Keine Chance bei wütendem BFV Dynamo

Fast schon symbolisch spiegelt sich die Klassengesellschaft der Fußball-Regionalliga im Spiel des VfB Auerbach am Sonntagnachmittag beim BFC Dynamo wider. Die Vogtländer unterlagen deutlich vor 1374 Zuschauer in Berlin mit 0:5 (0:2). Dabei war es wie so oft in dieser Saison: Die Unterschiede zwischen der Spitze der vierten Liga und dem Keller sind so groß, dass der Außenseiter so gut wie chancenlos ist. „Wenn wir ehrlich sind, ist der Normalfall eingetreten“, sagte auch VfB-Trainer Sven Köhler, der sich vor dem Spiel schon nicht unbedingt sehr viel beim Aufstiegsaspiranten ausgerechnet hatte. Aber: „Normal wäre es gewesen, wenn wir mit 1:3 verloren hätten.“ Eine Klatsche wie das 0:5 ist dann schon deftig – und die Folgen werden den VfB auch in den wichtigen Spielen beim SV Lichtenberg am Mittwoch und gegen Optik Rathenow am Samstag in der Auerbacher Arena zur Vogtlandweide beschäftigen.

Angesichts des klaren Endstands ist das Spiel auch schnell geschildert: Die ersatzgeschwächten Auerbacher, die unter anderem auf Kapitän Marc-Philipp Zimmermann verzichten mussten, der arbeiten musste, gingen im Grunde genommen mit einem Rückstand ins Spiel. Kaum hatten sie sich versehen, lagen sie in Hohenschönhausen schon zurück (1.). Danach brannte der BFC Dynamo ein Offensivfeuerwerk ab, Auerbach fand kaum Zugriff und hatte Glück, dass es zur Pause nur 0:2 stand. Zwar hatte Michail Fragkos kurz vor der Pause noch die Chance zum Anschlusstreffer, doch mehr war von Auerbachs Offensive nicht zu sehen.

Nach der Pause zeigte der VfB immerhin eine Reaktion – und hielt energisch dagegen. Dass bis auf Fabien Bochmanns Chance nicht mehr raussprang, lag auch am 0:3 nach einer Stunde. Damit war die Partie entschieden. Bei den Gästen ging die Köpfe runter und sie ergaben sich dem Schicksal – und zwei weiteren Berliner Toren.