Fünf schwache Minuten kosten die Chance auf Punkte

Einen unglücklichen Mittwochabend hat der VfB Auerbach in der Fußball-Regionalliga erlebt. Vor 615 Zuschauern verloren die Vogtländer aufgrund einer unerklärlichen Schwächephase vor der Pause mit 2:3 (0:3). Drei Gegentreffer innerhalb von sechs Minuten zerstörten alle berechtigen vogtländischen Hoffnungen auf einen Punktgewinn. Tragische Figur des Abends war Auerbachs Marc-Philipp Zimmermann. Der Torjäger außer Dienst hatte nicht nur den Auerbacher Führungstreffer auf dem Fuß, sondern zeigte unmittelbar nach dem 0:1 eine ungekannte Abschlussschwäche, als er frei vor dem Gäste-Keeper Theißen den Ball nicht im Tor unterbrachte.

Dabei hatte ihm VfB-Coach Sven Köhler vor dem Spiel Mut zugesprochen. „Durch solche Phasen geht jeder Stürmer“, sagte Köhler. Und hoffte, dass seine Lebensversicherung diesmal auch ihren Dienst erweist. Doch ohne Zimmermanns Tore sah es gegen spielerisch starke Gäste düster aus. Zwar hielt Auerbach über weite Strecken des Spiels dagegen, doch an das hohe Engagement im Spiel gegen Lok Leipzig knüpften die Vogtländer nicht an.

Wie befürchtet erwies sich die Babelsberger Offensive mit einer hohen Schlagkraft. Allerdings benötigten die Potsdamer einen Sonntagsschuss aus gut 25 Metern, um in Führung zu gehen. Als sich eigentlich schon alle fast auf ein torloses Remis zur Pause einstellten, knallte Jürgens Schuss unter Latte. VfB-Keeper Schmidt war zu weit vor dem Tor postiert – und legte sich wenig später den Ball nach einem Babelsberger Pfostentreffer auch noch selbst ins Netz (45.). Es passt ins Bild: Erst Zimmermanns Fehlschuss nach dem 0:1, dann das Eigentor und anschließend noch das 0:3 durch Frahn, den der VfB sträflich allein ließ. Sechs Minuten kosteten allen Aufwand vor der Pause.

Im zweiten Abschnitt keimt kurz noch Hoffnung auf, als Rausch den Ball ebenfalls ins eigene Netz beförderte (58.). Babelsberg machte es klug, ließ Auerbach nur selten in den Strafraum kommen. So musste ein abgefälschter Freistoß zum 2:3 herhalten, den Marcin Sieber mit langem Bein über die Linie drückte (82.). Ein Tor – und das Auerbacher Minimalziel wäre wieder möglich. Doch in den Schlussminuten musste Auerbach zu zehnt auf den Ausgleich drängen – nach Bochmanns Gelb-Roter. So blieben alle Auerbacher Bemühungen vergebens. Es blieb bei der Niederlage gegen clevere Gäste, die zum richtigen Zeitpunkt dreifach trafen und damit Auerbach eiskalt bestraften.

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