Für unsere Erste steht am kommenden Samstag der Auftakt in die restliche Oberliga-Saison an – und der hat es direkt in sich. Am 28.02.2026 um 13:30 Uhr sind wir beim Tabellenzweiten RSV Eintracht 1949 gefordert. Gespielt wird auf dem Kunstrasen am Sportplatz Dreilinden in Kleinmachnow.
Endlich wieder Wettkampf
Die Vorfreude innerhalb unserer Mannschaft ist groß. Nach einer langen und intensiven Vorbereitung brennen wir darauf, dass es endlich wieder um Punkte geht. Trainer Sven Köhler und sein Team haben die vergangenen Wochen genutzt, um sowohl konditionell als auch taktisch die Grundlagen für eine erfolgreiche Fortsetzung der Saison zu legen. Jetzt wollen wir uns für die harte Arbeit belohnen.
Große Herausforderung beim Aufstiegsaspiranten
Mit dem RSV Eintracht wartet allerdings eine echte Spitzenmannschaft auf uns. Elf Siege, fünf Unentschieden und keine Niederlage – die Gastgeber sind in dieser Saison noch ungeschlagen und stehen mit 38 Punkten aus 16 Spielen verdient auf Rang zwei der Tabelle. Mit 38 erzielten Treffern stellt die Eintracht zudem eine der gefährlichsten Offensiven der Liga. Der jüngste 3:2-Erfolg gegen den VfL Halle 96 hat ihre Ambitionen im Aufstiegsrennen nochmals unterstrichen.
Doch wir erinnern uns auch an das Hinspiel: Beim 1:1 in Auerbach haben wir gezeigt, dass wir mit dieser Mannschaft mithalten können. Genau daran wollen wir anknüpfen.
Außenseiterrolle bewusst angenommen
Natürlich reisen wir als Außenseiter nach Kleinmachnow. Dennoch fahren wir nicht ohne Ambitionen dorthin. „Wir wissen, dass der RSV eine absolute Spitzenmannschaft ist. Aber wir haben in der Vergangenheit gezeigt, dass wir auch gegen stärkere Gegner bestehen können“, so unser Trainer.
Entscheidend wird für uns in erster Linie die Defensivarbeit sein. Auf dem Kunstrasen gilt es, von Beginn an wach zu sein, kompakt zu stehen und die Räume eng zu machen. Disziplin, Laufbereitschaft und mannschaftliche Geschlossenheit werden die Basis sein. Nach vorne wollen wir gezielt Nadelstiche setzen und unsere Möglichkeiten konsequent nutzen.
Personelle Situation
Personell gibt es positive Nachrichten: Tim Birkner ist nach seiner Verletzung ins Training zurückgekehrt und sollte wieder zum Kader gehören. Nicht zur Verfügung steht hingegen weiterhin Ben Bauer, der verletzungsbedingt ausfällt.
Mit 17 Punkten aus 13 Spielen belegen wir aktuell Rang zwölf, haben jedoch noch Nachholbedarf im Spielplan im Vergleich zu einigen Konkurrenten. Umso wichtiger ist ein gelungener Start.
Klar ist: Uns erwartet eine schwere Aufgabe gegen einen Aufstiegsaspiranten. Aber wir fahren mit Selbstvertrauen, Überzeugung und großer Motivation nach Kleinmachnow – bereit, alles in die Waagschale zu werfen und dem Favoriten Paroli zu bieten.
Gelungener Test für den VfB Auerbach: Beim klassenhöheren Chemnitzer FC setzte sich unsere Mannschaft am Freitagabend mit 1:0 durch und zeigte dabei eine disziplinierte, engagierte und über weite Strecken sehr konzentrierte Leistung.
Frühe Führung durch Graf
Die Gastgeber starteten mit viel Druck und versuchten, früh Kontrolle über das Spiel zu übernehmen. Der VfB verteidigte jedoch kompakt und ließ zunächst wenig zu. Mit der ersten klaren Offensivaktion folgte dann der Führungstreffer: In der 20. Minute wurde Cedric Graf in die Tiefe geschickt und nahm den Ball aus rund 20 Metern direkt. Sein sehenswerter Volley schlug über dem Chemnitzer Schlussmann im Tor ein – das 1:0 für Auerbach.
„Ich denke, wir haben es eine halbe Stunde sehr, sehr gut gemacht. Wir haben kaum Chancen zugelassen und selbst immer wieder Offensivaktionen gehabt“, resümierte Trainer Sven Köhler nach der Partie.
Starker Rückhalt und leidenschaftliche Abwehrarbeit
Defensiv war der VfB in der ersten Halbzeit mehrfach gefordert. In der 28. Minute entschärfte Stanley Birke einen gefährlichen Eckball souverän. Nur fünf Minuten später verhinderte unsere Abwehr mit einem starken Block eine Großchance der Gastgeber (33.).
Die größte Möglichkeit zum Ausgleich bot sich dem CFC in der 38. Minute per Foulelfmeter. Doch Birke ahnte die Ecke und parierte stark. Auch in der 39. Minute blieb er im direkten Nachsetzen Sieger, ehe er in der 41. Minute erneut mit einer starken Parade eine weitere Großchance entschärfte. In dieser Phase stemmte sich der VfB mit großem Einsatz gegen den Ausgleich.
„Da haben wir schon relativ tief gestanden, weil Chemnitz viel Druck gemacht hat. Zur Halbzeit wäre ein Unentschieden sicher auch ein korrektes Ergebnis gewesen“, ordnete Köhler die Druckphase realistisch ein.
Viele Wechsel, weiter konzentriert
Nach dem Seitenwechsel nutzten beide Teams das Spiel für personelle Wechsel. Beim VfB erhielt jeder Akteur mindestens eine Halbzeit Einsatzzeit. Durch die Umstellungen entwickelte sich ein offener Schlagabtausch mit Aktionen auf beiden Seiten.
Ein kleiner Wermutstropfen war die frühe Auswechslung von Vojtech Cermus, der nur wenige Minuten nach Wiederanpfiff verletzt vom Feld musste. Wir hoffen, dass er schnell wieder fit wird.
Trotz der Wechsel blieb Auerbach defensiv stabil und setzte selbst immer wieder Nadelstiche. Die Mannschaft arbeitete geschlossen gegen den Ball und hielt die Ordnung bis in die Schlussphase.
Schlosser hält den Sieg fest
In der 87. Minute hatte Mergel noch einmal die große Ausgleichschance für die Gastgeber. Frei vor dem Tor scheiterte er jedoch am stark reagierenden Schlosser, der mit seiner Parade den 1:0-Erfolg endgültig festhielt.
„Wir haben insgesamt wenig zugelassen und trotzdem immer wieder eigene Aktionen gehabt“, fasste Sven Köhler zusammen. Der intensive Test beim Regionalligisten lieferte wichtige Erkenntnisse und bestätigte die positive Entwicklung in der Vorbereitung.
Am Ende stand ein verdienter 1:0-Erfolg, der Selbstvertrauen für die kommenden Aufgaben gibt.
Fotos: Claudia Hache