1. Mannschaft
VfB liefert großen Pokalfight – 1:2 gegen Zwickau vor beeindruckender Kulisse
Der VfB Auerbach 1906 hat im Viertelfinale des Wernesgrüner Sachsenpokals alles in die Waagschale geworfen, musste sich dem favorisierten Regionalligisten FSV Zwickau am Ende jedoch knapp mit 1:2 geschlagen geben. In einer intensiven und zunehmend hitzigen Partie zeigte der VfB eine starke Leistung und war nah dran an der Pokalsensation. 🖤💛
Ausgeglichene erste Halbzeit
Die Anfangsphase gestaltete sich offen und ausgeglichen. Beide Teams begegneten sich auf Augenhöhe, ohne zunächst große Torgefahr zu entwickeln. Die erste Möglichkeit für den VfB hatte Pascal Schardt, dessen Abschluss aus rund 18 Metern jedoch über das Tor ging.
Auf der Gegenseite musste Maximilian Schlosser in der 14. Minute erstmals eingreifen und parierte stark. Wenig später hatte Zwickau durch einen Kopfball von Eixler die nächste gute Chance, verfehlte jedoch das Tor.
In der 29. Minute gingen die Gäste dann in Führung: Nach einem Freistoß aus etwa 18 Metern traf Cemal Sezer zur 0:1-Führung. Schlosser war zwar noch am Ball, konnte den Treffer jedoch nicht verhindern.
In der Folge überließ Zwickau dem VfB mehr Spielanteile und lauerte auf Konter. Auerbach fand gegen die kompakte Defensive der Gäste jedoch nur selten klare Lösungen. So ging es mit einem knappen Rückstand in die Pause.
VfB zeigt Moral nach Rückstand
Nach dem Seitenwechsel erhöhte Zwickau den Druck und legte in der 54. Minute nach. Nach einer Kopfballkombination kam Veron Dobruna zum Abschluss und traf flach zum 0:2.
Doch der VfB gab sich keineswegs auf. Die Mannschaft zeigte große Moral und kämpfte sich zurück ins Spiel. In der 69. Minute gelang der verdiente Anschluss: Nach einer Flanke von Tim Kaiser köpfte Cedric Graf den Ball stark gegen die Laufrichtung des Torhüters zum 1:2 ins Netz.
In der Folge entwickelte sich ein echter Pokalfight, in dem der VfB alles versuchte, um noch den Ausgleich zu erzwingen.
Hitzige Schlussphase überschattet das Spiel
Die Schlussphase wurde zunehmend hektischer und war von vielen Fouls und Nickligkeiten geprägt. Schiedsrichter Tim Haubenschild rückte immer mehr in den Mittelpunkt und musste mehrfach zu Karten greifen.
In der 87. Minute sah Zwickaus Oliver Fobassam nach einer Notbremse die rote Karte. Der anschließende Freistoß des VfB wurde jedoch geblockt.
In der Nachspielzeit überschlugen sich dann die Ereignisse: Zunächst sah FSV-Trainer Rico Schmitt die Gelb-Rote Karte in Folge von Meckern und hämischen Applaudieren gegenüber dem Unparteiischen. Kurz darauf wurde Pascal Schardt nach einem harten Foulspiel an Max Somnitz ebenfalls mit Gelb-Rot des Feldes verwiesen. Auch Zwickaus Jonas Dittrich sah in dieser Situation noch die Ampelkarte in Folge einer Rudelbildung.
Das Foulspiel an Somnitz hatte leider auch eine schwere Verletzung für den Spieler zur Folge. Der VfB Auerbach wünscht auf diesem Wege dem FSV-Spieler eine schnelle Genesung, gute Besserung und alles Gute.
Am Ende steht für den VfB Auerbach 1906 zwar das Ausscheiden, doch die Mannschaft hat einmal mehr gezeigt, welches Potenzial in ihr steckt – und dass sie auch gegen höherklassige Gegner absolut mithalten kann. 🖤💛
Stolze Leistung trotz Ausscheiden - die Stimmen nach dem Spiel
Trainer Sven Köhler sagte nach dem Spiel:
„Wir sind enttäuscht, da wir die Überzeugung hatten, die Überraschung zu schaffen. Ich war sehr zufrieden mit unserer Defensiv-Leistung und den Einsatz der Jungs. Die zweite Halbzeit war ein echter Pokal-Fight und die Mannschaft ist klasse nach dem 0:2 zurückgekommen.“
Auch Zwickaus Trainer Rico Schmitt äußerte sich zwiegespalten:
„Ein Teil freut sich über das Weiterkommen im Sachsenpokal. Der andere Teil ist traurig über das Ende des Spiels – die roten Karten und vor allem die Verletzung von Somnitz trüben den Sieg deutlich.“
