Regionalliga Nordost 
13. November 2021, 13:00
VfB Auerbach 1906 e.V.
3 - 3
Optik Rathenow
Arena zur Vogtlandweide
Zuschauerzahl: 380
VfB Auerbach 1906
Schiedsrichter: Daniel Bartnitzki

Spielbericht

Vor 380 Zuschauern unter 2G-Bedingungen hieß es am Ende 3:3. Die Vogtländer kamen nach Quarantäne-Maßnahmen mit viel Lust aus der zweieinhalbwöchigen Zwangspause, am Ende überwog dann der Frust.

Auerbach ging mit großen Personalwechseln in die Partie. Nach Corona-Erkrankungen fehlte Philipp Müller, bei Offensivmann Michail Fragkos reichte es nur für die Bank. Dazu musste Ersatztorhüter Maximilian Schlosser Stammkeeper Stefan Schmidt wegen einer Augenentzündung ersetzen. Aleksandrs Guzlajevs fiel zudem mit einer Erkältung aus. Der kroatische Neuzugang Di Mateo Lovric konnte nach Streitigkeiten um die Spielberechtigung mit seinem Heimatverband sein Debüt feiern.
Trotzdem war der Tabellenvorletzte nach kurzer Anlaufzeit richtig gut in der Partie und brillierte mit tollen Angriffen. Marc-Philipp Zimmermann legte eine Sieber-Flanke per Kopf diagonal durch den Strafraum für Ondrej Brejcha auf, der humorlos zum 1:0 (16.) einschob. Auerbach blieb dominant. Sarwar Osse ließ die Kugel mit einem Schuss wie ein Strich aus 22 Metern unter der Latte einschlagen – 2:0 (23.). Kurz vor dem Halbzeitpfiff besorgte Brejcha nach einem perfekt vorgetragenen Konter das 3:0 (45.). Von Optik kam bis dahin außer einer guten Einschusschance (44.) nichts. Rathenows Trainer Ingo Kahlisch wetterte deshalb in der Pause: “Das ist wie Kreisklasse hier!” Doch seine Jungs wollten es ihm offensichtlich zeigen. Auerbach ging dagegen zu verhalten in den zweiten Durchgang. Giaouplari fälschte einen Schuss von Optiks Jonathan Muiomo zum 1:3-Anschluss (58.) ab. Rechtsaußen Osse hatte anschließend die doppelte Chance, bei Kontern das wohl vorentscheidende vierte Tor zu schießen. Der syrische Straßenkicker, der als Flüchtling nach Chemnitz kam und erst in Deutschland eine fußballerische Grundausbildung erhielt, war ein absoluter Aktivposten bei den Vogtländern. Allerdings legte er sich diese Male den Ball etwas zu weit nach außen vor und verfehlte dadurch jeweils die Optik-Kiste (74./76.). Auf der Gegenseite versenkte Muiomo aus dem Nichts einen 25-Meter-Abschluss in der linken Ecke (3:2/77.) und die Partie war wieder offen. In der Schlussminute schockte dann Glodi Zingu die Gastgeber: Nach einem langen Ball tauchte der Verteidiger frei vorm Tor auf und erzielte den 3:3-Ausgleich.