Rechtzeitig anreisen, richtig parken und Fußball genießen

Während in der Bundesliga, knapp über eine Stunde von Auerbach entfernt in Leipzig, bereits wieder über eine Zuschauerzahl von 8500 diskutiert wird, findet in der Arena zur Vogtlandweide am Mittwoch, 19 Uhr, bereits das zweite Heimspiel der Saison statt. Der VfB Auerbach empfängt den FC Energie Cottbus – und damit einen Klub, der in den letzten Jahrzehnten zu den erfolgreichsten und größten Vereine aus Ostdeutschland zählte. Damit ist die sportliche Ausgangslage – trotz der aktuellen Tabellensituation – klar.

Neben dem Sportlichen spielt derzeit natürlich auch immer die Frage der Zuschauer und der Umgang mit der Coronavirus-Pandemie eine entscheidende Rolle. Der VfB Auerbach verzichtet gegen Cottbus freiwillig auf eine Erhöhung der Zuschauer-Kapazität und bleibt bei der Begrenzung auf 1000. Aber der Reihe nach – die wichtigsten Fragen zum Aufenthalt in der Arena zur Vogtlandweide am Mittwoch:

Die Zuschauerzahl 

Im Stadion sind 1000 Zuschauer zugelassen. Der VfB hatte ursprünglich ein neues Hygiene-Konzept vorgelegt, das mehr Zuschauer (bis zu 1600) erlauben würde. Eine Genehmigung steht bislang noch aus, aber selbst im Falle einer Genehmigung wird der VfB bei der Begrenzung auf 1000 bleiben. Es wird eine Fantrennung geben. Der Vorverkauf der Gästetickets ist abgeschlossen. Im Gäste-Bereich wird es keine Tageskasse mehr geben, im Heimbereich hingegen schon, wo daher nur Heim-Fans und neutral gekleidete Zuschauer Zutritt genießen. Im Gästebereich werden – ähnlich wie gegen den Chemnitzer FC – zirka 150 bis 200 Fans Platz nehmen können.

Der Heimbereich

Im Heimbereich gibt es als Konsequenz aus den Erkenntnissen des Chemnitz-Spiels einige Veränderungen. Es wird drei Tageskassen geben: Zwei für Ticketkäufer, ein Zugang für Ticketinhaber (Ehrenkarten, Schiedsrichter, Liga-Ausweise, Vorverkauf). Noch gibt es genügend Tickets an der Tageskasse. Allerdings weist der VfB ausdrücklich darauf hin, rechtzeitig ins Stadion zu kommen.

Die Anreise

Da nur der Eingang Bienenweg für die Heimfans geöffnet ist und eben auch nur dort ein Tageskassen-Verkauf stattfinden wird, bittet der VfB alle Fans den Parkplatz unmittelbar am Ende der Straße Bienenweg zu nutzen. Also: Am Stadioneingang vorbeifahren und nach 50 Metern befindet sich eine vorbereitete Wiese mit genügend Parkmöglichkeiten für alle. Es ist nicht nötig und sinnvoll auf dem Bienenweg nach Parkplätzen zu suchen, weiter hinten gibt es genügend und der Fußweg zum Eingang ist genauso lang bzw. kurz.

Der Zugang in die Arena

Wie gesagt: Es gibt drei Kassen/Zugänge, damit der VfB die Kontrolle über die Anzahl der Zuschauer im Stadion hat. Wichtig ist nach wie vor, dass jeder Zuschauer zur Rückverfolgung im Falle einer Infektion erfasst wird. Jeder muss sich entweder in eine Liste eintragen oder bereits einen mitgebrachten Zettel zur Rückverfolgung in eine Box am Eingang werfen. Entweder ein formloses Blatt mit den Kontaktdaten (Name, Wohnort, Kontaktmöglichkeit: also entweder Anschrift oder Telefonnummer) oder das Formular der Stadt Auerbach nutzen: https://bit.ly/daten-corona

Der VfB bittet nochmals ausdrücklich darum, rechtzeitig ins Stadion zu kommen. „Wir freuen uns über jeden, der kommt. Bitten aber darum, zeitig da zu sein, damit wir in Ruhe alle Hygienevorschriften befolgen können“, sagt VfB-Manager Volkhardt Kramer.

Im Stadion

Da es nur Sitzplätze laut Hygienekonzept gibt, aber die Abstände eingehalten werden sollen, ist es einerseits wichtig, Eigenverantwortung walten zu lassen. Es geht um die Gesundheit aller und auch darum, dass wir langfristig Fußball mit Zuschauern sehen können. Daher ist es besser, einmal persönliche Vorlieben – wie einen Wunschplatz im Stadion – etwas zurückzustellen und aufs große Ganze zu blicken. Der VfB wird mit seinen Ordnungskräften die Kapazitäten der Tribünen kontrollieren und im Zweifelsfall den Zugang schließen. Bitte auf den Tribünen unbedingt die vorgegebenen Plätze frei lassen und auch den Aufforderungen der Ordnungskräfte und des Stadionsprechers Folge leisten.

Extra-Service auf der neuen Tribüne

Die neue Tribüne auf der Stirnseite der Arena zur Vogtlandweide (Kunstrasenplatz) bietet einen fantastischen Blick aufs Spielfeld und die Anlage. „Man hat eine ideale Sicht“, sagt Volkhardt Kramer. Und es gibt diesmal sogar einen Extra-Service: Die Sparkasse Vogtland spendiert allen, die auf die neue Tribüne gehen, ein faltbares Sitzkissen. Sollte es zudem regnen, bietet der VfB zum Selbstkostenpreis von zwei Euro ein Regencape an. „Das ist ein symbolischer Betrag. Wir wollen aber einen zusätzlichen Anreiz setzen, dass die Leute auch den Weg auf die neue Tribüne finden“, sagt Kramer.

Catering

Die Versorgung im Stadion findet in gewohnter Form statt. Zusätzlich öffnet auch noch der hintere Verkaufsstand an der Heimtribüne (Spielfeldgerade). Dort gibt es Bockwurst und Getränke. An der Holzbude gibt es – aufgrund der Nachfrage – auch schon Glühwein.

VfB-Premiere nach der Corona-Pause

Drei Monate mussten die Fans des VfB Auerbach warten, bis der Ball für ein Pflichtspiel wieder rollt. Jetzt ist es soweit: Am 27. Juni, 15 Uhr, bestreitet die zweite Mannschaft des VfB das erste Pflichtspiel nach der Corona-Zwangspause. Allerdings unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Der Vogtländische Fußball-Verband (VFV) wird das Halbfinalspiel im Vogtlandpokal des VfB bei der SG Rotschau als Geisterspiel durchführen. „Natürlich wird es etwas anderes sein, wenn wir ohne Zuschauer spielen“, sagt Vogtlandliga-Coach Kevin Hampf. „Allerdings wird es kein Nachteil sein.“ Gerade den jungen Spielern wird der Druck von außen etwas genommen.

Die außergewöhnliche Regelung in außergewöhnlichen Zeiten bedarf natürlich einer besonderen Vorbereitung. So sind bis auf die Spieler nur das enge Funktionärsteam zugelassen. Alle müssen ein strenges Hygienekonzept befolgen. „Wir werden sehr achtsam und verantwortungsvoll mit der Situation umgehen“, betont Hampf. Das Team kennt unterdessen die Einschränkungen schon länger. Seit drei Wochen befindet sich das Vogtlandliga-Team im Trainingsbetrieb. „Die Jungs brauchen das auch“, sagt Hampf. „Sie sind heiß darauf, Fußball zu spielen.“ Bei den Trainingseinheiten musste er aufgrund der Hygieneregeln die Trainingsformen genau abwägen. „Wir haben zunächst viel Torschuss und Passformen geübt. Das war auch mal elementar wichtig.“ Mittlerweile sind die Trainingseinschränkungen weiter gelockert, sodass auch Spielformen trainiert werden können.

Wie sehr die Vogtlandliga-Spieler das Training vermisst haben, lässt sich leicht ablesen. „Die Trainingsbeteiligung war so hoch wie nie zuvor“, sagt Hampf. Das ist hinsichtlich des Pokalkrachers schon einmal eine gute Nachricht. Aber: „Natürlich wird es nach der langen Pause schwer genug, so ein wichtiges Pokalspiel zu bestreiten“, sagt der VfB-Coach. „Allerdings sind wir froh darüber, nun wieder ein Ziel vor Augen zu haben, auf das wir gewissenhaft hinarbeiten können.“ Und damit kehrt beim VfB ein Stück weit Normalität wieder ein.

VfB testet gegen Aue

Der VfB Auerbach und der FC Erzgebirge Aue haben für das punktspielfreie Wochenende kurzfristig ein gemeinsames Freundschaftsspiel verabredet. Das Zweitbundesliga-Team um seinen neuen Trainer Dirk Schuster wird am Samstag, 7. September, Anstoß 13.30 Uhr im VfB-Stadion antreten. Der FC Erzgebirge möchte auf diesem Wege auch einen Beitrag zur Unterstützung des Nachwuchsleistungssportes in Auerbach leisten. Dafür möchte sich der VfB schon vorab recht herzlich bedanken.