1. Mannschaft
Bittere Niederlage in Stahnsdorf
Mit einer 2:3-Niederlage beim RSV Eintracht 1949 Stahnsdorf ist unsere Mannschaft ins neue Pflichtspieljahr gestartet. Nach 90 Minuten blieb vor allem das Gefühl, dass hier mehr möglich gewesen wäre – wir uns die Niederlage aber am Ende auch selbst zuzuschreiben haben.
Der Beginn verlief denkbar ungünstig. Bereits nach zwei Minuten zeigte die Schiedsrichterin nach einem Handspiel im Strafraum auf den Punkt. Die Gastgeber nutzten den Strafstoß zur frühen Führung. Wir brauchten einige Minuten, um in die Partie zu kommen, fanden dann aber besser unseren Rhythmus und arbeiteten uns vor allem über Standardsituationen ins Spiel. Kurz vor der Pause fiel der Ausgleich: Nach einer Ecke köpfte Mathis Frohberg zum 1:1 ein.
Nach dem Seitenwechsel waren wir über weite Strecken die aktivere Mannschaft. Wir verteidigten ordentlich und ließen Stahnsdorf zunächst kaum zur Entfaltung kommen. In der 65. Minute drehten wir das Spiel durch das Tor von Cedric Graf zum 2:1. In dieser Phase hatten wir die Kontrolle – und auch die Chancen, auf 3:1 zu erhöhen. Genau hier liegt jedoch der Knackpunkt: Wir haben es versäumt, unsere Möglichkeiten konsequent zu nutzen. Das dritte Tor hätte uns Sicherheit gegeben.
Diskussionswürdig war eine Szene Mitte der zweiten Halbzeit, als Cedric Graf im Strafraum bei einem Luftduell hart getroffen wurde. Der Pfiff blieb aus: „Es ist für mich unverständlich, dass es da Abstoß gabt,“ resümierte Sven Köhler. Unabhängig von dieser Entscheidung gilt aber: Wir hätten das Spiel vorher klarer für uns gestalten müssen.
In der Schlussphase fehlte uns dann die letzte Stabilität. In der 81. Minute fiel der Ausgleich, wenig später sogar noch das 3:2 für die Gastgeber. Zwei Gegentore in den letzten Minuten dürfen uns so nicht passieren – gerade wenn wir zuvor so viel Aufwand betrieben haben.
Unterm Strich steht eine Niederlage, die ärgerlich ist, aber auch zeigt, woran wir arbeiten müssen. Defensiv war vieles ordentlich, spielerisch hatten wir gute Phasen. Entscheidend ist jedoch, dass wir unsere Chancen konsequenter nutzen und in den entscheidenden Momenten wacher sind. In dieser Liga werden Nachlässigkeiten sofort bestraft – das haben wir in Stahnsdorf erneut erfahren.
Fotos: Claudia Hache
