Beim VfB Auerbach wird zum Ende der laufenden Saison 2025/26 eine wichtige personelle Veränderung erfolgen: Der Verein und Cheftrainer Sven Köhler haben sich bereits im Januar in gemeinsamen Gesprächen darauf verständigt, die Zusammenarbeit im Sommer zu beenden. Damit geht beim VfB eine lange und prägende Trainerära zu Ende.
Sven Köhler steht seit 2018 an der Seitenlinie des VfB Auerbach und hat den Verein in dieser Zeit durch unterschiedliche sportliche Phasen begleitet. Für den VfB war und ist diese Zusammenarbeit von großem gegenseitigem Vertrauen und Respekt geprägt.
„Wir haben acht Jahre eine sehr gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit gehabt“, erklärt VfB-Geschäftsstellenleiter Michael Stöhr-Gäbler. „Sven Köhler hat unsere Mannschaft und unseren Verein über einen langen Zeitraum geprägt. Für seine Arbeit, seine Leidenschaft und sein Engagement sind wir ihm sehr dankbar.“
Besonders hoch rechnen die Verantwortlichen dem erfahrenen Fußballfachmann an, dass er den Verein auch nach dem Regionalliga-Abstieg im Jahr 2022 weiterhin begleitet hat. Trotz anderer Optionen entschied sich Köhler damals bewusst dafür, den gemeinsamen Weg in der Oberliga fortzusetzen.
„Dass Sven nach dem Abstieg bei uns geblieben ist und den Weg in der Oberliga mitgegangen ist, war alles andere als selbstverständlich. Das zeigt seine Verbundenheit mit dem VfB und dafür zollen wir ihm großen Respekt“, so Stöhr-Gäbler.
Sportlich konnte sich der VfB Auerbach in der Oberliga unter seiner Leitung stabilisieren. In den vergangenen beiden Spielzeiten belegte die Mannschaft jeweils den fünften Tabellenplatz. Auch in der aktuellen Saison befindet sich das Team trotz mehrerer Nachholspiele weiterhin in Schlagdistanz zu den vorderen Tabellenplätzen und konnte zuletzt drei Siege in Folge feiern.
Die Entscheidung, die Zusammenarbeit im Sommer zu beenden, ist daher nicht auf kurzfristige sportliche Entwicklungen zurückzuführen. Vielmehr steht sie im Zusammenhang mit einer strategischen und strukturellen Weiterentwicklung des Vereins.
„Wir haben uns diese Entscheidung nicht leicht gemacht“, sagt Stöhr-Gäbler. „Aber wir müssen als Verein neue Wege gehen, weil sich die Rahmenbedingungen in der Oberliga verändert haben. Die Liga bewegt sich strukturell genau zwischen Amateurfußball und Halbprofi- beziehungsweise Profibereich.“
Vor diesem Hintergrund plant der VfB Auerbach, die Trainerposition künftig – wie bei vielen anderen Oberligisten ebenfalls üblich – im Nebenamt zu besetzen.
„Auch wirtschaftliche Faktoren spielen bei solchen Überlegungen eine Rolle. Unser Ziel ist es, den Verein langfristig stabil und zukunftsfähig aufzustellen“, erklärt Stöhr-Gäbler.
Parallel zu diesen Überlegungen hat sich der Verein in den vergangenen Wochen intensiv mit der Suche nach einem Nachfolger beschäftigt. Diese Gespräche sind inzwischen weit fortgeschritten.
„Wir haben einen Trainer gefunden, von dem wir überzeugt sind und der sehr gut zu unserer zukünftigen Ausrichtung passt“, sagt Stöhr-Gäbler. „Es ist ein junger Trainer aus der Region mit viel Potenzial.“
Die offizielle Vorstellung des neuen Cheftrainers ist für die kommende Woche geplant.
Bis dahin gilt der volle Fokus weiterhin der laufenden Saison. Mannschaft, Trainerteam und Verein arbeiten gemeinsam daran, die verbleibenden Spiele erfolgreich zu gestalten.
Unabhängig von der Entscheidung für den Sommer bleibt der Dank des Vereins an Sven Köhler bereits jetzt groß.
„Sven hat über viele Jahre hinweg hervorragende Arbeit für unseren Verein geleistet. Die Zeit beim VfB Auerbach wird immer ein wichtiger Teil unserer Vereinsgeschichte bleiben“, betont Stöhr-Gäbler. „Bis zum Saisonende ziehen wir weiterhin gemeinsam an einem Strang.“
Der VfB Auerbach 1906 hat auch das Auswärtsspiel beim Bischofswerdaer FV 08 erfolgreich gestaltet. In der Volksbank Arena Bischofswerda setzte sich die Mannschaft von Trainer Sven Köhler mit 2:0 durch und bestätigte damit ihre starke Form der vergangenen Wochen. 🖤💛
Über weite Strecken war der VfB die aktivere Mannschaft und erspielte sich zahlreiche Chancen, sodass der Erfolg am Ende insgesamt verdient ausfiel.
Früher Druck und viele Chancen
Die Auerbacher starteten sehr engagiert in die Partie und setzten die Gastgeber von Beginn an unter Druck. Bereits nach vier Minuten bot sich die erste große Gelegenheit: Nach einer Flanke von der linken Seite kam Max Roscher zentral zum Abschluss, konnte den Ball aus kurzer Distanz jedoch nicht über die Linie bringen.
Der VfB blieb weiterhin gefährlich. Auch Aleksandrs Guzlajevs hatte eine große Möglichkeit, während Charlie Spranger sogar zwei hochkarätige Chancen liegen ließ. In dieser Phase hätte Auerbach die Führung bereits früher erzielen können.
Freistoß bringt die verdiente Führung
In der 29. Minute war es schließlich soweit. Nach einem Freistoß aus halbrechter Position übernahm Aleksandrs Guzlajevs die Verantwortung und traf sehenswert – der Ball prallte vom Innenpfosten ins Tor zur verdienten 1:0-Führung für den VfB.
Kurz darauf hätte sich das Spiel beinahe gedreht. Nach einem Ballverlust der Auerbacher kam Bischofswerda zu einer gefährlichen Aktion, bei der der Ball an die Latte ging. Es blieb jedoch beim knappen Vorsprung für die Gäste.
Chancen auf beiden Seiten
Auch nach der Pause blieb der VfB die aktivere Mannschaft und kam zu weiteren Möglichkeiten. Charlie Spranger sowie Ben-Colin Weigel hatten gute Chancen, die Führung auszubauen.
Die Gastgeber versuchten dagegen vor allem über Standardsituationen und weite Einwürfe gefährlich zu werden. Die Auerbacher Defensive zeigte sich in diesen Situationen jedoch aufmerksam und ließ keine klaren Torchancen zu.
Rote Karte in der Schlussphase
In der 83. Minute wurde es noch einmal hektisch. Nach einem Zweikampf mit einem Bischofswerdaer Spieler lagen beide Spieler am Boden. Beim anschließenden Aufstehen hinderte Ondřej Brecha seinen Gegenspieler kurzzeitig daran, aufzustehen. Der Schiedsrichter wertete die Szene als unsportliches Verhalten und zeigte dem Auerbacher die rote Karte – aus Sicht des VfB eine sehr harte Entscheidung.
In Überzahl versuchte Bischofswerda anschließend mit vielen hohen Bällen noch einmal Druck aufzubauen.
Cermus entscheidet das Spiel
Die endgültige Entscheidung fiel jedoch auf der anderen Seite. In der 90. Minute setzte der VfB einen Konter. Nach einem Pressschlag am Strafraum zwischen Vojtěch Cermus und einem Gegenspieler segelte der Ball über den Torhüter hinweg ins Tor zum 2:0-Endstand.
Trainer Sven Köhler zeigte sich nach der Partie zufrieden mit dem Auftritt seiner Mannschaft:
„Egal ob das 2:0 glücklich aussah – ich freue mich für Vojtěch und hoffe, dass er daraus zusätzlich Selbstbewusstsein für die nächsten Spiele zieht. Insgesamt war es aber kein glücklicher Sieg, sondern ein verdienter Sieg.“
VfB klettert weiter nach oben
Mit diesem Erfolg verbessert sich der VfB Auerbach 1906 in der Tabelle auf Platz sieben und steht nun bei 26 Punkten. Dabei haben wir weiterhin noch zwei Nachholspiele in der Hinterhand.
Nächstes Spiel unter Flutlicht
Bereits am Mittwoch um 19 Uhr geht es für den VfB weiter: Dann empfängt Auerbach den Tabellendritten VfB Germania Halberstadt im heimischen Stadion zum Flutlichtspiel. 🖤💛
Für den VfB Auerbach 1906 steht am kommenden Samstag die nächste Auswärtsaufgabe in der NOFV-Oberliga Süd an. Um 14 Uhr gastiert die Mannschaft von Trainer Sven Köhler beim Bischofswerdaer FV 08. Gespielt wird in der Volksbank Arena Bischofswerda, wo der VfB seine zuletzt starken Leistungen bestätigen möchte.
Gute Form nach zwei Siegen
Die Auerbacher reisen mit viel Selbstvertrauen in die Oberlausitz. Nach dem 3:0-Auswärtssieg im Nachholspiel bei FC Einheit Rudolstadt und dem 4:1-Heimerfolg gegen den FC Grimma hat sich der VfB in der Tabelle deutlich verbessert. Mit 23 Punkten belegt die Köhler-Elf aktuell Platz sieben und hat dabei weiterhin mehrere Nachholspiele in der Hinterhand – teilweise sogar bis zu drei weniger als einige direkte Konkurrenten.
Die Mannschaft wirkt derzeit stabil, tritt geschlossen auf und konnte sich in den vergangenen Spielen auch für den eigenen Aufwand belohnen. Diese Entwicklung möchte der VfB nun auch auswärts fortsetzen.
Personelle Situation bleibt angespannt
Allerdings wird Trainer Sven Köhler auch in Bischofswerda personell erneut improvisieren müssen. Mit Cedric Graf und Tim Kaiser fehlen weiterhin zwei wichtige Spieler, die dem VfB aktuell nicht zur Verfügung stehen. Schon in den vergangenen Spielen musste die Mannschaft diese Ausfälle kompensieren – bislang mit Erfolg.
Gerade in solchen Situationen zeigte sich zuletzt die große Geschlossenheit im Team, in dem immer wieder andere Spieler Verantwortung übernehmen.
Erfolgreiches Hinspiel als Orientierung
Das Hinspiel gegen den BFV konnte der VfB für sich entscheiden. Beim 2:0-Erfolg im Vogtland trafen Max Roscher und Felix Hache für Auerbach. Auch diesmal möchte die Mannschaft wieder mutig auftreten und versuchen, etwas Zählbares aus Bischofswerda mitzunehmen.
Gastgeber mit Überraschungssieg
Der Bischofswerdaer FV 08 kommt ebenfalls mit Rückenwind in diese Partie. Am vergangenen Spieltag gewann der BFV auswärts beim VfB Germania Halberstadt mit 3:2 – und das nach zweimaligem Rückstand. Die Gastgeber bewiesen dabei große Moral und drehten die Partie in der Schlussphase. Der VfB weiß daher, dass ihn ein kampfstarker Gegner erwartet.
Wiedersehen mit ehemaligen Auerbachern
Zusätzliche Brisanz erhält die Begegnung durch einige bekannte Gesichter auf Seiten des BFV. Mit Johann Weiß, Tim Hoffmann und Pierre Maurice Scheunert stehen gleich drei ehemalige Auerbacher im Kader der Gastgeber.
Serie fortsetzen
Für den VfB geht es darum, die positive Entwicklung der letzten Wochen weiter zu bestätigen. Mit der zuletzt gezeigten defensiven Stabilität und dem Selbstvertrauen im Offensivspiel möchte die Mannschaft auch in der Volksbank Arena Bischofswerda punkten und ihre kleine Erfolgsserie ausbauen. 🖤💛
Anstoß ist am Samstag um 14 Uhr in Bischofswerda.