerisch sind wir definitiv nicht schlechter.“ Es scheint also alles vorbereitet.

Auch schon der nächste Schritt? Was passiert, sollte es am Sonntag tatsächlich mit dem Aufstieg klappen? „Eine Feier haben wir noch nicht geplant“, sagt Seidel. „Wir wollen darüber auch gar nicht reden, sondern erst einmal Fußball spielen. Sollten wir es schaffen, finden wir schon eine Idee.“ Rein sportlich wäre der Aufstieg für den VfB Auerbach reizvoll. Und organisatorisch? Ein Kraftakt. Auerbach ist – im Gegensatz zu den meisten möglichen Konkurrenten in der Regionalliga – kein Leistungszentrum. Alles wird ehrenamtlich organisiert. „Toni Seidel als Nachwuchsleiter und Michael Stöhr als Vorstandsmitglied mit dem Aufgabenbereich Nachwuchs leisten schon viel“, sagt Volkhardt Kramer. „Aber auch sie wissen, dass dann noch etwas mehr auf sie zukommt.“ Kramer hofft dann auf noch mehr Unterstützung für den Auerbacher Nachwuchs. Sponsoren sollen dabei helfen, den Mehraufwand abzudecken. Mehr Aufwand gibt es allein schon aufgrund der Lizenzbedingungen – mit Plätzen und Trainerlizenzen. Und der Erfolg der B-Junioren soll schließlich auch keine Eintagsfliege bleiben. „Es macht nur Sinn, wenn wir dies weiterführen – in allen Mannschaften.“ Und dafür bedarf es größerer Unterstützung. Allerdings mit Augenmaß, betont Kramer. „Uns darf nicht dasselbe passieren wie Borea Dresden“, verweist er auf den ehemaligen Konkurrenten aus der Oberliga, der eine hervorragende Nachwuchsarbeit leistete, aber den Erfolg im Männerbereich vernachlässigte. Es folgten Abstieg auf Abstieg – und darunter litt am Ende auch der Nachwuchsfußball. „Sie haben sich am Nachwuchs überhoben“, analysiert Kramer. „Wir müssen weiterhin Rang und Reihenfolge beachten. Das Regionalliga-Team der Männer bleibt das Aushängeschild.“ Auch wenn die B-Junioren dem Köhler-Team an diesem Wochenende womöglich für kurze Zeit den Rang ablaufen. Zumindest für ein paar Tage.