VfB erzielt zu neunt den Ausgleich

Geschrieben von Marcus Schädlich am 02.08.17 um 22:52 Uhr • Artikel lesen

Kategorie: Regionalliga

VfB Auerbach - FC Oberlausitz 1:1 (0:0)

 

Die VfB-Fans sind zum Auftakt der Regionalliga-Heimspielsaison voll auf ihre Kosten gekommen: In einer dramatischen Partie holten die Vogtländer einen Punkt gegen den FC Oberlausitz. So weit klingt dies nicht unbedingt nach einem zufriedenstellenden Ergebnis. Doch betrachtet man den Spielverlauf liegt der Fall anders: Der VfB musste nach einer eher ereignisarmen ersten Hälfte nicht nur den Rückstand, sondern auch zwei Platzverweise hinnehmen. Zwanzig Minuten vor Schluss mit zwei Mann weniger - da glaubte kaum jemand noch an den VfB.

 

Doch die Mannschaft zeigte eine unglaubliche Moral: Auerbachs Tor-Versicherung Marc-Philipp Zimmermann war bei einem langen Pass in die Spitze zur Stelle, köpfte per Heber den Ausgleich. Und dieses 1:1 brachten die Vogtländer mit viel Emotionen und Engagement über die Zeit. Am Ende stand dann ein Punktgewinn, der sich beinahe wie ein Sieg anfühlt. Für VfB-Trainer Michael Hiemisch ist deshalb klar: "Diese Moral, diesen Spirit muss die Mannschaft weiter mit in die Saison tragen."

 

Schon am Samstag, 13 Uhr, bei der TSG Neustrelitz will das Team den guten Weg fortsetzen. Dort fehlen allerdings mit Marcin Sieber und Alexander Mattern zwei Defensivspieler. Sieber sah nach einer Notbremse Rot. Eine sehr harte Entscheidung, wie auch VfB-Coach Michael Hiemisch betonte: Sein Team habe gewusst, dass Gegenspieler Djumo mit allen Wassern gewaschen sei. "Da hat sich Marcin nicht glücklich angestellt. Wir hatten eigentlich abgemacht, bei solchen Situationen den Ball klar zu klären." So nahm ihm Djumo den Ball ab, verwickelte ihn in einen Zweikampf und fiel in unmittelbarer Nähe der Strafraumgrenze. Rot und Strafstoß lautete die harte Entscheidung. Noch härte war wohl die zweite Gelbe für Alexander Mattern. "Die kann man zwar geben", sagte Hiemisch, "aber dann hätte er sie in genau denselben Szenen auch auf der gegenüberliegenden Seite mehr als nur ein Mal zeigen müssen". Ohnehin verfestigte sich bei den Vogtländern der Eindruck, dass die Entscheidungen im Zweifelsfall gegen sie gefallen sind. Und so beendeten sie die eigentlich harmlose Partie zu neunt. "Das hat das Spiel nicht hergegeben", kritisierte Hiemisch den nicht unbedingt glücklich wirkenden Unparteiischen.

 

Allerdings hatte dies auch etwas Gutes: Der VfB holte immerhin den Rückstand nach dem verwandelten Strafstoß auf - und fühlte sich als moralischer Sieger. Mit diesem durchaus positiven Gefühl macht sich das Team am Freitag auf die Reise nach Mecklenburg-Vorpommern.

 

Statistik

Tore: 0:1 Vachousek (FE/68.), 1:1 Zimmermann (70.).

Auerbach: St. Schmidt - Heger, Mattern/V, Sieber, Seb. Schmidt - Kötzsch (60. Löser), Novy - Wild (84. Shoshi/V), Schlosser/V, Stock/V (79. Lietz) - Zimmermann/V. - Trainer: Hiemisch.

Neugersdorf: Pokorny - Träger (82. Blaser), Matula, Penc - Dittrich, Vachousek, Petrick/V, Belini Fagan/V (62. Merkel) - Loucka, Marek (75. Sakar), Djumo. - Trainer: da Silva.

Zuschauer: 815.

Gelb-Rot: Mattern (Auerbach/67.).

Rot: Sieber (Auerbach/56./Notbremse).

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  • FC Viktoria Berlin : VfB Auerbach 1906

    12.05.2018 - Beginn: 14:30 Uhr

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