VfB will einen guten Saisonabschluss

Es war wohl die schwärzeste Stunde des VfB Auerbach in dieser Saison – neben der Heimpleite gegen den FSV Optik Rathenow: das 0:5 beim SV Babelsberg. Das Ende der Hinrunde – und damit auch des Jahres 2018 war schrecklich. „Wenn wir immer so verteidigt hätten wie in Babelsberg, dann stünden wir jetzt vor einem Endspiel“, sagt VfB-Coach Sven Köhler. Oder der VfB wäre schon abgestiegen. Denn fraglos war die Partie in Potsdam eine ganz schwache. Der VfB ließ die Gastgeber gewähren – und die spielten wie entfesselt auf. Allein Tom Nattermann traf dreifach. Den Babelsberger Torjäger will Köhler daher in Auerbach (Samstag, 13.30 Uhr) ganz besonders ins Auge nehmen.

„Er is ein Mann mit Erfahrung. Seine Torquote zeigt, wie wichtig so ein Mann für die Mannschaft ist“, sagt Köhler. „Aber das ist bei uns auch nicht anders. Wir brauchen auch die Tore von Marc-Philipp Zimmermann und Marcel Schlosser.“ Und gegen Babelsberg eine Idee für die Defensive, um das starke Offensivspiel des SVB zu stoppen. „Wir müssen verhindern, dass Nattermann die Bälle im Strafraum bekommt“, sagt Köhler. „Auf den Außen ist Babelsberg individuell gut besetzt. Sie setzen Nattermann gut ein. Du wirst es nie schaffen, ihn ganz auszuschalten.“ Aber vielleicht über weite Strecken des Spiels.

Denn der VfB möchte den letzten Spieltag der Saison mit einem Erfolg beenden. „Es war eine ordentliche Saison. Ein Erfolgserlebnis am Ende ist immer gut, weil wir unmittelbar danach in die Pause gehen.“ Das Team hat danach trainingsfrei – und  viereinhalb Wochen Urlaub.

Doch bevor es so weit ist, will der VfB mit Danny Wild und Vaclav Heger auch noch zwei verdiente Spieler verabschieden. Beide wechseln im Sommer den Verein. „Natürlich ist es schade, dass Vaclav geht“, sagt Köhler über seinen Defensivspieler. „Aber er ist in einem Alter, in dem er es noch einmal probieren kann, in den Profifußball zu kommen.“ Wohin er wechselt, ist noch unklar. Wohl aber in eine ausländische Liga. Wahrscheinlich erhält Heger aber heute ein Abschiedsspiel im VfB-Trikot. Köhler sieht von Experimenten ab. „Ich werde nicht alles durcheinanderwirbeln.“

Ein Ziel könnte der VfB aber noch erreichen. So ganz aus Versehen. Die Vogtländer liegen nur zwei Punkte hinter Hertha BSC II ganz weit oben in der Fairplay-Wertung. Sehr zur Überraschung des Coaches. „Wir haben uns nicht vorgenommen, in der Fairplay-Tabelle ganz oben zu stehen. Das ist eher zufällig.“ Nett wäre der Titel aber trotzdem.