Nach dem Erfurter Abschied aus der Regionalliga – VfB rüstet sich trotzdem für harten Abstiegskampf

Auf den ersten Blick ist es eine gute Nachricht: Der VfB Auerbach springt nach der Einstellung des Spielbetriebs des FC Rot-Weiß Erfurt in der Tabellen einen Platz nach oben, zudem steht mit den Thüringern der erste Absteiger fest. Allerdings wäre das zu kurz gedacht. Denn auch im Vogtland überwiegt die Enttäuschung über den Schritt der Erfurter. „Für den Fußball ist es sehr bedauerlich und traurig“, sagt VfB-Manager Volkhardt Kramer. Denn mit Rot-Weiß verliert die Liga einen Traditionsklub – und der VfB ein Heimspiel. Am nächsten Wochenende wäre der Jahres-Heimspiel-Auftakt ausgerechnet gegen Erfurt angestanden. „Natürlich sind wir auch ein wenig egoistisch und können sagen: Wir sind wirtschaftlich davon betroffen. Uns entfällt ein zuschauerträchtiges Heimspiel“, so Kramer weiter. „Das ist ärgerlich und stört den Saisonbeginn.“

Dem stimmt auch VfB-Coach Sven Köhler zu: „Würden wir unsere Spieler gefragt, dann hätten sie natürlich lieber gespielt und den sportlichen Wettkampf angenommen.“ Köhler sei bis zum Schluss davon ausgegangen, dass in einer Stadt wie Erfurt noch eine Lösung zur Aufrechterhaltung des Spielbetriebs gefunden worden wäre. Doch es misslang. „Für den Standort ist dieser Schritt natürlich schade“, sagt er. „Aber Erfurt hat jetzt die Chance auf einen Neustart.“ Allerdings hält sich Auerbach mit Aussagen betont zurück: „Wir sind nicht in der Position, der Lehrmeister zu sein“, sagt Kramer. „Wir maßen uns nicht an, die Lage aus der Ferne zu bewerten.“

Und der VfB? Für die Gelb-Schwarzen reduziert sich immerhin die Anzahl an noch auszuspielenden Abstiegsplätzen. „Wir gehen aber trotzdem noch davon aus, dass es drei weitere Absteiger geben wird“, sagt Kramer. „Und wer nur einen Blick auf die Tabelle wirft, der wird erkennen: Es wird ein Gerangel geben. Wir sind weiterhin trotzdem dazu aufgefordert, sportlich alles zu tun, ein Abrutschen nach hinten zu verhindern.“ Ein erster Schritt soll der Saisonstart beim Hertha BSC II am Sonntag, 13.30 Uhr, gemacht werden.

Und wenn es mit dem Klassenerhalt klappen sollte, dann hofft der VfB auch in nächster Zukunft wieder auf Rot-Weiß Erfurt zu treffen – in der Regionalliga. „Wir gehen davon aus, dass wir in absehbarer Zeit wieder gegen Erfurt in der Regionalliga spielen werden“, sagt Volkhardt Kramer.