Start in die neue Regionalliga-Saison misslingt

Bischofswerdaer FV – VfB Auerbach 2:0 (2:0)

Der Auftakt in die neue Regionalliga-Saison endete für den VfB Auerbach mit einer herben Enttäuschung. Beim Bischofswerdaer FV, also einem vermeintlichen Kontrahenten um den Klassenverbleib, unterlagen die Vogtländer am Samstag vor 264 Zuschauern völlig unnötig mit 0:2 (0:2). Das Resultat ist insofern aber keine Überraschung, weil der BFV nunmehr endgültig als Auerbacher Angstgegner gilt: Schon in der letzten Saison, in der Bischofswerda vor dem Abbruch unmittelbar vor dem Abstieg stand, gelang den Oberlausitzern nur zwei Siege – einer davon gegen Auerbach. Der Heimsieg im November war auch der letzte Bischofswerdaer Erfolg seit November. „Wir sind in Bischofswerda ein gern gesehener Gast“, konnte sich VfB-Coach Sven Köhler nur Galgenhumor flüchten.
Denn am Samstag lag es vor allem an der Schwäche seines Teams, dass die Negativserie in Ostsachsen weiter Bestand hat. Auerbach schenkte den Gastgebern beide Tore: Sowohl beim völlig unnötigen Elfmeter zum 0:1 nach zwei Minuten durch Moravec, als auch beim 0:2 durch Kavalir (36.) standen die Vogtländer für die alles andere als übermächtigen Gastgeber, die ihre Heimspiele in Bautzen austragen müssen, Spalier. „Mit dem frühen Rückstand wurden wir kalt erwischt“, sagt Köhler. „Und das 0:2 tat bei diesen hohen Temperaturen weh.“

Zwar bemühte sich Auerbach und zeigte auch phasenweise anständigen Fußball, doch zu einem Erfolgserlebnis reichte es nicht. „Wir waren nicht in der Lage, bis auf ein, zwei Aktionen im Strafraum, klare Chancen herauszuspielen“, bemängelte Köhler – auch weil in den Abschlüssen die Präzision fehlte. Zwar hatten Marcel Schlosser (58.) und Thomas Stock (76.) zwei aussichtsreiche Chancen, doch das Schiebocker-Tor blieb wie vernagelt. Wenn die Gastgeber dem VfB – bis auf die Tore – überhaupt etwas voraus hatten, war es aber genau das: Sie spielten und verteidigten mit viel Herz und Leidenschaft. Auerbach kam hingegen nie richtig ins Spiel, ließ sich von einer ebenfalls neu zusammengewürfelten Mannschaft abkochen. „Es wäre mir zu einfach, die Einstellungsfrage zu stellen“, entgegnete aber Köhler.

Vielleicht war es auch nur der Bischofswerda-Fluch, den sein Team einfach nicht besiegen mag. Immerhin: Auch in den beiden vorigen Serien unterlag Auerbach völlig unnötig beim BFV, hielt am Ende trotzdem noch die Klasse. Um dieses Kunststück zu wiederholen, müssen sich die Vogtländer allerdings mächtig strecken.