Doppelte Unterstützung für den VfB: Vater Sören Voigt hilft neben dem Platz, Sohn Yannic auf dem Feld

Hin und her – und dann wieder zurück. Die letzten Tage waren für den VfB Auerbach alles andere als einfach: Von einer genehmigten Zuschauerzahl von 1650 kam der Absturz auf 100, keinen Tag später dann aber doch die erlösende Nachricht: 500 Zuschauer sind am Samstag beim Spiel gegen Germania Halberstadt erlaubt. Was von außen wie eine Achterbahnfahrt aussieht, hat aber seinen Grund: Denn in diesen schweren Zeiten mit der Coronavirus-Pandemie die Übersicht zu behalten, ist schwer. Daher freut sich der VfB Auerbach darüber, ein Team mit Mitstreitern zu haben, die selbst in solchen Fällen einen kühlen Kopf bewahren. Einer ist Sören Voigt, Mitglied des VfB-Verwaltungsrats und Landtagsabgeordneter. „Wir bedanken uns ausdrücklich bei ihm“, sagt Manager Volkhardt Kramer über das Engagement des CDU-Politikers. „Ohne ihn hätten wir nicht den entscheidenden Satz in der Corona-Schutzverordnung gefunden. Es ist ein hervorragendes Beispiel dafür, dass unsere Anliegen in der Politik Gehör finden.“

Denn Voigt hatte am Mittwoch auch die Nachricht über die Begrenzung auf 100 Besucher vernommen. Aus seiner Tätigkeit als Verwaltungsrat weiß er auch, wie bedrohlich diese Beinahe-Geisterspiele für einen kleinen Verein wie dem VfB wären, der einen Großteil des Etats aus Zuschauereinnahmen generiert. Und Voigt erinnerte sich: In der vom Kabinett beschlossenen Verordnung sollte eigentlich definiert sein, dass Sportveranstaltungen mit einem genehmigten Hygienekonzept auch eine höhere Zuschauerzahl gestattet sei. „Ich habe sehr dafür geworben, dass auch der Vogtlandkreis von dieser Regelung Gebrauch macht“, sagt Voigt. Und tatsächlich: Als dann am Donnerstag bekannt wurde, dass diese Option besteht, reichte der VfB ein Hygienekonzept ein – und erhielt vom Gesundheitsamt grünes Licht. „In guter und konstruktiver Zusammenarbeit aller Beteiligten haben wir eine Lösung gefunden, die dem Infektionsschutz genügt und die Möglichkeit für Sportveranstaltungen mit Besuchern gibt“, sagt der CDU-Abgeordnete. „Hoffen wir, dass das Konzept auch für die nächsten Heimspiele greift, wenn sich die Infektionslage nicht dramatisch verschärft.“

Denn ohnehin ist die Arena zur Vogtlandweide eher kein typisches Areal, bei dem es zu einer Vielzahl von Kontakten von Besuchern kommen – wenn eben alle dem strengen Hygienekonzept folgen. Der VfB Auerbach gewährleistet mit seinen Vorschriften die Abstände zwischen den Fans. Sören Voigt sagt deshalb auch noch einmal in Richtung Fans: „Ich würde alle darum bitten, die Hygienevorschriften zu befolgen und im Interesse des Vereins dabei zu helfen, dass weiter Fußballspiele ausgetragen werden können. Jeder kann im privaten Umfeld dazu beitragen, dass sich das Infektionsgeschehen verringert.“

Und Fußballspiele wollen schließlich alle live im Stadion sehen. Ein erneuter Lockdown und Sport-Stopp ist für Vereine wie dem VfB existenzbedrohlich. Und auch Sören Voigt fiebert in dieser Saison nochmals stärker mit dem VfB mit, denn sein Sohn Yannic spielt bislang eine hervorragende Regionalliga-Saison. Und das mit erst 17 Jahren! „Wir wissen natürlich, was er kann“, sagt der stolze Vater. „Trotzdem hat es mich überrascht, dass er diesen Sprung so gut hinbekommen hat.“ Mittlerweile ist Yannic Voigt Stammspieler, ja ein Leistungsträger. „ Dass ihn die Mannschaft so gut aufgenommen hat und so gut einbindet, ist hervorragend“, sagt Sören Voigt. Da es in Deutschland nicht so viele 17-jährige Regionalliga-Stammspieler gibt, ist der Wirbel um Yannic Voigt zuletzt groß gewesen. Seine Familie hält ihm dabei den Rücken frei – und vertraut auch auf die Fähigkeiten von Trainer Sven Köhler. Sören Voigt: „Sven Köhler ist ein großer Pluspunkt. Er ist ein erfahrener Trainer und väterlicher Freund für die Spieler wie Yannic.“ Einer, der auch mal Kritik äußert. Aber eben sachlich korrekt. Und so schätzt er sachlich die sportlichen Fähigkeiten seines Youngsters ein, während Vater Sören seinen Sohn vom Wirbel des modernen Fußballgeschäfts abschirmt. „Er weiß, dass es für ihn eine große Chance ist. Nun muss er fokussiert bleiben und dem VfB helfen, die Punkte für den Klassenerhalt zu sammeln.“

Und somit sorgen Vater und Sohn für eine Auerbacher Erfolgsgeschichte: Der findet den Weg, dass mehr Besucher ins Stadion dürfen. Viele Zuschauer, die dann die fußballerische Unbekümmertheit des Sohns genießen können. Wie passend für einen familiär geführten Verein wie dem VfB Auerbach!

Jetzt noch schnell zuschlagen: Jahreskarten für die neue Saison

Mit dem letzten Testspiel gegen den FC Rot-Weiß Erfurt gelten die Jahreskarten für die neue Saison. Die neuen Saisontickets sind an einem gesonderten Schalter in der Arena zur Vogtlandweide erhältlich. In absoluten Zahlen kosten die Tickets für die Regionalliga-Spielserie 2020/21 zwar zehn Euro mehr. Aber: Da es in der Regionalliga aufgrund der Auswirkungen des Saisonabbruchs durch die Coronavirus-Pandemie zwei Mannschaften mehr in der Liga gibt, sinkt sogar der durchschnittliche Preis für ein Spiel. „Wir haben bereits darüber mit etlichen Fans und Zuschauern gesprochen“, sagte VfB-Manager Volkhardt Kramer, „und die Erhöhung des Preises ist auf Verständnis gestoßen.“ Denn mit den Jahreskarten erhalten die Inhaber auch freien Eintritt zu den Heimspielen der zweiten Mannschaft in der Vogtlandliga. Zudem wirbt der VfB ebenfalls um Verständnis, dass die Erhöhung des Preises auch deshalb zustande kommt, weil aufgrund der strikten Hygiene-Beschränkungen zusätzliche Kosten auf den Verein beim Spieltagsmanagement zukommen.

 

Die Preise für die Saisontickets betragen damit:

Vollzahler: 159 Euro (Sitzplatz)/119 Euro (Stehplatz)

Teilzahler: 129 Euro (Sitzplatz)/99 Euro (Stehplatz)

 

Tickets gibt es bei allen Heimspielen sowie in der Geschäftsstelle (Alte Rützengrüner Straße 5). Die Jahreskarten gelten für alle Heimspiele aller VfB-Teams (ausgeschlossen Pokalspiele).

Besondere Regeln bei Spielen in der Arena zur Vogtlandweide

Die Frage stellt sich in diesen Zeiten bei jedem Spiel: Wie sind die Vorkehrungen? Was muss ich beachten? Denn in Zeiten der Coronavirus-Pandemie ist der Stadionbesuch ein anderer. Das betrifft grundsätzlich alle Spiele des VfB Auerbach. In der Arena zur Vogtlandweide kommt das genehmigte Hygiene-Konzept bei allen Spielen – also Testspielen und auch Pflichtspielen – zum Einsatz. Das bedeutet: Eine Höchstkapazität von 1000 Zuschauern ist bei Spielen erlaubt.

Der VfB kontrolliert dies und weist zudem alle Zuschauer auf folgende Regeln hin:

  1. Zur besseren Kontrolle der Abstände stehen nur Sitzplätze zur Verfügung. Die Plätze sind entsprechend der Vorschriften abgeklebt. Nicht nutzbare Sitze und Sitzreihen sind mit Absperrbändern und Hinweisschildern versehen. Es besteht trotzdem freie Platzwahl. Es gibt keine Tickets mit vorgeschriebenen Sitzplätzen.
  2. Zur besseren Rückverfolgung im Falle einer Infektion sind alle Besucher des Stadions dazu verpflichtet, ihre Daten zu hinterlegen. Dies geht auf zwei Wege: Auf einer Liste am Stadioneingang oder auf einem formlosen Zettel, der beim Zutritt ins Stadion abgegeben werden kann. Um langes Warten am Eingang zu vermeiden, bittet der VfB darum, die Daten bereits im Vorfeld aufzuschreiben und den Zettel am Eingang abzugeben. Benötigte Daten sind: Vor- und Nachname, Wohnort, Telefonnummer.
  3. Im Stadion ist das Betreten des Stadioninnenraumes und des Kabinentraktes für alle Nicht-Aktiven und Teambetreuer strengstens untersagt.
  4. Es gilt weiterhin ein Abstandsgebot. Bitte halten Sie Abstand – auch zu ihrem eigenen Schutz. Es besteht zwar keine Maskenpflicht, doch ist das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes durchaus ratsam.
  5. In den Sanitäranlagen/Toiletten herrscht Maskenpflicht. Nutzen Sie das bereitgestellte Desinfektionsmittel beim Betreten und Verlassen der Toiletten.

Knut Kirsten: „Ein Quantensprung für den VfB“

Knut, du hast als Aufsichtsratsmitglied des VfB das Projekt LED-Wand im Stadion geleitet. Nun hat der VfB die Generalprobe hinter sich. Wie verlief sie?

Ein Jahr und zwei Tage, nachdem die Wand im Chemnitzer Stadion abgebaut worden ist, haben wir sie zum Probebetrieb eingeschaltet. Auf Anhieb lief alles sehr gut. Alles hat funktioniert – und wir haben problemlos unser Testprogramm abspielen können.

Ton und Bild passen also zusammen?

Ja, wobei kaum Nachjustieren nötig war. Auch die Bilder auf der Leinwand haben wunderbar funktioniert – bis auf ein paar Pixel, die wir noch anpassen müssen.

Ein Jahr und zwei Tage ist auch eine lange Zeit. Wie froh bist du, dass das Projekt nun abgeschlossen ist?

Die Vorgespräche und die Verhandlungen hatte Volkhardt Kramer geführt – und uns nach dem Kauf darüber informiert: Es gibt eine Videoleinwand und die muss in Auerbach wieder aufgebaut werden. Zunächst erschien es einfach. Im Detail hat sich alles schwieriger vorgestellt. Unser erster Plan war, zum Rückrundenstart im Winter 2019 die Wand in Betrieb zu nehmen. Das haben wir etwas verfehlt. Der Abbau in Chemnitz war dabei noch völlig problemlos. In Auerbach war es aber schwieriger. Gemeinsam mit Partnern des VfB haben einen Plan entwickelt, wie die Leinwand im VfB-Stadion aufgebaut werden kann. Zunächst noch mit Frank Böhme, für ihn wurde das Projekt einen Tick zu groß. Mit Goldbeck und den Planern von Projekta haben wir eine Strategie entwickelt, wie wir das umsetzen können.

Worin lagen die Schwierigkeiten?

Die Statik haben wir zuerst etwas unterschätzt: In Chemnitzer hing die Leinwand direkt unter dem Hallendach und war kaum Windlasten ausgesetzt. In Auerbach steht sie direkt im Wind ohne weiteren Schutz – muss also extra gesichert werden. Das Stahlgerüst um die Wand musste also stärker werden. Mit dem höheren Aufwand kam die Frage hinzu, wie wir es gemeinsam mit unseren Partnern stemmen können. VSTR hat die Fundamente gegossen und wir haben das Gerüst aufgestellt – und dann ging das schlechte Wetter los. Aber wir haben drei trockene Tage in Folge benötigt…

Damit begannen die Probleme.

Im November waren die Tage zu kurz und zu feucht, sodass wir den Aufbau der Wand auf das Frühjahr verschieben mussten. Mit weiteren kleinen Wünschen ist das Projekt sukzessive gewachsen. Im März waren wir dann so weit, dass wir grünes Licht gehabt hätten. Und dann kam der Corona-Virus. Daher hat es bis jetzt gedauert, bis die Wand steht. Mittlerweile sind alle Probleme gelöst – und alles steht.

Was bedeutet die Leinwand für den VfB?

Für den Verein ist es ein weiterer großer Schritt der Entwicklung des Stadions. Ein relativ großer Schritt für einen Regionalligisten, vor allem wenn man bedenkt, dass einige Mitbewerbe nicht einmal Licht in ihrem Stadion haben, wenn sie denn überhaupt ein eigenes Stadion besitzen. Und wir haben sogar eine große Anzeigetafel, die von allen Plätzen aus zu sehen ist. Es ist ein Quantensprung zur bisherigen Technik. Ein toller Schritt – und in Verbindung mit der neuen Tribüne und der Stahlrohrtribüne haben wir für die Liga ein kompaktes, kleines Stadion.

Was kommt denn auf die Leinwand?

Der Spielstand natürlich – präsentiert von unseren Partnern. Jede Auswechslung, jedes Tor, jede Karte, Ecken- oder Freistoßverhältnis – und bei unseren Spielern werden alle mit Bildern zu sehen sein. In den Pausen geben wir Werbepartnern die Chance, sich zu präsentieren. Also alles so, wie in großen Stadien. Der Nutzen als im Stadionheft oder auf einer Werbebande ist höher, aber auch ein deutlich höherer Aufwand für den Verein.

Und auch Bewegtbild?

Ja, natürlich. Eventuell eine Zusammenfassung des letzten Spiels oder andere Inhalte. Zum Test haben wir bereits einmal das Video des VfB-Songs abgespielt – die Kombination von Bewegtbild und Ton kommt einen ganz andere Atmosphäre im Stadion auf. Das Fein-Tuning führen wir wahrscheinlich in den Testspiel durch, wenn es denn mal irgendwann wieder losgeht.

Das Stadionerlebnis wird für viele wohl etwas ganz Neues?

Ja, definitiv. Aber wir haben auch noch weitere Ideen, was wir mit der Leinwand anfangen können. Zur Eröffnung oder im Sommer einen Kino-Film. Technisch ist vieles machbar. Damit ist auch klar: Von der Leinwand profitiert nicht nur das Regionalliga-Team, sondern der gesamte Verein. Das beginnt mit den Inhalten bei Regionalliga-Spielen und geht weiter mit Events. Das muss allerdings nach und nach wachsen.

Die Spieler waren bei Präsentation dabei. Sie freuen sich sicherlich?

Als wir Marcin Sieber mit einer Roten Karte auf der Leinwand gesehen haben, war das Gelächter natürlich groß. Aber Spaß beiseite: Ihr Konterfei auf der Leinwand zu sehen, ist schon für Spieler des VfB Auerbach etwas Besonderes. Damit werden sie viel erkennbar für die Zuschauer.

Wenn wir zurückblicken: Vor 30 Jahren, als die unglaubliche Reise des VfB begann, hätte man sich das alles noch nicht vorstellen können!

Das stimmt. Vor 30 Jahren wurden die Zwischenstände noch per Hand mit Schiebetafeln übermittelt worden. Das zeigt aber auch: In der Weiterentwicklung des Stadions sind wir immer Schritt für Schritt vorangekommen. Vor allem in den letzten zehn Jahren haben wir große Schritt gemacht. Und es wird nicht das Ende sein.

VfB unterstützt Antrag für zweigleisige 3. Liga

Der VfB Auerbach schließt sich dem Antrag des Saarländischen Fußball-Verbands auf Initiative des SV Elversberg an, eine zweigleisige 3. Liga zur neuen Saison einzuführen. „Wir tragen diese Sichtweise mit“, teilte VfB-Manager Volkhardt Kramer nach der Video-Konferenz der Nordost-Regionalligisten am Dienstagabend mit. Zwar kamen die Vereine zu keiner Einigung, allerdings scheint der Abbruch der laufenden Saison unmittelbar bevorzustehen. Unter den Folgen hätte – aller Wahrscheinlichkeit nach – vor allem die Regionalliga Nordost zu leiden. Daher sei das Konzept aus Elversberg, das eine zweigleisige 3. Liga mit 18 Klubs vorsieht, der richtige Schritt. „Das würde das Thema entkrampfen“, sagte Kramer. Über den Antrag soll am 25. Mai zum außerordentlichen DFB-Bundestag abgestimmt werden. Unterhalb der zwei 3. Ligen sollen weiterhin fünf Regionalligen erhalten bleiben.

Hilfe für Kühe, Schweine und Co. aus Auerbach

Einen Einsatz der ungewöhnlichen Art hatten VfB-Aufsichtsrat Sören Voigt und Manager Volkhardt Kramer am Dienstag. Zwar hatten sie – ganz Fußballer – auch Gras unter den Füßen. Aber statt einer falschen Neun wie bei den Taktikspielchen auf dem Fußballfeld ging es diesmal um handfeste Arbeit. Eine Ladung Heu hatte Sören Voigt für den Gnadenhof Ellefeld organisiert – und am Dienstag war der Zeitpunkt gekommen, das Futter zu verteilen. Nur was hat das alles mit dem VfB Auerbach zu tun?

Die Frage ist leicht beantwortet. Denn im Anschluss an die Heulieferung stand noch ein kleines, aber wichtiges Detail an: Die Unterschriften unter dem Patenschaftsvertrag musste geleistet werden. Denn der VfB Auerbach nutzt die fußballfreie Zeit nicht dafür, Geld mit virtuellen Spielen zu verdienen, sondern möchte die Aufmerksamkeit auf diejenigen lenken, die in den schwierigen Zeiten der Corona-Pandemie mehr Hilfe benötigen als Sportvereine. Institutionen wie der Gnadenhof in Ellefeld. 137 Tiere – mit teilweise dramatischen Schicksalen – leben auf dem ehrenamtlich geführten Hof. Schon öfters war der Streichelzoo des Gnadenhofs bei Stadionfesten des VfB zu Gast. „Wir hätten dieses Jahr 156 Auftritt gehabt“, sagt Gnadenhof-Leiter Matthias Stark. Bis Corona kam.

Nun sind alle Veranstaltungen abgesagt – und der Verein steht vor erheblichen Problemen. Finanzielle benötigt der Gnadenhof zwischen 2000 und 8000 Euro im Monat. „Im Moment geht es aufgrund der Spenden noch“, sagt Stark. „Aber über das gesamte Jahr wird es finanziell schwer.“ Der VfB wusste über die Nöte Bescheid – und setzt seine Hilfsaktionen während der Corona-Zwangspause beim Gnadenhof fort. Nach Hilfen für VfB-Sponsoren und der Blutspendeaktion im Stadion schließt der VfB nun einen Patenschaftsvertrag mit dem Gnadenhof ab. „Denn wir haben noch nicht unser Heu für dieses Jahr drin“, sagt Kramer mit einem Lächeln. Mehr Heu, also die finanzielle Unterstützung, soll in den Gnadenhof-Verein fließen. Daher unterzeichneten beide Vereine einen Patenschaftsvertrag. Ganz sportlich natürlich: „Hilfe für die Pony-Paten-Elf des Gnadenhofs“ heißt er und soll Paten vermitteln, die zur weiteren Finanzierung beitragen. „Jeder Euro hilft uns. Egal welcher Betrag“, sagt Stark.

Der VfB wird künftig dabei unterstützen, neue Paten zu finden. Mit Präsident Knut Beyse und Aufsichtsratsmitglied Sören Voigt haben bereits zwei führende VfB-Funktionäre eine Patenschaft übernommen. Das Regionalliga-Team wird auch nachziehen.

Doch damit beginnt nur die Partnerschaft. In der Arena zur Vogtlandweide erhält der Gnadenhof eine Werbebande, auf der LED-Videoleinwand werden künftig bei jedem Spiel präsentiert. „Wir wollen helfen“, sagt Kramer. „Gerade in Zeiten, in der Streicheleinheiten so wichtig sein können, ist der Streichelzoo des Gnadenhofes Ellefeld in seiner Sozialarbeit für Kranke und Schwache zur Untätigkeit gezwungen. Wir wollen den Gnadenhof dabei unterstützen, durch diese schwere Zeit zu kommen.“

Den Anpfiff für die Aktion vollzog bereits VfB-Verwaltungsratschef Steffen Dünger. Der Geschäftsführer des VfB Sponsors Vogtlandmilch überbrachte mit seinem Mitarbeiter Sebastian Singer am Sonntag die erste Futterlieferung nach Ellefeld. Sehr zur Freude von Matthias Stark, der seinerseits natürlich Fußballfan ist. „Für guten Fußball bin ich immer zu haben“, sagte er – und weiß ganz genau, wo er diesen im Vogtland findet.

Seit 114 Jahren Partner: Wernesgrüner unterstützt weiter den VfB

Schwere Zeiten für alle. Aber der VfB kann auf seine Partner bauen. Nun folgte eine gute Nachricht: Der VfB möchte sein Dankeschön an den Sponsor der Wernesgrüner-Brauerei aussprechen. Seit nun fast 114 Jahren (!) sind die Wernesgrüner Brauerei und der VfB Auerbach partnerschaftlich miteinander verbunden. In dieser Zeit mussten gemeinsam auch schwierige Zeiten überwunden werden. Die Verbindung behielt stets Bestand, so auch in dieser Zeit, die von der Corona-Krise so sehr beeinflusst wird.

Der VfB möchte sich daher ganz herzlich bei seinem Partner Wernesgrüner dafür bedanken, dass er auch aktuell wieder zum Verein steht. Die Zusage, die Vereinsförderung auch in der Zeit fortzuführen, in der wir unserem so sehr geliebten Sport nicht nachgehen können, wurde mit großer Freude aufgenommen. Der VfB wünscht den Mitarbeitern der Wernesgrüner Brauerei alles Gute, vor allem natürlich Gesundheit und bedankt sich nochmals ganz herzlich für die Unterstützung in dieser schwierigen Zeit.

In der Krise helfen – und Blut spenden am 3. April

Die Corona-Krise betrifft jeden. Auch den VfB Auerbach. Sportlich steht derzeit die Welt still. Doch das bedeutet nicht, dass die Auerbacherauch ihr Engagement auf Eis legen. Nein, das Gegenteil ist der Fall. Die Auerbacher helfen – einerseits als Netzwerk innerhalb des Sponsorenpools, andererseits ganz praktisch mit einer Blutspende-Aktion. „Das ist mir ein Herzensanliegen“, sagt VfB-Manager Volkhardt Kramer, der bereits bei der MDR-Sendung „Sport im Osten“ vor zwei Wochen darauf hingewiesen hatte, wie wichtig die Blutspende ist. Selbst oder gerade in Krisenzeiten.

Es sollte aber nicht nur bei der Aufforderung im Fernsehen bleiben. Gemeinsam mit dem Deutschen Roten Kreuz (DRK) findet am Freitag, 3. April, eine Blutspenden-Aktion in der Arena zur Vogtlandweide statt. Im Vereinsgebäude (Bienenweg) geht dabei das Regionalliga-Team voran – und spendet Blut. „Die Idee kam aus der Mannschaft. Die Jungs wollen nun auch einen Teil beitragen – und haben den Vorschlag aufgegriffen“, sagt Kramer. Und gemeinsam mit dem DRK umgesetzt.

Von 13 bis 19 Uhr findet nun die Blutspende statt. Eingeladen sind alle im blutspendefähigen Alter – also von 18 bis 72. Um gerade auch in Zeiten des Kontaktverbots und der gebotenen Vorsicht einzuhalten, bittet das DRK und der VfB darum, bereits um Vorfeld einen Termin zu reservieren. Dies ist auf verschiedene Wege möglich:

1. Online übers Reservierungsportal: https://terminreservierung.blutspende-nordost.de/u/vfb-auerbach

2. Per E-Mail oder telefonisch: Wer nicht digital unterwegs ist, kann gern auch in der VfB-Geschäftsstelle anrufen (03744/211968) und sich dort voranmelden.

Wer keine Reservierung wünscht, der kann aber auch jederzeit vorbeikommen. Der VfB stellt genügend Kapazitäten zur Verfügung, damit keiner zu lange warten muss. Also: Vorbeikommen!

Der VfB hofft darauf, dass möglichst viele Fans, Mitglieder, Sportler, Förderer, aber auch jeder, der nun helfen möchtet, ins Stadion kommt und die Aktion zu einem Erfolg macht. Helfen Sie mit!

VfB-Team geht in Corona-Pause

Die Entwicklung war dann doch nicht mehr zu stoppen. Der NOFV hat bis auf Weiteres die Spiele in der Regionalliga bis mindestens 19. April ausgesetzt. Damit steht für das Team des VfB Auerbach fest: Die Spieler müssen pausieren. Aufgrund der Sperrung von allen Sportanlagen und der Vorgaben der Landesregierung sowie des Robert-Koch-Instituts ist ein gemeinsames Training auch nicht mehr möglich. Der VfB hält sich natürlich an die Vorgaben. Die Spieler trainieren allein daheim.

Der Vorstand des VfB hat zudem festgelegt, dass der Trainings- und Spielbetrieb in allen anderen Mannschaft ausgesetzt wird. Das betrifft alle Männer-Mannschaft unterhalb der Regionalliga und den gesamten Nachwuchsbereich.

Wann alle Teams wieder ins Training starten, ist bislang ungewiss. Der VfB Auerbach wünscht vorerst allen Freunden, Mitgliedern, Helfern, Unterstützern, Fans und Aktiven Gesundheit. Darauf kommt es derzeit mehr denn je an.

Zudem will der VfB in dieser schwierigen Phase seiner Netzwerkfunktion gerecht werden. Das Netzwerk an Firmen, die den Verein unterstützen, ist groß – und soll genutzt werden, um unbürokratisch Engpässe in einigen Wirtschaftsbereichen auszugleichen. Bei Fragen hierzu wenden Sie sich bitte an unsere Geschäftsstelle unter 03744/211968.

Stellungnahme des VfB Auerbach zur Entscheidung des NOFV-Sportgerichts

Das Sportstrafverfahren gegen Hertha BSC am Samstagnachmittag endete mit dem Urteil, dass die B-Junioren des VfB Auerbach die Punkte für das Spiel im vergangenen Jahr zugesprochen bekommen. Der VfB Auerbach war – als Nicht-Verfahrensbeteiligter – mit seinen Zeugen geladen. Die Auerbacher Zeugen sind ihrer Pflicht nachgekommen und nahmen Stellung zu den Vorkommnissen im U17-Regionalliga-Spiel.

Vom Vorstand des VfB Auerbach war der Vorsitzende, Knut Beyse, selbst Rechtsanwalt, beim Verfahren anwesend. „Das Gericht hat eingeräumt, dass der Sachverhalt nicht ohne weiteres aufklärbar ist, gleichwohl sieht das Gericht den Rassismus-Vorwurf der Berliner als erwiesen an“, zitierte er aus dem Verfahren.

Das Verfahren vom Samstag hat für zwei Spieler des VfB Auerbach und den Verein weitere Verfahren zur Folge. „Wir sind sehr konsterniert und unglücklich darüber“, sagt Beyse – vor allem, dass der Eindruck entstanden ist, dass das Gericht offenbar bereits über unsere Spieler geurteilt hat ohne dass diese Verfahrensbeteiligte waren.

Des Weiteren hat der VfB Auerbach mit Verwunderung wahrgenommen, dass die auch von Berliner Seite bestätigten erheblichen Beleidigungen einiger Berliner Spieler vom Sportgericht gänzlich unbeachtet gelassen, gar als nicht-diskriminierend eingestuft wurden.

Völlig unverständlich ist auch, dass das Sportgericht auf die Aussagen der beiden unparteiischen Schiedsrichterassistenten verzichtet hat. Beide, übrigens selber Juristen, waren bei der Verhandlung anwesend, wurden aber ohne selber aussagen zu können, wieder nach Hause geschickt.

Sowohl der Schiedsrichter als auch seine Assistenten hatten in ihren schriftlichen Stellungnahmen den Hertha-Vorwurf der rassistischen Beleidigung wie auch fehlende Zivilcourage eindeutig zurückgewiesen. Warum den Unparteiischen weniger Glaubwürdigkeit geschenkt wird, als ihnen in dieser Rolle eigentlich zusteht, trägt dazu erheblich bei, dass die Einleitung der weiteren Verfahren und die Aussagen des Gerichts beim VfB Auerbach so nicht hinnehmbar sind.