Spitzenteam aus Luckenwalde wird ein harter Brocken

Daran muss man sich noch gewöhnen: Der FSV Luckenwalde gehört in der Fußball-Regionalliga Nordost zur Créme de la Créme der Liga. Das Überraschungsteam der Saison kommt am Samstag, 13 Uhr, ins Vogtland – und das als haushoher Favorit. Denn nicht ohne Grund haben die Brandenburger bereits 26 Punkte gesammelt – und damit genauso viele wie der vorletzte VfB-Gegner Lok Leipzig und einen Punkt mehr als der SV Babelsberg, gegen den Auerbach am Mittwoch mit 2:3 verloren hatten. „Sie sind ein absolutes Spitzenteam“, sagt deshalb auch VfB-Coach Sven Köhler, der allen die auch nur das Wort „unterschätzen“ – ob der ungewöhnlichen Verbindung zwischen Luckenwalde und Regionalliga-Spitzenteam – Sprachverbot erteilt. „Dieses Wort in den Mund zu nehmen, ist schon eine Frechheit.“

Denn der FSV verfügt über ein homogenes Team, das über einen längeren Zeitraum zusammengewachsen ist. Ein Prozess, in dem Auerbach derzeit steckt – und deshalb nicht ohne Grund Vorletzter ist. Dennoch hat das Team zuletzt Fortschritte gezeigt. Wenn nur nicht die großen Ausnahmen wären: die eine verpasste Abwehraktion gegen Lok, die fünf traumatischen Minuten gegen Babelsberg. Und wie wird es nun gegen Luckenwalde?

Die Aufgabe ist hammerhart – so viel ist klar. Stefan Schmidt spricht seinen Mitspielern aber Mut zu: „Wir haben gegen die meisten Gegner in dieser Liga eine Chance“, sagt der VfB-Keeper. Nur muss es dann eben zu 100 Prozent passen – und nicht nur 85 Minuten lang. „Mit Luckenwalde kommt eine Mannschaft zu uns, die nicht ohne Grund so viele Punkte hat. Wir müssen aber unsere Leistung abrufen – und dann werden wir sehen.“ Ob es eben gegen den Favoriten zum einem Punktgewinn reicht oder nicht.

Verzichten muss der VfB dabei auf Thomas Stock, doch noch länger ausfällt, und Fabien Bochmann. Der Youngster hinterließ zuletzt gute Eindrücke, sah dann aber gegen Babelsberg Gelb-Rot. Sehr zur Verärgerung von VfB-Coach Sven Köhler: „Für Fabien ist das sehr schade. Ich hätte mir eine andere Bewertung des Fouls, das zur zweiten Gelben geführt hat, gewünscht. Es war kein böses Foul.“

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